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Gibts bald nur noch Rennräder mit Scheibenbremsen?

schurwald-biker

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Beim MTB gibt's ja seit Jahren nichts anderes mehr. Bei Crossern haben sich die Discs auch schon fast durchgesetzt, bei Rennrädern geht das grad los.
Ich denke mal, in zwei Jahren haben sich Scheibenbremsen auch bei den Rennrädern durchgesetzt.
 

GerdO

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Seh ich nicht so. Nichtmal beim Cyclocross, wo Discs noch am ehesten Vorteile bieten, haben sie sich durgesetzt. Das halbe Feld ist noch mit Felgenbremsen unterwegs.
 

Reiner_2

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... , was aber vielleicht auch daran liegt, dass nicht jeder alle zwei Jahre ein neues Rad kauft.
 

Waltzing-Matilda

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Ob es bald nur noch Rennräder mit Scheibenbremsen geben wird, hängt in erster Linie vom Kaufverhalten des Konsumenten ab.
Bisher hat sich die breite Masse ja so ziemlich jeden Schrott andrehen lassen, der neu auf den Markt gekommen ist.
Ob sinnvoll oder nicht.....
 

GerdO

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Nö, es gab auch Dinge die sich nicht durchsetzten. Headshok-Federung am Renner bspw.
Tubeless scheint auch nicht gerade der Hit zu sein. Ich mach dazu mal nen neuen Thread auf.
 

Discostu

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Wenn die Industrie es den Profis aufzwingt wird es nicht mehr lange dauern bis der gemeine Hobby-Radler die neueste High-Tech Scheibenbremsen Technik haben will. Bisher sind Scheibenbremsen ja eher ein Phänomen an den "Comfort"- Rennern der Hersteller, wobei die "Race-"Geometrie Räder alle noch mit Felgenbremsen kommen, auch in 2016. Da das die Räder sind, die meist von den Profis gefahren werden dauert der Trend wohl noch ein bisschen. Wahrscheinlich fahren in Paris-Roubaix nächstes Jahr einige Profis mit Scheibenbremsen...
 

Waltzing-Matilda

nichts als Klassiker
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Wenn die Industrie es den Profis aufzwingt wird es nicht mehr lange dauern bis der gemeine Hobby-Radler die neueste High-Tech Scheibenbremsen Technik haben will.
So wirds wohl kommen.
Immerhin will eine Großzahl der Breitensportler ja "profilike" fahren - ob technisch sinnvoll oder nicht....
 

Lieblingsleguan

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Seh ich nicht so. Nichtmal beim Cyclocross, wo Discs noch am ehesten Vorteile bieten, haben sie sich durgesetzt. Das halbe Feld ist noch mit Felgenbremsen unterwegs.
Und ohne den Druck der Hersteller wären vermutlich noch weniger Fahrer auf Scheibenbremsen unterwegs. Man sieht, dass die Teams quasi "geschlossen" umsteigen.

Sven Nys hat sich noch letzte Saison sehr deutlich gegen Scheibenbremsen ausgesprochen. Zu schwer, zu laut und unnötig. Er hatte letzte Saison ein Ersatzrad mit Scheibenbremse, was ich aber nie im Einsatz gesehen habe. Dieses Jahr komplett auf Scheibe unterwegs.

Philipp Walzleben ist mit dem Ausstatterwechsel seines Teams von Colnago zu Stevens auf Scheiben umgestiegen. Der Rest des Teams fährt, soweit ich das gesehen habe, auch auf Scheiben.

Jeremy Powers fuhr letztes Jahr die US-Rennen mit Scheiben und die Europarennen mit Cantis. Das war vermutlich auch eher die Entscheidung des Sponsors als des Fahrers.

Teams, die mit Ridley und Colnago ausgestattet sind, fahren geschlossen Cantis (mir sind zumindest keine Ausnahmen aufgefallen).

