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Himmelfahrtskommando: Wochenendtrip Interlaken/Berner Oberland

unfassbar schöne Bilder, da muss ich unbedingt auch im Frühsommer hin wenn die Schneewände noch stehen! Deine Beiträge sind ja fast wie Binge watching, wo bleibt Teil 3? :D Danke !!!
Die Dreharbeiten laufen noch 😁
Ja, die Zeit hat viele Vorteile. Ist vermutlich auch weniger los als im Sommer und man kriegt ein Zimmer für vernünftiges Geld.
 

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Re: Himmelfahrtskommando: Wochenendtrip Interlaken/Berner Oberland
Danke fürs Teilen und deine Erfahrungsberichte!
Wir, ein Freund und ich, sind Ende Juni für fünf Tage in Thun und werden vier Tage auf dem Rennradel sitzen. Die große Scheidegg ist seit Planungsbeginn im vergangenen Winter die "müssen wir auf alle Fälle machen Runde" und deine Eindrücke bestätigen dies.
Die Vorfreude steigert sich durch die Berichte aller in diesem thread, danke!
Zuvor gehts mit der Familie über Pfingsten in die Provence...das wird auch nicht so schlecht...:-)
 
Teil 3: in den Himmel schrauben

Jetzt also der Männlichen. Ein Tag der Kontraste: zuerst aus dem Wald auf den Berg, auf dem kleinen Pfad runter, hinein in den Trubel in Grindelwald. Aus dem Ort raus. Es laufen noch vereinzelt Wanderer und Spaziergänger rum. Reisegruppen fotografieren Kühe 😄
Dann ist schnell Ruhe. 13 km/10 % im Durchschnitt. Es geht mit einer Steigung los, die woanders schon anständig wäre. Doch das ist nur der Anfang. Später freut man sich über 10 oder 9 %, da kann man im Vergleich locker kurbeln. Es ist warm, wird aber immer angenehmer und der Ausblick wird immer noch besser. Nach den ersten 3 km mit ein paar Häusern ist wirklich gar nichts mehr los. Die Seilbahn hat schon längst Feierabend, ich fahre über eine Stunde komplett alleine hoch. Relativ niedrige Leistung, aber schön konstant. Oben huscht ab und zu ein Murmeltier weg - immerhin bin ich noch schnell genug, um sie zu erschrecken 😁
Kurz vor dem Plateau, von dem es noch ein Stück über immer steileren Schotter (inklusive Schiebepassage) auf den Gipfel geht, holt mich ein E-MTBer ein. Das nicht asphaltierte Stück absolviert er natürlich deutlich schneller, wir treffen uns dann an der Spitze wieder und müssen angesichts des Ausblicks und der Einsamkeit im Abendlicht grinsen. Er wieder los, die Murmeltiere wollten kein Foto machen, also habe ich den Selbstauslöser bemüht, das Ergebnis ist das erste Bild im letzten Beitrag. Dann noch mehrere Bilder von den Bergen und runter zum See gemacht. Dramatische Wolken schieben sich ins Bild und die Vorhersage hatte ja auch von Regen gekündet. Noch ein Foto ... na gut, jetzt aber schnell weg. Nicht rasant, dafür ist es wieder zu steil und es gibt Kanten und Löcher, dafür ist der Weg viel offener und besser einsehbar als von der Grossen Scheidegg runter. Irgendwann wieder Häuser, geschafft. Grindelwald, breite Straßen, ab und zu schlägt Komoot eine Nebenstrecke vor. Von oben rumpelt es und 15 km vor Interlaken erwischt es mich. Nach kurzer Zeit ist der Schauer vorbei, ich bin klatschnass, aber bei über 20 Grad kein Problem. Hauptsache ich habe die große Straße hinter mir, bevor es richtig finster wird. Ab ins Hotel, duschen, Sachen aufhängen und schnell was zu essen suchen (es ist inzwischen 22:30), bevor alles geschlossen ist. Besser geht's nicht, eine absolute Traumstrecke. Die berühmten Pässe haben auch was, aber für mich war der Tag in jeder Hinsicht besser.
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Danke fürs Teilen!
Lustig: Obschon ich in der Gegend wohne, war ich noch nie mit dem Velo auf dem Männlichen. Wird also nachgeholt.
Ist wirklich nur das Stück zum Gipfel geschottert? Gibt's da nicht noch mehr Schotter?
Bin schon oft zur kleinen Scheidegg... meist aber mit dem Bike und entsprechend Wander-/Bikewege, daher habe ich da (oben ab der kleinen Scheidegg) garkeine Asphaltstrassen im Kopf.

Wird aber in jedem Fall auf die To-Do-Liste gesetzt...
Warum bist Du erst so spät los?
 
Danke fürs Teilen!
Lustig: Obschon ich in der Gegend wohne, war ich noch nie mit dem Velo auf dem Männlichen. Wird also nachgeholt.
Ist wirklich nur das Stück zum Gipfel geschottert? Gibt's da nicht noch mehr Schotter?
Unbedingt! Ja, ist auch alles passend auf Quaeldich beschrieben. Für den Ausblick von ganz oben lohnt sich die kurze Schiebe-Tragepassage.
Warum bist Du erst so spät los?
Siehe oben. Weil ich mir am Tag davor die Beine mit viereinhalb Pässen filetiert habe 😅
Bis auf die Straßensperrung waren beide Abende super, auf dem Furka schön und ruhig und auf dem Männlichen wie beschrieben ebenfalls wunderschön, kann ich nur empfehlen.
 
