Trikotwechsel (wie ein Fußballer das Radfahren lernt)

Dieses Thema im Forum "Der Westen" wurde erstellt von yahoudi, 14 Januar 2012.

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  1. yahoudi

    yahoudi Der Weg ist das Ziel! Aber wo ist der Weg?

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    Hi Bully, wir waren vom 2. bis 11. März im Port Blue Club Polentia, 3 km von Alcudia entfernt. Sind jedes Jahr so um die Zeit da. Es wird aber wohl nächstes Jahr ein anderes Hotel, das Essen war dieses Mal nicht so toll und der Service war ziemlich durcheinander. Bestellte (und abgerechnete...) Getränke kamen nicht an, bzw erst auf Nachfrage und dann ohne Bon... und teurer ist es auch geworden. Allerdings hat das Hotel den großen Vorteil von zwei Radstationen auf dem Gelände. Mal sehen, was es so für Möglichkeiten gibt.
    Wie war denn euer Hotel? Habt ihr eigene Räder dabei gehabt?

    @Klingeling0815 : warst du in der Truppe mit dem ordentlichen Bums? Hat schon Spaß gemacht, aber der Ziehharmonikaeffekt strengt am Ende doch zu sehr an. Einige im Mittelfeld waren da sehr unruhig in den Kurven und an Abbiegungen...
     
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  3. Bully

    Bully Klingberg - ja gerne

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    Moin yahoudi,
    wir mussten erstmals das Hotel wechseln und waren mit dem Somfar gar nicht zufrieden. Der Chef Dieter Schon war fast jeden Abend im Hotel und hat die kritischen Punkte angesprochen, aber da war wohl jede Mühe umsonst. Das Somfar war nicht wirklich schlecht, aber es sammelten sich über die Woche täglich die Kritikpunkte und insgesamt ist es nicht zu empfehlen. Wir fahren immer über Bikefriends-Schon und waren die letzten Jahre im Hotel Esperanza (Playa de Muro) sehr zu frieden. Leider wurde Bikefriends durch ein neues Management im Esperanza das Kontingent stark gekürzt (sind jetzt bei TUI) und der Chef Dieter Schon musste kurzfristig neue Hotels finden. Bikefriends hat Rose-Räder die maximal 3 Saisons gefahren werden. Der Radservice, -verleih ist meines Erachtens optimal und wurde von uns immer genutzt. Die Servicecrew an der Radstation ist mehr als gut und immer nett und höflich. Auch die Guides sind in der Regel gut. Ich kann bikefriends nur empfehlen, obwohl wir dieses Jahr mit dem Hotel nicht so glücklich waren.
     
  4. yahoudi

    yahoudi Der Weg ist das Ziel! Aber wo ist der Weg?

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    Mahlzeit Bully,
    wir sind Radtechnisch mit Hürzeler unterwegs und damit sehr zufrieden.
    Schön ist natürlich, wenn die Radstationen in/auf der Hotelanlage vertreten sind. Hürzeler hat in Alcudia (Playa de Muro) zum Glück noch zwei weitere Stationen. Diese sind auch sehr gut erreichbar. Daher dürfte uns ein Hotelwechsel nicht so schwer fallen.
    Ob wir nun den Radanbieter auch wechseln, ist noch abzuklären. Hat Schon eine ähnliche Infrastruktur auf der Insel wie Hürzeler? Dann würde ich das mal im Verein ansprechen. Da wir keine Guides benötigen und eher individuell fahren, spielt das keine Rolle für uns. Nun, wir werden sehen...
    Wie ist es denn im April auf den Straßen? Viel Verkehr?
    Im März ist da noch nicht soviel los und dementsprechend gut zu fahren als Radler.

    Vll trifft man sich ja mal auf der Insel...
     
  5. Bully

    Bully Klingberg - ja gerne

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    Moin yahoudi,
    nein, Schon ist zwei bis drei Nummern kleiner als Hürzeler, aber uns gefällt das familäre an dem Laden. Wir waren auch schon Anfang Mai auf der Insel, für mich verkehrsmäßig alles ok. Nun bin ich aber auch als Hamburger nicht wirklich verwöhnt. Morgens und Abends ist auf der Küstenstrecke zwischen Alcudia bis Can Picafort hat gut was los.
     
