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Der kurze Trainingsfragen Thread

Also doof gefragt: Wenn ich jetzt vormittags ne halbe-dreiviertel Stunde Zeit hab und ein paar Hanteln hebe, Kniebeugen und Situps mache plus Oberschenkel- und Nackenmuskeln dehne, und dann fahre ich von 16 bis 19 Uhr Rennrad, weil ich unerwartet etwas Zeit hab und zudem für den nächsten Tag Regen angesagt ist: Verpuffen große Teile des KT dann? Oder ist es halt lediglich nicht optimal?

Und wie lang sollten die KT-Einheiten sein? Bringt es auch genug, wenn ich 3-4x die Woche was mache, aber dann auch mal nur 10-20 Min, zb in einer kurzen Pause beim Homeoffice oder nach/vor der Arbeit 20-30Min? Oder lieber 1x die Woche, dann aber 1-2 Stunden?
Da die gleichen Signalwege benutzt werden blockieren sich diese gegenseitig - es sind dadurch (deutlich) geringere Anpassungen zu erwarten. In Bezug auf Ausdauer wird in der Literatur häufig ein Zeitfenster von 6h genannt, in Bezug auf die Vo2max sogar 24h.
10 Uhr und 16 Uhr könnte also ein vertretbarer Weg sein.

Für eine optimale Kraftentwicklung solltest Du zumindest 3' Satzpause machen, da sind 10-20' nicht zielführend. Aber: In 40-50' kann man durchaus ein vernünftiges KT absolvieren. Von 2h würde ich abraten, das ist zu lange.
 

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Re: Der kurze Trainingsfragen Thread
Ich bin aufjedenfall KT-Affin und würde das Thema auch gerne ganzjährig weiter betreiben. Ich denke, dann bleibt mir fast nur eine Einheit Radfahren zu Opfern :(

Prinzipiell würde ich dann bei den Kniebeugen eher auf schwer und wenige Wiederholungen gehen und nicht zu viele Sätze, damit die Regeneration kurz gehalten wird - korrekt?
Wenn Du sicher bist, dass die Technik sauber ist und Du wenig Zeit inverstieren möchtest, würde ich 3-4 Sätze: Kniebeugen (4), Kreuzheben (4), Ausfallschritte (3) empfehlen. Als erste Übung im Wechsel KB und KH abwechseln.
Wiederholungszahl variiert je nach Saisonphase zwischen 3 und 15. Wenn keine Fortschritte mehr erzielt werden die Übungen wechseln bzw mit Assistenzübungen arbeiten.
 
Also doof gefragt: Wenn ich jetzt vormittags ne halbe-dreiviertel Stunde Zeit hab und ein paar Hanteln hebe, Kniebeugen und Situps mache plus Oberschenkel- und Nackenmuskeln dehne, und dann fahre ich von 16 bis 19 Uhr Rennrad, ..

Doof geantwortet: Ich kenn da einen, der ist als Dachdecker-Geselle ziemlich guter Radsportler. Ich glaube nicht, dass der mit seinem Chef jeden morgen durchspricht, ob er heute Dachpfannen heben sollte, wegen Training am Abend.

Manchmal nicht zu verkopft sein.
 
Doof geantwortet: Ich kenn da einen, der ist als Dachdecker-Geselle ziemlich guter Radsportler. Ich glaube nicht, dass der mit seinem Chef jeden morgen durchspricht, ob er heute Dachpfannen heben sollte, wegen Training am Abend.
ja gut, aber vlt. wäre er noch besser bzw. im Frühjahr bei den Grundlagen schneller gut, wenn er nicht so viel Dachpfannen schleppen müsste ;)
Manchmal nicht zu verkopft sein.
Das sowieso. Aber FALLS es jetzt so wäre, dass man sich ein KT auch gleich ganz sparen könnte, wenn man nicht mind. zb 12h Pause danach hat, dann würd ich die Sache halt auch entsprechend planen, wenn ich die Möglichkeit dazu habe.
 
