Wie viele Leute hier im Forum ergänze/ersetze ich das Radtraining im Winter (nicht zuletzt wetter- und lichtbedingt) gern um/durch einige Laufeinheiten. Wie vielen Radsportlern geht es mir dabei so, dass mein Lauftempo einfach unterirdisch, ja lausig ist, obwohl der Puls in Sphären herumspringt, wo ich auf dem Rad schon bald in der Säure stünde. Nun stelle ich mir die Frage, ob der Versuch, das Laufgrundtempo durch entsprechendes Intervalltraining zu erhöhen, dem eigentlichen Ziel über den Winter Grundlage aufzubauen, entgegensteht. Muss ich also, wenn ich schon laufen will so lausig rumkrebsen oder darf ich auch gezielt das Tempo verbessern ohne damit das Grundlagenausdauertraining gehörig zu "versauen"? Richtig "scharfe" Intervalle fährt man ja zugunsten der Grundlage im Winter eher nicht, rein von der Pulsbelastung spräche das also eher gegen Lauftempoeinheiten. Andererseits belastet man ja ganz andere Muskeln (bzw. die selben Muskeln anders), in denen das Laktat dann abgebaut wird.
Ich will hier nicht die alte Frage aufwärmen, ob man Radeinheiten durch Laufeinheiten ersetzen kann oder wie kontraproduktiv Laufen grundsätzlich fürs Radln ist. Und die nach-oben-verschobenen-Pulsbereiche-beim-Laufen-Frage interessiert mich auch nicht, dazu finde ich ja mit der Suchfunktion schon genug.
Mir geht es wirklich nur darum: Muss ich die Abstriche beim Lauftempo hinnehmen, wenn das Lauftraining nur ergänzend zum Radtraining für den Grundlagenaufbau im Winter gedacht ist?