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Der kurze Trainingsfragen Thread

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Re: Der kurze Trainingsfragen Thread
Hallo,

ich dachte heute es ist eine gute Idee mal vo2max Intervalle mit dem MTB zu fahren. Spoiler: Wars nicht!

Auf dem Rennrad hab ich Favero Pedale mit einer 165mm Kurbel auf dem MTB auch Faveros mit 175mm Kurbel. Beide vor dem fahren kalibriert

Ich bin die letzten Wochen ähnliche Intervalle gefahren (4x4min 105%) aber sowas wie heute hab ich noch nie erlebt, das dritte Intervall ist mir schon extrem schwer gefallen und beim Vierten musste ich abbrechen sonst wäre ich vom Rad gefallen und hätte mich übergeben. Die HF ist auch auf 97% HFmax hochgeschossen, normal komme ich so gut wie nie in diesen Bereich.

So einen Einbruch hatte ich noch nie, 300w auf dem MTB fühlen sich an wie 350w auf dem Rennrad. Kann das nur an der Sitzposition liegen? oder hatte ich einfach einen schlechten Tag? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
 
Das klingt für mich nach optimalem Trainingsreiz, solltest Du so weitermachen.
Ironie oder nicht? Die Frage habe ich mir ernsthaft gestellt. :) (nichts für ungut)

Tief gehen gehört natürlich zum Intervalltraining dazu, während ich früher auch vertreten habe so tief wie möglich zu gehen, würde ich heute sagen, dass man nur so hart fahren sollte, wie das mehrfach pro Woche wiederholbar ist. Im Zweifel würde ich dazu tendieren lieber 5% weniger in der einzelnen Einheit zu geben, das dafür, dann aber über Monate und Jahre fahren zu können. Das Motto wäre dann eher: Es kommt nicht auf die einzelne heroische Einheit an, sondern auf den immer wieder kehrenden Stimulus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ironie oder nicht? Die Frage habe ich mir ernsthaft gestellt. :) (nichts für ungut)
Nein, gar nicht. Ich fahre meine Intervalle immer so, dass die letzten Wiederholungen gerade noch so machbar sind. Fahre allerdings auch nur einmal die Woche Intervalle und das direkt zu Beginn, wenn ich nach einem Ruhetag frisch bin.
 
Hallo,

ich dachte heute es ist eine gute Idee mal vo2max Intervalle mit dem MTB zu fahren. Spoiler: Wars nicht!

Auf dem Rennrad hab ich Favero Pedale mit einer 165mm Kurbel auf dem MTB auch Faveros mit 175mm Kurbel. Beide vor dem fahren kalibriert

Ich bin die letzten Wochen ähnliche Intervalle gefahren (4x4min 105%) aber sowas wie heute hab ich noch nie erlebt, das dritte Intervall ist mir schon extrem schwer gefallen und beim Vierten musste ich abbrechen sonst wäre ich vom Rad gefallen und hätte mich übergeben. Die HF ist auch auf 97% HFmax hochgeschossen, normal komme ich so gut wie nie in diesen Bereich.

So einen Einbruch hatte ich noch nie, 300w auf dem MTB fühlen sich an wie 350w auf dem Rennrad. Kann das nur an der Sitzposition liegen? oder hatte ich einfach einen schlechten Tag? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Ich kann die Frage nicht direkt beantworten, aber ich habe bei mir mir ähnliches festgestellt. Auf dem Gravelbike kann ich nicht die Leistung treten wie auf dem Rennrad (schon sehr unterschiedliche Positionen bei mir).

Insofern habe ich für mich als plausible Gründe die Position, Steifheit und unterschiedliche Pedale + Schuhe als Gründe ausgemacht. Ist nicht empirisch, aber was andere könnte ich mir da auch nicht erklären (ist auch keine Tagesform). Macht etwas mehr als 10% Leistung bei mir aus.
 
Was meint Ihr konkret mit "Sitzposition"? Unterschiedliche Sitzhöhen, also niedriger auf MTB & Gravel? Das kann sich schon ordentlich auswirken, wenn die Beine sich nicht so strecken können wie sonst. Aber ansonsten bleibt bzgl. Position nur der Hüftwinkel (..letztlich das Resultat aus Sitzlänge und Überhöhung), und der sollte eigentlich bei jedem mehr Leistung ermöglichen, je offener er ist (..also auch auf dem Gravel oder MTB, da eher aufrechter). Eigentlich sollte niemand in tieferer Position mehr Leistung treten können, dann stimmt irgendwas nicht.
 
