Don_Camillo
verjazzt und nicht funkentstört
Na ja, ich wandte mich eigentlich eher gegen Gimmicks wie Anfahrhilfe, die Großbildleinwand oder Klappensteuerungen, die nur die Nachbarschaft belästigen und die Umwelt unnötig belasten; aber auch gegen jene Dinge, die Sicherheit vortäuschen, aber teilweise sogar das Gegenteil bewerkstelligen - wie ein ESP. Früher lernte man wie sich ein Fahrzeug im Grenzbereich verhält und wo dieser anfängt. Heute und mit ESP zeigt das Reifenquietschen eigentlich an, dass der Grenzbereich schon zu Ende ist. Der junge Fahrer hat also gar keine Chance zu erlernen, wie er sein Auto wieder stabilisiert. Verstehe mich jetzt bitte nicht falsch, ein ESP wird auch in der Mehrzahl der Fälle für mehr Sicherheit sorgen, aber gerade wenn es junge ungeübte Fahrzeuglenker übertreiben (und das haben wir früher als Jungspunde ja auch), dann täuscht es Sicherheit vor, wo keine Sicherheit mehr gegeben ist und der Ausgang ist dann fatal.Einige der Helferlein sind schon sinnvoll, z.B. wird auch gewarnt wenn sich ein Hindernis außerhalb des Sichtbereiches befindet, z.B. hatte ich auf dem Supermarkt Parkplatz mal ein Kind auf einem Laufrad..., vielleicht hätte ich es mit einem alten Auto übersehen
Sich einzureden das man alles am besten kann..., ich weiß nicht.
Zusätzlich wird ja eigentlich auch nur im Gesamtpaket (Mobilität sinnvoll, zukunftsweisend und nachhaltig gedacht) ein Schuh draus - Tempolimit, reduzierte Motor- und Fahrleistung (da gefällt mir z.B. das GPS oder RFID gesteuerte Konzept eines japanesischen Herstellers - die Maximalleistung des Fahrzeugs wird nur dann freigegeben, wenn die Elektronik erkennt, dass man sich auf einer abgesperrten Rennstrecke befindet), Steuerbelastung anhand der tatsächlichen Verbrauchs- oder Emissionswerte per Fahrer/ Nutzungsprofil und nicht Fahrzeugmodell ... beim Nutzungsprofil könnte man sogar Jene, die auf Autobahnen Stau verursachen, weil sie eben nicht rechts fahren oder den Verkehrsfluss behindern extra zur Kasse bitten (für jeden produzierten Stau 1000€ Umweltstrafe) oder über das Fahrverhalten ermittelte Versicherungsbeiträge (wer häufig zu schnell fährt zahlt den doppelten Betrag, wer schleicht ebenfalls, wer den Verkehrsfluss nicht behindert bekommt Rabatte).
Ein Auto ist keine Entertainment-Bude und die Teilnahme am Straßenverkehr eine Selbstverpflichtung. Die moderne Elektronik also dazu zu missbrauchen, unaufmerksamen Fahrern (aka Idioten) Temposchilder vorzulesen ist der falsche Weg. Richtiger wäre unaufmerksame Fahrer aus dem Straßenverkehr auszusortieren und an einer Weiterfahrt zu hindern oder aber deren Fahrweise so teuer wie möglich zu machen, damit diese von sich aus den öffentlichen Verkehrsraum verlassen und nicht weiterhin Andere gefährden.