AW: Hallo Franken - Teil 2
Jo! Wo bleibt der Erlebnisbericht? :ka:
Hab erst bei der Wendelsteinrundfahrt mitbekommen, dass er bei Rad am Ring ist. Alles Gute dazu jetzt halt noch im Nachhinein
Bin mal gespannt, was er zu berichten hat nachdem er in 24Stunden die Strecke geradelt ist, für die ich 4Wochen gebraucht habe
Na dann, was zum Lachen:
Nachdem ich im letzten Jahr ab August quasi in der Lage war, Bäume auszureisen, sollte dieses Jahr bei RaR die 400km Marke fallen (letztes Jahr waren es 397km). Wetterbedingt - bin einfach kein Regeradler - waren in den letzten Jahren immer längere Pausen dabei, da es doch gehörig geregnet hat. Dieses Jahr sollte alles anders werden, Wetterberichte waren vielversprechend, laue Nacht ohne Niederschlag, juhu, da müßte doch was gehen. Im Nachhinein muß ich wohl einräumen, dass die Pausen in den letzten Jahren nicht am Wetter lagen ....... :crying:
Bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein ging es dann in die Startaufstellung. Ziemlich hinten eingeordnet, da es ja nicht so auf die schnellen Runden ankommt. Die Atmosphäre war wie immer unbeschreiblich, dann der Startschuß und es ging relativ gemütlich los. Die ersten Kilometer mit dem ständigen Bergab sind Klasse, alles rollt rund, 89.7km/h max bei der Zeitmessung in der Fuchsröhre - wow, fast 10km/h schneller, als im letzten Jahr. Dann das erste Mal zur Hohen Acht rauf (so ca. 350hm am Stück bei 9-14%, kurz mal 17% als max.), die Schlange zieht sich, die ersten steigen ab, es geht eigentlich ganz gut. geschafft, oben angekommen, nen Apfelsaft geschlürft und weiter. Dieses Jahr wurde die Runde verlängert, geht nach dem Ziel nun über die GP-Strecke ins Fahrerlager mit einer etwas weiteren Runde, waren bei mir knapp über 25 km zu 23 km im letzten Jahr. Rundenzeit geplant 70 Minuten die ersten 7-9 Runden, dann auf 80er Runden wechseln - Mann, Mann, Mann, da waren die Augen wieder größer, als die Realität

- Die erste Runde mit 65 Minuten geschafft, gut, aber irgendwie schon jetzt schwere Beine beim Stop am "Basislager" , kurz gemault (Über die Streckenänderung, den kurzen Anstieg vor dem Fahrerlager, die schweren Beine, das übliche halt

), ein Stück Apfel gegessen und weiter .... naja, es wurde nicht besser, Rundenzeiten von weit über 70min folgten, dann schon in der 4 Runde nur noch 80er, auweija, alles tat weh, keine Kraft in den Beinen, was ist nur los, Euphorie will sich einfach nicht einstellen? Wenigstens 16 Runden schaffen, wäre zwar eine weniger, als im letzen Jahr, aber km dürften es knapp über 400 sein. Also los, Runde 5, danach erst mal ne größer Pause - Kartoffelsuppe. Komme völlig desillusioniert zum Essen, war aber im letzten Jahr auch so, allerdings erst nach der 9 Runde! Zähne zusammen beisen. Auf gehts nach 30 Minuten Pause zur Runde 6 u. 7. Es geht einfach nix ..... Wieder nur hohe 70er bzw. 80er Zeiten, naja, was solls, rechnerisch gehen trotzdem 16, vielleicht 17 Runden bei 90 Minuten (incl. kleinen Pausen). Dann die 8 Runde, es ist jetzt etwa 23.40 Uhr, alles stock dunkel. Fahren, fahren, der Kopf fängt das arbeiten an, kein Ziel mehr, nur müde, warum mach ich den Scheixx hier eigentlich, ist nicht mein Jahr, Wetter war bis März Mist, nicht genug km, keine Berge, Körpergewicht passt auch nicht, zu wenig lange Touren und .... und ... und ... - naja, wenn man dann mal das Denken anfängt und grübelt und sich ärgert, hat man schon verloren (ging über "ich hör das Radfahren auf", "Verkauf die Räder" bis zu "pfeif drauf, 97kg sind auch ganz nett"

) - Komm also völlig am Ende nach 8 Runden gegen 01.10 Uhr zum Platz, Joshi sitzt da und kontrolliert die Zeit 92 Minuten !!!!! - na Danke

- Pfeif drauf, raus aus den Klamotten, man muß auch mal akzeptieren, wenn es nicht läuft. War bei langen Touren in diesem Jahr schon dauernd so (da kommt der Ötzi ja gerade recht

) - ab 100 km immer ans abkürzen und aufgeben gedacht. Die 24h sind Kopfsache und diesmal ist der innere Schweinehund einfach nicht zu besiegen, will nicht nochmal in die Nacht raus, nicht nochmal die Hohe Acht rauf, keine Lust die Döttinger Höhe bei Gegenwind entlang zu fahren und kurz vor dem Ziel nochmal den kleinen Anstieg zu nehmen, nur schlafen ..... das wars dann, am nächsten morgen gut gefrühstückt, nochmal eine 65 Runde richtig schnell gefahren - da kam dann auch wieder kurz Freude auf und dann die Abschlußrunde ab 12.00 Uhr ins Ziel in Angriff genommen. 10 Runden, 257km, 5000hm, naja, ist eben nicht jedes Jahr ein 2009, Schade nur, weil das Wetter diese Jahr perfekt war. Noch den ganzen Sonntag über (mentale) Wunden geleckt ...

Heute gehts schon wieder besser und 2011 kommt bestimmt ..... - und den Ötzi nur noch vor dem Besenwagen beenden, mehr geht einfach nicht.
