Gravelbikes bis 2000 € – Stevens Gavere Com Test Lila Laune-Bringer

Das Stevens Gavere Com im Test Vergleich mit 6 anderen Gravelbikes bis 2.000 Euro. Im Vergleich der Gravel-Bestseller-Klasse sticht das Rad aus Hamburg mit ganz unhanseatischer Optik und solider Allrounder-Leistung hervor.
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Youtube LogoVideo: Stevens Gavere Com Test

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Stevens Gavere Test vs. 6 Gravelbikes bis 2.000 €
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Steckbrief: Stevens Gavere Com

EinsatzbereichTour, Gravel
RahmenmaterialAluminium
GabelAluminium
Gewicht (o. Pedale)10,6 kg
Stack611 mm
Rahmengrößen48, 51, 54, 56, 58, 61 (im Test: 56)
Websitewww.stevensbikes.de
Preisspanne1.299 Euro bis 2.499 Euro
Preis: 1.999 Euro

Mit Rennrädern für Offroad-Terrain hat Stevens als langjähriger Cyclocross-Sponsor viel Erfahrung. Das Gavere Com hat auch seinen Namen von einem bekannten Rennen. Es ist aber inzwischen ein reines Gravelbike und betont vielseitig und „entspannt“ ausgelegt, wie Stevens sagt. Gerade zur Gravel WM 2025 erschien das neue Gavere 2026 mit Alurahmen, mit dem die Hamburger auch in ganz günstige Preisregionen vordringen. Unser Gavere Com Testrad ist mit 1.999 Euro bereits das drittteuerste von insgesamt 4 Modellen. Los geht es schon ab 1.299 Euro für das Gavere mit Shimano Cues 2×10-fach-Schaltung, das damit im Revier eines Rose Blend oder Van Rysel GRVL wildert. Auch das Top-Modell mit SRAM Apex AXS ist mit 2.499 Euro ziemlich günstig.

Diashow: Gravelbikes bis 2000 € – Stevens Gavere Com Test: Lila Laune-Bringer
Die Leitungen und Züge sind versteckt verlegt.
Fürs Bikepacking ist das Gavere gut vorbereitet.
Die GRX -Bremsen verrichten ihre Arbeit, wie es das Einsatzgebiet erfordert.
Stevens Gavere Com.
Der Gavere Rahmen wirkt wertig verarbeitet.
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Das Stevens Gavere Com ist erst im Herbst 2025 auf den Markt gekommen.
# Das Stevens Gavere Com ist erst im Herbst 2025 auf den Markt gekommen. – Unser Testrad bringt eine Shimano GRX 2x12 Gruppe mit und kostet 1.999 €.

Details

Ganz und gar nicht hanseatisch gibt sich Stevens bei der Farbwahl für das Gavere Com. Der Lila-Flieder-Ton unseres Testbikes fällt sofort ins Auge – alternativ ist auch noch eine beige Lackierung zu haben.

Stevens kombiniert das Gavere Comn wie die meisten anderen Hersteller mit einer Carbongabel mit 3-Punkt-Aufnahme für Bikepacking-Halter. Mit gewogenen 10,6 kg liegt unser Testrad in der Mitte des Testfeldes und sogar leicht unter der Herstellerangabe.

An der Waage lag unser Gavere Com bei 10,6 kg.
# An der Waage lag unser Gavere Com bei 10,6 kg. – Und damit leicht unter der Herstellerangabe.

Bikepacking und Alltag

Das Stevens Gavere lässt viel Spielraum zum Einsatz beim Bikepacking. Alle gängigen Montagepunkte und Vorbereitungen sind vorhanden. Und zwar:

  • 3-Punkt-Halter an der Gabel
  • 2-Punkt-Halter (Flaschen) auf dem Oberrohr, unter dem Unterrohr
  • Schutzblech-Montage
  • Gepäckträger-Montage
  • Seitenständer-Montage
  • Lichtkabelführung und Scheinwerfer an der Gabel.

