Und der Nächste...

moomn09

ContreLeMont
Habs auch gerade gelesen. Ich will hier niemanden verteidigen, und finde auch, dass Doper mit voller Härte verfolgt werden müssen, ABER:
Welche Beweise gibt es z.B. bei Petacchi?
So wie ich das lese macht man das nur daran fest, dass sein Name in irgendeiner Liste aufgetaucht ist.
Nach so langer Zeit natürlich schwierig, direkte Beweise zu finden.
Aber den Ruf und die Karriere von jemanden nur anhand von so einer Liste zu zerstören find ich problematisch.
Eventuell hat der Arzt ja seinen Namen genannt.
 

pjotr

Radprofi, gefangen im Körper einer Hobbylusche
Irgenwo war auch von Hnweisen aus Bank-Unterlagen die Rede, weiß aber nicht, ob sich das auf Petacchi bezog. Er selber bestreitet vehement eine Verwicklung.
 

pjotr

Radprofi, gefangen im Körper einer Hobbylusche
Grundsätzlich: Wenn es Hinweie gibt, muss man dem Nachgehen, auch wenn es eventuell nur Indizien sind. Petacchi wurde nicht bislang nicht verurteilt. Es wird nur gegen ihn ermittelt und er vorläufig suspendiert. Soweit ich sehe ist das völlig korrekt gelaufen und angesichts der Schwere des Vorwurfs ("Blutdoping") auch angemessen.
 

rr-mtb-radler

Süßwassermatrose
Grundsätzlich: Wenn es Hinweie gibt, muss man dem Nachgehen, auch wenn es eventuell nur Indizien sind. Petacchi wurde nicht bislang nicht verurteilt. Es wird nur gegen ihn ermittelt und er vorläufig suspendiert. Soweit ich sehe ist das völlig korrekt gelaufen und angesichts der Schwere des Vorwurfs ("Blutdoping") auch angemessen.
Wie sieht es mit dem Schutz des Betroffenen, noch ist er kein Beschuldigter, aus?
Wie @dabeste schrieb, ist sein Name bisher gefallen, in einer Liste aufgetaucht o.ä. Selbst wenn er nicht angeklagt wird, wird er unter Garantie in Zukunft das ein oder andere mal als „nicht erwischter“ Doper genannt werden, nach dem Spruch „wo Rauch ist, ist auch Feuer“.
M.E. sollte man erst Namen nennen, wenn ein Verfahren eröffnet wurde.
 

pjotr

Radprofi, gefangen im Körper einer Hobbylusche
Wie sieht es mit dem Schutz des Betroffenen, noch ist er kein Beschuldigter, aus?
Wie @dabeste schrieb, ist sein Name bisher gefallen, in einer Liste aufgetaucht o.ä. Selbst wenn er nicht angeklagt wird, wird er unter Garantie in Zukunft das ein oder andere mal als „nicht erwischter“ Doper genannt werden, nach dem Spruch „wo Rauch ist, ist auch Feuer“.
M.E. sollte man erst Namen nennen, wenn ein Verfahren eröffnet wurde.
Es ist faktisch ein Verfahren eröffnet worden.

Dass die Petacchi bealstenden Hinweise weniger fundiert sind, wie hier einige zu glauben scheinen, ist reine Spekulation.
 

dabeste

Aktives Mitglied
Grundsätzlich: Wenn es Hinweie gibt, muss man dem Nachgehen, auch wenn es eventuell nur Indizien sind. Petacchi wurde nicht bislang nicht verurteilt. Es wird nur gegen ihn ermittelt und er vorläufig suspendiert. Soweit ich sehe ist das völlig korrekt gelaufen und angesichts der Schwere des Vorwurfs ("Blutdoping") auch angemessen.
Nachgehen muss man dem definitiv! Aber ich finde, man muss die Namen nicht unbedingt öffentlich nennen, solange es "nur" Indizien gibt.
In der heutigen Medienlandschaft wird nunmal direkt ein öffentliches Urteil gefällt, wenn sich dann irgendwann die Unschuld rausstellen sollte wird sowas höchstens als Randnotiz vermerkt.