Der aktuelle Weltmeister fährt Scheibe, der derzeit dominierende Fahrer Canti. Was bedeutet das? Die Bremsen machen in einem Sport, in dem es vor allem auf gefühlvolles Fahren ohne viel Bremseneinsatz ankommt, wohl nicht den größten Unterschied. Dass die Scheiben sich bei den Alltagscrossern durchsetzt, hat wohl damit zu tun, dass das für viele ein Allround-Winterrad ist.
 

kepasa

Wo trinke ich meinen Espresso am liebsten?
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Also wenn ich ehrlich bin, gefällt mir die brachiale Bremskraft meiner Durchmesser 205/180mm Bremsscheiben
an meinen Mountainbike deutlich besser als die der Felgenbremsen an meinem Rennrad.
Das heißt aber nicht, dass ich jetzt gleich ein neues Rennrad brauche!
Obwohl, wenn ich so recht überlege....;)
 

Lieblingsleguan

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Also wenn ich ehrlich bin, gefällt mir die brachiale Bremskraft meiner Durchmesser 205/180mm Bremsscheiben
an meinen Mountainbike deutlich besser als die der Felgenbremsen an meinem Rennrad
Am Rennrad wirst Du mit Mühe und Not eines mit 180/160mm Scheibendurchmesser finden, sonst 160/160, 160/140 und z.T. sogar nur 140/140. Die Bremskraft von Felgenbremsen ist da besser, selbst bei Nässe, das war so auch in der Roadbike zu lesen (Prüfstandstest). Die Scheibenbremsen mit kleinen Rotoren gaukeln da nur eine höhere Bremskraft durch geringere Bedienkräfte vor. Für schwere Jungs wie mich, die viel Fingerkraft haben, ist das aber nichts.
 

GerdO

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Ein merkwürdigeres Argument für Scheibenbremsen (und elektrische Schaltung) als die "geringen Bedienkräfte" kann ich mir kaum vorstellen. Jede halbwegs richtig eingestellte Felgenbremse ist von jedem auch in Extremsituationen ausreichend leicht bedienbar.

Auch auf einer 200 km Tour bekomme ich vom Bremsen keinen Muskelkater in den Händen. Ich habe auch noch nicht gehört, daß jemand eine Tour abbrechen musste, weil seine Hände vom Bremsen müde waren. Eine Bremsung ausgelassen hat m.W. deswegen auch noch niemand.
 

Mimsey

Unshaved and Dangerous
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Ein merkwürdigeres Argument für Scheibenbremsen (und elektrische Schaltung) als die "geringen Bedienkräfte" kann ich mir kaum vorstellen. Jede halbwegs richtig eingestellte Felgenbremse ist von jedem auch in Extremsituationen ausreichend leicht bedienbar.

Auch auf einer 200 km Tour bekomme ich vom Bremsen keinen Muskelkater in den Händen. Ich habe auch noch nicht gehört, daß jemand eine Tour abbrechen musste, weil seine Hände vom Bremsen müde waren. Eine Bremsung ausgelassen hat m.W. deswegen auch noch niemand.
Im gelände wo man wirklich viel Bremsen muss (steile technische abfahrten etc ) da hat die Scheibe am CX vorteile(bedienkraft).. aber am Rennrad :eek: alles quatsch
 

KetteRechts.de

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Es gibt schon einige Argumente Pro Scheibe!
Die LR-Bauer dürfte es zB freuen, denn ein LR ist deutlich einfacher zu konstruieren, wenn die Bremskräfte im Zentrum und nicht am Rand auftreten.
Zudem ist das Nassbremsverhalten von Scheiben auch etwas besser.
Grundsätzlich fahre ich aber kein Bremsrad sondern ein Rennrad......
 