Auch die Gewichtszulassung ist mit 130 kg sehr ordentlich und lässt auch Großen und Schweren genug Spielraum für den Gepäcktransport.

Hat man es von vornherein auf den Alltagseinsatz oder das Touren mit Packtaschen abgesehen, sind die FEQ-Modelle des Gavere eine spannende Alternative. Dort sind Licht, Schutzbleche und Gepäckträger bereits passend montiert. Zu haben sind sie ab 1.599 Euro.

Fürs Bikepacking ist das Gavere gut vorbereitet.
# Fürs Bikepacking ist das Gavere gut vorbereitet. – Auch die Gewichtszulassung von 130 kg passt.
Schutzbleche und ein Gepäckträger können über Gewinde montiert werden.
# Schutzbleche und ein Gepäckträger können über Gewinde montiert werden.
Die Reifenfreiheit von 50 mm liegt im Testfeld in der Mitte.
# Die Reifenfreiheit von 50 mm liegt im Testfeld in der Mitte.
An der Gabel findet man die typische Drei-Punkt-Aufnahme.
# An der Gabel findet man die typische Drei-Punkt-Aufnahme. – Es handelt sich um die einzige Alu-Gabel im Test.

Rahmen und Verarbeitung

Mit schön verschliffenen Schweißnähten und semi-integrierter Leitungsverlegung hat das Gavere Com eine aufgeräumte Optik, die von weitem an einen Carbonrahmen erinnert. Die runde Sattelstützenklemmung fällt da zwar aus dem Rahmen ist aber wartungstechnisch ein Plus.

  • Reifenfreiheit bis 50 mm in 700c
  • Gewichtszulassung 130 kg (Rad, Fahrer und Gepäck)
  • Antrieb- /Schaltungs-Kompatibilität 1-fach und 2-fach, mechanische und elektronische Schaltungen
  • Innenlager-Bauart BSA
  • Steuerlager k.A.
  • Bremsaufnahme Flat-Mount

In Punkto Rahmenschutz hat sich Stevens nicht perfekt auf hartes Offroad-Fahren eingestellt. Die Folie an der Kettenstrebe fällt im Vergleich zu dicken Gummischützern der besten Wettbewerber ab. Auch eine UDH-Aufnahme hat der Rahmen trotz seiner jungen Geschichte nicht.

Der Gavere Rahmen wirkt wertig verarbeitet.
# Der Gavere Rahmen wirkt wertig verarbeitet.
Rahmenübergänge sind geglätttet.
# Rahmenübergänge sind geglätttet.
Das Tretlager ist als BSA ausgeführt.
# Das Tretlager ist als BSA ausgeführt.

Ausstattung: gelungenes Paket

An der Preisobergrenze im Testfeld kann man eine vergleichsweise hochwertige Ausstattung erwarten und bekommt sie am Stevens Gavere Com auch. Vom Shimano GRX 820/610 Schaltungsmix bis zu den Schwalbe G-One R Performance-Reifen in 45 mm ist alles aus dem oberen Regal für die Preisklasse genommen.