Da die gleichen Signalwege benutzt werden blockieren sich diese gegenseitig - es sind dadurch (deutlich) geringere Anpassungen zu erwarten.
Naja, aber dann nimmt man doch zumindest die "deutlich geringeren Anpassungen" mit, als überhaupt keine wenn man auf eins von beiden verzichtet 🤷🏻‍♂️

Wenn ich z.B. zeitbedingt beides nur in ein workout packen kann, dann wäre es doch die bessere Wahl um zumindest maintaining zu betreiben bzw. beim Weglassen des KTs mich später nicht wieder mit dem Muskelkater "befassen" zu müssen usw. 🤔

Sofern man damit nicht direkt Schaden anrichtet, dann wäre ja schon der geringste Nutzen so gesehen ein Gewinn.

Es versteht sich von selbst dass das Kraft und Radtraining hintereinander für Ausnahmefälle gelten soll!
 
Man muss hier auch echt mal bissl unterscheiden, und die Kirche im Dorf lassen; es macht einen Unterschied, ob ich als Radsportler meine nicht vorhandenen Kraftmuskeln mal ein bisschen in Wallung bringe, oder ob ein Zehnkämpfer sich seinen Trainingsplan mit Blick auf Olympia zurechtlegen muss. Für letztere Fraktion sind solche Studien und Überlegungen im Übrigen gedacht, nicht für uns Lauch(s/e). 😉
 
Man muss hier auch echt mal bissl unterscheiden, und die Kirche im Dorf lassen; es macht einen Unterschied, ob ich als Radsportler meine nicht vorhandenen Kraftmuskeln mal ein bisschen in Wallung bringe, oder ob ein Zehnkämpfer sich seinen Trainingsplan mit Blick auf Olympia zurechtlegen muss. Für letztere Fraktion sind solche Studien und Überlegungen im Übrigen gedacht, nicht für uns Lauch(s/e). 😉
Wo ist denn da genau der Unterschied und warum gelten für die Kategorie Lauch andere Signalwege? :-)
 
Ich kann nur sagen, dass ich nach 1 h KT mit z.B. je 3...4 sets 4...8 Wiederholungen rum. KH, Beinpresse, Beinstrecker, hip thrust, alle Übungen einbeinig (plus ein bisschen Oberkörper dazwischen) und Gewichten, dass ich bei RPE 8...9 (noch 1–2 WH möglich) – letztlich so neurochemisch/ZNS-müde bin, dass ich an dem Tag gar kein Rad mehr fahren will;-)
Mit ziemlich viel (flexibler) Arbeit und Familie gebe ich aber auch gerne einen "harten Tag auf dem Rad" dafür her, ist es mir bzgl. Radfahren und Gesundheit wert.

Für den Herbst plane ich aber explizit etwas Hypertrophie (insbes. re. quad) zu machen, da muss ich mal sehen ob ich das anders/zusätzlich eingebaut bekomme;-)
 
Wo ist denn da genau der Unterschied und warum gelten für die Kategorie Lauch andere Signalwege? :-)

Dadurch, dass wir weiter von unserer Kapazitätsgrenze entfernt sind, ist die Interferenz irrelevant klein. Insbesondere bei der in der Ausgangsfrage beschriebenen zeitlichen Abfolge: Morgens zu Spätnachmittags/Abends. Wir reden hier nicht von sowas wie "Koppeltraining".
 
Naja, aber dann nimmt man doch zumindest die "deutlich geringeren Anpassungen" mit, als überhaupt keine wenn man auf eins von beiden verzichtet 🤷🏻‍♂️

Wenn ich z.B. zeitbedingt beides nur in ein workout packen kann, dann wäre es doch die bessere Wahl um zumindest maintaining zu betreiben bzw. beim Weglassen des KTs mich später nicht wieder mit dem Muskelkater "befassen" zu müssen usw. 🤔

Sofern man damit nicht direkt Schaden anrichtet, dann wäre ja schon der geringste Nutzen so gesehen ein Gewinn.

Es versteht sich von selbst dass das Kraft und Radtraining hintereinander für Ausnahmefälle gelten soll!
"Deutlich geringer" ist eine wissenschaftliche Formulierung ... flapsig gesagt, kannst Du es dann auch sein lassen. Wenn ich es morgens gar nicht hinbekomme würde ich abwägen (sportliche Performance = Rad, Gesundheit = 1-2x Kraft, jedenfalls wenn grds wenig Zeit für Sport zur Verfügung steht). Besser wäre einmal in der Woche morgens Ausdauer und abends Kraft. Das gesagt machen (erwähnte ich das schon?) meine Elite Fahrer häufig 1x/Woche nur Kraft und kein Rad, die fahren aber dennoch 5x/Woche Rad.

