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Das Corona Virus hat 2020 den Radsport erreicht!

Fe der Bergfloh

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Die weiter Oben zitierte Simulation (Publikation) ist auch neu.
OK. Die Studie müsste man vielleicht genauer anschauen. Mir erscheint das dort gesagte, das Abstände noch über die 1,5m bis 2m hinaus gehen sollten überzogen. So wie ich es verstehe wird dort wie bei einem Aerotest analysiert, womit potenziell außer Acht gelassen wird, dass sich die Aerosole verteilen, durch Luftbewegungen die Viren quasi verteilt werden.
 

ronde2009

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Dr. Bergfloh, bevor wir jetzt in einen Expertenstreit ausarten habe ich noch mal den Focus verlinkt. Ich würde grundsätzlich den neuesten Stand von Experten und nicht von Sportmedizinern abfragen. Und dann konservativ argumentieren. mehr ist von mir nicht zu erwarten. Ich befürchte sowieso, das nach Ostern die Verwaltungsbeamten und Kinder wieder in ihre Büros /Schulen geschickt werden sollen. Dann bekämen wir die 2. perfekte Welle und müssten über Sport dieses Jahr gar nicht mehr sprechen..
 

pjotr

Radprofi, gefangen im Körper einer Hobbylusche
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Selbst wenn das Ansteckungsrisiko im Windschatten eher gering sein sollt: Ein Horde Radprofis, die nach einer mehrstündigen Etappe am Leistungslimit auf einer Bergankunft ankommt und dort von Dutzenden Helfern und Journalisten in Empfang genommen wird, ist wahrscheinlich schon allein wegen der Anfälligkeit des Körpers nach Höchstleistungen ("Open Window" Phänomen) einem besonderen Risiko ausgesetzt.
 

arno¹

die erde ist eine scheibe
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alle schön kalibriert, odr

:)
 

ronde2009

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Wir haben das ausführlich diskutiert. Ich finde, es ist nicht zu erwarten das ein Organisator von sich aus sagt wir geben das auf. Im Gegenteil, der verhandelt und agiert medienwirksam. Im Moment machen die Politiker Vorgaben bis Anfang August. Also sind wir jetzt bei Ende August.
Ich würde es auch gerne sehen aber es ist unkalkulierbar in Frankreich solange die Regierung keine Lockerung kommuniziert. Ist so wie in der NFL.
Was aber jetzt gemacht wird sind Events auf Zwift damit die Rennsportler und die Sponsoren nicht vollends kapitulieren. Ich finde es deshalb auch besser was auf Zwift zu veranstalten und mit den Fans zu interagieren und zu kommunizieren als rum zu jammern. Ich habe aber auch noch keinen Smarttrainer und finde Zwift auch nicht interessant.
Mit der virtuellen Radbundesliga wird das Beste aus den derzeitigen Bedingungen gemacht. Der Kneesi sucht noch einen, der einen Smarttrainer für einen Jungen Fahrer im Bonner raum hat. Der brauch einen auf dem er starten könnte. Irgendeiner einen zum Ausleihen?
 

arno¹

die erde ist eine scheibe
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zum ausleihen hätte ich nen tacx neo von anfang 2019

ich müsste nur meine frau überzeugen, dass sie doch besser mit ihrem echten rad fährt. dafür wäre eine art amtliches schreiben hilfreich

:rolleyes:

ich selber nutz das ding halt nicht, aber diskussion mit meiner frau könnte besser mit dem hinweis auf was offizielles gehen ...

20200220_083340.jpg
 

pjotr

Radprofi, gefangen im Körper einer Hobbylusche
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Hier mal eine Experten-Meinung die bestätigt, was dieser erlesene Kreis von Fachleuten eh schon wusste

Würden die Terminepläne der Tour realisiert, würde das Finale in Paris zusammenfallen, mit den French Open, die ja auch auf den September verschoben werden sollen.
Großartige Idee zwei solche Großveranstaltungen in einer Stadt.
 

bergdoc

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Ab und zu ist es auch für mich als Handelnder im Gesundheitssystem ein Faktemcheck wichtig und man sollte auch Prioritätetn setzen:
-Corona ist hoch ansteckend über die Atemwege, mit zunehmenden Abstand 1,5-.2 Meter geringer, im Sport kann die Ausatem-Wolke deutlich weiter wirken als potentielle Ansteckungsquelle. Kirchen-Chor in Seattle hatte trotz eigenen Notenblättern +Desinfektion 45/60 positiv, 3 Intensiv, " Tote.
- Infektiöse mit hoher Virenlast sind im Sport nicht zu erwarten, eher asymptomatische Träger mit wenig Viruslast. Beispiel Ischgl wird zur Hochburg, hat aber geringe Todesraten, jung, eher fit... Gegenbeispiel, viele eher fitte Pflegende und Ärzte sterben in Problemländern, da sie mit hohen Dosen (oft nicht optimal geschützt) in Kontakt treten durch die tatsächlich Kranken . in der Arbeitssituation zusätzlich selber gestresst sind und man dann von Risikopatienten sprechen kann.
Es wäre tatsächlich mMn möglich den Spitzen-Sport mit Einschränkung der Zuschauerzahlen durchzuführen.
Die Problematik mit Testung will ich jetzt nicht vertiefen, aber gerade im Radsport könnte man den Blutpass erweitern um einen Covid 19-Abschnitt. Von den Kosten und Bereitstellung Ressourcen her wäre das aber nur vertretbar für Tour, Premier League oder Bundesliga. TV- Gelder stünden bereit- wer sehnt sich nicht danach vor der Glotz die Größen im Sport wieder zu sehen-also die Hand-und Fußballer fehlen mir auch, aber einen Klassiker oder die Tour zu sehen nach eigener Radtour ist für mich wie eine Meditation☺
 

