Seit Thomas De Gendt bei der fünften Etappe der UAE-Tour aufgrund eines abgesprungenen Vorderreifens gestürzt ist, gibt es Diskussionen über die Sicherheit von Hookless-Systemen. Sowohl Reifenhersteller Vittoria als auch Zipp im neusten Update vom 21.03.2024 bekräftigen, dass der Reifen aufgrund eines Felgenbruchs abgesprungen sei, der Defekt habe also nichts mit dem Hookless-System an sich oder den Reifen zu tun.

[Update 29. März] UCI nimmt Stellung

Am 28. März hat die UCI eine Pressemeldung veröffentlicht, in der sie eine Stellungnahme zur Verwendung von Hookless-Felgen mit Tubeless-Reifen abgibt. Darin werden die Teams und Fahrer dazu aufgerufen die gültigen Regeln und Standards einzuhalten. Ausserdem wird eine Überprüfung der Thematik und die Vorbereitung neuer Maßnahmen angekündigt. Nachfolgend die Pressemeldung der UCI im Wortlaut:

Nach ihrer Stellungnahme zu den jüngsten Vorfällen im Zusammenhang mit der Verwendung von Hookless-Felgen mit schlauchlosen Reifen ist die Union Cycliste Internationale (UCI) heute in der Lage, kurz-, mittel- und langfristige Richtlinien zu diesem Thema herauszugeben.

Die erste Erklärung der UCI erfolgte vor dem Hintergrund mehrerer Vorfälle, die sich im professionellen Straßenradsport in den letzten zwei Jahren bei Veranstaltungen im internationalen UCI-Kalender ereigneten, darunter dieses Jahr bei zwei UCI WorldTour-Veranstaltungen – der UAE Tour und der Strade Bianche (ITA) – , sowie Bedenken von Straßenradsportakteuren hinsichtlich der Sicherheit der Fahrer.

Kurzfristig erinnert die UCI Teams und Fahrer an die in Artikel 1.3.018 des UCI-Reglements festgelegte Anforderung, die die Einhaltung der Standards 5775-2:2021 und 5775-1:2023 der International Organization for Standardization (ISO) für Radsportwettkämpfe vorschreibt. Diese Standards bieten einen Rahmen für die Kompatibilität von Reifen- und Felgenbreiten an Fahrrädern. Die UCI stellt fest, dass die in diesen ISO-Normen festgelegten Normen nicht immer eingehalten wurden und schließt die Möglichkeit nicht aus, dass dies bei einigen der aufgetretenen Vorfälle eine Rolle gespielt haben könnte.

Die UCI erkennt auch an, dass die Einhaltung der ISO-Standards durch Teams und Fahrer dadurch erschwert wird, dass die Hersteller ihre Empfehlungen zur Kompatibilität zwischen Reifen und Felgen auf die Empfehlungen der European Tyre and Rim Technical Organization (ETRTO) stützen, die nicht immer den ISO-Standards entsprachen.

Weitere Informationen zu den Artikeln 1.3.018 und 1.3.002 des UCI-Reglements, die sich beide auf die genannten ISO-Standards beziehen, finden Sie im UCI Technical Regulations Clarification Guide .

Mittelfristig hat die UCI beschlossen, SafeR – die neu gegründete Organisation für Sicherheit, die alle Beteiligten des professionellen Straßenradsports zusammenbringt – damit zu beauftragen, mit allen Beteiligten, einschließlich Teams, Fahrern und der Radsportindustrie, zusammenzuarbeiten, um die Situation zu erkunden. Mögliche Verbesserungen und Klarstellungen bezüglich der Verwendung von Hookless-Felgen mit schlauchlosen Reifen, die für die Aufnahme in die UCI-Bestimmungen relevant wären sollen gefunden werden. SafeR wird seine Empfehlungen, die für die Anwendung für die Saison 2025 berücksichtigt werden sollen, in einem Bericht mit dem Ziel vorlegen, die Sicherheit der Fahrer kontinuierlich zu verbessern. Insbesondere werden Teams, Fahrer und Kommissäre gebeten, jeden möglichen Vorfall mit Hookless-Felgen mit schlauchlosen Reifen zu melden und sicherzustellen, dass die Umstände des Vorfalls im Detail analysiert werden können.

Längerfristig wird die UCI eine eingehende Analyse der Angemessenheit der aktuellen Anforderungen für die Verwendung verschiedener Arten von Ausrüstung im Wettkampf, insbesondere von Laufrädern, durchführen, um sicherzustellen, dass diese Anforderungen die Sicherheit der Fahrer gewährleisten, an den professionellen Radsport adaptiert wurden und sich nicht ausschließlich oder größtenteils auf die Sorgfalt und internen Prozesse der Hersteller verlassen.