  6. yahoudi

    yahoudi Der Weg ist das Ziel! Aber wo ist der Weg?

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    Kinders, wie die Zeit vergeht...
    schon wieder ein Monat rum und noch mehr...und noch viel mehr Kilometer auf dem Buckel.
    Ok jetzt, manche sagen, 660 kkm in zwei Monaten ist nicht die Welt... für meine Verhältnisse aber dann doch ein riesen Schritt nach vorne. Ihr wisst ja, je älter man wird, umso weniger Zeit hat man ;-).
    Ich muss euch unbedingt vom 9.5. erzählen:
    Ausfahrt nach Oerlinghausen, 74 km, 477 hm, 2:47 h, 26,5 km/h
    Sind jetzt nicht die allermeisten Höhenmeter, dafür aber alle sehr kompakt am Stück. Zu meinem Übel muss ich gestehen: ich kann immer noch keine Berge. Dafür läuft es in der Ebene aber umso besser. Mittlerweile kann ich sogar selber mal Tempo machen an der Spitze. An diesem Tag war das aber Sache der anderen. Nämlich die vom Alpecin-Mann...
    Guter Rat an dieser Stelle: habt ihr so einen vor euch, unbedingt dran bleiben!!! Diese Jungs sind die "Bösen". Einmal abreißen (da geht's um wenige Zentimeter) und die sind weg. Ansonsten, viel Spaß im ICE.
    Erst mal aber zu den Höhen dieser Ausfahrt. Um auf den schönsten Punkt der Tour zu kommen muss man schon einige Male klettern, und das nicht zu knapp. Dafür steht man dann am Ziel auf der "blauen Brücke". Die geht über ne B-Straße, ca 100 Meter darüber und bietet nen grandiosen Blick Richtung Asemissen. Muss man mal gesehen haben.
    Danach noch mal 60 hm auf den höchsten Punkt... und dann kommt das Alpecinmännchen ins Spiel. Ok, in der Abfahrt nicht unbedingt, aber auf den Ebenen dazwischen hatte der kaum Tempoverlust. Auf dem Rückweg, der ja jetzt anstand, haben wir nur etwas über eine Stunde gebraucht und wir waren wieder am Startpunkt in Delbrück. Und wie der Teufel es will, haben wir einen unterwegs verloren. Ausgerechnet unseren Tourguide (den mit dem eingebauten Navi). Nun, bei Tempo 45-50 guckt man sich nicht unbedingt um, da bleibt man einfach schön dran an der Koffeinbüchse...
    Irgendwann an einer Kreuzung haben wir das bemerkt und gewartet um den Rest dann auch nochmal so zu fliegen...
    Ein bischen Spaß muss sein!
     
  7. yahoudi

    yahoudi Der Weg ist das Ziel! Aber wo ist der Weg?

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    Zwischendurch standen zwei lockerere Ausfahrten an. Ist ja schließlich Training und kein Rennen. Und ne gaaanz lockere mit AW...
    Aber dann:
    RTF Strecke Delbrück: 155 km, 1789 hm, 7:15 h und am Ende sehr langsame 21,5 km/h...

    Die wollten wir mal fahren. Als Ausrichter dieser Rundfahrt kommt man sonst nicht dazu.
    Und echt jetzt: nie wieder!!! Uiuiui, das tat mal weh. Der Hinweg bis an den Diemelsee war ja noch ziemlich human. Zwar auch schon mit 700 hm bestückt, aber was danach noch kam, war mal so gar nicht meins.
    Nach ausgiebigem Mittagessen ging es aber mal pronto ins Hochgebirge. Keine 3 Kilometer zum wieder einfahren und der Tacho sagt schon 10 %. Na klasse. Und als ich dachte "geschafft", wurden da mal schnell 15, 18 raus um dann 21 % zum Finale zu geben. Da musste ich aber mal echt passen. Die letzten 250 Meter hab ich echt geschoben, zum Glück nicht allein.
    Auch den Rest der Strecke über den Haarstrang forderte noch mal alles. Am Ende zwar glücklich, die Tour geschafft zu haben, jedoch mit der Erkenntis, dass 100 km für mich absolut genug sind. Man soll es ja nict übertreiben...

