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Adé liebe Felgenbremse, ciao ENVE

Meine FB Enve sehen auch nach über 15K Km nicht so aus. Trotz Regenfahrten, Alpen-Ausflügen und Co.
Man sieht an der Bremsflanke bei mir schon Verschleiß (quasi blank polierte Stellen), aber nicht solche weißen Flecken. Glaube meine Enve sind Baujahr 2018. Habe sie wesentlich später mal gebraucht gekauft und rocke die immer noch mit großer Freude runter.

Und bitte noch mal ein Bild von der gesamten Felge. Mir scheint auch auf den ersten Blick der Fleck unter der Bremsflanke.
 
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Der Versuch anderweitig adäquaten Ersatz zu finden, ist zumindest kurzfristig schwierig bis unmöglich. Selbst ENVE hat offiziell den Verkauf der Rim-Version eingestellt. Bei vielen anderen Firmen sieht es ähnlich aus. Dass die Felgenbremse so schnell zu einer Nische wird, hätte ich nicht gedacht, zumal mir Handling und Fahrgefühl der Felgenkneifer einfach Spaß mach(t)en.

Nun stehe ich aber da, quasi vor einem Totalschaden, da das gesamte Rad auf dem Gebrauchtmarkt wahrscheinlich noch nicht mal einen neuen Laufradsatz einspielt.

Was lerne ich denn daraus?

Hersteller-Versprechen erinnern mich an Versicherungsbedingungen: Klingt gut, bis man sie wirklich braucht. Dann wird auf Seite 37, 3. Abs., Satz 2 in den Versicherungsbedingungen verwiesen, wo steht, dass ausgerechnet dieser Fall nicht abgedeckt ist. Und „neeein, wir haben nie behauptet, dass wir defekte Sachen schnell und einfach ersetzen. Das haben bestimmt nur die Händler erzählt, damit sie mehr verkaufen können“.

Schon wenn ich (von anderen Firmen) höre, es gibt eine „lifetime“ Garantie, die aber gar nicht so lifetime ist, sondern sich eher auf 5 Jahre bezieht (oder auch „branchenübliche 8 Jahre“) – so lange eben noch Ersatzteile da sind (bzw. Ersatzteile zurückgehalten werden müssen), muss ich mich auch selbst Fragen, ob ich Teil des Problems bin. Denn scheinbar stecke ich ja auch endlos meine letzten Ersparnisse in dieses „System“.

Tja, schade. Vielleicht sitzt sich es auf toten Pferden doch nicht so gut. Wenn ich mal bei einem Versender nach Laufrädern schaue: 650 x Disc vs. 16 x Felgenbremse. Das ist doch schon sehr deutlich.

Ein hoher Preis ist kein Garant für hohe Qualität oder guten Support. Für das Gebotene hätte auch ein Drittel des Preises gereicht – und vielleicht hätte ich dann heute noch funktionierender Laufräder.
Ähnliches durfte ich mit ENVE auch erleben. Nach ein paar Monaten hat Enve in den USA noch eine 3.4 SES Hinterradfelge für Felgenbremse aufgetrieben (Selbsbehalt 500€)
Glück gehabt.

Was lernen wir daraus:

Man sollte sich gut überlegen, ob es der LRS zum zwei- oder dreifachen Preis sein muss, wenn das sogenannte "Life Time-" oder Crash Replacement-Versprechen sehr wahrscheinlich rein aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht langfristig gehalten werden kann.

Diese Überlegung sollten auch Käufer eines Disc LRS anstellen.

Die meisten Hersteller werden spätestens nach ca. 5 Jahren die Modelle wechseln und Altmodelle weder nachproduzieren, noch auf Lager halten.