hle

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Selbst wenn das Ansteckungsrisiko im Windschatten eher gering sein sollt: Ein Horde Radprofis, die nach einer mehrstündigen Etappe am Leistungslimit auf einer Bergankunft ankommt und dort von Dutzenden Helfern und Journalisten in Empfang genommen wird, ist wahrscheinlich schon allein wegen der Anfälligkeit des Körpers nach Höchstleistungen ("Open Window" Phänomen) einem besonderen Risiko ausgesetzt.
Glauben Sie wirklich, dass von den Teilnehmern keiner vorher eine COVID-Infizierung durchgemacht hat? Wenn die TdF stattfindet, dann wäre diesmal meinerseits das Interesse hoch, über welch wundersame Wege die Sportler sich vollkommen unerwartet Covid-19 in der Vorbereitung zur TdF eingefangen haben. Radfahren ist doch bei TdF nur noch Nebensache, die wundersamen Geschichten über Leistungssteigerungen und Comebacks nach Zusammnebruch am Vortag etc. sind doch inzwischen die Highlights, warum man TdF verfolgt. Wenn die TdF stattfindet, dann haben alle Fahrer Covid-19 schon gehabt, da bin ich mir relativ sicher.
 

ronde2009

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Ab und zu ist es auch für mich als Handelnder im Gesundheitssystem ein Faktemcheck wichtig und man sollte auch Prioritätetn setzen:
-Corona ist hoch ansteckend über die Atemwege, mit zunehmenden Abstand 1,5-.2 Meter geringer, im Sport kann die Ausatem-Wolke deutlich weiter wirken als potentielle Ansteckungsquelle. Kirchen-Chor in Seattle hatte trotz eigenen Notenblättern +Desinfektion 45/60 positiv, 3 Intensiv, " Tote.
- Infektiöse mit hoher Virenlast sind im Sport nicht zu erwarten, eher asymptomatische Träger mit wenig Viruslast. Beispiel Ischgl wird zur Hochburg, hat aber geringe Todesraten, jung, eher fit... Gegenbeispiel, viele eher fitte Pflegende und Ärzte sterben in Problemländern, da sie mit hohen Dosen (oft nicht optimal geschützt) in Kontakt treten durch die tatsächlich Kranken . in der Arbeitssituation zusätzlich selber gestresst sind und man dann von Risikopatienten sprechen kann.
Es wäre tatsächlich mMn möglich den Spitzen-Sport mit Einschränkung der Zuschauerzahlen durchzuführen.
Die Problematik mit Testung will ich jetzt nicht vertiefen, aber gerade im Radsport könnte man den Blutpass erweitern um einen Covid 19-Abschnitt. Von den Kosten und Bereitstellung Ressourcen her wäre das aber nur vertretbar für Tour, Premier League oder Bundesliga. TV- Gelder stünden bereit- wer sehnt sich nicht danach vor der Glotz die Größen im Sport wieder zu sehen-also die Hand-und Fußballer fehlen mir auch, aber einen Klassiker oder die Tour zu sehen nach eigener Radtour ist für mich wie eine Meditation☺
Ja, genau. Ein Paar Beiträge vorher hatte ich schon darauf hingewiesen, das eine Durchführung der TDF ohne Zuschaueraufläufe wahrscheinlich der praktikabelste Weg für dieses Jahr ist. Deshalb solle Prudhomme sich auf das zurückrudern vorbereiten. Er hatte ja verkündet es werde keine Geistertour geben. Das ist aber auch im August kaum zu sehen. (#Oktoberfest-die Absage kommt bald)
Ich wußte gar nicht, das DU auch meditierst? Respekt und welcome back.
 

pjotr

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Warum es aus wirtschaftlichen gründen keine Tour ohne Zuschauer geben wird, wurde hier schon mehrfach ausgeführt, an den Argumenten hat sich nix geändert, auch nicht durch den verständlichen Wumsch einzelner, wieder Radsport im Fernsehen zu gucken :D

PS: Bei Schalke 04 ist die Exisitenz des Vereins gefährdet.
 

Liebertson

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Leicht OT, aber ich finde es bemerkenswert (wieder mal), wie sich der bundesweite Zusammenschluss der Fanszenen geäußert hat.