Bezogen waren die Ausführungen auf Ausdauer vor Kraft (kaum/keine Entwicklung). Andersrum kann man sehr wohl Schaden anrichten. Bei Kraft vor Ausdauer droht Proteinkatabolismus.
Hinzu kommt, dass einige Quellen mittlerweile auch negative Ausdaueranpassungen vermuten (meines Wissens nach aber noch nicht bewiesen)
 
Dadurch, dass wir weiter von unserer Kapazitätsgrenze entfernt sind, ist die Interferenz irrelevant klein. Insbesondere bei der in der Ausgangsfrage beschriebenen zeitlichen Abfolge: Morgens zu Spätnachmittags/Abends. Wir reden hier nicht von sowas wie "Koppeltraining".
Danke dir, will nicht nerven, aber warum sollte die Interferenz da kleiner sein?
Bin kein Sportwissenschaftler, aber grade bei nicht so gut trainierten Athleten (Kraft), die nur 1-2 mal pro Woche Krafttraining machen, müsste sie doch eher größer sein.

Wie oben auch geschrieben, wenn ich Lauch zweimal die Woche die Klassiker Kreuzheben, Kniebeugen (ein und beidbeinig) oder an den Geräten Beinpresse, Beuger/Strecker mache, ist der Impact doch massiv. Geht ja nicht um 15 min Stabi, sondern um Krafttraining mit entsprechendem Gewicht.

Wenn es keine andere Möglichkeit gibt, dann macht man halt Krafttraining und Ausdauer an einem Tag, bin ich ja dabei. Aber wenn man's trennen kann, ist es doch immer besser, das zutun.

Noch dazu, wenn für uns Hobbyfahrer noch ein entsprechender Arbeitstag dazwischen liegt.
 
Danke dir, will nicht nerven, aber warum sollte die Interferenz da kleiner sein?
Bin kein Sportwissenschaftler, aber grade bei nicht so gut trainierten Athleten (Kraft), die nur 1-2 mal pro Woche Krafttraining machen, müsste sie doch eher größer sein.

Viele hier neigen dazu, sich bei einer simplen Fragestellung immer weiter reinzuvertiefen, Studien hervorzukramen, Extremfälle auszudiskutieren. Ich wiederum rate dazu, sich manchmal wieder auf die eigentliche Ausgangsfrage zurückzubesinnen, daher mein "Kirche im Dorf lassen" und der Vergleich mit dem Zehnkämpfer oder Dachdecker.

Hier nochmal die Ausgangsfrage: "Also doof gefragt: Wenn ich jetzt vormittags ne halbe-dreiviertel Stunde Zeit hab und ein paar Hanteln hebe, Kniebeugen und Situps mache plus Oberschenkel- und Nackenmuskeln dehne, und dann fahre ich von 16 bis 19 Uhr Rennrad, weil ich unerwartet etwas Zeit hab und zudem für den nächsten Tag Regen angesagt ist: Verpuffen große Teile des KT dann?"

Merkt man es jetzt nicht selbst, in was hier manche zwischenzeitlich reingeraten sind? Manchmal frage ich mich, was heuer bedenklicher ist, die gestellten Fragen, oder die (toll wissenschaftlich klingenden) oberkomplexen Antworten, die auf einfachste Sachverhalte gegeben werden.

Manchmal lohnt es sich, sich viele komplexe Gedanken zu machen, aber in manchen Fällen eben auch nicht.

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Viele hier neigen dazu, sich bei einer simplen Fragestellung immer weiter reinzuvertiefen, Studien hervorzukramen, Extremfälle auszudiskutieren. Ich wiederum rate dazu, sich manchmal wieder auf die eigentliche Ausgangsfrage zurückzubesinnen, daher mein "Kirche im Dorf lassen" und der Vergleich mit dem Zehnkämpfer oder Dachdecker.
(...)
Manchmal lohnt es sich, sich viele komplexe Gedanken zu machen, aber in manchen Fällen eben auch nicht.