Edit: Der Grund für Enve Kauf in 2019 war nicht etwa "Geil weil teuer", sondern das sehr gute Bremsverhalten bei Nässe bedingt durch die gelaserte Bremsflanke und Enve waren mit die ersten, welche mit 21mm Innenweite für FB & Tubeless auf den Markt kamen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Diese "unausgesprochenen Versprechungen" sind doch nichts weiter, als vom Marketing der Firmen erzeugte Projektionen in den Köpfen von potenziellen Kunden. Wenn irgendwas nicht ausgesprochen ist, darf man sich nicht drauf verlassen - und selbst wenn es irgendwelche Garantien oder andere Zusagen von Firmen gäbe, stößt deren Durchsetzung nicht selten auf zahlreiche praktische und rechtliche Hindernisse.
Man sollte nie übersehen, dass der Zweck jeder Firma die Erzielung von Erlösen und Generierung von Gewinn für Anteilseigner ist. Uneingeschränkte Garantiezusagen sind da nicht mit kompatibel, die bergen nämlich für jeden Hersteller (ggf. erhebliche) wirtschaftliche Risiken.
Eigentlich halte ich mich nicht für so naiv auf reines Marketing zu vertrauen. Aber die Aussagen diverser ENVE-vertreibenden Laufradbauer, die Erfahrungen aus dem Bekanntenkreis und auch das Werben auf der eigenen HP ließen mich - in Abwesenheit von gegenteiligen Erfahrungen oder Kritik aus dem WWW - wenig daran zweifeln. Hätte ja auch zum Preis gepasst.
Kann ich nicht nachvollziehen. Das Problem ist nicht das System Felgenbremse, sondern dass sich Konsumenten zum Kauf von durch Hochpeisprodukten verleiten lassen, in die sie dann, wie in deinem Fall, irgendeinen vermeintlichen Zusatznutzen hinein interpretieren, um den hohen Preis irgendwie zu legitimieren. Wenn es wirklich um langfristige Nutzung und damit verbunden Aufwände und Kosten geht, ist die Kombi Felgenbremse & Alu-Felge immer noch ungeschlagen. Man kann eine Alu_Felge diverse Male durchbremsen und erneuern lassen und kommt immer noch nicht auf den Preis von Enve und Co. Sieht dann halt nur nicht so fancy aus und ist drölwzig Sekunden langsamer ... auf 100km ...
Vorgestern hätte ich das wahrscheinlich noch fassungslos und empört zurückgewiesen. Aber am Ende ist es doch so: Ein hoher Preis suggeriert hohe Qualität und einen hohen Zusatznutzen. Klar.
Einen gewissen hohen ästhetischen Anspruch habe ich als Rennradsportler auch ans Material. Es ist ein ästhetischer Sport in allen Belangen. Sonst hätte ich auch Fußball spielen können :p

Liest du da wirklich raus, dass ENVE auch bei normalem Verschleiß kostenlos ersetzt? Unter Damage Protection stelle ich mir eher das klassische Crashreplacement oder Schäden durch fehlerhafte Produktion vor.
Ich kenne mich bei ENVE tatsächlich nicht aus, aber aus rein betriebswirtschaftlicher Sicht fehlt mir schlicht der Glaube, dass ENVE wirklich mal sowas wie kostenlosen Ersatz bei normalem Verschleiß angeboten hat.
Da lässt sich natürlich trefflich streiten. Aber wie gesagt, vor einigen Jahren stand es noch etwas ausführlicher auf der HP. Mittlerweile findet man nur noch "Reste". "coverage at no additional charge" heißt für mich schon klar, dass hier getauscht wird. Das Produkt muss dafür innerhalb von 60 Tagen nach dem Kauf "registriert" werden, lese ich gerade. Vielleicht ist steckt hier der Fehler im Detail. Ich kann nicht mehr sagen, ob ich irgendwann, irgendwo das Produkt registriert habe.

@FREUND_Blase Nur eine kurze Zwischenfrage: Die korrekten Bremsbeläge (für Carbonfelgen) hast du verwendet, oder?
Selbstverständlich. Erst die originalen ENVE-Bremsbeläge. Und die - nun - zweiten Bremsbeläge sind die (wohl baugleichen) Black Prince, die ENVE mittlerweile auch empfiehlt, weil sie diese selbst nicht mehr herstellen. [Der Laufradsatz

Meine FB Enve sehen auch nach über 15K Km nicht so aus. Trotz Regenfahrten, Alpen-Ausflügen und Co.
Man sieht an der Bremsflanke bei mir schon Verschleiß (quasi blank polierte Stellen), aber nicht solche weißen Flecken. Glaube meine Enve sind Baujahr 2018. Habe sie wesentlich später mal gebraucht gekauft und rocke die immer noch mit großer Freude runter.

Und bitte noch mal ein Bild von der gesamten Felge. Mir scheint auch auf den ersten Blick der Fleck unter der Bremsflanke.
Ich hatte auch DEUTLICH mehr Laufleistung erwartet. Das Rad wurde ausschließlich zwischen April und Oktober bewegt, als Schönwetter-, aber auch als "Wettkampfrad". Da kamen auch mal Fahrten von 500, 600 oder 1000 km am Stück mit Wetterumbrüchen vor.