SpezifikationGavereGavere EcoGavere ComGavere Pro
Preis (UVP)1.299 €1.499 €1.999 €2.499 €
Gewicht12,0 kg11,7 kg10,6 kg (gewogen) 10,2 kg
RahmenAluminium 6061, O.L.D. 142 mm, interne Zugverlegung, Schutzblech-/GepäckösenAluminium 6061, interne Zugverlegung, Schutzblech-/GepäckösenAluminium 6061, interne Zugverlegung, Schutzblech-/GepäckösenAluminium 6061, moderne Gravel-Geometrie, Vollcarbon-Gabel
GabelStevens S-Lite Aluminium, tapered, Flatmount-Disc, 100 mm SteckachseStevens S-Lite Aluminium, tapered, Flatmount-DiscStevens S-Lite Aluminium, tapered, Flatmount-DiscStevens Full Carbon SL, tapered, Flatmount-Disc
Schaltung / AntriebShimano CUES U6000 2×10Shimano GRX 400/Tiagra 2×10Shimano GRX 820/610 2×12SRAM Apex AXS 1×12
Übersetzung46-32 / 11-3946-30 / 11-3646-30 / 11-3640 / 11-44
LaufräderFulcrum Rapid Red 900 DB, Tubeless-readyGravel-taugliche Laufräder, Tubeless-bereitFulcrum Lite GRDT Swiss G 1800 Spline, Tubeless-ready
ReifenSchwalbe G-One Comp 45 mm, Tubeless-ReadySchwalbe G-One Comp 45 mm, Tubeless-ReadySchwalbe G-One R Performance 45 mmSchwalbe G-One R 45 mm Performance
BremseTektro mechanisch, FlatmountShimano Tiagra, hydraulischShimano GRX 400 hydraulisch, 160 mmSRAM Apex hydraulisch, 160 mm
Lenker
Scorpo Aero Gravel, 130 mm Drop, 70 mm Reach, 16° Flare
Scorpo Aero Gravel, 130 mm Drop, 70 mm Reach, 16° Flare
Scorpo Aero Gravel, 130 mm Drop, 70 mm Reach, 16° Flare
Scorpo Aero Gravel, 130 mm Drop, 70 mm Reach, 16° Flare
VorbauScorpo, AluScorpo, Alu Scorpo, Alu Scorpo, Alu

Schaltung

Die mechanische Shimano GRX 810 Schaltung mit GRX 610 STI-Hebeln stellt 2×12 Gänge bereit. Dank 11-36 Kassette ist das Gavere Com dabei auch für steiles Terrain passend ausgestattet. Mit 6 km/h kurbelt man bei 60 U/min entspannt die Berge hoch. Gleichzeitig ermöglicht der 2-fach-Antrieb ein gutes Anpassen der Trittfrequenz und des Kettenlaufs auf das lange Fahren in der Ebene. Hier gibt es die Schaltung im Ritzelrechner.

Die Shmano GRX 610 Kurbel ist mit einer 36er Kassette kombiniert.
# Die Shmano GRX 610 Kurbel ist mit einer 36er Kassette kombiniert. – Das stellt einen leichteren Berggang zur Verfügung als bei anderen 2x12 Gravelbikes im Test.
Der Mix aus 820er Schaltwerk…
# Der Mix aus 820er Schaltwerk…
…und 610er Hebeln ist klassenüblich und funktioniert tadellos.
# …und 610er Hebeln ist klassenüblich und funktioniert tadellos.

Laufräder und Reifen

Zeitgemäß und passend zum Allround-Charakter ist die Auswahl der Reifen: Mit 45 mm greift Stevens zur sinnvollen Breite, wenn auch wirklich mal Gravel-Waldwege gefahren werden. Die Schwalbe G-One R Performance laufen dabei leise auf der Straße und schnell auf jedem Terrain, das mit dem Gavere Com noch Spaß macht.

Der Fulcrum Laufradsatz mit Schwalbe G-One R Reifen ist ein Ausstattungs-Plus im Vergleich mit den anderen Bikes.
# Der Fulcrum Laufradsatz mit Schwalbe G-One R Reifen ist ein Ausstattungs-Plus im Vergleich mit den anderen Bikes.
Die Fulcrum Felge macht das Tubeless-Umrüsten leicht.
# Die Fulcrum Felge macht das Tubeless-Umrüsten leicht.
Auch der Sattel machte einen wertigen Eindruck.
# Auch der Sattel machte einen wertigen Eindruck.

Der Fulcrum Lite GR Laufradsatz liegt etwas über dem üblichen Niveau in der Preisklasse und verspricht geringen Wartungsaufwand. Er bietet eine universelle Maulweite von 25 mm. Die 2-Way-Fit-Bauweise von Fulcrum (einer Marke von Campagnolo), macht es für den Tubeless-Einsatz kompatibel.