sulka

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Marketing. Wo es mir nicht egal ist sondern eher stört ist beim Crosser. Da verwende ich gerne "Abgelegtes" vom Renner zum Reste verbraten.
Vor nicht allzu langer Zeit gab es im CX noch lebhafte Diskussionen in Sachen Canti vs Mini-V, in erster Linie wegen der Bedienkräfte und dem Bremsvermögen. Letzteres wurde von wegen "man muß eh nur verzögern" von den Canti-Anhängern kleingeredet. Mini-v Fahrer hatten damit kein Problem, die Bremskraft reicht für 'nen Überschlag. Allenfalls das Finden des Druckpunktes ist ein Thema. Wohl aber auch nicht diffiziler als das Einstellen von Scheibenbremsen. Die Umgewöhnung von strammen Dual-Pivots auf "labbrige" Mini-V ist auch kein Thema, wer erst beim Bremsen merkt daß er auf einem anderen Rad sitzt ...
Schade finde ich auch, daß es den Rahmen meines Crossers jetzt nur noch für Disc gibt. Eigentlich dachte ich, falls ich den mal ruinieren sollte will ich den gleichen wieder. Fehlanzeige.
Was Strassenräder anbelangt: Lieber der Rahmen ein paar Gramm schwerer und die Bremse/Laufräder leichter als abgehungerte Rahmen mit tendeziell schwereren Komponenten.
Sicher gibt es Neuerungen die sinnvoll sind, aber es gibt auch einige die auf längere Sicht sinnfrei sind.

Was meinte mein V-Mann zum Thema Tubeless:
Wenn du unterwegs damit 'nen Platten hast machste 'nen Schlauch rein. Und was machste zuhause ? Du läßt ihn drin.

Gruß
klaus
 

schurwald-biker

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Ich komme vom Mountainbiken, besitze einen Crosser und möchte mir nächstes Jahr ein Rennrad zulegen. Entsprechend bin ich am überlegen, ob Scheibenbremsen Sinn machen. Beim MTB und Crosser habe ich damit gute Erfahrungen gemacht. Insbesondere die schon angesprochenen geringen Handkräfte sind sehr angenehm. Am Crosser habe ich die BB7 mit Seilzug - die überzeugt mich allerdings nicht so sehr wie die hydraulischen Bremsen an den MTBs.
 

Fe der Bergfloh

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Auch auf einer 200 km Tour bekomme ich vom Bremsen keinen Muskelkater in den Händen. Ich habe auch noch nicht gehört, daß jemand eine Tour abbrechen musste, weil seine Hände vom Bremsen müde waren. Eine Bremsung ausgelassen hat m.W. deswegen auch noch niemand.
Ich erinnere mich, dass ich bei sehr steilen Abfahrten (Zoncolan z.B.) tatsächlich auch mal müde Hände bekommen habe. Ich könnte mir vorstellen, dass für solche Extremabfahrten Scheibenbremsen sinnvoll sein könnten. (Wobei ich allerdings der Meinung bin, dass dauerhafte 16 % für eine Abfahrt mit dem Rennrad im Profi- und Hobbybereich möglichst vermieden werden sollten, einfach weil es zu steil und zu gefährlich ist)
 

feelthesteel

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ich könnte es mir am crosser vorstellen

aber nur die hydraulischen, mit mechanischen würde ich nicht anfangen

(ohne jetzt eine endlosdebatte mechanisch vs. hydraulisch loszutreten)

das ist mir im moment aber noch zu teuer, crosser mit hydraulischen scheibenbremsen kosten unverschämterweise ca. 400 euro mehr

der brüller schlechthin: trendsetter und hirnwäscher Tour (11 /2015) bezeichnet bei der präsentation neuer crosser und gravelbikes cantis schlicht und ergreifend als "lebensgefährlich"

wer also sicher leben und radeln bzw. crossen will - braucht - außer die Tour - unbedingt scheibenbremsen
 

feelthesteel

Hauptstadtkurbler
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Seh ich nicht so. Nichtmal beim Cyclocross, wo Discs noch am ehesten Vorteile bieten, haben sie sich durgesetzt. Das halbe Feld ist noch mit Felgenbremsen unterwegs.
okeeeehh, habe ich aber nicht so den eindruck, jedenfalls im neu-bike bereich sind felgenbremsen schon fast eine seltenheit

rose führt noch felgenbremser, so viel wie ich weiß
 
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