Ich tendiere jedoch meist zur Reparatur bevor ich mir einen Chinakracher kaufen würde.

Ich würde das ganze als Herausforderung sehen, um eine Lösung zu finden und z.B. Tune (die sind halt hier bei uns im Süden) fragen, ob sie die Felgen neu "beschichten" würden, klar kostet das Geld und vermutlich bekommst Du neue Aludinger dafür, aber umspeichen mußt Du doch ohnehin. Bestimmt gibt es noch Spezialfirmen dafür, jedoch bin ich nicht so Rennradwissend, da gibt es sicherlich Andere im Forum.
Ich habe mich bei Carbonreparaturwerkstätten informiert. Bei Clinchern wird die Reparatur abgelehnt - aus sicherheitsrelevanten, aber auch aus technischen Gründen. Das wird also vermutlich nichts.
 
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Ich habe mich bei Carbonreparaturwerkstätten informiert. Bei Clinchern wird die Reparatur abgelehnt - aus sicherheitsrelevanten, aber auch aus technischen Gründen. Das wird also vermutlich nichts.
Danke für die Info - jedoch schon erstaunlich: da ist die Carbonfaser nicht verletzt sondern lediglich die Beschichtung außen auf der Felge und dann soll man die "Dinger in die Tonne treten"!
Mit Carbonfasern bin ich aus einer anderen Sportart schon mein Leben lang vetraut, da hat man regelmäßig mit Schäden, Versagen, Unterdimensionierung usw. zu tun und es wird fast alles fachgerecht repariert.

Jedoch bleibt weiterhin die Frage nach der Ursache des Schadens?
 
Nochmal ein kurzes Update:

nach einer fortgeführten Konversation mit Enve wurde nochmal klargestellt, dass auf „Abnutzung“ allein kein Umtausch erfolgt. Auch in der Vergangenheit hat man lediglich eine finanzielle Geste gezeigt und auf Selbstkostenerhalt ersetzt.

Das mir angebotene crash replacement bezieht sich gar nicht auf eine Felge für Felgenbremse, sondern nur auf eine Felge aus dem aktuellen Angebot.
 
Die Flanke ist nicht defekt, sondern da ist halt nur die oberste Harzschicht vom Bremsen bis auf die oberste Carbonlage abgeschliffen. Normaler Verschleiss.
An Deiner Stelle würde ich einfach bei Amazon oder eBay ein Carbon Repair Pack kaufen. Da ist dann eine Flasche Kunstharz für Carbon dabei. Das Harz pinselst Du auf die Felgenwand und verschleifst das dann glatt. Das ganze dann mehrmal machen. Kostenpreis ca. 30 Euro.
Oder Du gibst das zu irgendeinem guten Carbon Repair Shop und die machen das für Dich. Ich schätze 100-200 Euro. Die sprühen da auch nur neue Lagen Harz drauf. Wenn sie das ablehnen, dann nur wegen irgendwelchen Haftungsfragen im Versicherungsfall. Das vermeiden die natürlich.
 
Wenn das so einfach wäre....
Beim Bremsen entstehen Temperaturen. Hier wird kein Rahmen repariert.
Lightweight repariert auch Felgen und ganze Laufräder. Müssen nicht die eigenen sein.
Ehrlich gesagt, überrascht mich der Schaden. Für über 1000,- pro Felge könnte man etwas anderes erwarten. Dann lieber Xentis mit anderer Flanke, oder ein anderer Hersteller für deutlich weniger. Da kann man sich dann zum gleichen Preis mehrere Ersatzfelgen ins Lager stellen.
Die Flanke sieht schon sehr konkav aus. Ich schätze mal, die hellen Stellen sind Verschleißmarkierungen.
 
Das Carbon ist nicht beschädigt.
Ich vermute, hier hatte sich auf einer längeren Tour etwas im Bremsgummi verfangen. Allerdings kommen auch solche "Flecken" auf der anderen Seite vor. Hier ist also schon einfach hoher Felgenverschleiß ganzflächig geschehen.
Die Bremsschuhe stelle ich mit (ganz) leichtem toe-in so ein, dass die vordere Spitze (ganz) leicht nach unten zeigt, um möglichst die ganze Bremsefläche zu erwischen und ich mir keine "Rillen" hinein bremse.

