Elia Viviani entwickelt sich zum Giro-Dominator im Sprint. Im verregneten Finale der 17. Etappe holte der Italiener vom Team Quick-Step den 4. Etappensieg. Simon Yates bleibt weiter im Rosa Trikot.

Vier Sprintsiege bei ein und derselben Austragung des Giro d’Italia – das schaffte zuletzt Alessandro Petacchi im Jahr 2005. Elia Viviani ist heute mit ihm gleich gezogen. Auf der 155 km kurzen 17. Etappe von Riva del Garda nach Iseo hatte der Italiener am Ende erneut die schnellsten Beine und zeigte damit auch Sam Bennett das Hinterrad, der die letzte verregnete Etappe des Giro auf der Rennstrecke von Imola für sich entschieden hatte. Bennett wurde Zweiter. Auf den dritten Platz sprintete Niccolo Bonifazio (Bahrain-Merida).

Das Profil der Etappe begünstigte eigentlich Ausreißergruppen. Gleich zu Anfang musste ein 650 Meter hoher Gipfel überwunden werden. Und es bildete sich auch schnell eine Gruppe, in der mit Wout Poels und Luis Leon Sanchez starke Ausreißer vertreten waren. Doch die Gruppe wurde im Starkregen des Finales gestellt, unter anderem dank der Nachführarbeit von Bora-Hansgrohe.

Für den schnellen Mann von Bora-Hansgrohe, Sam Bennett, reichte es am Ende aber nicht. Viviani bekam seinen Sprint perfekt angezogen von Klassikerspezialist Zdenek Stybar. Zwar holte Bennett auf den letzten Metern noch einmal auf, konnte Viviani aber nicht erreichen. Das Sprintertrikot sitzt nun sehr sicher auf Vivianis Schultern und er wird es wohl bis ins Ziel tragen. Es folgen noch 3 Bergetappen in den nächsten Tagen, bevor am letzten Tag in Rom die letzte Sprintankuft auf dem Plan steht. Im Klassement um das Rosa Trikot gab es keine Veränderungen.

Stimmen aus den Peloton

Simon Yates: „Ich hatte auf einen einfachen Tag gehofft, aber es gibt keinen einfachen Tag bei diesem Giro. Jeder Tag bisher war schwierig. Heute war es eine sehr schnelle Etappe und der Regen im Finale verlieh ihr eine gewisse Schärfe“.

Ryan Gibbons (Sprinter Team Dimension-Data): „Das Finale war recht technisch, aber als es zum Sprint kam, kämpfte ich mit Van Poppel um das Hinterrad von Viviani. Als wir auf dem letzten Kilometer mir den Lenkern aneinander knallten, ging das Kabel aus dem Verbindungskasten der Schaltung, was dazu führte, dass meine Kette auf den kleinen Ring fiel. Zu der Zeit ahnte ich nicht, dass dies das Problem war, ich konnte einfach spüren, dass etwas nicht stimmte und hatte eine große Frustration“.

Die Top5 der 17. Etappe

  1. Elia Viviani / Quick-Step/
  2. Sam Bennett / Bora-Hansgrohe
  3. Niccolo Bonifazio / Bahrain-Merida
  4. Danny Van Poppel / LottoNL-Jumbo
  5. Jens Debusschere / Lotto-Fix All

Die Top10 im Gesamtklassement nach der 17. Etappe

  1. Simon Philip Yates / Mitchelton-Scott / +0″
  2. Tom Dumoulin / Team Sunweb / +56″
  3. Domenico Pozzovivo / Bahrain-Merida / +3’11“
  4. Chris Froome / Team Sky / +3’50“
  5. Thibaut Pino / Groupama-FDJ / +4’19“
  6. Rohan Dennis / BMC / 5’04“
  7. Miguel Angel Lopez / Astana / +5’37“
  8. Pello Bilbao / Astana / +6’02“
  9. Richard Carapaz / Movistar / +6’07“
  10. George Bennett / LottoNL-Jumbo / +7’01“

Die Trikots nach der 17. Etappe

Maglia Rosa: Simon Philip Yates / Mitchelton-Scott
Maglia Blanca: Miguel Angel Lopez / Astana
Maglia Ciclamino: Elia Viviani Quick-Step
Maglia Azurra: Giulio Ciccone / Bardiani

Foto: Massimo Paolone – LaPresse
  1. benutzerbild

    X-lite

    dabei seit 01/2018

    Viviani kann es auch im Regen
    ha ich auch ,aber interessiert ja eh keinen:(
  2. benutzerbild

    Deleted88880

    dabei seit 01/1970

    Er fuhr mit Disc. Daher völlig klar, dass er im Regen Vorteile hat ;-)
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  4. benutzerbild

    X-lite

    dabei seit 01/2018

    holt Steine :rolleyes:

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