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Neues Ikarus Faster: 203 Watt bei 45 km/h – und 5,8 kg

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Re: Neues Ikarus Faster: 203 Watt bei 45 km/h – und 5,8 kg
Die Ausführungen von Ikarus auf ihrer Seite zum UCI Sticker verstehe ich nicht. Zumal sie auch nicht ganz korrekt sind. Sie beschreiben, dass die UCI nur Form und Geometrie prüft und keine Sicherheitsaspekte.
Naja sie verlangen es zwar, aber prüfen es nicht (selber). Wer da betrügen wollte, müsste keine hohe Hürde überspringen. Die Geometrie prüfen Sie selbst.
Was ich an dem ganzen Geschwätz darum nicht verstehe ist, dass die ganze Webseite nur von Performance, Rennen, schneller, leichter, besser etc strotzt, aber es dem Käufer nicht ermöglicht wird das Rad in einem Rennen einsetzen zu können.

So wie ich das verstehe liegt die Messlatte der UCI nicht besonders hoch und entsprechend der eigenen Aussagen erfüllt Ikarus eh alle Anforderungen, was ich mir auch sehr gut vorstellen kann, weil das inzwischen fast alle guten Hersteller schaffen und dokumentieren.
Ja das kommt mir auch leicht merkwürdig vor. Allerdings ist der Prüfprozess eben auch nicht ohne Aufwand. Von den 5000CHF abgesehen, hat man einiges an Bürokratie zu bewältigen. Als kleine Firma schon nicht ohne...
Die gibt es ja schon seit 2022
Da wurden nach eigener Aussage allerdings wirklich nur importierte Fremdrahmen aufgebaut.
so ein leichtes UND aerodynamisches Rad hat bisher nicht mal ein Großer hinbekommen
Ich bin mir sicher, wenn die wollten, könnten die das. Bringt halt nichts, wenn man so ein Rad schon allein wegen des Gewichtslimits nicht in Rennen einsetzen darf, oder es vom Komfort her absolut spaßbefreit ist. Außerdem müssten dann einige auf ihr Schickimicki mit dem sie sich werbewirksam von der Konkurrenz abheben verzichten.
Der Abstand ist ja gar nicht so riesig. Die Faster-Variante mit den besten Aerowerten liegt ja auch schon bei 6,45kg.
 
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Was ich an dem ganzen Geschwätz darum nicht verstehe ist, dass die ganze Webseite nur von Performance, Rennen, schneller, leichter, besser etc strotzt, aber es dem Käufer nicht ermöglicht wird das Rad in einem Rennen einsetzen zu können.
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Kontrolle von 33mm Reifenbreite erfolgt im Winter regelmäßig, aber Stickerkontrolle habe ich noch nirgends erlebt oder gesehen - dürfte eher in dem Bereich relevant sein, wo man eh auf einem gesponserten Rad zum Start rollt.
 
Ich bin mir sicher, wenn die wollten, könnten die das. Bringt halt nichts, wenn man so ein Rad schon allein wegen des Gewichtslimits nicht in Rennen einsetzen darf, oder es vom Komfort her absolut spaßbefreit ist. Außerdem müssten dann einige auf ihr Schickimicki mit dem sie sich werbewirksam von der Konkurrenz abheben verzichten.
Der Abstand ist ja gar nicht so riesig. Die Faster-Variante mit den besten Aerowerten liegt ja auch schon bei 6,45kg.

Stimmt schon – Profisteams würden sich sicher keine Zusatzgewichte ans Rad hängen, nur um wieder ans Limit ranzukommen.
Aber für uns Hobbyfahrer ohne Renneinsatz macht’s halt schon einen Unterschied: mein Rad wiegt fahrfertig 7,4 kg, und als leichter Fahrer merkt man ein Kilo weniger am Berg schon. Klar, im Rennen bringt’s wegen UCI-Regel nichts – aber für den Spaß am Klettern und für Fahrer, die aufs Gewicht vom Rad achten, ist das eben ein echtes Argument. Mir gefällt einfach das Konzept aus Aero Rad das ziemlich leicht ist für diesen Preis extrem gut. Ich würd das Teil wahnsinnig gern mal fahren und wie gesagt, die Zeit wirds zeigen wie es sich etabliert. Auf dem Papier schauts halt bezogen auf Preis, Gewicht und Aero Performance geil aus.
 
Den Werbeantritt von Ikarus finde ich eigentlich sensationell. Mit einfachsten Mitteln und wenigen Sätzen schafft es eine Garagen-Werkstatt das übliche Geplärre bei Produktpräsentationen in diesem Forum zu umgehen. Keine Debatten über Farben, unfahrbare Geometrien, Kofferraum...es passen noch nicht einmal MTB-Reifen und die prprodingsbums Sattelstütze (wenn das erlauben Rose!) blieb unbemerkt. Die Wahlmöglichkeit zwischen tubeless und TPU bringt erstaunlicher Weise sogar Latexfetischisten zum Schweigen...weiter so!