Cockpit und Sattel

Sowohl der Sitz als auch der Griff an den Lenker sind am Stevens Gavere Com sehr gut gelungen. Der Sattel trifft den wichtigen Mix aus hart genug und gut gedämpft und passte für mich gut.

Das Stevens Gavere Cockpit sorgt mit etwas Rise für eine komfortable Sitzposition.
# Das Stevens Gavere Cockpit sorgt mit etwas Rise für eine komfortable Sitzposition.
Die Leitungen und Züge sind versteckt verlegt.
# Die Leitungen und Züge sind versteckt verlegt.
Die GRX -Bremsen verrichten ihre Arbeit, wie es das Einsatzgebiet erfordert.
# Die GRX -Bremsen verrichten ihre Arbeit, wie es das Einsatzgebiet erfordert.

Der Stevens Lenker mit etwas Rise trägt mit dazu bei, dass die Sitzposition so komfortabel ausfällt. Er liegt am Oberlenker sehr gut in der Hand und ist mit griffigem und gut dämpfendem Lenkerband umwickelt. Im Unterlenker fällt die Griffposition sehr breit aus (49 cm gemessen).

Geometrie: entspannt, aber nicht locker

Das Stevens Gavere Com Testrad in 56 oberhalb der Mitte des Spektrums von 6 Rahmengrößen, in denen das Gravelbike der Hamburger zu haben ist. Die Größe deckt sich mit der Stevens-Empfehlung für 1,80 m große Testfahrer mit Innenbeinlänge von 86 cm (siehe Testerprofil unten).

Das Gavere Com hat eine progressive Geometrie.
# Das Gavere Com hat eine progressive Geometrie.

So fällt die Sitzhaltung auf dem Gavere ziemlich entspannt, aber eher lang aus. Das legt auch schon der Stack-to-Reach-Wert von 1,51 des Testrades nahe. Wer ein Gravelbike mit einer aufrechten Sitzposition sucht, findet mit dem Gavere eine gute Basis. Möglich für den Tester wäre auch das 54er Bike gewesen, das mit einem anderen Vorbau als ab Werk eine sportlichere Sitzposition ergäbe.

Das Gavere macht Anleihen beim MTB und setzt auf eine progressive Geometrie, sprich einen längeren Reach, gepaart mit kürzeren Vorbauten. Das soll einerseits dasVorderrads nach vorne bringen, weg von Konflikten mit den Fußspitzen, aber gleichzeitig die Lenkung agil halten. Im Testfeld sind auch das Canyon Grizl und das Rose Backroad Vertreter dieser Auslegung.

Rahmengröße 48 51 54 56 58 61
Laufradgröße 28″ / 700C 28″ / 700C 28″ / 700C 28″ / 700C 28″ / 700C 28″ / 700C
Reach 378 mm 387 mm 395 mm 404 mm 413 mm 422 mm
Stack 553 mm 571 mm 592 mm 611 mm 632 mm 651 mm
STR 1,46 1,48 1,50 1,51 1,53 1,54
Lenkwinkel 70° 71° 71,5° 71,5° 72° 72°
Sitzwinkel, effektiv 76° 74° 73° 73° 73° 73°
Oberrohr 504 mm 531 mm 553 mm 569 mm 584 mm 600 mm
Oberrohr (horiz.) 516 mm 551 mm 576 mm 591 mm 606 mm 621 mm
Steuerrohr 115 mm 130 mm 150 mm 170 mm 190 mm 210 mm
Sitzrohr 570 mm 594 mm 619 mm 638 mm 660 mm 680 mm
Überstandshöhe 742 mm 767 mm 792 mm 816 mm 842 mm 866 mm
Kettenstreben 440 mm 440 mm 440 mm 440 mm 440 mm 440 mm
Radstand 1.036 mm 1.042 mm 1.052 mm 1.067 mm 1.077 mm 1.093 mm
Tretlagerabsenkung 70 mm 70 mm 70 mm 70 mm 70 mm 70 mm
Tretlagerhöhe 284 mm 284 mm 284 mm 284 mm 284 mm 284 mm
Einbauhöhe Gabel 414 mm 414 mm 414 mm 414 mm 414 mm 414 mm
Gabel-Offset 45 mm 45 mm 45 mm 45 mm 45 mm 45 mm

In unserer Geometrie-Datenbank könnt ihr das Stevens Gavere Com mit anderen Gravelbikes ganz einfach vergleichen. Hier findet ihr direkt den Vergleich mit 6 anderen Gravelbikes bis 2.000 Euro im Test.

