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Gewöhnungssache?

FdJeux

à qui le tour?
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Hallo liebe Kollegen,

Ich bin 1,76m groß. Bis vor kurzem bin ich ein 56er-Scott-CR1 gefahren. Dieses Rad fällt ziemlich groß aus. Das hatte zur Folge, dass ich auf dem Rad kaum eine Sattel-Lenker-Überhöhung hatte. Jetzt kam eigentlich als Ersatz gedacht ein Cube Agree GTC dazu. Die Rahmengröße läuft offiziell auch unter 56, das Rad ist aber deutlich kleiner und damit auch die Sitzposition anders. Das heisst, es ist nun eine deutliche Sattel-Lenker-Überhöhung da, was zu einer extrem flachen Sitzposition führt. Ich habe aber das Gefühl, und das ist sicher auch richtig, dass dieser Rahmen besser zu meiner Körpergröße passt.

Nun bekomme ich davon im unteren Rückenbereich starke Schmerzen. Ich habe jetzt mal den Vorbau umgedreht, um am Lenker etwas höher zu kommen. Das hat nicht viel geholfen. Jetzt meine Frage: Ist das alles nur eine Frage der Gewöhnung, d.h. wird das mit der Zeit mit den Schmerzen oder was muss ich tun? Das Rad will ich eigentlich schon behalten, weils einfach geil ist. (Von den Profis hört man doch auch immer wieder, dass sie mal Rückenprobleme haben...:confused:)

Ich danke euch für eure Hilfe!
 
AW: Gewöhnungssache?

Was bei mir mal die Rückenschmerzen verursacht hat, war die Sitzlänge, CR1 (fahre ich auch) sind recht lang, daher vermute ich, dass du jetzt kürzer sitzst, miss mal den Abstand Sattelspitze-Lenkermitte aus. Bei mir hat eine Stütze mit Versatz geholfen, seitdem habe ich keine Rückenschmerzen mehr.
Und wieso bist du auf wenig Überhöhung gekommen? auch mit 56er Rahmen kriegt man um die 10cm bei deiner Körpergröße, das ist doch mehr als genug.
 
AW: Gewöhnungssache?

Cube fällt ne Nummer kleiner aus, da hast du allerdings recht ... welcher Art sind denn die Schmerzen? Verspannungen, Muskelschmerzen?

Ich würds mit ein paar unterstützenden Übungen probieren, z.B. Superman.
 
AW: Gewöhnungssache?

Die Schmerzen sind ziemlich genau im Bereich der Trikot-Taschen. Manchmal über die ganze Breite, heute eher im rechten Bereich mit leichter Tendenz nach oben. Ich weiss nicht ob das Verspannungen oder ob sie einfach wegen einer zu starken Biegung durch die flache Haltung in dem Bereich, d.h. Überlastung, bedingt sind.
 
AW: Gewöhnungssache?

Lässt sich pauschal nicht beantworten.

Einerseits, Rennradfahren mit starker Überhöhung ist nicht gut für den Rücken, wenn man nicht bewusst kompensiert/Stabitraining für die Rumpfmuskulatur betreibt. Meinst Du Pros sitzen 8 Stunden am Tag auf dem Rad? Wenn der Unterschied sehr stark ist, braucht Dein Körper etwas Zeit für die Umstellung und die Grenze, bis zu der Dein jungendliches Feuer die obige Problematik wegdrückt kann überschritten sein.

Andererseits gibts Grenzen. Irgenwann ist halt unpassend.

Für unterer Rückenbereich hab ich noch einen: könnte es sein, daß Du zu hoch sitzt? Beim normalen Kurbeln darf Dein Becken eigentlich nicht seitlich kippen. (Jaja, am Berg schlängeln dann alle). Ich bin da extrem empfindlich, aber ich bin auch ein alter Sack. Allerdings kann ein tieferer Lenker bei diesem Problem verstärkend wirken.

Ach ja, die Vorlage kommt aus der Kippung des Beckens, nicht aus der Beugung der Wirbelsäule im Lendenbereich. Sonst ist kein Wunder, daß Du Schmerzen hast.
 
AW: Gewöhnungssache?

Das muss dann aber ein älteres Modell oder eine sogenannte Team-Geo gewesen sein!? Ab 2009 ist das CR1 nämlich ein Komfort-Rad, das Addict wurde als Race-Geo weitergeführt. Komfort heißt: wenig Überhöhung, relativ aufrechte und wenig gestreckte SiPo. Hat nicht mehr viel mit den alten CR1 Rahmen zu tun....
 
AW: Gewöhnungssache?

Ist ein CR1 aus 2008. Komsicherweise hat mir die gestrecktere Position nix ausgemacht und die zwar kompaktere, aber eben flachere auf dem Cube macht jetzt diese Schmerzen und Verspannungen...
 
