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Schutzwirkung von Helmen

Was einen als Helmverweigerer in Sicherheit wiegt, ist allein der Glaube, die Gewissheit, nicht zu stürzen, bzw. wenn, die erweiterte Hoffnung, nicht auf den Kopf zu fallen. Diese (Un-)Wahrscheinlichkeitsrechnung hat mich früher auch lange noch einen Helm verweigern lassen.

Frage: Wie würde es aussehen, wenn man auf einer Abfahrt bei 70 oder 80 sicher wüsste, man wird gleich stürzen. Hätte man dann wahlweise lieber einen Helm auf oder nicht?
 
Wenn Du bei der Geschwindigkeit irgendwo aufprallst, ist es belanglos, ob Du einen auf dem Kopf hast oder nicht, da dann im Gehirn sowieso alles auseinanderreißt. Ab ca. 25 km/h verliert der Helm seine Schutzwirkung beim Aufprall. Darüber ist es reines Glück und abhängig vom Aufprallwinkel, ob du überlebst oder nicht. Es ist beim Auto bei 100 km/h gegen einen Baum auch egal, ob da ein Airbag zündet oder nicht. Dennoch klammert man ja an die Hoffnung und benutzt beides.

Edit/Disclaimer: Ich hoffe das auch, und ich will niemanden bekehren, den Helm abzusetzen, allerdings verstehe ich bis heute nicht, wie man dem Helm solche Wunderdinge zuschreiben kann. Mit 40 km/h auf die Dachkante am Auto und Aus-die-Maus, egal ob mit oder ohne Helm.
 
Frag mal nach bei Sobrero, ob er bei seinem Crash im TTT lieber ohne Helm gewesen wäre.
War übrigens schneller als 25km/h.

Ist aber auch eher eine akedemische Diskussion. Ich sehe hier keine RRler ohne Helm.
Ist Gott sein Dank ein Mode-und Performance Artikel ( Aerodynamik) geworden.

Und wer meint, seine Schmalzlocke nicht unter einen Helm geben zu können, weil sonst seine Schönheit nicht bemerkt wird, für mich auch ok.
 
Wenn Du bei der Geschwindigkeit irgendwo aufprallst, ist es belanglos, ob Du einen auf dem Kopf hast oder nicht, da dann im Gehirn sowieso alles auseinanderreißt. Ab ca. 25 km/h verliert der Helm seine Schutzwirkung beim Aufprall. Darüber ist es reines Glück und abhängig vom Aufprallwinkel, ob du überlebst oder nicht.
aus eigener erfahrung kann ich berichten, dass bei einem abgang über den lenker und folgendem aufprall mit dem kopf auf der fahrbahn bei tempo 73 km/h bei mir am kopf kein kratzer entstanden ist, auch keine gehirnerschütterung. der helm ist allerdings in drei teile gebrochen. ich bin schon recht froh, dass ich einen hatte. war übrigens auch kein mips.
 
aus eigener erfahrung kann ich berichten, dass bei einem abgang über den lenker und folgendem aufprall mit dem kopf auf der fahrbahn bei tempo 73 km/h bei mir am kopf kein kratzer entstanden ist, auch keine gehirnerschütterung. der helm ist allerdings in drei teile gebrochen. ich bin schon recht froh, dass ich einen hatte. war übrigens auch kein mips.
Du bist nicht mit 73 km/h auf die Straße aufgeprallt, Du hast Dich mit 73 km/h entlang der Straße bewegt. Bewegungsvektoren, das kann doch nicht so schwer zu verstehen sein.
 
Ja, weil Du mit weniger Geschwindigkeit seitlich auf den Boden geprallt bist als jemand, der im Stehen bewusstlos zur Seite kippt und auf den Kopf knallt. Der Helm konnte also seine Schutzwirkung entfalten. Dass der Körper sich dabei noch mit 73 km/h geradeaus bewegte, tut nichts zur Sache. Wärest Du mit 73 km/h geradeaus vor eine Wand geprallt, würdest Du das nicht mehr schreiben. Ich habe nichts anderes behauptet: siehe oben "über den Boden schliddern". OK? ;)
 
Du bist nicht mit 73 km/h auf die Straße aufgeprallt, Du hast Dich mit 73 km/h entlang der Straße bewegt. Bewegungsvektoren, das kann doch nicht so schwer zu verstehen sein.
wenn schon klugscheissen dann bitte richtig.
es wurde ein vergleich zweier abfahrten mit ca 70 kmh gezogen. keine der personen hat von einer aufprallgeschwindigkeit des kopfes auf den asphalt gesprochen. das hast nur du. durch deine nennung von einer geschwindigkeit von 25kmh entsteht der eindruck du aufprallgeschwindigkeit = reisegeschwindigkeit.

wenn man sich übrigens so sehr auf statistiken bezieht, sollte man auch mal genauer sein. die nennung einer aufprallgeschwindigkeit sagt garnix aus. entscheidend die aufprallenergie, welche durch die Verformung oder den Bruch abgebaut wird. und das geschieht im bestenfalle am/im helm. jeder schaden an einem helm baut energie ab, welche dann nicht vom Kopf aufgenommen wird.
 