Auffallend sind ansonsten die recht langen Kettenstreben am Gavere, was zusammen mit der langen Front auch zu einem langen Radstand führt – gut für sicheren Geradeauslauf und Spurtreue auf den Gravelwegen. Die Auslegung der Carbongabel mit 414 mm Einbauhöhe ließe übrigens auch den Umbau auf Federgabeln zu, falls das einmal gewünscht sein sollte.

Mit langem Radstand hat es gute Klettereigenschaften auch an steilen Gravelpassagen.
# Mit langem Radstand hat es gute Klettereigenschaften auch an steilen Gravelpassagen.

Auf dem Kurs

Einfach nur satt ist das Fahrgefühl auf dem Stevens Gavere Com auf den ersten Testmetern. Das Gravelbike der Hamburger rollt sehr gelassen über die Straße genauso wie über Schottersteine. Komme, was da wolle, das Gavere zieht seine Bahn genau so, wie man es am Lenker vorgibt.

Auf der Straße rollt das Gavere Com dabei leichter und leiser, als es dicke Pneus erwarten lassen. Hier bestätigen sich erneut die hervorragenden Allrounder-Qualitäten des Schwalbe G-One R für jedes Terrain, das nicht feucht oder aufgeweicht ist – was auf der Teststrecke allerdings der Fall war, weshalb die Grenzen des Reifens sich hier durchaus bemerkbar machten.

In Kurven will es mit etwas mehr Nachdruck gelegt werden, glänzt aber durch Spurtreue.
# In Kurven will es mit etwas mehr Nachdruck gelegt werden, glänzt aber durch Spurtreue.

Kommt die Kurve, will das Gavere mit mehr Nachdruck hineingelegt werden. Die Lenkung ist präzise und weit entfernt von nervös, wie gemacht für schnelles Dahinrollen auf weiten Waldautobahnen.

Ein bisschen entgegen steht dem Geschwindigkeitsdrang die aufrechte Sitzposition am Lenker. Aber mit einem anderen Spacer-Set-up lässt sich hier noch etwas mehr Richtung Speed tunen. Dennoch legt das Gavere unterm Strich einen souveränen, aber eher für gemütliches Graveln auf langen Touren vorbestimmten Charakter an den Tag.

Das Gavere ist geradezu der ideale Tourenbegleiter.
# Das Gavere ist geradezu der ideale Tourenbegleiter.

Dazu passt auch der recht hohe Komfort im Sattel des Gavere Com. Auf der Holperpiste dämpft es gut, muss sich aber im direkten Vergleich anderen Gravelbikes wie dem Van Rysel GRVL oder dem Rose Backroad in dieser Hinsicht unterordnen.

Das ist uns aufgefallen

  • Fahrverhalten Maximale Fahrsicherheit und Gelassenheit gesucht? Das Stevens Gavere Com bietet sie.
  • Gewichtszulassung Auch Stevens bietet schweren und/oder großen Bikepacking-Fans bei der Gewichtszulassung genügend Spielraum mit 130 kg. Ein Beispiel: Bei einer 100-Kilo-Person plus 14 kg fürs Rad mit Trinkflaschen und Pannenset bleiben noch 16 kg fürs Gepäck.
  • Größenauswahl Hier bieten die Hamburger mehr als andere Fachhandelsmarken, aber nicht soviel wie Canyon.
  • Für wen? Für alle, die einfach ein gut passendes Allround-Gravelbike suchen, das viele Möglichkeiten offen lässt und eher auf der komfortablen, fahrsicheren Seite liegt.
  • Für wen besser nicht? Wer vor allem sportliche Feierabendrunden mit Spaßfaktor im Blick hat oder ins extremere Bikepacking einsteigen will, findet Passenderes im Testfeld.