@Phipu das Strässchen ist rund 14 km lang mit einer HD von 1'300 Metern. Von Grindelwald Grund bis zum Hotel Aspen (ca 3.0 km) geht es noch recht entspannt zu und her, aber nachher ist schwitzen angesagt.
 
Super Leistung, toller Bericht! Solche Highlights in der Abendstimmung weitestgehend für sich alleine zu haben, ist eine sehr eindrückliche Erfahrung, erfordert aber - neben der richtigen Beine - eine ordentliche Portion Unerschrockenheit.

Vielen Dank für's Teilhaben-Lassen. Hat mich ausserdem sehr gefreut, dich persönlich kennengelernt zu haben. :)
 
@Scheinregen, ich ziehe den Hut vor Dir, ganz starke Leistung während dieser Tage. Und der Bericht ist sehr authentisch, herzlichen Dank.
 
@Scheinregen
Vielen Dank für die tollen Berichte. Hoffe es hat dir bei uns im Oberland trotz des ansehnlichen Preisniveaus gefallen und du kommst wieder mal.
Danke, auf jeden Fall! Bei uns ist alles so viel teurer geworden, dass der Unterschied nicht mehr so groß ist.

Danke an alle fürs begleiten, schön, dass ich @Joule Brenner treffen konnte! Hier noch der Epilog:
Sonntag habe ich nochmal gemütlich angefangen, Frühstück und die Zeit bis zum Checkout um 11:00 fast ausgereizt. Es war warm, aber nicht unangenehm und so habe ich ganz in Ruhe gepackt, mein Gepäck im Hotel untergestellt und bin noch eine kleine Panoramarunde gefahren. Am See (natürlich ordentlich Rückreiseverkehr vormittags) nach Gunten, dann über Sigriswil hoch bis nach Beatenberg und die schnelle Abfahrt wieder runter. 40 km/900 hm, super Abschluss. Gesamtbilanz: 395 km/11.000 hm/5 Murmeltiere.

Dann ins Velo Café, das außer der zentralen Lage ehrlich gesagt nicht viel vorzuweisen hat, Gepäck abholen und zum Bahnhof. Das Berner Dreigestirn/Schweizer Regenerationsmenü am Bahnhof sah dann aus wie folgt:
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Wenn Du noch Zeit und Körner gehabt hättest, hätte ich Dir empfohlen von Beatenberg nach Habkern zu fahren. Ist auch noch sehr eindrücklich.

Aber so wie es sich anhört konntest Du es voll auskosten und geniessen, das ist das wichtigste.
Hut ab auch von mir. Die 11k Höhenmeter hatte ich auch vor zwei Wochen, aber verteilt auf 900 km.

Warum das Velocafe in Interlaken so gehyped wird oder wurde weiss ich auch nicht.
Unfreundliches Personal, von der Terrasse aus schaut man gegen eine Fassade und um 17:00 ist der Laden schon zu.
Einmal hatte ich ein hausgemachtes Gingerbeer dort, dies und der Kuchen waren jedoch sehr lecker.
 
Wenn Du noch Zeit und Körner gehabt hättest, hätte ich Dir empfohlen von Beatenberg nach Habkern zu fahren. Ist auch noch sehr eindrücklich.
Bald muss ich dich zwingen, den ganzen Bericht zu lesen 😛
Ein gelungener Auftakt: vertikales Einrollen 🥵🥵
5 bequeme Stunden direkte ICE-Anreise nach Interlaken West, dann Premium-Verpflegung am Bahnhof (The Best!) - es gab Schweizer Falafel 😁
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Dann 2 Minuten rübergerollt nach Unterseen zum Hotel Rössli, bisher alle sehr nett, kleines Zimmer zum super Preis, passt gut, wenn man aufs Budget achtet. Das Rad durfte mit ins Zimmer, notfalls hätte ich ja auch die Tasche. Dann einrollen, Beatenberg und die Ecke war natürlich das Highlight. Fast 2000 hm 😬 kurz vor der Abfahrt von Habkern standen immer wieder neugierige Kühe auf der Straße. Schönes Bild, aber da habe ich dann doch mal geschoben.
Sehr schöne Überraschung: in einem Anstieg hat mich jemand angesprochen, ob ich denn @Scheinregen sei. Es war der sehr hilfreiche Castelli-Influencer (😉) und Experte für die Region @Joule Brenner mit Partnerin!
Es hat mich sehr gefreut, euch kennenzulernen und Kaffee + Kuchen (Sahneteller XL) habe ich auch noch ausgegeben bekommen. Super Start.
Dann noch kurz den Trubel in Interlaken angeschaut, zweierlei Pasta und Rüblikuchen eingekauft und das gibt's jetzt hier im Hotel, wo netterweise abends Mikrowellen und Besteck genutzt werden dürfen. Für mich die optimale Wahl. Morgen früh: Frühstück, 30 min. Zug nach Meiringen, große Pässerunde.
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bin im August zwei Wochen am Brienzersee

wenn da jemand paar schöne Routen hätte wäre ich sehr dankbar
 
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