[Update 21. März] Erweitertes Statement von Zipp

Aktuell hat uns eine weitere Stellungnahme von Zipp erreicht, in der die Amerikaner ihre Sicht der Dinge nach Untersuchung der Unfall-Felge schildern:

Nach sorgfältiger Prüfung aller verfügbaren Beweise für die beiden separaten Ausfälle des 353 NSW-Vorderrads bei der UAE Tour und der Strade Bianche können wir die ursprüngliche Berichterstattung schlüssig bestätigen – beide wurden direkt durch große Aufprallkräfte verursacht. Zu den Quellen, die diese Schlussfolgerung stützen, gehören Rennvideoaufnahmen, Aussagen von Thomas De Gendt, Johannes Adamietz, dem Lotto DSTNY-Team, unsere internen Aufprall- und Luftdrucktests der von Lotto DSTNY verwendeten Reifen- und Radkombination sowie die Zerlegung des 353 NSW-Laufrades, das vom Lotto DSTNY-Team bei der UAE Tour verwendet wurde. Unsere Carbonlaminat-Untersuchung zeigte, dass die Radkonstruktion den von Zipp vorgeschriebenen Carbonlaminat-Design- und Verarbeitungsstandards entsprach, was bestätigt, dass die unglücklichen Defekte durch Schläge bei jedem Carbon-Laufrad hätten auftreten können, unabhängig von Felgentyp oder Reifengröße. Beide Brüche hatten überhaupt nichts mit der hakenlosen Konstruktion der Felge oder der Kombination aus Reifen und Felgenbreite zu tun. Unsere erneuten Labortests haben bestätigt, dass sowohl die Reifenwahl als auch die strukturelle Integrität der Felge, die von Lotto DSTNY gefahren wurde, für den Einsatz bei World Tour-Rennen geeignet und sicher sind. Während die Kombination aus 28-mm-Label-Reifen und 25-mm-Felgeninnenbreite bis vor Kurzem eine ISO-zugelassene Kombination war und nun schon seit drei Saisons sicher im Peloton eingesetzt wird, raten wir allen unseren Teams, sich strikt an den ISO Vorgaben zu Reifen-Felgen-Kombinationen zu halten und empfehlen aus größter Vorsicht allen unseren Teams, auf unseren Felgen mit 25 mm Maulweite nur TSS-kompatible Reifen mit einer Breitenangabe von mindestens 29 mm zu fahren.

Wir werden uns weiterhin für schlauchlose Straight-Side-Felgen (Hookless) einsetzen, da sie dem Fahrer viele Vorteile bieten, zu denen deutlich reduzierte Preise im Einzelhandel, ein besseres Tubeless-Montageerlebnis, deutlich geringere Radgewichte und eine insgesamt höhere Performance in jeder Hinsicht gehören.

Wir begrüßen zwar den öffentlichen Diskurs über die Verbesserung der Fahrersicherheit und die Überprüfung der branchenweit erforderlichen Mindestteststandards, lehnen jedoch entschieden die Aussage ab, dass diese Vorfälle auf das Hookless-Felgendesign oder die Sicherheitsstandards für Zipp-Laufräder zurückzuführen seien.

[Update 4. März] Statement von Zipp

Nun äußert sich auf der Hersteller der Felge, Zipp mit neuen Details zu dem Vorfall:

Zipp führt umfangreiche Tests durch, sowohl nach den bestehenden, von der Industrie ratifizierten Standards als auch nach unseren eigenen Protokollen, die auf über 30 Jahren Erfahrung in der Entwicklung der schnellsten Räder auf dem Planeten basieren. Diese Tests umfassen sowohl traditionelle Aufpralltests für den Felgenrand als auch Haltbarkeitstests für spezifische Reifen- und Felgenkombinationen. Speziell bezüglich der Reifenhaltung und hakenlosen Felgen unterziehen unsere internen Protokolle die Reifen/Felgen-Kombination Drücken, die weit über jeden veröffentlichten Standard hinausgehen. Dies hilft, die Sicherheit nicht nur bei den maximal angegebenen Drücken, sondern auch mit einem Sicherheitsaufschlag zu gewährleisten.