Auszug für die Lesefaulen:
[...] Die Wiederaufnahme des Fußballs, auch in Form von Geisterspielen, ist in der aktuellen Situation nicht vertretbar – schon gar nicht unter dem Deckmantel der gesellschaftlichen Verantwortung. Eine baldige Fortsetzung der Saison wäre blanker Hohn gegenüber dem Rest der Gesellschaft und insbesondere all denjenigen, die sich in der Corona-Krise wirklich gesellschaftsdienlich engagieren. Der Profifußball ist längst krank genug und gehört weiterhin in Quarantäne.


Wir vertreten die klare Position, dass es keine Lex Bundesliga geben darf. Fußball hat in Deutschland eine herausgehobene Bedeutung, systemrelevant ist er jedoch ganz sicher nicht. Beschränkungen, die für vergleichbare Bereiche der Sport- und Unterhaltungsindustrie gelten, müssen auch im Fußball Anwendung finden. In einer Zeit, in der wir alle sehr massive Einschränkungen unserer Grundrechte im Sinne des Gemeinwohls hinnehmen, ist an einen Spielbetrieb der Bundesligen nicht zu denken. Wenn seit Wochen über einen Mangel an Kapazitäten bei CoVid-19-Tests berichtet wird, ist die Idee, Fußballspieler in einer extrem hohen Taktung auf das Virus zu untersuchen, schlicht absurd. Ganz zu schweigen von der Praxis eines Fußballspiels mit Zweikämpfen, eines normalen Trainingsbetriebes in Zeiten von Versammlungsverboten und eines gemeinsamen Verfolgens potenzieller Geisterspiele durch Fans.

[...]

Der ganze Brief (auch auf xfach anderen Fanseiten verfügbar):
 
Zuletzt bearbeitet:

pjotr

Radprofi, gefangen im Körper einer Hobbylusche
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Ich glaube ich habe es hier schon einmal geschrieben: Würde man Sonderrechte für den Profi-Fußball schaffen, hätte das eine Klagewelle von anderen (Profi-)Sportvereinen und Unternehmen zur Folge, die weiterhin mit Auflagen, Unterbrechung des Wettkampfbetriebs und Betriebseinschränkungen leben müssten.
Eine Sonderbehandlung des Profifußballs könnte man nur begründen, wenn man dem Fußball irgendeine ganz herausgehobene gesellschaftliche Funktion zubilligt, die andere Sportarten nicht haben. Ich bin zwar kein Jurist, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass so einer völlig Schwachsinns-Argumenation Gerichte in ganz Deutschland folgen werden.
Ich gehe aber davon aus, dass die Politik zwar zur "Seelenmassage des Volkes am Stammtisch" ein bisschen mit Sonderrechten für den Profi-Fußball kokettieren wird, wegen der juristischen Risiken aber letztlich darauf verzichtet. Jetzt wird nur noch einer gesucht, der der Öffentlichkeit beibringt, dass Sonderrechte für die Rasen-Kasper juristisch große Risiken birgt. Gut wäre z.B. in einem Zeitungsinterview eines bedeutenden Verfassungsrechtlers. Dann kann die Politik sagen: Wir hätten dem Volk ja gerne das grüne Opium gegeben, wir dürfen aber nicht.
 

Liebertson

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Ich glaube ich habe es hier schon einmal geschrieben: Würde man Sonderrechte für den Profi-Fußball schaffen, hätte das eine Klagewelle von anderen (Profi-)Sportvereinen und Unternehmen zur Folge, die weiterhin mit Auflagen, Unterbrechung des Wettkampfbetriebs und Betriebseinschränkungen leben müssten.
Eine Sonderbehandlung des Profifußballs könnte man nur begründen, wenn man dem Fußball irgendeine ganz herausgehobene gesellschaftliche Funktion zubilligt, die andere Sportarten nicht haben. Ich bin zwar kein Jurist, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass so einer völlig Schwachsinns-Argumenation Gerichte in ganz Deutschland folgen werden.
Ich gehe aber davon aus, dass die Politik zwar zur "Seelenmassage des Volkes am Stammtisch" ein bisschen mit Sonderrechten für den Profi-Fußball kokettieren wird, wegen der juristischen Risiken aber letztlich darauf verzichtet. Jetzt wird nur noch einer gesucht, der der Öffentlichkeit beibringt, dass Sonderrechte für die Rasen-Kasper juristisch große Risiken birgt. Gut wäre z.B. in einem Zeitungsinterview eines bedeutenden Verfassungsrechtlers. Dann kann die Politik sagen: Wir hätten dem Volk ja gerne das grüne Opium gegeben, wir dürfen aber nicht.
Deswegen verlinkte ich den bemerkenswerten Brief. Die organisierte Fanszene (sicherlich die Minderheit in Stadien) will ja nicht mal Sonderrechte. Und das aus Motiven, die wir hier teilen und die du in einigen Beiträgen schon vorab verschriftlicht hattest.
 
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