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Grunellis Garage: Rahmenbau und andere Basteleien

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Re: Grunellis Garage: Rahmenbau und andere Basteleien
Bei Rickert sind längliche Bleche zusätzlich unter die Streben in dem verformten Bereich gelötet. Darüber hat schon Smolik geschrieben, da gibt es hier bestimmt Bilder.

Mhh das ist optisch schwierig und ich glaube da nehme ich lieber das Risiko der Rissbildung in Kauf 😅.

Nur aus Interesse: hast du schon mal Bleche so aufgelötet wie in der Zeichnung gezeigt? Also Einkerbung ausgefeilt und dann ein passendes Blech drauf.
 
Mhh das ist optisch schwierig und ich glaube da nehme ich lieber das Risiko der Rissbildung in Kauf
Das sieht man noch oben und von der Seite gar nicht. Das sind Rauten im Bereich der Eindellung von unten.
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Mhh das ist optisch schwierig und ich glaube da nehme ich lieber das Risiko der Rissbildung in Kauf 😅.

Nur aus Interesse: hast du schon mal Bleche so aufgelötet wie in der Zeichnung gezeigt? Also Einkerbung ausgefeilt und dann ein passendes Blech drauf.
Habe ich noch nicht, ich verwende in der Regel ovale Kettenstreben, die ich so minimal wie möglich verforme.

Ich gehe auch davon aus, daß Du mit dem Risiko gut leben kannst, aber Rickerts Bleche sieht man wirklich nur, wenn man das Rad umdreht.
 
Ein paar Überlegungen ... wird hoffentlich nicht als Unkerei verstanden.

Ich habe das mit den Verstärkungen nicht so oft gesehen, aber die Fälle des Versagens gab es. Ist der Rickert einer der Wenigen gewesen, der da was gemacht hat? Hat er das nur für besonders belastete Räder gemacht) Hat er an anderer Stelle etwas ungünstiger gemacht, sodass es nur bei ihm nötig war?!

Wenn ich das vergleiche:
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dann sind die Eindellungen vom Eddi schon echt heftig.
Von diversen Gravelbikes weiss ich, dass "Standard-Setup" (z.B. BSA und eingedellte Streben) immer so bis 38-42mm ging. Sollte es 2" oder mehr sein mussten Speziallösungen her (tiefergelegte, rechte Strebe, eingesetztes, flaches Gussteil in rechter Strebe, etc..
Alles nur, um auch den schmalen Q-Faktor zu halten. Ritchey hat z.B. auch MTB's aus Stahl mit BSA gemacht, durch die 29" 2.4er Reifen passten. Aber da waren die Streben dann gebogen, das TL MTBmässig breiter und der Q-Faktor ganz anders.​
 
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@Grunelli wie viel Platz ist denn jetzt links und rechts zwischen Reifen und Strebe??? Sieht auf jeden Fall üppig (>5mm) aus, wenn ich meine Kisten im Vergleich so anschaue.
 
So zwei Verstärkungen wie bei Rickert sieht doch gar nicht so übel aus und wenn man es nicht sehen will, dann dreht man einfach das Rad nicht um ;)
Mir wäre es das auf jeden Fall wert. Ist doch ordentlich verformt und bei so ein Verstärkungsblech würde ich einfach ruhiger schlafen.
 
Ein paar Überlegungen ... wird hoffentlich nicht als Unkerei verstanden.

Ich habe das mit den Verstärkungen nicht so oft gesehen, aber die Fälle des Versagens gab es. Ist der Rickert einer der Wenigen gewesen, der da was gemacht hat? Hat er das nur für besonders belastete Räder gemacht) Hat er an anderer Stelle etwas ungünstiger gemacht, sodass es nur bei ihm nötig war?!

Wenn ich das vergleiche:
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dann sind die Eindellungen vom Eddi schon echt heftig.
Von diversen Gravelbikes weiss ich, dass "Standard-Setup" (z.B. BSA und eingedellte Streben) immer so bis 38-42mm ging. Sollte es 2" oder mehr sein mussten Speziallösungen her (tiefergelegte, rechte Strebe, eingesetztes, flaches Gussteil in rechter Strebe, etc..
Alles nur, um auch den schmalen Q-Faktor zu halten. Ritchey hat z.B. auch MTB's aus Stahl mit BSA gemacht, durch die 29" 2.4er Reifen passten. Aber da waren die Streben dann gebogen, das TL MTBmässig breiter und der Q-Faktor ganz anders.​
Ich kenne das mit den Blechen auch nur von Rickert. Ich glaube nicht, daß er besonders ungünstig gedrückt hat. Hinzu kam natürlich noch die Drückerei für das kleine Kettenblatt. Ich würde das eher als Vermeidung eines bekannten Problems einordnen, letztlich das, was man von einem guten Hersteller erwartet.
Die ovalen Kettenstreben und größere Einbaubreiten und irgendwann kleinere Kettenblätter haben das Problem ziemlich gelöst, bis eben die breiteren Reifen kamen. :)
Dazu kommt noch die Schutzblechfrage, wenn denn welche dransollen. Die perfekte Lösung gibt es oft nicht...
 