Zipp hat mit anderen Rad- und Reifenherstellern zusammengearbeitet, um die Standards von ISO und ETRTO festzulegen. Zipp-Räder, die diesen Standards entsprechen, ermöglichen es Reifenherstellern zu zertifizieren, dass ihre Reifen kompatibel sind, um auf unseren Rädern verwendet zu werden. Die Zertifizierungen von Reifenherstellern informieren unsere Reifenkompatibilitätsliste. Unsere Systeme sind sicher bewiesen und bleiben es auch.

Bezüglich des Vorfalls mit Thomas de Gendt hat die Teamleitung von Lotto/Dstny bestätigt, dass der Fahrer ein Objekt auf der Straße getroffen hat. Unser Team behandelt die Situation mit höchster Dringlichkeit. Ihre Einschätzung war, dass die Art des Aufpralls unabhängig vom Felgendesign erheblichen Schaden am Reifen und an der Felge verursacht hätte. Online kursierende Bilder zeigen Schäden, die mit einem schweren Frontalaufprall übereinstimmen. In diesem Moment wartet unser Designteam in Indianapolis immer noch auf die Rückkehr des Rades, um den Ausfallmodus zu bestätigen und weitere Analysen durchzuführen.

Bezüglich des kürzlich in den sozialen Medien kursierenden Bildes versuchen wir noch, mehr über die Situation zu erfahren. Da unserem Team derzeit keine Informationen über das Bild hinaus vorliegen, wäre es verfrüht, uns zu den nächsten Schritten zu äußern.

Wir hoffen, Ihnen die Ergebnisse unserer Laboranalyse so schnell wie möglich zur Verfügung stellen zu können.

Video: So kam es zum Sturz von Thomas De Gendt

Was ist passiert?

Auf einem Eurosport Video ist zu sehen, wie Thomas De Gendt vom Team Lotto-Dstny urplötzlich zu Sturz kommt, weil sein Vorderrad wegschmiert. Der Belgier blieb zum Glück weitgehend unverletzt und konnte das Rennen mit einem neuen Vorderrad fortsetzen. Da ein Mechaniker das Vorderrad vor laufender Kamera tauscht, ist klar zu erkennen, dass sich der Vorderreifen komplett von der Felge gelöst hat und zudem ein verwendetes Schaumstoff-Insert gebrochen und herausgefallen ist.

Bei dem Reifen handelt es sich um einen Vittoria Corsa Pro TLR in 28 mm Breite, das wurde schnell offiziell bestätigt. Offensichtlich ist zudem, dass der Reifen auf einem Zipp 353 NSW Laufrad montiert war. Und zwar Tubeless, mit Dichtmilch und einem „Air-Liner Road“ von Vittoria. Solche Schaumstoffkerne sind im MTB Sport schon lange bekannt, sie sollen harte Durchschläge verhindern und dafür sorgen, dass man auch bei einem kompletten Luftverlust weiterfahren kann. Denn der Schaumstoffkern soll eben unter anderem verhindern, dass sich der Reifen von der Felge lösen kann.

Im Rennrad-Bereich wird seit einigen Jahren auch im Rennsport mit Tubeless-Systemen und zum Teil mit hakenlosen Felgen gefahren. Und neuerdings verwenden auch viele Teams die oben beschriebenen Schaumkerne, um ein Abspringen der Reifen von der Felge auch bei komplettem Luftverlust zu verhindern. So soll eine Weiterfahrt zumindest bis zum Eintreffen des Materialwagens sichergestellt und natürlich auch die Sicherheit für die Fahrer erhöht werden.

Hier erklären wir die Vorteile von Hookless-Felgen

War das Tubeless-System oder die Hookless-Felgen Schuld?

Laut dem offiziellen Statement von Vittoria, dem Hersteller des verwendeten Reifens und des Inliners, war ein Bruch der Felge für den Unfall verantwortlich. Vittoria weist Spekulationen der vergangenen Tage, dass die verwendeten Reifen und Felgen nicht optimal kompatibel zueinander seien, klar und deutlich zurück. Eine harte Kollision mit einem Stein habe zu einer Beschädigung der Felge und diese wiederum zum Abspringen des Reifens geführt.

Was genau an der Felge beschädigt wurde, geht aus der Erklärung von Vittoria nicht hervor. Wir haben bei SRAM/Zipp um eine Stellungnahme gebeten und die Information erhalten, dass der Vorgang aktuell noch untersucht werde. Sollte sich herausstellen, dass die Felge tatsächlich gebrochen ist, steht der Unfall wohl nicht in direktem Zusammenhang mit dem Tubeless-System oder den hakenlosen Felgen und hätte sich in ähnlicher Art auch mit einem klassischen Setup mit Hakenfelge und der Verwendung eines Schlauches abspielen können.