Aber das sind alles Details...
Die Frage ist ja: Inwieweit investiert man noch in dieses Rad, wenn der Grund, warum man einst so viel Geld hinein gesteckt hat, gar nicht mehr existiert. Nämlich das Versprechen von hoher Haltbarkeit, hoher Performance und geringen (langfristigen) Kosten.

Ansonsten tendiere ich persönlich auch erstmal zur Variante von @Pedalierer TF.
Ja, das Schadensbild kenne ich auch - der erste Blick geht in die Bremsschuhe, da findet sich dann manchmal noch der Übeltäter (kleiner Kiesel etc.).
Ich hatte das ganz leicht bei DTSwiss; das hat dann beim Bremsen "gerubbelt". Mit Cyanacrylat über Normalhöhe aufgefüllt, dann vorsichtig plan geschliffen - hält jetzt schon etliche tausend Kilometer.
 
Diese "unausgesprochenen Versprechungen" sind doch nichts weiter, als vom Marketing der Firmen erzeugte Projektionen in den Köpfen von potenziellen Kunden. Wenn irgendwas nicht ausgesprochen ist, darf man sich nicht drauf verlassen - und selbst wenn es irgendwelche Garantien oder andere Zusagen von Firmen gäbe, stößt deren Durchsetzung nicht selten auf zahlreiche praktische und rechtliche Hindernisse.
Man sollte nie übersehen, dass der Zweck jeder Firma die Erzielung von Erlösen und Generierung von Gewinn für Anteilseigner ist. Uneingeschränkte Garantiezusagen sind da nicht mit kompatibel, die bergen nämlich für jeden Hersteller (ggf. erhebliche) wirtschaftliche Risiken.


Kann ich nicht nachvollziehen. Das Problem ist nicht das System Felgenbremse, sondern dass sich Konsumenten zum Kauf von durch Hochpeisprodukten verleiten lassen, in die sie dann, wie in deinem Fall, irgendeinen vermeintlichen Zusatznutzen hinein interpretieren, um den hohen Preis irgendwie zu legitimieren. Wenn es wirklich um langfristige Nutzung und damit verbunden Aufwände und Kosten geht, ist die Kombi Felgenbremse & Alu-Felge immer noch ungeschlagen. Man kann eine Alu_Felge diverse Male durchbremsen und erneuern lassen und kommt immer noch nicht auf den Preis von Enve und Co. Sieht dann halt nur nicht so fancy aus und ist drölwzig Sekunden langsamer ... auf 100km ...
Du hast den Mechanismus bezüglich vermeintlichem Mehrwert von "teuer" sehr gut beschrieben - ein weiterer ist, daß es Menschen viel schwerer fällt, sich wirklich negativ über eine teure als über eine vergleichsweise günstige Fehlentscheidung zu äußern. Ich frage z.B. ThermomixbesitzerInnen nicht, ob der ihnen noch gefällt, sondern wieviele Betriebsstunden ihr Gerät hat... sinnigerweise hat Thermomix übrigens ein Auslesen derselben verunmöglicht, also frage ich in realiter, wie oft im letzten Monat das Gerät benutzt wurde. Es gibt im Freundes/Bekanntenkreis so 20-25% die hard-Nutzer, die das Teil ständig nutzen, und (dann ja zurecht!) begeistert sind. Ungefähr 2/3 haben das in den ersten drei Monaten oft genutzt, danach sehr sehr selten... aber niemals würde jemand sagen, er habe sich "verkauft"!
Ein sehr hoher Gestehungspreis immunisiert die Ware förmlich gegen rationale Bewertung - wer gesteht sich schon gerne ein, richtig viel Kohle in Mist versenkt zu haben?
 
@FREUND_Blase Nur eine kurze Zwischenfrage: Die korrekten Bremsbeläge (für Carbonfelgen) hast du verwendet, oder?
ich kann nur sagen, daß es bei der von mir in einem vorgängigen Beitrag erwähnten DTSwiss-Carbonfelge so war, daß immer und ausschließlich die von DTSwiss freigegebenen carbontauglichen Beläge verwendet wurden - das Problem ist, wenn man sich feinste Kiesel in das Bremsgummi einpreßt, und dann mit dem "80er Schleifkorn" die Felge beackert....
 
Was kann denn Enve besser als andere? Ich habe vor Jahren mal einen Test gesehen. Ein Metallstück wurde aus einer bestimmten Höhe auf die Felge (ohne Nabe und Speichen) fallen gelassen. Die Felge blieb unbeschädigt. Beeindruckend. Aber das ist bestimmt heute kein Alleinstellungsmerkmal mehr.
Verschleiß, besonders bei Nässe, lässt Felgen im Zeitraffer altern. Bei Alu kein Drama, da viel günstiger.
Auf Carbonfelgen müsste eine besonders verschleißfeste Beschichtung.
 