Im Ernst: wenn ich ein Bike in dieser Kategorie brauchen würde und halbwegs in der Nähe vom schönen Glarner Land wäre, würde ich mir den Laden ganz einfach angucken. Ganz ohne UCI, bunte Bildchen und Influencer Statements.
 
Kontrolle von 33mm Reifenbreite erfolgt im Winter regelmäßig, aber Stickerkontrolle habe ich noch nirgends erlebt oder gesehen - dürfte eher in dem Bereich relevant sein, wo man eh auf einem gesponserten Rad zum Start rollt.
Wenn Du in der UCI Amateur Gran Fondo Serie vorne mitfährst, wird da schon kontrolliert und auch disqualifiziert.
 
Ich meinte den Punkt eigene Entwicklung/eigener Rahmen. Komplett selber fertigen machen im Rennradbereich ja nur wenige.
"Entwicklung" bedeutet eben, sofern es nicht komplett gelogen ist, nicht notwendigerweise mehr als als dass man beim Fertigungspartner ein paar Sonderwünsche gebucht hat (die mehr sind als nur Lackierung..) anstatt etwas fertiges aus dem Katalog zu wählen. Ja, es ist ziemlich unbefriedigend die Schwelle so niedrig zu hängen, aber jede andere Schwelle wäre deutlich willkürlicher. Komplett ohne Beitrag eines Fertigungspartners dürften wohl wirklich nur die entwickeln die hinterher auch selber fertigen (und bei denen würde es mich nicht wundern wenn sie zusätzlich Entwicklungsdienstleistungen bei Ingenieurbüros einkaufen weil sie eben mit der inhouse-Fertigung genug um die Ohren haben)
 
"Entwicklung" bedeutet eben, sofern es nicht komplett gelogen ist, nicht notwendigerweise mehr als als dass man beim Fertigungspartner ein paar Sonderwünsche gebucht hat (die mehr sind als nur Lackierung..) anstatt etwas fertiges aus dem Katalog zu wählen. Ja, es ist ziemlich unbefriedigend die Schwelle so niedrig zu hängen, aber jede andere Schwelle wäre deutlich willkürlicher. Komplett ohne Beitrag eines Fertigungspartners dürften wohl wirklich nur die entwickeln die hinterher auch selber fertigen (und bei denen würde es mich nicht wundern wenn sie zusätzlich Entwicklungsdienstleistungen bei Ingenieurbüros einkaufen weil sie eben mit der inhouse-Fertigung genug um die Ohren haben)
Auch beim Carbonlayup ist ein Anfänger auf Expertise angewiesen. Das ist schon eine Kunst für sich, zu wissen, wie man das Carbon im Tretlager starr bekommt und bspw. im Sitzrohr etwas nachgebender. Das Wissen ist defintiv bei den chinesischen Fabriken vorhanden, die seit Jahren für die großen Hersteller produzieren; auch bei einigen großen Entwicklern, die jahrelang Carbonrahmen designen. Extrem leicht bedeutet meist auch extrem starr und damit eine harsche Fahrt.

Dazu bspw. ein Interessanter Kommentar von Mitch Boyer unter dem letzten Nero Podcast


"Re layups: I got the chance to ride the exact same frame (Ritte Esprit) with two different layups back to back and the difference surprised me. The first was what they call the Esprit “Classic” and the second was an ultralight prototype with a different carbon fiber and layup. It didnt feel like a completely new bike, but the ultralight version, ironically, was so stiff across the entire frame that there was a big increase in roadbuzz. As far as I know they’re still trying to find a balance with the lighter layup so it feels more like the classic."
 
Wieviele User haben wir da? :-/
Wenn ich aus den mir bekannten Leuten hier im Forum die Medaillen im Hausstand zusammenrechne kommt da ein wenig was zusammen.

In einem deutschen Amateurrennen habe ich persönlich außerhalb von TT und CX noch kein Materialkontrolle erlebt. @BergHügi hatte glaube ich mal ne Diskussion über die Gesamtlänge Lenker/Vorbau zur Vorderachse. Aber da kann er mehr zu sagen. Sollte man sich drauf verlassen? Muss jeder selbst entscheiden. Ich hab schon erlebt wie Leute die sich auf der Rennstrecke warmfuhren und Unfälle produzierten komplett unbelangt blieben und Fälle wo warmfahren auf der Strecke ohne jede weitere Vorwarnung und Beeinträchtigung mit Verwarnung und Buße belegt wurden. Möglich ist bei der UCI und dem BDR mehr oder weniger alles. Besonders wenn es grade neue Regeln gibt und man die Kommissäre auffordert zur Einführung die Räder mal etwas genauer anzuschauen.
 
Es gibt Radsport-Kollegen die einen bei der Dorfmeisterschaft wegen vermeintlich falscher Bekleidung beim Kommissär anschwärzen.
Da ist so ein illegaler Rahmen ein gefundenes Fressen wenn dafür ein Platz weiter vorne rausspringt.
 