AW: Gewöhnungssache?

Ich hatte das gleiche Problem und es verschwand nach ca. 800 km mit neuer Sitzposition komplett.

Es waren allerdings nicht wirklich Schmerzen, sondern eher das Gefühl eines ausgewachsenen Muskelkaters. Daher tippe ich mal auf Gewöhnung und Übung. Da man sich ja nicht auf dem Lenker abstützt mußten sich die Muskeln daran halt erst gewöhnen.

Die optimale Sitz-/Sattelposition/-höhe suche ich aber noch immer. :D
 
AW: Gewöhnungssache?

Also da es jetzt ja so war, dass ich auf dem Scott gestreckter war, hab ich daraus die Schlussfolgerung gezogen: Die Biegung im unteren Rückenbereich, die ensteht wenn ich jetzt draufsitze, ist irgendwie zu hart, zu krass oder sonst was. Jedenfalls wenn ich den Sattel weiter nach hinten mach, wird diese Biegung ja anders, eben gestreckter. Das ist für mich noch ne Möglichkeit. Ich nehm gern Gegenvorschläge an :D

Generell noch die Frage: Kann denn aus so etwas dauerhafter Schaden entstehen? Ich sag mir halt: ich muss mich jetzt drangewöhnen, aber woher weiss ich, ob ich mich jemals dran gewöhnen werde oder ob das ganze nur verschlimmert wird und nicht was davon dann hängen bleibt...
 
AW: Gewöhnungssache?

Was sind das denn für Schmerzen? Eher Muskeln oder eher Knochen/Nerven? Bei letzterem würde ich da mal jemanden drüber kucken lassen, oder uns Fotos von deiner Sizposition zeigen.
Bei Ersterem kann es gut sein, das sich deine Muskeln im Rückenbereich erst noch ein wenig dehnen müssen, wenn die Überhöhung gewachsen ist. Dann ist auch die Haltearbeit stärker, wenn du mit den Schultern tiefer kommst. Diese Kombination kann durchaus zu starken Schmerzen führen, die sich jedoch in kurzer Zeit bessern sollten. Ich würde dir eine Kombination von Rumpfstabi-Übungen und Dehnen empfehlen und dabei beobachten, wie sich die Sache entwickelt.
 
AW: Gewöhnungssache?

Deine Positionsveränderung ist nahezu identisch der die ich gemacht habe. Irgendwann zwischen km 700 und 800 gab es die Probleme im unteren Rücken dann bei mir nicht mehr. Allerdings spürte ich auch davor eine ständige Verbesserung von Fahrt zu Fahrt. Wenn das bei dir ähnlich ist würde ich mir für die nächsten Kilometer erst mal keine Gedanken machen sondern einfach "in den Körper horchen" wie sich das weiter verhält. Vor allem bei kleinen Veränderungen der Sitzposition.

Bei deiner KM-Zahl auf dem neuen Rahmen solltest Du eigentlich schon eine Besserung wahrnehmen.
 
AW: Gewöhnungssache?

Es sind auf keinen Fall Schmerzen von der Wirbelsäule, sondern schon Muskeln. Es ist auch nie die gleiche Stelle und sie wandern auch während der Fahrt.

Das ist ja schonmal gut. Dann sollte das auch folgenlos bleiben.

Hier mal ein Bild von den Positionen im Vergleich

Jo, da sieht man es ja. Dein Rücken muss jetzt die Haltearbeit bei einem guten Stück mehr Beugung verrichten, da sollten deine Schmerzen herkommen. Das wird weggehen, die Übungen in den beiden Links können das beschleunigen. Versuch wenigstens mal die beiden Dehnübungen für den Rücken am Abende nach deiner nächsten Fahrt.
 
AW: Gewöhnungssache?

Ich will das auf keinen Fall dramatisieren, ich bin da nach meinem Bandscheibenvorfall im letzten Jahr besonders pienzig, da hört man den Körper aber auch deutlich.
Trotzdem folgendes:
http://www.fa-technik.adfc.de/Ratgeber/Sitzen/
Eigentlich finde ich den Artikel nicht sooo klasse, aber der Teil zum Thema "Beckenaufrichtung" war für mich aufschlussreich.
Nicht die Rückenmuskulatur ist das eigentliche Problem, die kommen ja mit dem Radfahren, sondern die Gegenspieler vorne, damit Du das ganze stabil halten kannst, und Dir der Knick nicht nach hinten "weggeht". Blöderweise nicht das "Sixpack" sondern die tieferliegende Rumpfmuskulatur bis hin zum Beckenboden. Mein Arzt hatte mir Pilates verschrieben, da setzen die entsprechenden Übungen dort richtig an. "Superman" ist also eher die falsche Seite, bzw. deutlich die halbe Wahrheit. Situps/Crunches wären für mich naheliegend gewesen, gehen aber nicht tief genug, und sind sowieso je nach Ausführung und aktuellem Zustand schwer umstritten.
Auf jeden Fall würde ich während der Fahrt regelmässig mal den Rücken gerade machen und "durchbuckeln" damit das ganze nicht komplett statisch wird.