[...]
Dass die Petacchi bealstenden Hinweise weniger fundiert sind, wie hier einige zu glauben scheinen, ist reine Spekulation.
In den Pressemeldungen stand nur etwas von seinem Namen auf irgendeiner Liste, und das klingt erstmal ziemlich dünn.
Wenn die UCI nicht mehr kommuniziert kann ich auch nur dazu meinen ungefragten Senf abgeben. ;)

Petacchi hat ohnehin keine saubere Vergangenheit, trotzdem hat er auch eine faire Untersuchung verdient.
 

ronde2009

Aktives Mitglied
Rawuzza. Man sollte sich von dem Gedanken verabschieden, das da Unschuldige dabei sind. Du weißt es doch.
Es sind ja nicht alle so aufrecht wie Hondo, der nicht weiterlügt sondern zu seinen Fehlern steht.
Ehrlichkeit wird bestraft. Ich bin aber nun mal gespannt wie das weitergeht weil ja nun weitere Namen aus der Protour erscheinen.
 
Zuletzt bearbeitet:

ronde2009

Aktives Mitglied
Ich wundere mich aber dieser Beitrag ercheint mir beinhaltet eine realistische Einschätzung der Thematik mit allen Nachteilen zu offenherziger Statements in der Öfffentlichkeit.
 

moomn09

ContreLeMont
Rawuzza. Man sollte sich von dem Gedanken verabschieden, das da Unschuldige dabei sind. Du weißt es doch.
Es sind ja nicht alle so aufrecht wie Hondo, der nicht weiterlügt sondern zu seinen Fehlern steht.
Ehrlichkeit wird bestraft. Ich bin aber nun mal gespannt wie das weitergeht weil ja nun weitere Namen aus der Protour erscheinen.
Interessante Definition vom aufrichtig.:D Er hat am Sonntag nur das vorweggenommen, was im den nächsten Tagen ohnehin herausgekommen wäre.
Aufrichtig wäre gewesen, nach dem Ende der Zusammenarbeit hinzustehen, den Fehler zuzugeben, und mit den Behörden zu kooperieren. Dann hätte Dr. Schmidt nicht noch bis jetzt weitergemacht.

Wie Queruland geschrieben hat, schade um den Schweizer Radsport. Hier hat sich nämlich nach langer Durststrecke gerade grosses angebahnt. Aber das Beispiel Hondo zeigt immerhin, dass einen die Vergangenheit einholen kann. Vielleicht ist das für den einen oder anderen Athleten ein warnendes Beispiel.
 

ronde2009

Aktives Mitglied
Die Definition habe ich dazu nicht angestrebt sondern lediglich seine Verhaltensweise mit der Schumachers verglichen. Dieser bereut heute, in den Medien stumpf weiter gelogen zu haben. Hondo hat zumindest anders als Ullrich schnell die Reißleine in den Medien gezogen.
 

Rawuza

Aktives Mitglied
Wenn wir Alle so ehrlich wären, müßten wir Alle beim Finanzamt Selbstanzeige erstatten, den Führerschein abgeben, manche sogar die Scheidung einreichen:rolleyes:.
 

ronde2009

Aktives Mitglied
Das sehe ich auch für die Finanzbeamten so. Das wird bei den Offenlegungen im Fall Operation Aderlass aber nichts helfen. Man muss da eigentlich nur abwarten aber die Unschuldsvermutung lange zu diskutieren ist doch in diesem Fall ein Witz. Eher wann, wie oft und ob das noch einen potenziellen Kläger, Arbeitgeber oder Verband kratzt. Bisher ist die Liste der Deutschen erstaunlich klein.
 

