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neue Technik thread - hier wird neues Zeug besprochen

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Re: neue Technik thread - hier wird neues Zeug besprochen
Ich bin gerade zufällig über diesen einsah reparablen und wiederverwertbaren Rennradrahmen gestoßen:
https://www.shz.de/deutschland-welt...elbares-rennrad-aus-carbon-und-titan-49960101
Mehr Infos im Link unten auf der Seite.

Ist natürlich nur ein Prototyp, aber beide Ideen finde ich gut umgesetzt, unabhängig von Aerodynamik und Steifigkeit.
Hm nette Idee an sich, gibt auch immer mehr Marken die langsam anfangen und die Richtung zu entwickeln, aber nicht aus Gründen der Reparierbarkeit oder Nachhaltigkeit sondern eher wegen der schnelleren Anpassung von Geometrien ohne Formenbau bei gleichzeitigem Ausnutzen der Eigenschaften von Carbon. Dabei aber weniger Fokus auf Gewicht, sondern Faserverlauf zur bzw. Gegen Kraftverlauf etc.. Atherton Bikes ist ja schon lange damit am arbeiten und Kavenz Bikes jetzt seit neuestem auch

Ich sehe hier aber um Ehrlich zu sein die Nachhaltigkeit nicht so ganz. Wie recycelt man denn ein mit Carbonfasern verstärktes Kunststoffrohr? Ist das besser recyclebar als ein Carbon-Harz Verbund?

Bzgl. Reparierbarkeit habe ich auch so meine Bedenken. Wenn eines der Rohre defekt ist, muss ich mindestens ein weiteres Rohr aus den Muffen trennen und neu fügen, sonst bekomme ich es ja nicht zwischen die Muffen. Aber kann man ein Rohr mehrmals fügen? Hier wurde etwas von erwärmen geschrieben, hat das Material nach mehrmaligen erhitzen immernoch die Materialeigenschaften und verbindet es sich immernoch so gut mit den Titanmuffen? Oder muss das weitere Rohr dann auch mit getauscht werden? Natürlich besser als einen ganzen Rahmen weg zu werfen.
Ich empfinde einfach viel zu oft, dass Nachhaltigkeit und Umwelt bei Produkten nur vorgeschobene Gründe sind, weil die anderen Punkte sich nicht so gut verkaufen. Bei "Anpassbarkeit ohne teuren Formenbau" hat man halt kein einschlägiges Buzzword. Und am Ende des Tages sind die wenigsten Unternehmen ernsthaft an Recycling interessiert, erst Recht nicht die Kunststoffindustrie.
 
Stimme @hanspistole zu

Man kann Carbon auch am Rad so gut reparieren, dass sich m.e. der Anwendungsfall gar nicht stellt.
Und bei sonst irreparablen Großschäden blieben auch nur die Muffen über, wenn überhaupt.

Es gibt aber bestimmt jenseits des Rades gute Anwendungen dafür
 
Ist schon gut gemacht und viel Hirnschmalz eingeflossen. Gute Reparierbarkeit und die Muffen gutxrecyclebar, ausgediente Carbonrohre stehen natürlich vor dem gleichen Recycling-Problem wie herkömmliche Produkte.
In der Form hätte es so einen Nischen-Charakter wie z.B. ein Fairphone.
 
Hm nette Idee an sich, gibt auch immer mehr Marken die langsam anfangen und die Richtung zu entwickeln, aber nicht aus Gründen der Reparierbarkeit oder Nachhaltigkeit sondern eher wegen der schnelleren Anpassung von Geometrien ohne Formenbau bei gleichzeitigem Ausnutzen der Eigenschaften von Carbon. Dabei aber weniger Fokus auf Gewicht, sondern Faserverlauf zur bzw. Gegen Kraftverlauf etc.. Atherton Bikes ist ja schon lange damit am arbeiten und Kavenz Bikes jetzt seit neuestem auch

Ich sehe hier aber um Ehrlich zu sein die Nachhaltigkeit nicht so ganz. Wie recycelt man denn ein mit Carbonfasern verstärktes Kunststoffrohr? Ist das besser recyclebar als ein Carbon-Harz Verbund?