Bin da komplett bei dir - frage mich auch hier und da ob den Leuten klar ist, das wir hier nur ein paar Stunden Bewegung diskutieren - nichts weltbewegendes =)

Auf der anderen Seite nehme ich aus den Diskussionen (und auch Studienlagen) immer wieder wissen mit - was mir für meine regelmäßigen "Trainings" Input gibt 🤷‍♀️

Also gerne über Trivialitäten diskutieren - aber da ganze wiederum nicht zu ernst nehmen - das wichtigste ist doch: man hat ein erfülltest Leben. "Ui heute kann ich bei 25Grad nicht mit meinen Kumpels Radfahren gehen, weil ich heute morgen 20 Situps gemacht haben" ist wohl der falsche Ansatz 🤗

Wenn man aber seine regelmäßigen Trainings aufgrund der hiesigen Diskussion anders plant - und dadurch größere Fortschritte erzielt - ist dies doch fein.
 
Viele hier neigen dazu, sich bei einer simplen Fragestellung immer weiter reinzuvertiefen, Studien hervorzukramen, Extremfälle auszudiskutieren. Ich wiederum rate dazu, sich manchmal wieder auf die eigentliche Ausgangsfrage zurückzubesinnen, daher mein "Kirche im Dorf lassen" und der Vergleich mit dem Zehnkämpfer oder Dachdecker.

Hier nochmal die Ausgangsfrage: "Also doof gefragt: Wenn ich jetzt vormittags ne halbe-dreiviertel Stunde Zeit hab und ein paar Hanteln hebe, Kniebeugen und Situps mache plus Oberschenkel- und Nackenmuskeln dehne, und dann fahre ich von 16 bis 19 Uhr Rennrad, weil ich unerwartet etwas Zeit hab und zudem für den nächsten Tag Regen angesagt ist: Verpuffen große Teile des KT dann?"

Merkt man es jetzt nicht selbst, in was hier manche zwischenzeitlich reingeraten sind? Manchmal frage ich mich, was heuer bedenklicher ist, die gestellten Fragen, oder die (toll wissenschaftlich klingenden) oberkomplexen Antworten, die auf einfachste Sachverhalte gegeben werden.

Manchmal lohnt es sich, sich viele komplexe Gedanken zu machen, aber in manchen Fällen eben auch nicht.

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Okay, passt, agree to disagree.
Aus deiner Sicht neigen hier viele dazu, Dinge zu wissenschaftlich zu sehen.
Andererseits neigst du vielleicht auch dazu, Dinge zu stoisch zu vereinfachen und einen genau gegensätzlichen Weg zu zeigen.
Nur food for thought, kann das selbst gut einordnen :-).

Und nochmal zur Ausgangsfrage zurück: klar, wenn du nur einen Tag hast, mach Kraft und geh Radfahren, macht ja auch Spaß. Ist der Effekt optimal? Vermutlich nein, ist trotzdem schön 3 Stunden aufm Hobel zu sitzen :-). Bin hier wieder raus.
 
Ist halt total individuell, ob es einem reicht nur Rad zu fahren oder ob man eben mit (logischerweise) begrenztem Zeitbudget das Optimum rausholen möchte. Insofern helfen deine letzten Antworten hier keinem @Teutone

Nur weil es dir egal ist ob KT iVm Ausdauertraining vlt nicht optimal "funktioniert" gilt das nicht für alle und dann Leute in die Ecke "wisst ihr eig wo ihr hier reingeraten seid" zu stellen... Vereinfacht gesagt: Man muss nicht zu allem immer etwas schreiben 🫠
 
Nur weil es dir egal ist ob KT iVm Ausdauertraining vlt nicht optimal "funktioniert" gilt das nicht für alle und dann Leute in die Ecke "wisst ihr eig wo ihr hier reingeraten seid" zu stellen... Vereinfacht gesagt: Man muss nicht zu allem immer etwas schreiben 🫠
Ebend. Es geht nur darum, dass immer weniger die eigentlichen Fragen (sinnvoll) beantwortet werden, sondern immer mehr geschrieben wird, was man alles so weiß. Da darf man auch mal sagen, "Hallo?? Er wollte ein paar Situps machen und Abends ne Runde radeln, weil morgen Regen!".
 