Und nein, in dem Bereich sollten auch keine dauernden Schmerzen aus der Muskulatur neben der Wirbelsäule kommen.

Daß Dehnungen nach dem Training nicht brachial an den Muskeln zerren sollen, sondern die Spannung rausnehmen, ist klar oder? Nach dem Radfahren vor allem auch die Beine (Oberschenkelvorderseite und den ganzen hinteren Strang.
 
AW: Gewöhnungssache?

Hallo FdJeux,

die angesprochenen und verlinkten Stabilitätsübungen sind nach meiner Meinung eher 0815 für einen sportlichen Menschen. (Ist nicht abwertend gemeint).

Eine etwas fortgeschrittenere/fordernde Übung wäre:
flach auf den Bauch legen; dann auf Unterarmen und Zehen gestützt den Körper waagrecht in der Schwebe halten (Hände und Unterarme sind flach aufgestützt); Kopf so halten, das der Hals die Verlängerung der Wirbelsäule darstellt (also gerade > hoffe, Ihr wisst was ich meine); Diese Haltung mind. ~60sec!! oder länger statisch halten -> darauf achten, dass der Lenden-/Bauchbereich nicht absinkt. Exakte Ausführung hilft mehr als zu verlängern! Dazu muß man die komplette Rumpfmuskulatur anspannen, um diese Stellung statisch halten zu können
Wen man erstmal lässig >1Minute diese Haltung ohne Schwanken beibehalten kann, kann man es sich etwas schwerer machen, indem man ein Gewicht auf den Lendenbereich legt -> hierbei ist wiederrum sehr wichtig, dass der Bauch-/Lendenbereich nicht einknickt.

Vor/Nach dem Radeln
In die Hocke gehen (Füße parallel zusammen/ Hintern zu Fersen) und mit den Armen nach vorne oben "ziehen" - Kopf nicht nach unten beugen; ist schwer zu beschreiben bzw. leichter zu zeigen --> jedenfalls sollte man die Spannung im ganzen Rücken von Schulter bis Hintern spüren!
[Wem diese Übung zusagt, kann/soll mich mal per PM anschreiben - ich werd' dann dazu noch etwas genauer eingehen.]

Während der Hocke sollen die Fersen auf dem Boden bleiben! - Tun sie dies nicht, ist das ganz nebenbei bemerkt schon mal ein Zeichen, das die Achillessehne an Dehnfähigkeit/Elastizität verloren hat!

MfG
KLR
 
AW: Gewöhnungssache?

Hallo FdJeux,

die angesprochenen und verlinkten Stabilitätsübungen sind nach meiner Meinung eher 0815 für einen sportlichen Menschen. (Ist nicht abwertend gemeint).

Genau, mach Klappmesser, bis die Schwarte kracht:devil:
Wenn Du in dem Bereich Schmerzen hast, geht mit Gewalt erstmal gar nichts, der "gemeine Sportliche Mensch" hat mit grosser Wahrscheinlichkeit irgendwo Trainingsdefizite/muskuläre Disbalancen.
Daß die beim Radfahren im Rumpf/Rückenbereich sitzen ist gar nicht schwer zu begreifen.
Fang mit den "0815" an, mach sie sauber, wenn sie wirklich langweilig sind, und die Muskeln nicht ansprechen, kannst Du immer noch steigern.
 
AW: Gewöhnungssache?

hab ich daraus die Schlussfolgerung gezogen: Die Biegung im unteren Rückenbereich, die ensteht wenn ich jetzt draufsitze, ist irgendwie zu hart, zu krass oder sonst was. ...
Ich achte drauf, daß ich genau diese Biegung nicht, bzw. nur im Sprint am Unterlenker habe. Auf keinen Fall in "Streckenschlag-Position".
Wenn ich soweit runtergehe, bzw. Spannung aufbaue, muss ich das auch halten können, damit es nicht nach hinten wegknickt.
Kannst Du in der Stadt super in der Vorbeifahrt an grossen Schaufenstern prüfen:D
 
AW: Gewöhnungssache?

Hast du auf beiden Rädern die gleiche Vorbaulänge?

Ich kann mich täuschen, aber der auf dem Cube wirkt kürzer.

Das könntest du auch noch anpassen, dann wirds wieder etwas gestreckter und wenn er ne Nummer länger wird ists auch kein Problem, wird das Lenken noch beruhigt.
 
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