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Wechselbörse

(Große) Siege und Stars bringen Aufmerksamkeit und Aufmerksamkeit bringt Sponsoren. Das ist soweit ziemlich trivial. Dazu kommt etwas, was im Radsport unterschätzt wird: das Bewusstsein für die eigene Marke. Bei Teams, die permanent den Namen wechseln (müssen), ist das natürlich sowieso schwierig und zum Teil verständlich, bei QS ist das aber anders.

Hier hat man aber versucht, die Identität des Teams komplett umzubauen und alles auf die Karte Evenepoel gesetzt. Das ging halt nicht auf.

Zusätzlich erschwerend dürfte die Personalie Lefevre sein, der einem positivem Image des Teams auch nur bedingt zuträglich ist.
 
Die Klassiker werden seit ein paar Jahren von einer Hand voll Fahrer bestimmt. Kaufen kann man die quasi nicht, weil sie unbezahlbar, langfristig an ihre Teams gebunden und dort offensichtlich ganz glücklich sind.
Was willste da groß machen?
Hätte QS ja auch rechtzeitig so machen können. Dass es jetzt zu spät ist für sowas dürfte fast auf der Hand liegen. Haben sie also die Entwicklungen auf diesem Sektor einfach verschlafen?
 
Naja, Remco hat einen Haufen Geld gekostet (dabei sicher auch Sponsoren bei der Stange gehalten) aber dafür hat man eben auch das Team für Rundfahrten verstärkt und im Gegenzug im klassischen Bereich geschwächt.
Wenn man jetzt das Rad wieder zurückdreht wird das eine ganze Zeit dauern, ehe man wieder an alte Zeiten anknüpfen kann.
 
Lag vielleicht auch an Remco - weil man eine ganze Weile noch nicht so ganz wusste wohin man mit dem will bzw. kann. Ich denke wegen ihm wurde der GT-Umbau hauptsächlich vorangetrieben.

Ala konnte zwar vorher auch schon bei der Tour glänzen, hatte aber nicht alle Ressourcen gebunden denke ich.

Edit: @Don Vito Campagnolo war schneller 😉
 
Hätte QS ja auch rechtzeitig so machen können. Dass es jetzt zu spät ist für sowas dürfte fast auf der Hand liegen. Haben sie also die Entwicklungen auf diesem Sektor einfach verschlafen?

Ein paar Entscheidungen - wie MvdP nicht zu nehmen - bereut Lefevere heute sicher, aber bei anderen hat er es durchaus versucht.
WvA wollte er bspw von Nuyens rüber holen, aber WvA wollte sich wohl nicht rauskaufen.

Im Nachhinein alles leicht zu analysieren, aber alles auf die Karte Evenepoel zu setzen, kann man dem Team mMn nicht vorwerfen.
 
Es hieß doch mal dass Lefevre bei MVDP chancenlos war (wurde ich meine von Adrie VDP so kommuniziert).

Ich kann mir die beiden zusammen auch nur schwer vorstellen. Sich von Zeit zu Zeit über öffentliche Kanäle blöd von der Seite anmachen zu lassen hätte MVDP in seiner Entwicklung auch bestimmt nicht geholfen….

Von der Bereitschaft für Ausflüge ins Gelände - egal ob auf schmalen oder breiten Reifen - ganz zu schweigen….
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin mir sehr sicher gelesen zu haben, dass van der Poel nicht mit Lefevere zusammen arbeiten wollte, der war hinter van der Poel Junior her wie ein Matrose hinter einer Hafendirne, wurde aber abgelehnt.
Da wurde lieber mit den Roodhoofds das Projekt van der Poel in die Worldtour aufgesetzt, angefangen mit BKCP, Beobank imd Corendon hin zu Alpecin.
 
Okay, so aus der Erinnerung hätte ich das ~2 Jahre eher verortet. Vielleicht verwechsle ich das auch mit den Geschichten um einen Verkauf und/oder um eine Fusion mit Jumbo und was da alles durch die Gazetten geisterte. 🤷
 
Ich bin mir sehr sicher gelesen zu haben, dass van der Poel nicht mit Lefevere zusammen arbeiten wollte, der war hinter van der Poel Junior her wie ein Matrose hinter einer Hafendirne, wurde aber abgelehnt.
Da wurde lieber mit den Roodhoofds das Projekt van der Poel in die Worldtour aufgesetzt, angefangen mit BKCP, Beobank imd Corendon hin zu Alpecin.

War laut Papa vdP aber anders.

https://sporza.be/nl/2026/02/04/-hi...t-doorduwde-voor-wout-van-aert~1770227200277/
 
Siehe oben.

Er hat halt verpasst, dass sich Radsport und das Verhältnis Sponsoren - Teams in vielerlei Hinsicht geändert haben.
Das hatte ich ja selbst weiter oben so formuliert (zu Satz 2) - Grundsätzlich bezieht sich das aber auf die langfristige Strategie. Und wie @eins4eins natürlich korrekt formuliert ist man hinterher immer schlauer.

Hier ging es ja darum, dass er als Person selbst das Problem gewesen wäre.

Ich fand einige seiner Aussagen auch aus meinem Blickwinkel unsympathisch, aber er war ja lange erfolgreich im Geschäft. Völlig ahnungslos schafft man das eigentlich auch nicht.
 
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