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Mit Glied
@FREUND_Blase Nur eine kurze Zwischenfrage: Die korrekten Bremsbeläge (für Carbonfelgen) hast du verwendet, oder?
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Ähnliches durfte ich mit ENVE auch erleben. Nach ein paar Monaten hat Enve in den USA noch eine 3.4 SES Hinterradfelge für Felgenbremse aufgetrieben (Selbsbehalt 500€)....
Der Versuch anderweitig adäquaten Ersatz zu finden, ist zumindest kurzfristig schwierig bis unmöglich. Selbst ENVE hat offiziell den Verkauf der Rim-Version eingestellt. Bei vielen anderen Firmen sieht es ähnlich aus. Dass die Felgenbremse so schnell zu einer Nische wird, hätte ich nicht gedacht, zumal mir Handling und Fahrgefühl der Felgenkneifer einfach Spaß mach(t)en.
Nun stehe ich aber da, quasi vor einem Totalschaden, da das gesamte Rad auf dem Gebrauchtmarkt wahrscheinlich noch nicht mal einen neuen Laufradsatz einspielt.
Was lerne ich denn daraus?
Hersteller-Versprechen erinnern mich an Versicherungsbedingungen: Klingt gut, bis man sie wirklich braucht. Dann wird auf Seite 37, 3. Abs., Satz 2 in den Versicherungsbedingungen verwiesen, wo steht, dass ausgerechnet dieser Fall nicht abgedeckt ist. Und „neeein, wir haben nie behauptet, dass wir defekte Sachen schnell und einfach ersetzen. Das haben bestimmt nur die Händler erzählt, damit sie mehr verkaufen können“.
Schon wenn ich (von anderen Firmen) höre, es gibt eine „lifetime“ Garantie, die aber gar nicht so lifetime ist, sondern sich eher auf 5 Jahre bezieht (oder auch „branchenübliche 8 Jahre“) – so lange eben noch Ersatzteile da sind (bzw. Ersatzteile zurückgehalten werden müssen), muss ich mich auch selbst Fragen, ob ich Teil des Problems bin. Denn scheinbar stecke ich ja auch endlos meine letzten Ersparnisse in dieses „System“.
Tja, schade. Vielleicht sitzt sich es auf toten Pferden doch nicht so gut. Wenn ich mal bei einem Versender nach Laufrädern schaue: 650 x Disc vs. 16 x Felgenbremse. Das ist doch schon sehr deutlich.
Ein hoher Preis ist kein Garant für hohe Qualität oder guten Support. Für das Gebotene hätte auch ein Drittel des Preises gereicht – und vielleicht hätte ich dann heute noch funktionierender Laufräder.
Bisher ist lauten schweigen vernehmbar.Vermutlich meldet sich Felix in diesem Faden auch noch zu Wort.
Er sind ja gerne das Hohelied auf ENVE.
Eigentlich halte ich mich nicht für so naiv auf reines Marketing zu vertrauen. Aber die Aussagen diverser ENVE-vertreibenden Laufradbauer, die Erfahrungen aus dem Bekanntenkreis und auch das Werben auf der eigenen HP ließen mich - in Abwesenheit von gegenteiligen Erfahrungen oder Kritik aus dem WWW - wenig daran zweifeln. Hätte ja auch zum Preis gepasst.Diese "unausgesprochenen Versprechungen" sind doch nichts weiter, als vom Marketing der Firmen erzeugte Projektionen in den Köpfen von potenziellen Kunden. Wenn irgendwas nicht ausgesprochen ist, darf man sich nicht drauf verlassen - und selbst wenn es irgendwelche Garantien oder andere Zusagen von Firmen gäbe, stößt deren Durchsetzung nicht selten auf zahlreiche praktische und rechtliche Hindernisse.
Man sollte nie übersehen, dass der Zweck jeder Firma die Erzielung von Erlösen und Generierung von Gewinn für Anteilseigner ist. Uneingeschränkte Garantiezusagen sind da nicht mit kompatibel, die bergen nämlich für jeden Hersteller (ggf. erhebliche) wirtschaftliche Risiken.
Vorgestern hätte ich das wahrscheinlich noch fassungslos und empört zurückgewiesen. Aber am Ende ist es doch so: Ein hoher Preis suggeriert hohe Qualität und einen hohen Zusatznutzen. Klar.Kann ich nicht nachvollziehen. Das Problem ist nicht das System Felgenbremse, sondern dass sich Konsumenten zum Kauf von durch Hochpeisprodukten verleiten lassen, in die sie dann, wie in deinem Fall, irgendeinen vermeintlichen Zusatznutzen hinein interpretieren, um den hohen Preis irgendwie zu legitimieren. Wenn es wirklich um langfristige Nutzung und damit verbunden Aufwände und Kosten geht, ist die Kombi Felgenbremse & Alu-Felge immer noch ungeschlagen. Man kann eine Alu_Felge diverse Male durchbremsen und erneuern lassen und kommt immer noch nicht auf den Preis von Enve und Co. Sieht dann halt nur nicht so fancy aus und ist drölwzig Sekunden langsamer ... auf 100km ...
