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Kalorienverbrauch unterschiedlich

Gladiator123

Schwedenkreuzer
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Hallo,

ich fahre zusammen mit meinem Zwillingsbruder. Bei der selben Tour haben wir am Schluss unterschiedlich verbrauchte Kalorienwerte. ( Ich zb. 1450. mein Bruder zb. 2100).

Ich habe ca 4kg mehr an Körpergewicht, und hab immer den höheren Puls.

Wie kommt so eine Differenz bei den Kalorien zustande.
 
Kann nicht stimmen.
Kcal-Verbrauch ist von der erzeugten Leistung abhängig. Wirkungsgrad ist zumeist weitestgehend gleich.
Die Unterschiede dürften also 4-7% betragen, je nach Gewicht.

Es sei denn du fährst Hollandrad und dein Bruder mitm Zeitrad im Windschatten :p
 
Unterschiedliche Geräte? Jeder Hersteller nutzt eigene Formeln o.Ä. in den Geräten.
Zudem fraglich ob Hochpulser (scheinst ja einer zu sein oder schlechter trainiert als er?) unterm Strich mit mehr Kalorien auf dem Tacho beglückt werden.
So nüchtern ohne alles betrachtet:
Jemand mit 140er Puls wird ja wohl weniger als jemand mit 160er Puls verbrauchen, mal Leistung und alles andere außen vor.

Unabhängig davon und von errechneten Kalorien:
-Körpergröße
-Gewicht
>unterteilen in Muskelmasse & Fett (wobei 1KG Muskelmasse weniger Kalorien verbraucht als man annehmen würde - wird oft propagiert, dass 1 KG Muskeln "vieeeeeeeel" kalorien im leerlauf verbrennen)
-wer natürlich länger vorne gefahren ist :P
 
Reine Mutmaßung. Aber wie gesagt, gibt ja Niedrig & Hochpulser, keine Ahnugn wie man das einordnen sollte. Ist ja am Ende auch nur ne Zahl die für viele Leute total egal ist..

[..] So kann ein Puls von 150/min für den einen Läufer 80 Prozent der maximalen Herzfrequenz darstellen, für einen anderen, gleichaltrigen Läufer auch nur 65 Prozent der maximalen Herzfrequenz.

Richtig ist auch, dass die Herzfrequenzen mit zunehmendem Alter bei vergleichbarer Belastungsintensität im Mittel kontinuierlich abnehmen. Ob und inwieweit Ihr Pulsmesser individuelle Herzfrequenzunterschiede unter Belastung und das Alter berücksichtigt, kann nur geklärt werden, wenn bekannt ist, nach welcher Formel der Pulsmesser den Energieverbrauch berechnet. Aber auch unter Berücksichtigung dieser Parameter wird es sich nur um eine näherungsweise Bestimmung des tatsächlichen Energieverbrauchs handeln.
 
[..] So kann ein Puls von 150/min für den einen Läufer 80 Prozent der maximalen Herzfrequenz darstellen, für einen anderen, gleichaltrigen Läufer auch nur 65 Prozent der maximalen Herzfrequenz.
Und ein Läufer läuft mit einem Puls von 150/min 3 min / km ein Anderer 6 min / km. Gleicher HFmax , gleiches Gewicht und Alter. Verbrauchen beide gleich viel Energie ?
 
Und ein Läufer läuft mit einem Puls von 150/min 3 min / km ein Anderer 6 min / km. Gleicher HFmax , gleiches Gewicht und Alter. Verbrauchen beide gleich viel Energie ?
Über den einen km? Womöglich ja. :p

Im Ernst: die einzig verlässliche Berechnung des Energieverbrauchs geht über das Zeitintegral einer Leistungsmessung. Alle anderen Schätz-Rechner sind mit massiven Fehlerpotentialen behaftet. Die meisten von ihnen mit massiver, schmeichelhaft-unrealistischer "Hochrechnung" des Kalorienverbrauchs.
 
Über den einen km? Womöglich ja. :p

Im Ernst: die einzig verlässliche Berechnung des Energieverbrauchs geht über das Zeitintegral einer Leistungsmessung. Alle anderen Schätz-Rechner sind mit massiven Fehlerpotentialen behaftet. Die meisten von ihnen mit massiver, schmeichelhaft-unrealistischer "Hochrechnung" des Kalorienverbrauchs.
Ich hab einen Leistungsmesser an einem Rennrad und eines ohne. Wenn ich jetzt die Kalorienangaben des Garmin bei dem Leistungsmesser-Rennrad nehme kann ich bei etwa gleichem Puls auf dem anderen Rennrad auch von ähnlichem Verbrauch/Stunde ausgehen, richtig?
 