Ich glaube nicht, daß er besonders ungünstig gedrückt hat.
Ich würde das eher als Vermeidung eines bekannten Problems einordnen, letztlich das, was man von einem guten Hersteller erwartet.
Ja, denke ich auch. War etwas ketzerisch gefragt.

Die ovalen Kettenstreben und größere Einbaubreiten und irgendwann kleinere Kettenblätter haben das Problem ziemlich gelöst,
Ach so, er hat das nur für runde Streben gemacht?!
Ok, verstehe. Dann war das eine kurze Phase und Andere haben diesen Zwischenschritt einfach ausgesessen?!
 
Ach so, er hat das nur für runde Streben gemacht?!
Aus Interesse habe ich bei meinem Rickert von Anfang/Mitte der 90er nachgemessen.
Streben sind im Bereich der TL-Muffe 23 mm hoch und 22 mm breit.
Wäre interessant, ob er überhaupt ovale Streben verbaut hat.
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Ach so, er hat das nur für runde Streben gemacht?!
Ok, verstehe. Dann war das eine kurze Phase und Andere haben diesen Zwischenschritt einfach ausgesessen?!
Das mit den ovalen Kettenstreben hat sich nicht auf Rickert bezogen, dafür kenne ich mich bei ihm nicht gut genug aus. Das war eher allgemein gemeint.
Ich habe keine Ahnung, ob und wann er auf ovale Kettenstreben umgestellt hat.
 
Ein paar Überlegungen ... wird hoffentlich nicht als Unkerei verstanden.

Ich habe das mit den Verstärkungen nicht so oft gesehen, aber die Fälle des Versagens gab es. Ist der Rickert einer der Wenigen gewesen, der da was gemacht hat? Hat er das nur für besonders belastete Räder gemacht) Hat er an anderer Stelle etwas ungünstiger gemacht, sodass es nur bei ihm nötig war?!

Wenn ich das vergleiche:
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Anhang anzeigen 1725031
dann sind die Eindellungen vom Eddi schon echt heftig.
Von diversen Gravelbikes weiss ich, dass "Standard-Setup" (z.B. BSA und eingedellte Streben) immer so bis 38-42mm ging. Sollte es 2" oder mehr sein mussten Speziallösungen her (tiefergelegte, rechte Strebe, eingesetztes, flaches Gussteil in rechter Strebe, etc..
Alles nur, um auch den schmalen Q-Faktor zu halten. Ritchey hat z.B. auch MTB's aus Stahl mit BSA gemacht, durch die 29" 2.4er Reifen passten. Aber da waren die Streben dann gebogen, das TL MTBmässig breiter und der Q-Faktor ganz anders.​

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Hier mal ein moderner Versagensfall (Surly), ist innen und außen gedellt für breite Reifen und engen Q Faktor und nach 4 Jahren sind beide Kettenstreben gerissen. Wurde auch maximal im Alltag ran genommen mit Anhänger, Kindersitz und Querfeldein, aber kann vielleicht als abschreckendes Beispiel hergenommem werden.
 
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Hier mal ein moderner Versagensfall (Surly), ist innen und außen gedellt für breite Reifen und engen Q Faktor und nach 4 Jahren sind beide Kettenstreben gerissen. Wurde auch maximal im Alltag ran genommen mit Anhänger, Kindersitz und Querfeldein, aber kann vielleicht als abschreckendes Beispiel hergenommem werden.
Da frage ich mich, ob die zusätzlichen Bleche bei den Rickert Rahmen an der richtigen Stelle sitzen, ob die überhaupt was bewirken und ob auch auf die Oberseite ein Blech gehört.
 
Da frage ich mich, ob die zusätzlichen Bleche bei den Rickert Rahmen an der richtigen Stelle sitzen, ob die überhaupt was bewirken und ob auch auf die Oberseite ein Blech gehört.
Zumal die kritische Region nochmal extra Hitze bekommen hat. Wenn auch nur Silberlot.
 
