Mit Orbea kündigt ein weiterer Fahrradhersteller Preiserhöhungen an. Hier die Stellungnahme des baskischen Produzenten, der mit Rennrad-Modellen wie dem Orca und Pro-Team-Sponsoring fest im Rennradmarkt verwurzelt ist, zu Preissteigerungen in der kommenden Saison.

Mehr zum Thema der Lieferschwierigkeiten und Preissteigerungen haben wir ausführlich in diesem Artikel zusammengefasst. Hier das Statement von Orbea:

Das vergangene Jahr 2020 war ein Jahr voller Herausforderungen und auch 2021 beginnt mit unerwarteten Schwierigkeiten.

In den vergangenen Monaten wurde Orbea von steigenden Logistikkosten seitens unserer Zulieferer getroffen, die in manchen Fällen das Achtfache des bisherigen Preises betragen. In Kombination mit ohnehin steigenden Einkaufspreisen, leeren Lagern und Unterbrechungen in der Lieferkette bringt uns diese Entwicklung in eine nicht länger haltbare Situation.

Bislang hat Orbea alles versucht, um diese Preissteigerungen abzufangen. Doch mittlerweile ist der Punkt erreicht, an dem dies nicht mehr möglich ist. Daher sehen wir uns als Reaktion auf diese neue Situation zu einer Anpassung unserer Preise für den Einzelhandel gezwungen.

Speziell mit Blick auf die Folgen für unsere Händler und Kunden, die unserer Marke vertrauen, ist dies eine schwierige Entscheidung für Orbea, über deren Folgen wir uns bewusst sind.

Aus diesem Grund unternimmt Orbea weitere Anstrengungen, um die Folgen für unsere Händler und Kunden zumindest teilweise aufzufangen:

  • So gelten die Preisanpassungen nicht für Fahrräder, welche bereits vom Händler an den Kunden verkauft, aber noch nicht geliefert wurden. Dazu bitten wir die Händler, die entsprechenden Fahrräder und ihre Käufer zu bestätigen. So können wir den Preis unabhängig vom tatsächlichen Lieferdatum beibehalten.
  • Die neuen Einzelhandelspreise gelten ab dem 16. Februar.

Orbea unternimmt in der Fahrradbranche beispiellose Anstrengungen, um die Auswirkungen auf unsere Händler und unsere Kunden so gering wie möglich zu halten. Wir setzen uns mehr denn je für unsere Händler ein und stehen an ihrer Seite, um ihr Wachstum zu unterstützen.

Habt ihr für dieses Jahr ein Bike von Orbea in Aussicht?

Info: Pressemitteilung Orbea
  1. benutzerbild

    DAVT

    dabei seit 10/2010

    Sollen sie.. 30 % gehen immer. Eventuell zusätzlich deren hauseigenen Outlet im Auge halten.
  2. benutzerbild

    rr-mtb-radler

    dabei seit 02/2008

    Tja, die gesteigerten Logistikkosten stimmen, sind aber temporär und ich wette, dass sie nach der Pandemie wieder fallen. Ob die Räder dann wieder günstiger werden?
    Zudem ist die Radbranche eine, die durch die Pandemie als absoluter Gewinner geht. Umsatzsteigerungen wo man hinsieht. Und die Mitte/Ende 20 georderten Räder betriffen die (eventuell) gestiegenen Herstellungskosten noch nicht (glaubt einer, dass da Nachverhandelt wird?).
    Der Markt regelt den Preis. Extreme Nachfrage, wie derzeit, heben den Preis, keine Frage. Aber Statements wie dieses erzeugen bei mir ein smilie
  3. benutzerbild

    Low7ander

    dabei seit 10/2013

    Tja, die gesteigerten Logistikkosten stimmen, sind aber temporär und ich wette, dass sie nach der Pandemie wieder fallen. Ob die Räder dann wieder günstiger werden?
    Zudem ist die Radbranche eine, die durch die Pandemie als absoluter Gewinner geht. Umsatzsteigerungen wo man hinsieht. Und die Mitte/Ende 20 georderten Räder betriffen die (eventuell) gestiegenen Herstellungskosten noch nicht (glaubt einer, dass da Nachverhandelt wird?).
    Der Markt regelt den Preis. Extreme Nachfrage, wie derzeit, heben den Preis, keine Frage. Aber Statements wie dieses erzeugen bei mir ein smilie
    Darüber kann ich als Logistiker nur schmunzeln, weil in der Realität und wegen der aktuell geringeren Mengen von zu transportierenden Gütern überall die Hosen runtergelassen werden (müssen).
  4. benutzerbild

    rr-mtb-radler

    dabei seit 02/2008

    Darüber kann ich als Logistiker nur schmunzeln, weil in der Realität und wegen der aktuell geringeren Mengen von zu transportierenden Gütern überall die Hosen runtergelassen werden (müssen).

    Ich hatte in mehreren Medien gelesen, dass die Überseecontainer für Fahrräder und Teile von Asien nach Europa von 2000.-$ auf 11.000..$ oder € gestiegen sind.
    In einer Radzeitschrift hatte einer ausgerechnet, dass bei einem Container die darin enthaltenden Räder pro Stück ca. 200.-€ mehr kosten würden.
  5. benutzerbild

    Endurocker

    dabei seit 12/2019

    Tja, die gesteigerten Logistikkosten stimmen, sind aber temporär und ich wette, dass sie nach der Pandemie wieder fallen. Ob die Räder dann wieder günstiger werden?
    Das ist ein derzeit gerne diskutiertes Thema in meinem Rad begeisterten Freundeskreis. Ich kann es mir ehrlich gesagt nicht vorstellen.

    Generell kann man bei Luxusgütern wie Sporträdern eigentlich fast alles aufrufen solange die Branche da an einem Strang zieht.

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