Fazit Stevens Gavere Com Test

Das Stevens Gavere Com beweist sich als sehr souveräner Allrounder mit Komfort-DNA im Gravelbike Bestseller Vergleich. Besonders sticht die hohe Fahrsicherheit hervor, die es zusammen mit der entspannten Geometrie zum idealen Tourenbegleiter macht. Entsprechend des Preises fällt die Ausstattung hochwertig aus und die 2x12-GRX-Übersetzung ist gut gewählt. Sportliche Ambitionen stehen weniger im Fokus. Wer Gelassenheit, Zuladung und Vielseitigkeit sucht, findet im Gavere Com einen verlässlichen Begleiter ohne echte Schwächen.

Artikelbild

Pro / Contra

Stärken

  • Gelassenes Fahrverhalten
  • Ausstattung
  • Komfort
  • Gewichtszulassung

Schwächen

#

Was sagt ihr zum Stevens Gavere Com?


So haben wir die Bestseller Alu Gravel Bikes getestet

Alle Gravelbikes im Vergleich wurden auf einer identischen, circa 10 km langen Teststrecke gefahren. Die Bewertung des Fahreindrucks erfolgte nach einem Punkteschema in den Kategorien: Kurven (schnell weit, eng langsam), Beschleunigen, passende Übersetzung für Gravelanstiege, Komforteindruck am Sattel und am Lenker.

Die Teststrecke beinhaltete Straßenanteile, Anstiege bis kurzzeitig 19 % auf Gravel und 12 % auf der Straße. Zu überwiegendem Anteil bestand die Teststrecke aus Gravel-Wegen, die auf der 50 Shades of Gravel Skala der Stufe 5 zuzuordnen wäre, sprich: überwiegend felsiger Untergrund mit losem Kies und nur selten großen Steinen.

Nach einem gewichteten Punkteschema bewerten wir außerdem die technischen Daten der Fahrräder: die Ausstattung nach Wertigkeit und Sinnhaftigkeit für den Einsatzbereich, die Verarbeitung nach Rahmenschutz, Aufwand bei Umbauten und Service. Außerdem flossen das Gewicht (weniger gleich mehr Punkte) und das zulässige Gesamtgewicht (mehr gleich mehr Punkte) in die Bewertung mit ein.


Die Testräder werden bei den Herstellern für den Test in der beschriebenen Kategorie angefragt. Neben den gezeigten Rädern können noch weit mehr Testräder angefragt worden sein, die zum Beispiel aus Gründen der Lieferfähigkeit nicht teilnehmen konnten. Die Hersteller stellen das Rad kostenlos in der Art und Weise zur Verfügung, wie es der Fachhandel erhält; bei Testrädern von Direktanbietern, wie sie der Endkunde erhält, d.h. vormontiert. Die Testräder wurden in der Redaktions-Werkstatt endmontiert. Für den Test wurden die Räder gewogen, die Sitzposition bei identischer Sattelhöhe (bezogen auf die Tretlagermitte) vermessen und die Reifen mit identischem Reifendruck befüllt. Die Gravelbikes fuhren wir mit dem empfohlenen Reifendruck für das jeweilige Set-up aus dem SRAM-Reifendruck-Rechner, z. B. vorne 1,9 bar und hinten 2,0 bar für Jan mit einem 45-mm-Reifen. Nach Testende erhalten die Hersteller die Testräder zurück.
Tester-Profil: Jan Gathmann
51 cm75 kg86 cm62 cm180 cm
Jan fährt vom Bahnrad über den Stahl-Klassiker bis zum Cyclocross- und Gravelbike alles, was einen Rennlenker hat – nur mit den Unterarmen auf dem Auflieger sieht man ihn selten. Bewunderte Pro-Fahrer: Klassikerspezialisten. Meistgemiedenes Terrain: lange flache Geraden.
Fahrvorlieben
Lieber kurz und schnell als lang und erschöpfend
Bevorzugtes Terrain
Mittelgebirge, Flandern, kurvig, gerne auch mit Flatterband auf Wiesen
Vorlieben bei der Sitzposition
Kompromiss zwischen Endurance und Race
Sprinter, Rouleur oder Kletterer?
Am ehesten wohl Rouleur. Für den Sprinter fehlen die Ellenbogen und die Watt, für den Kletterer zu schwer