Was kann denn Enve besser als andere? Ich habe vor Jahren mal einen Test gesehen. Ein Metallstück wurde aus einer bestimmten Höhe auf die Felge (ohne Nabe und Speichen) fallen gelassen. Die Felge blieb unbeschädigt. Beeindruckend. Aber das ist bestimmt heute kein Alleinstellungsmerkmal mehr.
Verschleiß, besonders bei Nässe, lässt Felgen im Zeitraffer altern. Bei Alu kein Drama, da viel günstiger.
Auf Carbonfelgen müsste eine besonders verschleißfeste Beschichtung.

Carbon hält schon ordentlich was aus.
 
Ja, aber mit Sandpapier sieht es wieder anders aus.
Habe schon mehrere Teile gesägt, geschliffen, gefräst,.... . Bearbeiten ist einfacher als bei Alu oder Stahl.
Mit HSS Werkzeug sollte man aber nicht anfangen..... ;)
 
Was soll
Bisher ist lauten schweigen vernehmbar.
Wenns euch wichtig ist, dass ich mich dazu äußere, dann verlinkt mich gern. So bekomme ich eine Meldung.
Aber ich lese mir nicht wirklich jeden Thread durch.

Was soll man hier sagen?
Da hat jemand vor 6 Jahren einen Laufradsatz gekauft der, dem Foto des Schadens nach, durch mangelde Sorgfalt bei der Belageinstellung und -Pflege*, frühzeitig** einen Schaden auf der Bremsflanke zeigt.
Die Felge wird seit fast 3 jahren nicht mehr hergestellt und so sind dem hersteller die Hände gebunden, was einen 1:1 Ersatz verunmöglicht.

*es ist ungewöhnlich, dass die Textur der Flanke von aussen nach innen immer stärker abgenutzt ist. Der Belag ist also augenscheinlich nicht planparallel auf die Flanke gedrückt wurden. Damit konzentriert sich die Bremshitze auf einen Bruchteil der Flanke. Durch diese konzentrierte Belastung verglast der Belag und verschleißt und überhitzt die Felge über Gebühr.
Der Schaden findet sich wahrscheinlich genau gegenüber vom Ventil. Hier kommen Carbon-Lagen zusammen und die Felge gehen bei Überhitzung wenn dann immer dort auf.

**kurz vor Corona ist nun mind. 6 Jahre her. "Früh" ist hier sehr subjektiv und niemand, ausser der TE weiß, was der LRS alles gesehen hat.

Wir haben über die Jahre viele dieser Felgen verbaut und teilweise sind die G2-Flanken über 50000km gelaufen. Sie sind nicht mehr so scharf aber immernoch gleichmäßig vorhanden.
Der gezeigte Verschleiß ist also nicht als normal einzustufen aber auch kaum dem Felgenhersteller anzulasten.
Enve hat zu keinem Zeitpunkt behauptet, auf alle Ewigkeiten Felgenverscheiß kostenfrei zu ersetzen. Aber sie haben es durchaus auch getan, wenn G1-Flanken (ohne Textur) die Hufe hochgerissen haben, konnten wir unsere Kunden durchaus mit neuen Felgen zum Nulltarif erfreuen.

Dennoch gab es vom Hersteller ein Kulanzangebot (über wahrscheinlich 50% Nachlass) für eine neue Felge aus dem aktuellem Sortiment (wenn man nett fragt, bekommt man auch eine zweite zu dem Kurs - wir haben durchaus Kunden, die nach Verschleiß oder Crash keine felgengebremsten Felgen mehr bekommen und in diesem Zuge auf Disc umrüsten)

Wir haben übrigens noch eine SES 3.4 RB 20L Vorderadfelge im Lager - falls mal einer eine im Austausch braucht. Und auch noch Bremsbeläge, die noch ne ganze Dekade reichen sollten.

Gruss, Felix
 
Mich würde jetzt eher mal interessieren, wie @FREUND_Blase sein Felgenproblem gelöst hat?

Hast du das Radfahren jetzt:

(a) umgespeicht?
(b) einen neuen LRS gekauft?
(c) Bist vor Wut auf Disc umgestiegen?
(d) Hast das Radfahren aufgegeben?
 
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