    Da lieb ich doch die Touren danach:
    zum Flughafen PB, nochmal "blaue Brücke", Col de Stromberg (kurz nur, weil Zeitdruck), RTF Borchen und einmal "Spitze Warte".
    Und letztere war auch bis jetzt die letzte Tour von mir. 81 km, 533 hm und genau 3 h. Macht nen 27er Schnitt mit jeder Menge Spaß. Da das Klettern bis zu Zielpunkt überschaubar war, bin ich das mal etwas schneller als gewohnt angegangen und... FREUDE! Ich war mal nicht der langsamste ;-)
    Bin ich in letzter Zeit nie, komisch. Trainieren hilft anscheinend doch...
    Die Abfahrten danach brachten dann mehr als nur Spaß. Das war schon na am Rausch. Sicher, wieder mal so zwei, drei Zugmaschinen mitgehabt, an die man sich gut hängen konnte. Selber aber auch mal geführt und das nicht mal viel langsamer als die ICEs.
    Bevor es dann nur noch flach nach Hause ging, wurde die Abfahrt echt zum genialen Ritt. Die Züge vorne, im Unterlenker dran bleiben und 5 km in acht Minuten... hätte schneller sein können. Als ich mich aus dem Wind machte wollte ich eigentlich hinten dran. Der letzte ließ aber dann abreißen und das Ding war kaputt. Der hatte gedacht, ich könnte nicht mehr. Mist blöder... bin dann noch mal flach aufs Rad und allein bis zum Abzweig. Da war wieder Warten auf den Rest um dann noch mal knapp 5 km downhill (-2%). Heidewitzka, was ein Spaß...

    So ziemlich der letzte Spaß in den vergangenen Tagen. Die Hexe hat mir in den Rücken geschosse. Blöde Kuh die. Montag hat die dann noch mal zugeschlagen, aber heute pass ich auf. Heute ist wieder Radfahren, versprochen...

    PS: hab die Besen versteckt, die Hexe hat keine Chance mehr ;-)
     
  8. yahoudi

    yahoudi Der Weg ist das Ziel! Aber wo ist der Weg?

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    RTF Mastholte "Durchs Delbrücker Land"

    110 km, 4:04 h, 769 hm

    Start vor der Haustür um 8 Uhr... und das nach nem Straßenfest am Samstag, das erst gegen ein Uhr am Sonntagmorgen zu Ende war.

    Nun, bin gut aus den Federn gekommen und hatte da richtig Bock drauf. Verabredet mit zwei weiteren Fahrern aus Delbrück am ersten Kontrollpunkt in Boke. Bis dahin hab ich mich an die Rietberger Truppe gehängt. Die sind bekannt für gutes Tempo. Diesmal war es aber besonders gut. Bis zum ersten, ernst zu nehmenden Anstieg nach knapp 20 km, mit zwischendurch 6%, hatten wir nen lockeren 35er Schnitt. Und da ja Berge nicht meins sind, war die schnelle Eingreiftruppe natürlich weg... egal. Noch knapp 8 km zum Treffpunkt und alles wird gut.

    Zu dritt machten wir unser eigenes Ding. Rasen mussten wir nicht und Bergetappen wollten wir auch nicht gewinnen. Bis zum Flughafen war es eine gewohnte Strecke. Dort trennten sich die 75er (die ich auch schon gefahren bin) vom Rest und es gab die erste schnelle Abfahrt Richtung Wewelsburg mit direktem Gegenanstieg. Wieder runter nach Böddeken und 6,5 km hoch, usw. Vorbei an einem Ehrenfriedhof (kannte ich auch noch nicht...) und am höchsten Punkt eine Unterbringungseinrichtung passiert. Zur Erholung dann 7 km Abfahrt... 70 km/h topspeed... grins!