Bzgl. Reparierbarkeit habe ich auch so meine Bedenken. Wenn eines der Rohre defekt ist, muss ich mindestens ein weiteres Rohr aus den Muffen trennen und neu fügen, sonst bekomme ich es ja nicht zwischen die Muffen. Aber kann man ein Rohr mehrmals fügen? Hier wurde etwas von erwärmen geschrieben, hat das Material nach mehrmaligen erhitzen immernoch die Materialeigenschaften und verbindet es sich immernoch so gut mit den Titanmuffen? Oder muss das weitere Rohr dann auch mit getauscht werden? Natürlich besser als einen ganzen Rahmen weg zu werfen.
Ich empfinde einfach viel zu oft, dass Nachhaltigkeit und Umwelt bei Produkten nur vorgeschobene Gründe sind, weil die anderen Punkte sich nicht so gut verkaufen. Bei "Anpassbarkeit ohne teuren Formenbau" hat man halt kein einschlägiges Buzzword. Und am Ende des Tages sind die wenigsten Unternehmen ernsthaft an Recycling interessiert, erst Recht nicht die Kunststoffindustrie.
Ich kann weder deine Aussage noch die auf der Seite des Entwicklers https://fenix-composites.com/Portfolio/Lifecycle.html fachlich bewerten, aber er schreibt dort, dass Rohre einzeln ersetzbar seien, weshalb ich davon ausgehe, dass das dann auch (beim Prototypen) klappt. Und weiter sagt er, dass diese Rohre aus Thermoplast auch weiterverarbeitet werden können, was bei einem gebrochenen Rahmen eben nicht ohne weiteres geht.
Damit gibt er schon gute Argumente auf deine Einwände. Seine Aussage, dass Carbonrahmen nach klassischer Reparatur nicht mehr die gleiche Stabilität aufweisen, halte ich hingegen für nicht belegbar.

Insgesamt ist doch ein Hauptproblem, dass viele nicht um die Reparierbarkeit ihres Rahmens wissen und die Reparatur bei älteren Rahmen oft nicht wirtschaftlich ist und der Rahmen auf dem Müll landet.
Daher man ich dem Ansatz, einzelne Rohre zu tauschen etwas abgewinnen
 
Und weiter sagt er, dass diese Rohre aus Thermoplast auch weiterverarbeitet werden können
Das habe ich auch gelesen, aber was bedeutet "weiterverarbeiten"? Weiterverarbeiten kann auch bedeuten das Thermoplast zu verbrennen (thermisches Recycling) und die übrigbleibenden Carbonfasern versuchen wiederzuverwenden. Klar, besser wie Harz-Faser-Sondermüll, aber immer noch nicht das, was sich die breite Masse unter weiterverarbeiten und 🌟recycling🌟vorstellt.
 
Das habe ich auch gelesen, aber was bedeutet "weiterverarbeiten"? Weiterverarbeiten kann auch bedeuten das Thermoplast zu verbrennen (thermisches Recycling) und die übrigbleibenden Carbonfasern versuchen wiederzuverwenden. Klar, besser wie Harz-Faser-Sondermüll, aber immer noch nicht das, was sich die breite Masse unter weiterverarbeiten und 🌟recycling🌟vorstellt.
Stimmt, könnte durchaus sein. Wenn jemand von „vollständig kreislauffähig“ und keine große Bude dahinter ist, bin ich gerne gutgläubig 😉
 
Das habe ich auch gelesen, aber was bedeutet "weiterverarbeiten"? Weiterverarbeiten kann auch bedeuten das Thermoplast zu verbrennen (thermisches Recycling) und die übrigbleibenden Carbonfasern versuchen wiederzuverwenden. Klar, besser wie Harz-Faser-Sondermüll, aber immer noch nicht das, was sich die breite Masse unter weiterverarbeiten und 🌟recycling🌟vorstellt.
Rezyklate sind tatsächlich, wenn man sie wirklich weiterverwenden will, ganz schön türkisch. Auch wenn man denkt, man schmilzt den Thermoplast auf und dann setzt man alles zurück. Das Material hat doch ein Gedächtnis. Wenn es dann Richtung GFK oder CFK geht wird es noch heftiger... einfach schreddern geht natürlich gar nicht bei langen Fasern, aber selbst bei ohnehin schon kurzen Fasern verändert sich einiges.