Rawuza

Aktives Mitglied
Ich hab am Montag mit dem Besitzer eines Radshops telefoniert, der sich mit einem frisch zurückgetretenen Ösi unterhalten hat, welcher ihm erzählte das er in Erfurt jemand getroffen hat der noch nicht im Forum diskutiert wird.
Soll man den jetzt schon auf den "Scheiterhaufen" werfen, oder war er vieleicht nur wegeneiner Erkältung da?
Die Jungs sind so klever und aufgeklärt, im Gegensatz zu uns damals, das sie sich in ärztliche Betreuung begeben und nicht wie in der Vorzeit experimentieren und probieren wie weit man gehen kann.
Einer der sich auf Verdacht alles reinzieht was es so gibt, der würde auch ohne Radsport(oder anderen Sport) irgendwann im Nirwana landen.
Wie nennt man das? Selbstregulierungskräfte?
Nachtrag zum nachdenken. Ich bin 2x im Jahr bei einem Lehrgang für U17 und tiefer. Eine der häufigsten Fragen beim Abendbrot ist: Was habt ihr damals......
 

ronde2009

Aktives Mitglied
Tja, aber was Dir dabei fehlt, bei den alten Geschichten, ist die Erkenntnis, das diese Delikte nun in vielen Ländern als kriminelle Handlungen verfolgt werden. Das viele Dopingkandidaten erhebliche gesundheitliche Konsequenzen erlebt haben. Und die Ärzte dafür nun in den Knast wandern und ihre Zulassung verlieren. In sofern fehlt mir da eine konsequente ablehnende Haltung bei Dir als Vorbild. Allein wegen der völlig anderen sportlichen und rechtlichen Konsequenzen für die Jugendlichen.
Habe ich zumindest von Dir noch nicht gehört. Das ist jetzt aber nicht so gemeint, das ich Dich kritisieren möchte oder streiten.
Man hat ja Achtung vor dem Alter.
Aber früher ist nun mal nicht mehr heute.
.
 

Rawuza

Aktives Mitglied
Jetzt sind es kriminelle Handlungen und damals hatten wir Spaß.
Ich lese gerade das Buch von Fignon und eine Aussage darin ist: Ich habe nie an einem Renntag etwas Illegales genommen was nachweisbar gewesen wäre;)
 

ronde2009

Aktives Mitglied
Man kann aber auch mal die aktuellen Berichte zum Doping lesen und den Schaden, der den Dopern im Nachhinein entsteht. Verglichen mit anderen Risiken ist das Risiko nachträglich ein Berufsverbot oder Prozesse an den Hals zu bekommen nun sehr hoch. Deshalb würde ich das in meine Geschichten bei den Jugendlichen auch mal mit aufnehmen. Zum Beispiel, was macht der Hondo jetzt die nächsten Jahre im Radsport.
 

ronde2009

Aktives Mitglied
Aber mal ein anderer Gedanke. Bei dem Ethik Code hat bestimmt schon mal jemand darüber nachgedacht, das das was für Coaches und Betreuer gilt ja eigentlich auch für Ehrenamtliche Trainer und Funktionäre der Sportorganisationen gilt. Muss eigentlich so ein IOC Funktionär unterschreiben, das er nie gedopt hat? Also, um den Ethikstandards zu entsprechen?
 

rr-mtb-radler

Süßwassermatrose
Jetzt sind es kriminelle Handlungen und damals hatten wir Spaß.
Ich lese gerade das Buch von Fignon und eine Aussage darin ist: Ich habe nie an einem Renntag etwas Illegales genommen was nachweisbar gewesen wäre;)
Ich bin auch nicht mehr der Jüngste, aber was Du hier von Dir gibst, ist schon heftig

In Coca Cola war auch mal Cocain, es wurde auch lange nichts unternommen, wenn man der Ehefrau eine „mitgegeben“ hat oder sich das Recht auf Vollzug des ehelichen Sex nahm, egal was die Partnerin sagte.
Weil es heute (seit Jahren) verboten, verfolgt und bestraft wird, war es früher kein „Spaß“.

Mit Deiner von Dir hier offen dargelegten Einstellung zu dem Thema, würde ich Dir meine Kinder nicht anvertrauen.
 
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