Ich hab einen Leistungsmesser an einem Rennrad und eines ohne. Wenn ich jetzt die Kalorienangaben des Garmin bei dem Leistungsmesser-Rennrad nehme kann ich bei etwa gleichem Puls auf dem anderen Rennrad auch von ähnlichem Verbrauch/Stunde ausgehen, richtig?
Ja, grobgalaktisch passt das. Variabilität kommt über cardiac drift, Wärme/Hautdurchblutung, anaerobe Leistungsanteile ... zwar mit hinein, aber wenn es Dir nicht auf eine hohe Genauigkeit in der Einzeleinheit ankommt, sondern mehr auf eine Überschlags-Rechnung, dann kannst Du Deine persönliche HF-Leistungs-Korrelation aufstellen und dann auch nur mit der HF zur Berechnung der Kalorik kommen.

Darf ich Dich bzw. den TE mal fragen, weswegen Euch die Kalorienangaben denn überhaupt interessieren?
 
Ich hab einen Leistungsmesser an einem Rennrad und eines ohne. Wenn ich jetzt die Kalorienangaben des Garmin bei dem Leistungsmesser-Rennrad nehme kann ich bei etwa gleichem Puls auf dem anderen Rennrad auch von ähnlichem Verbrauch/Stunde ausgehen, richtig?
Nein, weil der Puls von verschieden Faktoren abhängt: Müdigkeit, Temperatur, Tagesform, etc. Will heißen: Du kannst an 2 Tagen die gleiche Wattleistung treten, aber dabei total unterschiedlichen Puls haben - und hier rede ich nicht von 2 bpm.
 
Vielen Dank für eure Antworten. Werde mich mal mit meinem Bruder kurzschliessen.
Kann auch sein das er die Aktivitätsstufe anders eingestellt hat. Ich habe beim 800er Stufe 3 eingestellt. Er glaub ich Stufe 2.

Werde es bei der nächsten Tour prüfen.
 
Darf ich Dich bzw. den TE mal fragen, weswegen Euch die Kalorienangaben denn überhaupt interessieren?
Klar darfst du. Ich fahre Rennrad nicht um schneller zu werden (das auch, aber nicht in erster Linie) sondern um in meinem Alter (2 Jahre bis zum SF) meinen Fettanteil zum Sommer hin zu drücken. Klappt in Verbindung mit dem Kraftsport auch recht gut. Nur Ernährung geht wegen der Familie immer schlecht, da ist RR fahren einfacher und schöner.
Und dazu gehört auch eine negative Kalorienbilanz mit ca. -500kcal/Tag.
 
... um in meinem Alter (2 Jahre bis zum SF) meinen Fettanteil zum Sommer hin zu drücken. Klappt in Verbindung mit dem Kraftsport auch recht gut. Nur Ernährung geht wegen der Familie immer schlecht, da ist RR fahren einfacher und schöner. Und dazu gehört auch eine negative Kalorienbilanz mit ca. -500kcal/Tag.
Da kann ich nur zustimmen: besser man regelt über Steigerung der Verbrauchs-Seite, denn auf starker Verknappung der Input-Seite. Nur für den auf den Sommer folgenden folgenden Winter muss man sich dann ein zweites Rezept überlegen ... ;)

Ein Tipp zur Strukturierung des Kaloriendefizits: wenn Du bereits im Hungermodus in ein Training startest, wirst Du recht schnell katabol. Langfristig erzeugt dies zwar eine schöne Fettflussrate, leider aber keine wirkliche Leistungssteigerung und vor allem auch einen sinkenden Grundumsatz. Daher ist zu empfehlen, das Kaloriendefizit nicht völlig gleichmäßig über die Wochentage zu verteilen, sondern vorrangig nach jenen Trainings etwas knapper zu bleiben, auf die ein oder zwei Ruhetage folgen. Dafür isst man idealerweise in den 8-12 Stunden vor der folgenden Belastung relativ KH-reich, um die Speicher zu befüllen und damit die Trainings-Intensität bzw. -Dauer hoch halten zu können.

Für Deine Belange kann man nach individueller Powermeter-Kalibration (HF-Leistungs-Tabelle oder gar noch grober als Tempo-Leistungs-Tabelle) hinreichend genau die Kalorik abschätzen. Der eigentliche Messparameter (KFA) wird durch Griff in die individuellen "Problemzonen" als semi-quantitative Speckfaltendickenmessung hinreichend genau und simpel im Zeitverlauf erfasst.
 
Und ein Läufer läuft mit einem Puls von 150/min 3 min / km ein Anderer 6 min / km. Gleicher HFmax , gleiches Gewicht und Alter. Verbrauchen beide gleich viel Energie ?
bei durchschnittlichem Wirkungsgrad 1kcal/kg/km

der eine muss halt doppelt so lange laufen für seine Tafel Schokolade ;)
 
Solche esotherische Fragen finde ich immer interessant.:D
Gilt die Physik nicht mehr? So wenigstens als Grundgerüst?
Leistung, Arbeit, Energie, Kraft etc. ist doch irgendwie in einem Zusammenhang definiert.
 
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