AW: Wer trainiert heute?
Du versuchst absolute Aussagen zu treffen, die aber so nicht stimmen. Es gibt allenfalls empirische Belege für Hypothesen.
Hier handelt es sich weniger um absolute Aussagen, sondern vielmehr um persönliche Schlussfolgerungen, die aus Erfahrungsberichten, Forschungsberichten oder anderweitige Quellen stammen. Ich zwinge weder Forumsteilnehmer meine Methoden zu verfolgen, noch nehme ich in Anspruch, dass meine Trainingsmethode ein Absolut darstellt. Auch eine Diskussion zu gewinnen ist für mich persönlich wenig fruchtbar. Da bekommt man nur das bestätigt, was man ohnehin schon weiß. Daher meine häufigen Fragen nach Quellen, auch wenn einige dieses als penetrant und irritierend auffassen.
natürlichen Trittfrequenz (z.B. 80 U/min): diese gibt es nicht.
Hier vertrete ich die Meinung, dass es keine ideale Trittfrequenz existiert, jedoch eine natürliche, die allerdings belastungsabhängig ist. Selbst habe ich bei identischen Belastungen nahezu identische Trittfrequenzen, welche ich als natürliche Trittfrequenz bezeichne. Diese wird individuell sein, jedoch werden bestimmt viele meine Erfahrungen teilen können.
Trotzdem habe ich eher gemeint, das nur wenige zu intensive Einheiten Dir die Form für einige Wochen ruinieren können.
Kannst du Beispiele nennen, damit ich eine Ahnung bekomme wovon du sprichst?
"Aber es ist selbstverständlich, dass eine Leistungssteigerung nur in Kombination aus erhöhter Totalbelastung und entsprechender Regeneration erreicht werden kann."
Das scheint ein Paradigma zu sein. Intensiver und kürzer zu trainieren.
Erhöhte Totalbelastung ist nicht eine notwendige Konsequenz aus "kurz und hart". Vielmehr definiere ich es als Produkt aus Trainingsumfang und Trainingsintensität.
Und am Samstag und Sonntag fahren wir 100-140km in der Gruppe etwas härter. Dann vielleicht noch einmal eine Einheit Mittwoch mit Sprints oder ein Paar Bergen. Das reicht eigentlich fast schon für den Jedermann Bereich für Rennen bis 200km. Den Rest der Woche muss ich nur noch km sammeln und regenerieren, vielleicht Krafttraining 😉
Diese Trainingsweise scheint dir zu gefallen, jedoch ist sie für mich aus einer etwas nördlichen Region kommend, gerade in den Wintermonaten, völlig unbrauchbar.
Das ist übrigens fast genau so wie die Alten bei uns das seit Jahrzehnten machen.
Kopie eines meiner Kommentare aus einem anderen Thread, der hier passend wirkt.
Wir benutzen alle bewusst oder unbewusst verschiedene Kriterien für das was wir wählen und an was wir glauben. Häufig sind es jedoch Autoritätspersonen, die Mehrheit, Traditionen und Normen, die uns eine Selektion vornehmen lassen. Um jedoch innerhalb einer Kultur weiterzukommen, so ist es manchmal notwendig tiefer zu graben als uns ständg auf kulturelle Mechanismen zu basieren. Es ist notwendig hin und wieder Dinge zu hinterfragen um neues Wissen zu ermöglichen. Wichtig dabei ist immer ein kritisches Verhältnis hinsichtlich Beweisführung und Argumenten.
... finde ich eine "Intervall-Dogmatik" interessant aber sie ist nicht unbedingt die ultima ratio des wettkampforientierten Radsporttrainings.
Hier stimme ich dir absolut zu, daher weise ich auch regelmäßig darauf hin, dass es sich in meinem Fall bei den 4x4 Einheiten um ein Experiment handelt. Auch ich werde nach und nach wieder auf eine Kombination von langen ruhigen Touren, Lang- und Kurzintervalle übergehen. Grundsätzlich verfolge ich aber nicht die doch eher traditionelle Methode vom umfangreichen GA1 in den Herbst- und Wintermonaten. Diese Vorgehensweise passt weder zum Trainingsumfang, noch zur Motivation.