Da lässt sich natürlich trefflich streiten. Aber wie gesagt, vor einigen Jahren stand es noch etwas ausführlicher auf der HP. Mittlerweile findet man nur noch "Reste". "coverage at no additional charge" heißt für mich schon klar, dass hier getauscht wird. Das Produkt muss dafür innerhalb von 60 Tagen nach dem Kauf "registriert" werden, lese ich gerade. Vielleicht ist steckt hier der Fehler im Detail. Ich kann nicht mehr sagen, ob ich irgendwann, irgendwo das Produkt registriert habe.Liest du da wirklich raus, dass ENVE auch bei normalem Verschleiß kostenlos ersetzt? Unter Damage Protection stelle ich mir eher das klassische Crashreplacement oder Schäden durch fehlerhafte Produktion vor.
Ich kenne mich bei ENVE tatsächlich nicht aus, aber aus rein betriebswirtschaftlicher Sicht fehlt mir schlicht der Glaube, dass ENVE wirklich mal sowas wie kostenlosen Ersatz bei normalem Verschleiß angeboten hat.
Selbstverständlich. Erst die originalen ENVE-Bremsbeläge. Und die - nun - zweiten Bremsbeläge sind die (wohl baugleichen) Black Prince, die ENVE mittlerweile auch empfiehlt, weil sie diese selbst nicht mehr herstellen. [Der Laufradsatz@FREUND_Blase Nur eine kurze Zwischenfrage: Die korrekten Bremsbeläge (für Carbonfelgen) hast du verwendet, oder?
Ich hatte auch DEUTLICH mehr Laufleistung erwartet. Das Rad wurde ausschließlich zwischen April und Oktober bewegt, als Schönwetter-, aber auch als "Wettkampfrad". Da kamen auch mal Fahrten von 500, 600 oder 1000 km am Stück mit Wetterumbrüchen vor.Meine FB Enve sehen auch nach über 15K Km nicht so aus. Trotz Regenfahrten, Alpen-Ausflügen und Co.
Man sieht an der Bremsflanke bei mir schon Verschleiß (quasi blank polierte Stellen), aber nicht solche weißen Flecken. Glaube meine Enve sind Baujahr 2018. Habe sie wesentlich später mal gebraucht gekauft und rocke die immer noch mit großer Freude runter.
Und bitte noch mal ein Bild von der gesamten Felge. Mir scheint auch auf den ersten Blick der Fleck unter der Bremsflanke.
Ich habe mich bei Carbonreparaturwerkstätten informiert. Bei Clinchern wird die Reparatur abgelehnt - aus sicherheitsrelevanten, aber auch aus technischen Gründen. Das wird also vermutlich nichts.Ich tendiere jedoch meist zur Reparatur bevor ich mir einen Chinakracher kaufen würde.
Ich würde das ganze als Herausforderung sehen, um eine Lösung zu finden und z.B. Tune (die sind halt hier bei uns im Süden) fragen, ob sie die Felgen neu "beschichten" würden, klar kostet das Geld und vermutlich bekommst Du neue Aludinger dafür, aber umspeichen mußt Du doch ohnehin. Bestimmt gibt es noch Spezialfirmen dafür, jedoch bin ich nicht so Rennradwissend, da gibt es sicherlich Andere im Forum.
Danke für die Info - jedoch schon erstaunlich: da ist die Carbonfaser nicht verletzt sondern lediglich die Beschichtung außen auf der Felge und dann soll man die "Dinger in die Tonne treten"!...
Ich habe mich bei Carbonreparaturwerkstätten informiert. Bei Clinchern wird die Reparatur abgelehnt - aus sicherheitsrelevanten, aber auch aus technischen Gründen. Das wird also vermutlich nichts.
Bisher ist lauten schweigen vernehmbar.
Ja, das Schadensbild kenne ich auch - der erste Blick geht in die Bremsschuhe, da findet sich dann manchmal noch der Übeltäter (kleiner Kiesel etc.).Das Carbon ist nicht beschädigt.
Ich vermute, hier hatte sich auf einer längeren Tour etwas im Bremsgummi verfangen. Allerdings kommen auch solche "Flecken" auf der anderen Seite vor. Hier ist also schon einfach hoher Felgenverschleiß ganzflächig geschehen.