Mal schauen, was der „verrückte Holländer“ zu seinem Aerorahmen sagt. Interessant

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Das soll alles kein Beispiel für besonders gutes Marketing und Transparenz sein, einfach nur die Mindestanforderungen.

Update aus der Entwicklung
https://www.instagram.com/share/BARNMY8MUw
https://www.instagram.com/share/BB0KE2Y7UX
https://www.instagram.com/share/BBRjlFyhX0
https://www.instagram.com/share/_aHfZ_zud
https://www.instagram.com/share/_cU9NVD8f
 

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Ich meinte den Punkt eigene Entwicklung/eigener Rahmen.
Wie definierst du "Entwicklung/eigener Rahmen" ? Ich bin CAD/CAM Programmierer und habe mal aus Spaß das Internet durchforstet. Z.b. bei grabCAD.com gibt es CAD Modelle von Fahrrädern. Wenn ich eines davon verändere, ist es eine Eigenentwicklung ? Wie viel muss ich verändern für eine Eigenentwicklung ?
 
Leicht zu überzeugen‘? Im Rennradbereich? Wohl kaum. Gerade da wird gnadenlos verglichen und zerlegt. Und ehrlich: so ein leichtes UND aerodynamisches Rad hat bisher nicht mal ein Großer hinbekommen – die Zeit wird schon zeigen, wer hier wen unterschätzt....
Da muss man sich mal ein bisschen entspannen. Weder das Gewicht des Framesets noch der restlichen Anbauteile ist irgendwas was noch niemand anderes so hinbekommen hat.

Es haben das so ggfls. andere bislang nicht so kombiniert und als Komplettpaket angeboten. In einem individuellem Aufbau dürfte das auch bei anderen nicht unmöglich sein sowas zu bekommen.

Grundsätzlich ist das was, was sich jeder rel. simpel von den entsprechenden Anbietern zusammensuchen kann. Ich würde da nicht ausschließen, dass da sogar noch Luft nach oben ist. Hätte man aber halt bissl Aufwand beim Zusammensuchen. Wobei... denke wenn man einen Laden wie Pandapodium fragt würde die da was zusammenstellen aus ihrem Sortiment. Wenn man aber andere Läden mit einbezieht ist glaube ich mehr möglich weil die Auswahl größer ist.

Vielleicht nutzt dafür dann auch nicht jeder den GST Windtunnel, aber ich hab mal gehört Silverstone soll auch keine so schlechte Adresse sein.
 
:cool:Wenn ich aus den mir bekannten Leuten hier im Forum die Medaillen im Hausstand zusammenrechne kommt da ein wenig was zusammen.

In einem deutschen Amateurrennen habe ich persönlich außerhalb von TT und CX noch kein Materialkontrolle erlebt. @BergHügi hatte glaube ich mal ne Diskussion über die Gesamtlänge Lenker/Vorbau zur Vorderachse. Aber da kann er mehr zu sagen. Sollte man sich drauf verlassen? Muss jeder selbst entscheiden. Ich hab schon erlebt wie Leute die sich auf der Rennstrecke warmfuhren und Unfälle produzierten komplett unbelangt blieben und Fälle wo warmfahren auf der Strecke ohne jede weitere Vorwarnung und Beeinträchtigung mit Verwarnung und Buße belegt wurden. Möglich ist bei der UCI und dem BDR mehr oder weniger alles. Besonders wenn es grade neue Regeln gibt und man die Kommissäre auffordert zur Einführung die Räder mal etwas genauer anzuschauen.
Bei einem hiesigen alte Herren Kriterium wurde ich von einer Konkurrenz wegen dieser Gesamtlänge angezählt. Aber mein Rad war in den BDR / UCI Grenzen (auf solche Art von Messungen verstehe ich mich gut :rolleyes:) und den anwesenden Kommissären wäre es egal gewesen.

Ich besitze selbst eine Kommissärslizenz. Materialkontrollen haben bei meinen Einsätzen als Kommissär i.d.R. keinen hohen Stellenwert. Ich habe genügend damit zu tun, einen ordentlichen Ablauf der Rennen zu gewährleisten. Die meisten KollegInnen möchten auch gar nicht christlicher als der Papst sein. Geahndet werden nur offensichtlich eklatante Verstöße.

Bei größeren Rennen, z.B. bei Meisterschaften auf Landes- oder nationaler Ebene, gibt es mitunter extra Kommissäre für die Materialkontrolle, dann schaut eine KollegIn vielleicht auch einmal pingelig hin. Die gleiche KollegIn ist vielleicht nicht einmal firm in den neuesten Regeln und deren Interpretation.

Bei den Gran Fondo Weltmeisterschaften der letzten Jahre waren stets UCI Kommissäre (praktisch die Kommissärselite, die kosten richtig Schotter) vor Ort, die haben schon Ahnung und gutes Messwerkzeug. Aber auch bei solchen Anlässen schaut mitunter die Konkurrenz genauer hin. Ich kann mich gut erinnern, als Jannie Longo nach einen Tipp nachträglich disqualifiziert wurde da ihr Rad keine 6,8 kg hatte
 
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