Anhang anzeigen 1725142
Hier mal ein moderner Versagensfall (Surly), ist innen und außen gedellt für breite Reifen und engen Q Faktor und nach 4 Jahren sind beide Kettenstreben gerissen. Wurde auch maximal im Alltag ran genommen mit Anhänger, Kindersitz und Querfeldein, aber kann vielleicht als abschreckendes Beispiel hergenommem werden.
Wenn ich mir die Roststelle so anschaue, möchte das nicht als Hauptgrund des Schadens ausschließen.
 
Da frage ich mich, ob die zusätzlichen Bleche bei den Rickert Rahmen an der richtigen Stelle sitzen, ob die überhaupt was bewirken und ob auch auf die Oberseite ein Blech gehört.
Letztlich geht es darum, den Bereich irgendwie zu versteifen. Durch die starken Drückungen ist der Bereich flexibler als die Bereiche daneben, deshalb entstehen dann dort bei Lastwechseln höhere Spannungen. Dazu kommen dann noch Unstetigkeiten der Rohrwände, im schlimmsten Fall Kerben oder kleine Anrisse.
Sicherlich wäre eine Verstärkung oben und unten nochmal wirksamer. Ob nötig, ist halt die Frage. Normal hält ein Rahmen ja auch ohne Verstärkung zig Jahre. Wobei das Surly oben auch ein Gegenbeispiel dafür ist. Keine Ahnung, was da Ursache war. Vielleicht sind durch das Drücken selbst schon Schäden entstanden, wenn das Rohrmaterial dafür zu fest war zum Beispiel.
Zumal die kritische Region nochmal extra Hitze bekommen hat. Wenn auch nur Silberlot.
Die Hitze verringert ja nur die Härte und damit Festigkeit, die durch Wärmebehandlung und/oder Kaltverfestigung entstanden ist. Wenn man ein Rohr problemlos stark verformen kann, kann das nicht sonderlich hart oder fest sein. Da gibt es nicht viel zu verlieren... :)
 
Oh man da habe ich ja genau das richtige Fass aufgemacht! Die Diskussion hier finde ich gerade mega!!!!

@Grunelli wie viel Platz ist denn jetzt links und rechts zwischen Reifen und Strebe??? Sieht auf jeden Fall üppig (>5mm) aus, wenn ich meine Kisten im Vergleich so anschaue.

Pro Seite sind es 7 mm --> 5mm durch die Delle und 2 mm durch die beim Eindellen entstandenen Biegung der Strebe.

Letztlich geht es darum, den Bereich irgendwie zu versteifen. Durch die starken Drückungen ist der Bereich flexibler als die Bereiche daneben, deshalb entstehen dann dort bei Lastwechseln höhere Spannungen. Dazu kommen dann noch Unstetigkeiten der Rohrwände, im schlimmsten Fall Kerben oder kleine Anrisse.
Sicherlich wäre eine Verstärkung oben und unten nochmal wirksamer. Ob nötig, ist halt die Frage. Normal hält ein Rahmen ja auch ohne Verstärkung zig Jahre. Wobei das Surly oben auch ein Gegenbeispiel dafür ist. Keine Ahnung, was da Ursache war. Vielleicht sind durch das Drücken selbst schon Schäden entstanden, wenn das Rohrmaterial dafür zu fest war zum Beispiel.

Die Hitze verringert ja nur die Härte und damit Festigkeit, die durch Wärmebehandlung und/oder Kaltverfestigung entstanden ist. Wenn man ein Rohr problemlos stark verformen kann, kann das nicht sonderlich hart oder fest sein. Da gibt es nicht viel zu verlieren... :)


Ich hatte heute eine kurze Rücksprache mit Tom zu diesem Thema und seine Einschätzung war, dass es wohl halten wird, aber die Delle zu tief und zu lang ist, wodurch die Strebe signifikant an Steifigkeit verlieren wird, was der liebe Georg auch gerade bestätigt hat.

So wie ich das sehe habe ich nun 2 Möglichkeiten:

1. Neu mache und dabei flacher und kürzer Eindellen
2. Dellen ausfeilen und Blech drauflöten

Ich werde 2. mal ausprobieren, wobei ich recht schnell merken dürfte, ob die Strebe dadurch wieder steifer wird und sehe dann auch mal wie das so optisch wirkt.

Ich werde ebenfalls mein Dimple Tool anpassen. Die aktuelle Version basierte auf Schätzungen und den langen und tiefen Dellen bei alten Rahmen.

Mein Kuwahra G Pacer, bei dem ich die Kettenstreben ausgetauscht habe, habe ich ebenfalls super tief eingedellt (sogar tiefer als in diesem Projekt) und ich merkte keine Verschlechterung der Steifigkeit hinten.
Das Ding ist nun fast 1 Jahr im Dauereinsatz und macht bisher null Probleme, werde es aber natürlich gründlich beobachten.
 
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