Degger
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Nachdem sich die Gemüter (und vielleicht auch der Weihnachtsstress) etwas gelegt haben und sich jeder vortrefflich an mir abgearbeitet hat, habe ich entschieden, hier einfach weiterzuschreiben.
Ich mache das primär für mich als kleine Dokumentation. Wenn es den einen oder anderen interessiert, freue ich mich über konstruktive Beteiligung. Und für die Leute, die meinen, dass sie mich hier scheitern sehen werden: Genießt das Schauspiel, ich ziehe meinen Stil trotzdem weiter durch. Bislang funktioniert er nämlich ganz gut, aller Unkenrufe zum Trotz.
Ich bin vielleicht ein wenig unkonventionell, aber ich weiß, was ich tue. Bin ich beratungsresistent? Nein. Aber ich muss keine Tipps annehmen, die nicht zu mir und meinen Zielen passen. Wenn mir das jemand krumm nimmt, ist das nicht mein Problem.
Die Diskussion hat sich ja an dem Punkt entzündet, als ich verkündet habe, bewusst Volumen gegen Krafttraining einzutauschen. Noch mal kurz zur Einordnung: Das hat REHA-Gründe, aber nicht nur. Ich weiß, dass bei vielen noch nicht angekommen ist, dass gezieltes Krafttraining viel Zeit auf der Rolle ersetzen kann. Ich verfolge bewusst den Ansatz, dass dezidiertes Krafttraining meine Performance auf dem Rad verbessern WIRD. Da lasse ich auch nicht mit mir diskutieren. Das „Schlimmste“, was mir passieren kann, ist: Im Zweifelsfall etwas weniger Spitzen-Kondition auf dem Rad, dafür aber einen massiven Benefit für die allgemeine Gesundheit und Stabilität. Wobei ich noch nicht mal glaube, dass die Kondition leiden wird.
Die Belastbarkeit meiner rechten Schulter hat sich spürbar verbessert. Ich konnte inzwischen mehrere 2-Stunden-Outdoorfahrten (Gravel & Rennrad) absolvieren – ohne gestiegene Schmerzen im Nachgang. Da meine manuelle Physiotherapie leider aktuell auf Eis liegt, hat mir das Leben glücklicherweise eine Personal Trainerin vor die Füße gespült, die ebenfalls gelernte Physiotherapeutin ist. Eigentlich könnte ich mir eine so professionelle 1:1-Begleitung kaum leisten. Da ich aber Skills habe, die sie braucht, und sie Skills hat, die ich brauche, haben wir ein perfektes „Joint Venture“ gestartet. Eine Hand wäscht die andere – und durch meine Begeisterung fängt sie jetzt sogar selbst mit dem Radsport an.
Wir haben meine Trainingspläne exakt auf meine Bedürfnisse angepasst und ich füge mich den Weisungen des Profis. Mit Verlaub: Gerade im strukturellen Aufbau und Kraftbereich 1:1 gecoacht zu werden (Technik & Effizienz!), ist schon geil. Dazu kommen ausgefeilte Mobilitätsübungen, die ich täglich absolviere. Da fühlt man sich fast wie ein Profi.
Mein neues Rad ist fertig und hat die ersten 100 Kilometer auf dem Buckel. Die Einstellungen passen soweit, das Lenkerband kann gewickelt werden. Der Bock fährt sich echt gut. Ein bisschen Feintuning noch, dann steht der Hobel final.
Passend zum Rad flatterte vor wenigen Tagen die Anmeldebestätigung für ein 24-Stunden-Rennen herein. Ein kleines, feines Event direkt vor meiner Haustür. Der Haken dabei: Die Vätternrundan ist exakt eine Woche vorher. Es gibt also zwei Möglichkeiten: Entweder die 24 Stunden brechen mir das Genick, oder ich schaffe die Belastungssteuerung so, dass ich genau in der Superkompensation lande und meinen Kilometerrekord breche. Die Fallhöhe ist niedrig: Vätternrundan ist meine emotionale Pflicht, das 24h-Rennen ist die Kür.
Mein Volumen auf dem Rad steigt langsam wieder. Dennoch werde ich mich vor Übermut hüten. Auch im Januar bleibt die Priorität: Volumen moderat, Fokus auf Kraft (Schulter, Core, Beine). Zone 2 dient der Erhaltung und dem sanften Aufbau. Ab Mitte Januar werde ich voraussichtlich auch die Pendlei zur Arbeit wieder aufnehmen.
Apropos Pendeln: Ich habe hier irgendwo gelesen, das wären möglicherweise „Junk Miles“. Mhhh... wenn ich mir ganz nüchtern meine Daten des Jahres 2024 anschaue, komme ich – all inclusive mit Urlaub, Krankheit etc. – auf durchschnittlich 5,6 Stunden Netto-Fahrzeit pro Woche. Und das finde ich ehrlich gesagt nicht wenig. 5,6 Stunden jede Woche, das ganze Jahr über, neben Vollzeitjob und Familie. Ich sehe das als verdammt solide und disziplinierte Grundlage. Und vor allem trainiert es die mentale Resistenz – gerade dann, wenn das Wetter nicht so mitmacht, wie man das gerne hätte.
Dieses Jahr ist es etwas weniger, aus bekannten Gründen.