Die Bremsschuhe stelle ich mit (ganz) leichtem toe-in so ein, dass die vordere Spitze (ganz) leicht nach unten zeigt, um möglichst die ganze Bremsefläche zu erwischen und ich mir keine "Rillen" hinein bremse.
Aber das sind alles Details...
Die Frage ist ja: Inwieweit investiert man noch in dieses Rad, wenn der Grund, warum man einst so viel Geld hinein gesteckt hat, gar nicht mehr existiert. Nämlich das Versprechen von hoher Haltbarkeit, hoher Performance und geringen (langfristigen) Kosten.
Ansonsten tendiere ich persönlich auch erstmal zur Variante von @Pedalierer TF.
Du hast den Mechanismus bezüglich vermeintlichem Mehrwert von "teuer" sehr gut beschrieben - ein weiterer ist, daß es Menschen viel schwerer fällt, sich wirklich negativ über eine teure als über eine vergleichsweise günstige Fehlentscheidung zu äußern. Ich frage z.B. ThermomixbesitzerInnen nicht, ob der ihnen noch gefällt, sondern wieviele Betriebsstunden ihr Gerät hat... sinnigerweise hat Thermomix übrigens ein Auslesen derselben verunmöglicht, also frage ich in realiter, wie oft im letzten Monat das Gerät benutzt wurde. Es gibt im Freundes/Bekanntenkreis so 20-25% die hard-Nutzer, die das Teil ständig nutzen, und (dann ja zurecht!) begeistert sind. Ungefähr 2/3 haben das in den ersten drei Monaten oft genutzt, danach sehr sehr selten... aber niemals würde jemand sagen, er habe sich "verkauft"!Diese "unausgesprochenen Versprechungen" sind doch nichts weiter, als vom Marketing der Firmen erzeugte Projektionen in den Köpfen von potenziellen Kunden. Wenn irgendwas nicht ausgesprochen ist, darf man sich nicht drauf verlassen - und selbst wenn es irgendwelche Garantien oder andere Zusagen von Firmen gäbe, stößt deren Durchsetzung nicht selten auf zahlreiche praktische und rechtliche Hindernisse.
Man sollte nie übersehen, dass der Zweck jeder Firma die Erzielung von Erlösen und Generierung von Gewinn für Anteilseigner ist. Uneingeschränkte Garantiezusagen sind da nicht mit kompatibel, die bergen nämlich für jeden Hersteller (ggf. erhebliche) wirtschaftliche Risiken.
Kann ich nicht nachvollziehen. Das Problem ist nicht das System Felgenbremse, sondern dass sich Konsumenten zum Kauf von durch Hochpeisprodukten verleiten lassen, in die sie dann, wie in deinem Fall, irgendeinen vermeintlichen Zusatznutzen hinein interpretieren, um den hohen Preis irgendwie zu legitimieren. Wenn es wirklich um langfristige Nutzung und damit verbunden Aufwände und Kosten geht, ist die Kombi Felgenbremse & Alu-Felge immer noch ungeschlagen. Man kann eine Alu_Felge diverse Male durchbremsen und erneuern lassen und kommt immer noch nicht auf den Preis von Enve und Co. Sieht dann halt nur nicht so fancy aus und ist drölwzig Sekunden langsamer ... auf 100km ...
ich kann nur sagen, daß es bei der von mir in einem vorgängigen Beitrag erwähnten DTSwiss-Carbonfelge so war, daß immer und ausschließlich die von DTSwiss freigegebenen carbontauglichen Beläge verwendet wurden - das Problem ist, wenn man sich feinste Kiesel in das Bremsgummi einpreßt, und dann mit dem "80er Schleifkorn" die Felge beackert....@FREUND_Blase Nur eine kurze Zwischenfrage: Die korrekten Bremsbeläge (für Carbonfelgen) hast du verwendet, oder?
Was kann denn Enve besser als andere? Ich habe vor Jahren mal einen Test gesehen. Ein Metallstück wurde aus einer bestimmten Höhe auf die Felge (ohne Nabe und Speichen) fallen gelassen. Die Felge blieb unbeschädigt. Beeindruckend. Aber das ist bestimmt heute kein Alleinstellungsmerkmal mehr.
Verschleiß, besonders bei Nässe, lässt Felgen im Zeitraffer altern. Bei Alu kein Drama, da viel günstiger.
Auf Carbonfelgen müsste eine besonders verschleißfeste Beschichtung.
Wenns euch wichtig ist, dass ich mich dazu äußere, dann verlinkt mich gern. So bekomme ich eine Meldung.Bisher ist lauten schweigen vernehmbar.
Das tut mir ja in der Bauchgegend weh
Carbon hält schon ordentlich was aus.