    Nach nem kleinere Hügel dann der zweite K-Punkt. Trinken aufladen und etwas essen, weiter geht's in den nächste langen Anstieg. Ja, ja, das Sauerland hat schon einige Berge... und wenn das nicht genug ist: ab jetzt gab es Gegenwind. Nur gut, dass es von 400 Metern Höhe eigentlich nur noch herunter ging, schön in leichten Wellen bis kurz vor K-3 mit ner mal richtig fiesen Senke. Dann war die Kletterei aber tatsächlich vorbei. Eine lange Abfahrt zum Regenerieren und die letzten 25 km schön flach wieder nach Hause.

    War wirklich ne schöne Runde, die vll auch so in's Trainingsprogramm passt. Vor allem ab dem Flughafen bot sich ne geile Landschaft. Sehr zu empfehlen.

    Nächste RTF: Rietberg am 22.7. Natürlich wieder die 100er, was sonst?

    CU
     
    scp gefällt das.
  9. yahoudi

    yahoudi Der Weg ist das Ziel! Aber wo ist der Weg?

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    life completely...

    mal kurz noch was zum Edge 1000:

    Bin den bisher ausschließlich via GPS gefahren. Mit HF aber ohne TF... Geschwindigkeit kann der so ja auch, aber:

    Ich musste feststellen, dass er da so seine Schwierigkeiten hat. Vor allem, wenn man sich unter Bäumen oder gar im Wald bewegt. Die Geschwindigkeitsmessung machte da einen sehr großen Spagat. Bei gefühlt konstantem Tempo gingen die Messungen im Bereich "Ist-10" deutlich hin und her. Das geht so natürlich nicht. Also musste ein Sensor her und am Besten gleich auch einer für die Trittfrequenz. Bundle gesucht, gefunden für nen unschlagbaren Preis (orig. Garmin!) und gekauft. Gerade installiert. GS an die Radnabe (einfach!), TF an die Kurbel (noch einfacher!), am Edge Sensoren hinzufügen gewählt, Rad und Kurbel gedreht, fertig.

    Läuft bei mir!

    life completely eben...
     
  10. yahoudi

    yahoudi Der Weg ist das Ziel! Aber wo ist der Weg?

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    "Irgendwas stimmt mit Hasi nicht..."

    Tja, so langsam geht das Rennradjahr dem Ende entgegen. Und ich muss feststellen: Ziele nicht erreicht, was auch sonst...

    Immerhin sind (bzw. werden...) es knappe 3000 km dieses Jahr, wobei mir die bisher letzten 200 echt schwer gefallen sind.
    Das hat in Hamburg schon angefangen. Ab km 70 auf der 100er Strecke war die Luft raus. Bis dahin lag ich echt gut im Rennen und hatte sogar meine schnellsten 40 km ever (1:12h). Zunächst hab ich da gedacht, ich sei zu schnell das alles angegangen. Daran liegt es aber offensichtlich nicht. Irgendwie komm ich seit dem nicht mehr so richtig vorwärts. Bestes Beispiel dafür war die letzte (und äusserst kurze) Ausfahrt mit dem Radverein. Knappe 44 km mit nem moderaten 26er Schnitt haben mich doch tatsächlich müde gemacht... ohne Worte.
    Meine Überlegungen gehen nun dahin, dass ich mal nen Doc meinen Fitneszustand checken lasse. So richtig komplett mit allem Zipp Zapp. Schließlich war ich ganz gut unterwegs in diesem Jahr und fühlte mich fit für Hamburg 100er unter 3 Stunden. Na, gründlich verschätzt würde ich sagen.
    Mit Blick auf die nächste Saison, für die die Vorbereitungen bereits laufen und Malle wieder im Angebot ist, wäre also die Überlegung mit dem TÜV beim Doc nicht so verkehrt. Man stelle sich nur mal vor, ich käme da die Berge gar nicht mehr hoch... Die hab ich nämlich in diesem Jahr echt gut gepackt trotz Erkältung. Der ist ja leider die Fahrt nach Sa Calobra zum Opfer gefallen bei 6 Grad in den Bergen und Nebel, muss ich 2019 unbedingt nach holen. Schließlich laufen die anderen mit nem "Finisher-Shirt" davon rum... will ich auch!!!

    Übrigens: bei Interesse für die Mallorca-Tour gerne PN an mich... wir schauen dann mal.