So long und bleibt friedlich, wir könnten 2026 alle ein wenig netter miteinander sein
Ich mache das primär für mich als kleine Dokumentation. Wenn es den einen oder anderen interessiert, freue ich mich über konstruktive Beteiligung. Und für die Leute, die meinen, dass sie mich hier scheitern sehen werden: Genießt das Schauspiel, ich ziehe meinen Stil trotzdem weiter durch. Bislang funktioniert er nämlich ganz gut, aller Unkenrufe zum Trotz.
Ich bin vielleicht ein wenig unkonventionell, aber ich weiß, was ich tue. Bin ich beratungsresistent? Nein. Aber ich muss keine Tipps annehmen, die nicht zu mir und meinen Zielen passen. Wenn mir das jemand krumm nimmt, ist das nicht mein Problem.
Die Diskussion hat sich ja an dem Punkt entzündet, als ich verkündet habe, bewusst Volumen gegen Krafttraining einzutauschen. Noch mal kurz zur Einordnung: Das hat REHA-Gründe, aber nicht nur. Ich weiß, dass bei vielen noch nicht angekommen ist, dass gezieltes Krafttraining viel Zeit auf der Rolle ersetzen kann. Ich verfolge bewusst den Ansatz, dass dezidiertes Krafttraining meine Performance auf dem Rad verbessern WIRD. Da lasse ich auch nicht mit mir diskutieren. Das „Schlimmste“, was mir passieren kann, ist: Im Zweifelsfall etwas weniger Spitzen-Kondition auf dem Rad, dafür aber einen massiven Benefit für die allgemeine Gesundheit und Stabilität. Wobei ich noch nicht mal glaube, dass die Kondition leiden wird.
Die Belastbarkeit meiner rechten Schulter hat sich spürbar verbessert. Ich konnte inzwischen mehrere 2-Stunden-Outdoorfahrten (Gravel & Rennrad) absolvieren – ohne gestiegene Schmerzen im Nachgang. Da meine manuelle Physiotherapie leider aktuell auf Eis liegt, hat mir das Leben glücklicherweise eine Personal Trainerin vor die Füße gespült, die ebenfalls gelernte Physiotherapeutin ist. Eigentlich könnte ich mir eine so professionelle 1:1-Begleitung kaum leisten. Da ich aber Skills habe, die sie braucht, und sie Skills hat, die ich brauche, haben wir ein perfektes „Joint Venture“ gestartet. Eine Hand wäscht die andere – und durch meine Begeisterung fängt sie jetzt sogar selbst mit dem Radsport an.
Wir haben meine Trainingspläne exakt auf meine Bedürfnisse angepasst und ich füge mich den Weisungen des Profis. Mit Verlaub: Gerade im strukturellen Aufbau und Kraftbereich 1:1 gecoacht zu werden (Technik & Effizienz!), ist schon geil. Dazu kommen ausgefeilte Mobilitätsübungen, die ich täglich absolviere. Da fühlt man sich fast wie ein Profi.
Mein neues Rad ist fertig und hat die ersten 100 Kilometer auf dem Buckel. Die Einstellungen passen soweit, das Lenkerband kann gewickelt werden. Der Bock fährt sich echt gut. Ein bisschen Feintuning noch, dann steht der Hobel final.
Passend zum Rad flatterte vor wenigen Tagen die Anmeldebestätigung für ein 24-Stunden-Rennen herein. Ein kleines, feines Event direkt vor meiner Haustür. Der Haken dabei: Die Vätternrundan ist exakt eine Woche vorher. Es gibt also zwei Möglichkeiten: Entweder die 24 Stunden brechen mir das Genick, oder ich schaffe die Belastungssteuerung so, dass ich genau in der Superkompensation lande und meinen Kilometerrekord breche. Die Fallhöhe ist niedrig: Vätternrundan ist meine emotionale Pflicht, das 24h-Rennen ist die Kür.
Mein Volumen auf dem Rad steigt langsam wieder. Dennoch werde ich mich vor Übermut hüten. Auch im Januar bleibt die Priorität: Volumen moderat, Fokus auf Kraft (Schulter, Core, Beine). Zone 2 dient der Erhaltung und dem sanften Aufbau. Ab Mitte Januar werde ich voraussichtlich auch die Pendlei zur Arbeit wieder aufnehmen.
Apropos Pendeln: Ich habe hier irgendwo gelesen, das wären möglicherweise „Junk Miles“. Mhhh... wenn ich mir ganz nüchtern meine Daten des Jahres 2024 anschaue, komme ich – all inclusive mit Urlaub, Krankheit etc. – auf durchschnittlich 5,6 Stunden Netto-Fahrzeit pro Woche. Und das finde ich ehrlich gesagt nicht wenig. 5,6 Stunden jede Woche, das ganze Jahr über, neben Vollzeitjob und Familie. Ich sehe das als verdammt solide und disziplinierte Grundlage. Und vor allem trainiert es die mentale Resistenz – gerade dann, wenn das Wetter nicht so mitmacht, wie man das gerne hätte.
Dieses Jahr ist es etwas weniger, aus bekannten Gründen.
So long und bleibt friedlich, wir könnten 2026 alle ein wenig netter miteinander sein