Hier findet ihr die anderen Artikel zum Gravelbikes bis 2.000 Euro Test:

Text: Jan Gathmann / Fotos: Johannes Herden

32 Kommentare

» Alle Kommentare im Forum
  1. Dann brauchst du dich hier auch nicht als Forumsinquisitor aufzuspielen.
    Ich richte hier über niemanden, sondern habe wie auch andere nur festgestellt das es fachliche Mängel gibt und darauf hingewiesen. Wenn man damit nicht umgehen kann oder will bitte.
  2. Ne, du hast nicht nur einen Hinweis abgegeben sondern bist einfach unverschämt aufgetreten.

  3. Ich richte hier über niemanden, sondern habe wie auch andere nur festgestellt das es fachliche Mängel gibt und darauf hingewiesen. Wenn man damit nicht umgehen kann oder will bitte.
    Der Ton macht die Musik!
  4. Wieso? Nach meinem Verständnis fällt kein Rotschlamm an, wenn Aluminium recycled wird. Kannst du bitte einmal ausführen, was du hier meinst. Es gibt inzwischen einen guten Kreislauf von Aluminium, sodass der Großteil von Neuprodukten aus Aluminium eben aus "Altaluminium" entsteht. Nicht umsonst sind die Grünen und andere Umweltparteien sehr ruhig, wenn es um Getränkedosen geht. Früher als Umweltsünde verschrien, heute als Vorzeigemodell für nahe 100% Recycling. Den hohen Energiebedarf kann man elegenat mit EE abdecken.

    Also bitte erkläre doch noch einmal, was du hier uns sagen möchtest.
    Eben. Es gibt bereits Studien, dass Espressokapseln unter allen Einfachdosen die nachhaltigste Variante sind, sogar vor Papierfiltern. Alurecycling ist mittlerweile ziemlich ausgefuchst.
  5. Welche technische Ausbildung im Zweiradbereich haben Sie absolviert, und wo wurde das journalistische Studium absolviert?
    Würde mich in dem Zusammenhang wirklich interessieren. Wenn ich in meinem Beruf immer wieder Fehler mache und ich diesen Anspruch hätte es damit zu entschuldigen das jeder Fehler macht, würde ich mit einem Bein im Gefängnis stehen, bei mit Sicherheit viel weniger Verdienst. Außerdem glaube ich nicht das hier die angebliche Polemik das Problem ist!

    Journalist ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Wer will, darf sich Fachjournalist nennen.

    Ich habe eine Ausbildung zum Redakteur, das ist ein zweijähriges Volontariat, kein Studium. Es gibt aber auch Studiengänge mit dem Namen „Journalismus“. Ausbilden können alle, die selbst eine Ausbildung genossen und abgeschlossen haben. Man kann darüber denken, was man will, aber so ist das wenige geregelt, was hier geregelt ist.

    Ich habe einmal Soziologie studiert (ohne Abschluss). Ich habe außerdem über mehrere Jahre Lifestyle-Teilzeit in einem Zweiradladen gearbeitet, aber keine Ausbildung zu einem Zweiradmechaniker. In meiner Lifestyle Freizeit habe ich mich wie viele hier praktisch in Fahrradreparaturen weitergebildet.

    Soviel noch einmal für die KI und zur Transparenz zum Mitlesen.
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