Auf dem Gravel sitze ich schon aufrechter und viel näher am Lenker.

Auf dem Gravel arbeite ich viel stärker aus dem quadrizeps - dieser ermüdet bei langen Touren auch stärker.

Auf dem Rennrad arbeitet der ganze Verbund inklusive Hüfte / Gesäß mehr mit. Der ganze Tritt fühlt sich „runder“ an.

Vielleicht passt das Rennrad besser zu meinen Proportionen (eher kurze Beine im
Verhältnis zum Oberkörper). Am Ende ist es mir aber garnicht so wichtig. Auf dem
Gravel fahre ich in der Regel eher landschaftliche Genuss Runden / Rad Reise.
 
Auf dem Gravel sitze ich schon aufrechter und viel näher am Lenker.
Wobei Ihr das mal nicht verallgemeinern solltet – meine Position auf dem Gravel ist formal aggressiver als auf meinem RR, inkl. aktuell 2,5 cm mehr Überhöhung. Auf dem Rennrad halt mehr aero-hoods, auf dem Gravel/im Gelände eigentlich immer mindestens ein kleiner Finger unterm STI…
 
Was meint Ihr konkret mit "Sitzposition"? Unterschiedliche Sitzhöhen, also niedriger auf MTB & Gravel? Das kann sich schon ordentlich auswirken, wenn die Beine sich nicht so strecken können wie sonst. Aber ansonsten bleibt bzgl. Position nur der Hüftwinkel (..letztlich das Resultat aus Sitzlänge und Überhöhung), und der sollte eigentlich bei jedem mehr Leistung ermöglichen, je offener er ist (..also auch auf dem Gravel oder MTB, da eher aufrechter). Eigentlich sollte niemand in tieferer Position mehr Leistung treten können, dann stimmt irgendwas nicht.

Offen oder aufrechter ist nicht automatisch besser. Je aufrechter, desto mehr wird die Oberkörpermuskulatur gefordert um Spannung auf die Kette Arme - Rumpf - Hüfte - Beine zu bekommen. Wenn man dann obenrum zu schwach ist, bekommt man den Druck einfach nicht in die Pedale.

Ich wechsle ständig zwischen Mtb, Gravel und Rennrad. Die unterschiedlichen Sitzpositionen und Kurbellängen spüre ich zwar, aber das führt zu keinen relevanten Leistungsdifferenzen.

50W klingt eher nach einer Kombination aus vielen Dingen. Ungewohnte Position, abweichende Powermeter, Tagesform, etc
 
Ich fahre sehr selten mit dem MTB, wahrscheinlich fühlt es sich daher so komisch an.

Sitzhöhe ist minimal tiefer wegen der längeren Kurbel, nur fühle ich mich absolut nicht wohl auf dem MTB, ich komme mir vor wie auf einem Hochrad, die Trittfrequenz könnte ich nicht beim besten Willen nicht schätzen weil es sich so unrund anfühlt, der Lenker müsste gefühlt 10-15cm Schmäler sein. Vom Bergabfahren rede ich gar nicht.

Wahrscheinlich war auch die Strecke ziemlich schlecht mit teilweise 18-20% Rampen, wo beim kräftigen treten das Vorderrad schon fast hoch kommt.

Aber ich denke ich bin einfach nicht fürs Gelände gebaut.
 
Auf dem Rennrad hab ich Favero Pedale mit einer 165mm Kurbel auf dem MTB auch Faveros mit 175mm Kurbel. Beide vor dem fahren kalibriert
Ist auch in den PM-Einstellungen die richtige Kurbellänge angegeben?
Drehmoment ist ja Kraft x Hebel und Kalibrieren kann man nur die Kraft, das andere muss fix eingestellt werden.
 
Ist auch in den PM-Einstellungen die richtige Kurbellänge angegeben?
Drehmoment ist ja Kraft x Hebel und Kalibrieren kann man nur die Kraft, das andere muss fix eingestellt werden.
Technischer Hinweis dazu:
Bei Garmin hat man den Längen Wert in den Einstellungen. Auch Favero hat den Wert in seiner App. Garmin sticht hier aber und würde immer den Wert der per App auf den Pedalen liegt überschreiben.
 
Sitzhöhe ist minimal tiefer wegen der längeren Kurbel ..