was heisst schon „sinnvoll“? Wenn hier gefragt wird, und die Antwort ist, Ausdauer nach Kraft ist ungünstig, dann heisst das ja nicht, dass man das nicht trotzdem
machen kann. Aber ich finde es total hilfreich, wenn die „wissenden“ halt hier teilen, warum das evtl. nichts bringt, dann muss man sich nicht wundern, wenn man nicht wie erhofft vorankommt.
In dem Fall oben wäre es ja dann sinnvoller gewesen, die 3h bei schönem Wetter zu fahren und das KT dann auf den Regentag zu verschieben. Wenn man das weiss, hat man ja mehr davon.
 
was heisst schon „sinnvoll“? Wenn hier gefragt wird, und die Antwort ist, Ausdauer nach Kraft ist ungünstig, dann heisst das ja nicht, dass man das nicht trotzdem
machen kann. Aber ich finde es total hilfreich, wenn die „wissenden“ halt hier teilen, warum das evtl. nichts bringt, dann muss man sich nicht wundern, wenn man nicht wie erhofft vorankommt.
In dem Fall oben wäre es ja dann sinnvoller gewesen, die 3h bei schönem Wetter zu fahren und das KT dann auf den Regentag zu verschieben. Wenn man das weiss, hat man ja mehr davon.
Genau das trifft es!

Manchmal ist es einfach auch spannend mit einer gewissen Akribie rund ums Training zu planen, selbst wenn man diese nie in der Praxis zu 100% ausleben kann. Man muss es als einen Mix sehen: Interesse an der Theorie, Spaß am ausprobieren in der Praxis, Freude am lernen und am Ende kommt es vielleicht trotzdem komplett anders. So ist das als Hobby Sportler nun einmal, aber man hat einfach seinen Spaß daran, so ein bisschen wie ein Profi zu trainieren, zumindest in seiner Vorstellung :D

Und am Ende geht's doch für die meisten irgendwo um den maximalen Spaß (der auch von hoher Leistung kommen kann).

I
 
Hier nochmal die Ausgangsfrage: "Also doof gefragt: Wenn ich jetzt vormittags ne halbe-dreiviertel Stunde Zeit hab und ein paar Hanteln hebe, Kniebeugen und Situps mache plus Oberschenkel- und Nackenmuskeln dehne, und dann fahre ich von 16 bis 19 Uhr Rennrad, weil ich unerwartet etwas Zeit hab und zudem für den nächsten Tag Regen angesagt ist: Verpuffen große Teile des KT dann?"

Merkt man es jetzt nicht selbst, in was hier manche zwischenzeitlich reingeraten sind? Manchmal frage ich mich, was heuer bedenklicher ist, die gestellten Fragen, oder die (toll wissenschaftlich klingenden) oberkomplexen Antworten, die auf einfachste Sachverhalte gegeben werden.
Meine Frage war bewusst übertrieben formuliert. zB fahre ich gar keine Rennen.... ;)

Ich wollte nur wissen, nachdem ich den Hinweis wegen der Pause zwischen KT und Ausdauer gelesen hatte, ob bestimmte Dinge selbst auf Hobbyniveau verpuffen können oder ob es dabei eher um hochambitionierte Sportler geht, die unbedingt "optimal" unterwegs sein wollen.

Denn egal ob Hobby oder Pro: Wer will denn bitte NICHT vermeiden, seine Zeit mit KT zu verschwenden, falls es am Ende vielleicht kaum was oder gar nichts bringt? Das wäre ja auch total einfach umzusetzen und hat bei weitem noch nichts mit irgendeinem nerdigen, übertriebenen Trainingsplan zu tun: FALLS "Fahren nach KT" auch fürs Hobbylevel keine gute Idee ist, dann macht man halt an den 1-2 Tagen die Woche sein KT, an denen man (z.B wegen Zeit oder Wetter) weiß, dass man frühestens am nächsten Tag mal länger Radfährt. Das ist alles, simple Sache.

Ich selber hab zB keine Trainingspläne. Ich mache nur 1-2 Tage Pause, wenn ich von einer Tour Muskelkater hab. Ansonsten fahr ich einfach, wenn ich Zeit und Lust hab plus das Wetter passt, und dann je nach Zeit mal nur ne Stunde, mal 3-4. Aber zu wissen, dass es vielleicht keinen Sinn macht, in der Mittagspause etwas KT zu machen, wenn man sowieso dann ab 16 Uhr 2-3 oder auch 4 Stunden auf dem Rad sitzt, ist doch nicht verkehrt.
 
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