. Mit 40 km/h auf die Dachkante am Auto und Aus-die-Maus, egal ob mit oder ohne Helm.
Es ist zwar peinlich, aber ich bin mit voller Fahrt in ein parkendes Auto geknallt.
Es war auch noch ein Sprinter mit Fenstern an der Hecktüre.
In der Sekunde, als die Stoßstange vor meinem Lenker auftauchte, habe ich zu meinem Glück das Kinn auf die Brust gezogen. Also Einschlag mit Helm voraus.
Die Verglasung am Sprinter kaputt, die Blechstreben verbogen, Helm gebrochen, kleine Schnittwunde im Gesicht und tiefe Fleischwunde am Zeigefinger, da in der Bremse eingeklemmt.
Noch nicht mal eine Gehirnerschütterung.
Also ohne Helm oder mit falscher Reaktion wäre das nicht so glimpflich ausgegangen.
Das ist zwar wieder mal nur eine anekdotische Erfahrung, aber Fehler sind eben schnell passiert. Keiner ist daher gefeit und manche Fehler macht man nur einmal.
 
Bei Protektion wird immer wieder die falsche Frage "beantwortet" - kann es die Verletzung verhindern?
Die richtige Frage ist aber: kann es die Verletzung mindern? und dann ja, klar gerne auch, wieviel.
Nimmt man die falsche Frage, kann man natürlich schön zum Ergebnis kommen - Verletzung trotz Schutz, also bringt es nix. Aber Gehirnerschütterung ist besser als Schädelbasisbruch oder....

Ich bin beim Pendeln in einer langsamen! Kurve auf Eis oder Öl weggerutscht, lag schneller auf dem Kopf, als ich reagieren konnte. Das war ein ordentlicher Einschlag! Helm kaputt, Aber es war "nur" eine Gehirnerschütterung.
Ich wär da sicher ohne Helm genauso gefahren. Beim MTB - ok, da überlege ich, wie ich fahre je nach Helm, aber nicht auf der Straße.

Ich möchte mal einen hier hören, der sich ernsthaft ohne Helm auf den Kopf gelegt hat und danach sagt, das war richtig so ohne Helm.
 
Wenn Du bei der Geschwindigkeit irgendwo aufprallst, ist es belanglos, ob Du einen auf dem Kopf hast oder nicht, da dann im Gehirn sowieso alles auseinanderreißt. Ab ca. 25 km/h verliert der Helm seine Schutzwirkung beim Aufprall.

Es geht um die Relativgeschwindigkeiten, natürlich. Und natürlich bleibt die senkrechte V-Komponente zum Asphalt erstmal gleich. Aber zum einen schleudert man bei einem Sturz bei höheren Geschwindigkeiten wesentlich unkontrollierter umher, man rutscht ein Stück, dann wieder ein Überschlag, dann mit Restspeed in die Mauer, Leitplanke, Baum. Und all diese Relativgeschwindigkeiten liegen in den Bereichen, in denen ein Helm Wirkung hat.

Ab 80 Kmh frontal gegen eine Mauer ist man auch in jedem Auto tot, egal ob angeschnallt/Airbag oder nicht. Aber wenn ich mit 150 auf einen mit 90 fahrenden Lkw auffahre, fahre ich relativ zu ihm halt nur 60.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, stimmt alles. Und ich habe nichts anderes geschrieben. Tja, und nun? Hauptsache ein "bescheuert" raushauen, typisch Forum-Helm-Diskussionen, es wird sofort emotional.

So, jetzt wirklich raus, Rest gerne per Direktnachricht.

Okay, hattest vorher tatsächlich das mit den Relativgeschwindigkeiten und Vektoren, sorry, die 25 werden halt dauernd vorgekramt und falsch gedeutet. Das bescheuert wird entfernt, obwohl es auch weniger auf Dich, als auf die oft aus dem Zusammenhang gerissenen Aussagen bezieht.
 
Zählt man alleine in diesem Thread zusammen und leitet statistische Wahrscheinlichkeiten aus den geschilderten Anekdoten ab, könnte man zum Schluss kommen:

von der absoluten Schutzwirkung des Helms überzeugte Radfahrer legen sich verdammt häufig ab.
der Helm verleitet also dazu, unaufmerksam und riskant zu fahren

:D
 
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