Das ist ja auch okay, bei Sitz-/Sattelhöhe meinte ich ab UT Kurbel/Pedal gemessen, also wie weit das Bein in die Streckung geht. Aber der nächste Punkt ist doch ein entscheidender Unterschied, "wegen der längeren Kurbel", 1 cm Unterschied les ich grad. Ergibt dann wiederum den geschlosseneren Hüftwinkel, von dem ich sprach, bzw. zumindest einen ergonomisch relevanten Unterschied. Der Fuß kommt Dir am oberen OT mal eben um 2 cm näher. Du schreibst dann ja ja noch ein paar andere Punkte, bezüglich der Strecke.. da sollte man natürlich eine ähnlich gleichmäßig zu fahrende Strecke nehmen, sonst wird's nicht sehr valide.
 
50W klingt eher nach einer Kombination aus vielen Dingen. Ungewohnte Position, abweichende Powermeter, Tagesform, etc
Kann es bei den Beinen und somit auch bei den Powermeter-Werten, wenn man einen einzelnen Kurbel-Powermeter verwendet, zwischen links und recht schon merkbare Unterschiede geben, z.b. weil man viel Fußball spielt oder gespielt hat und rechts mehr Kraft hat?
 
Kann es bei den Beinen und somit auch bei den Powermeter-Werten, wenn man einen einzelnen Kurbel-Powermeter verwendet, zwischen links und recht schon merkbare Unterschiede geben, z.b. weil man viel Fußball spielt oder gespielt hat und rechts mehr Kraft hat?
Bei einseitigen Powermetern wird ja einfach nur die Messung der linken Seite verdoppelt.

Wenn man weiß, ob das andere Bein mehr oder weniger tritt, kann man sich die Differenz einfach ausrechnen und dann entscheiden, ob es einen stört. Halte ich bei uns Hobbyluschen aber für vernachlässigbar.
 
Kann es bei den Beinen und somit auch bei den Powermeter-Werten, wenn man einen einzelnen Kurbel-Powermeter verwendet, zwischen links und recht schon merkbare Unterschiede geben, z.b. weil man viel Fußball spielt oder gespielt hat und rechts mehr Kraft hat?
Ja kann es. 48-52 ist nicht ungewöhnlich. Bei 200W sind das dann also direkt 96 und 104W. In Beispiel also verdoppelt dann 192 zu 200W real.
Absolut gesehen ist das ärgerlich aber relativ irrelevant, da alle deine Trainingswerte immer den gleichen Fehler enthalten. (Wenn man davon ausgeht, dass man durchschnittlich 48/53 tritt.
 
Absolut gesehen ist das ärgerlich aber relativ irrelevant, da alle deine Trainingswerte immer den gleichen Fehler enthalten. (Wenn man davon ausgeht, dass man durchschnittlich 48/53 tritt.
Falls man die auch immer tritt.
Hört doch mit den einseitigen auf… ;-)

Bei mir ändert sich die L/R Verteilung mit der Leistung manchmal (bei Vorermüdung) von endurance: 54:46 über Z2: 52:48, Schwelle: 50:50, kurz darüber: 48:52 … zu Sprint: 53:47 :-o

Liegt an Unfall/Knieschaden/Training – aber der Unfall ist 3,5 Jahre her und die meistenviele hier werden irgendwelche Verletzungshistorien haben 🤷‍♂️
 
Liegt an Unfall/Knieschaden/Training – aber der Unfall ist 3,5 Jahre her und die meistenviele hier werden irgendwelche Verletzungshistorien haben

Ja, nach einem Oberschenkelhalsbruch links vor 15 Jahren hatte ich auch Dysbalancen, paar mm verkürztes Bein.. der Lifehack war, den Oberschenkelhals auch rechts zu brechen, nun ist wieder alles symmetrisch! 🥰
 
Bei einseitigen Powermetern wird ja einfach nur die Messung der linken Seite verdoppelt.

Wenn man weiß, ob das andere Bein mehr oder weniger tritt, kann man sich die Differenz einfach ausrechnen und dann entscheiden, ob es einen stört. Halte ich bei uns Hobbyluschen aber für vernachlässigbar.
Klar, mein eigentlich Punkt ist nicht, ob dann der Wert "in Wahrheit" etwas höher oder niedriger ist, sondern meine Idee war eher, dass man vlt. auf Rad 1 einen anderen Wert als auf Rad 2 hat, weil die auf der jeweils anderen Seite den Powermeter haben ;)

@pfrodl : also, wenn es am Ende 200W statt reale 192W oder umgekehrt sind, also nicht mal 5% Abweichung, dann ist das ja eh nicht so relevant.
 
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