Not easy..
 
Ganz interessante Idee, wie man ohne besondere Nabe das Hinterrad ausbauen kann und dabei die Kassette samt Freilauf am Rad belässt: https://www.legendwheels.com/produc...nterchangeables-sans-reglage-de-transmission/
Nabe kann die Hauseigene Nabe von Legendwheels genommen werden (vermutlich irgend eine gelabelte OEM Nabe?)


Sieht in meinen Augen echt durchdacht aus, besser als diese Idee von Fasten, bei der man irgend eine Sonder-Nabe benötigt. (https://www.rennrad-news.de/news/ge...en-switch-wheel-system-raus-rein-weiterfahren)

Wie haltbar das ganze ist, ist natürlich fraglich.
 
Ganz interessante Idee, wie man ohne besondere Nabe das Hinterrad ausbauen kann und dabei die Kassette samt Freilauf am Rad belässt: https://www.legendwheels.com/produc...nterchangeables-sans-reglage-de-transmission/
Nabe kann die Hauseigene Nabe von Legendwheels genommen werden (vermutlich irgend eine gelabelte OEM Nabe?)


Sieht in meinen Augen echt durchdacht aus, besser als diese Idee von Fasten, bei der man irgend eine Sonder-Nabe benötigt. (https://www.rennrad-news.de/news/ge...en-switch-wheel-system-raus-rein-weiterfahren)

Wie haltbar das ganze ist, ist natürlich fraglich.
Joa, erster Gedanke "cool", zweiter Gedanke "hmmm ja und warum eigentlich?" 😁

Glaub das einzige Szenario wo das ganze für mich Sinn machen würde, wären Laufradsätze mit Straßen- und Gravelbereifung die man schnell wechseln möchte. Und selbst da is der Mehrwert ja fraglich, viel mehr Einzelteile an recht belasteten Punkten dafür, dass man theoretisch nicht ans Schaltwerk/Kette greifen muss 🙈
 
Mir fallen da schon ein paar Gründe ein:
  • Schneller LR Wechsel gegen ein anderes beim Rennen
  • Schneller das LR ausbauen, wenn man einen Platten hat
  • einfacher LR Wechsel bei mehreren LRS (Aero, Berg, etc.)
  • nur 1 benötigte Kassette bei mehreren LRS
  • keine Feinjustage bei LRS wechsel am Schaltwerk
  • Schaltwerk und Ketten hängen nicht in der Gegend herum, wenn man mal das HR ausbaut

Sind natürlich alles nice to haves und nichts, was man unbedingt braucht. Aber allein im Rennen oder beim Wechsel zwischen LRS ganz cool
 
Meinte damit – für das Geld kann ich mir aber auch jeweils komplette Laufradsätze mit gleichen Naben kaufen, spare mir beim Wechsel halt einfach den Griff an’s Schaltwerk. Also das "schneller" seh ich eher bei ... zwei drei Sekunden? ^^ Und für die 350 Tacken bekommste auch drei Force Kassetten plus Bier und bist nicht auf nen bestimmten Laufrad- bzw. Nabenhersteller festgelegt. :) Plus wenn du schon extra Sätze für Berg und flach hast dann wirste da wohl auch unterschiedliche Kassetten drauf haben [wollen] ;)

Und ob das Schaltwerk jetzt unterm Rahmen hängt oder fest hängt macht auch keinen Unterschied :D Wie das ganze bei Schmodderwetter funktioniert will ich auch gar nicht wissen, gut abgedichtet schaut's nicht aus. ^^

Wiegesagt, schönes Technik-Projekt, aber rein rational seh ich persönlich da keinen einzigen Punkt. 🤷‍♂️
 
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https://feltbicycles.com/products/nexar-frd-shimano-durace-ace-di2?variant=57196883181893

NEXAR-EXPERT_1-scaled.jpg


Mir wollen diese Sitzrohre wie auch beim Cervelo S5 oder Scott Foil irgendwie nicht gefallen. Aber ein Aerorad für Langbeiner finde ich gut.
 
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