Denn wenn sich ein so harter Aufprall auf einen Gegenstand ereignet, der die Felge brechen lässt, kann man in der Regel auch davon ausgehen, dass ein Schlauch beschädigt worden und es somit ebenfalls zum abrupten Luftverlust gekommen wäre. Daher ist es im Moment spekulativ, dem Hookless-System die Schuld zu geben, solange nicht klar ist, wie genau eine etwaige Beschädigung der Felge ausgesehen hat und wie es genau zu dem Schaden kam.

Die Stellungnahme von Vittoria im Wortlaut

Nach dem Sturz von Thomas De Gendt während der UAE-Tour in der vergangenen Woche gab es einige Diskussionen über das Hookless-System. Es muss unbedingt klargestellt werden, dass das Versagen der Felge auf einen Aufprall auf ein Objekt, in diesem Fall einen Stein, zurückzuführen ist und nichts mit dem hakenlosen Felgendesign zu tun hat. Die Intensität des Aufpralls führte dazu, dass die Felge/das Rad so brach, dass der Reifen nicht mehr sicher an Ort und Stelle blieb. Die Kraft war so stark, dass das Reifeninsert auseinandergerissen wurde.

Es ist wichtig zu betonen, dass der Unfall nicht auf Kompatibilitätsprobleme zwischen den vom Team verwendeten Komponenten zurückzuführen war. Der Vittoria Corsa PRO 28 mm TLR wurde umfangreichen Tests auf verschiedenen hakenlosen kommerziellen Rädern unterzogen, darunter Zipp-Modellen (z.B. 353NSW). Die Kompatibilität wurde durch Labortests, Feldtests im Freien und Rennen gründlich validiert, wobei die offizielle Kommunikation über die Sram-Website bereitgestellt wurde. Als Mitglieder der ETRTO entwickeln wir unsere Produkte konsequent unter strikter Einhaltung der ETRTO-Normen, die sowohl aktuelle ETRTO-Standards als auch „Previous Standard Data (PSD)“ ETRTO umfassen.

Die Stellungnahme von Zipp im Wortlaut

Zipp nimmt die Leistung und Sicherheit seiner Produkte sehr ernst. Was den jüngsten Vorfall bei der World Tour betrifft, untersuchen wir ihn und arbeiten direkt mit den Teams und Fahrern zusammen, um sicherzustellen, dass wir genau verstehen, was passiert ist. Sobald wir ein klares Bild haben, können wir angemessen reagieren.

Nutzt ihr Hookless-Felgen oder habt ihr Bedenken?

Foto: Screenshot Youtube
  1. benutzerbild

    giant-l

    dabei seit 06/2021

    Entweder ist der Stein gross genug um eine Felge zu Bruch zu bringen, dann hätte ihn mindest einer der zahlreich anwesenden Photoapparate aufzeichnen müssen - mithin, das Bild des Felsbrockens wäre uns gezeigt worden.
    Genau, es wird ja jeder Fahrer zu jedem Zeitpunkt von Kameras beobachtet. Erst recht wenn er im Peloton unterwegs ist. Und nachdem der Stein ja nicht am Rand hätte liege können, muß es zwingend ein Vertuschungsversuch seitens Zipp gewesen sein, alles andere ist völlig unmöglich! smilie o_Osmilie
  2. benutzerbild

    AFE

    dabei seit 07/2009

    So und jetzt die Preisfrage, da ich mich von der Formulierung her durchaus angesprochen fühle.

    Würdest du den geplatzten Schlauch guten Gewissens weiterfahren?


    Niemand sagt, dass man Hookless nicht fahren kann, aber man muss halt erheblich vorsichtiger sein bzgl. Reifenauswahl und Druck.

    Werde ich in Zukunft weiter mit Hookless fahren? Ziemlich sicher, da die Laufräder ja eh hier sind

    Nee. War gar nicht auf dich bezogen.
  3. benutzerbild

    greyscale

    dabei seit 02/2004

    Nochmal: Macht es nicht zu einer Religion.

    Tubeless mit Haken fahre ich am Kwerrad seit 2017. Das ist im Gelände ohne Frage drückend überlegen.

    Auf Asphalt und mit schmaleren Reifen wird auch die fehlertolerantere Variante mit Haken anstrengend. ich habe TL/hooked mittlerweile an 2 1/2 Rädern und habe das inzwischen weitgehend im Griff.

    Die Fahrrad-industrie ist üblicherweise extrem fehlertolerant, der Haken bei TL/hooked fängt eine Menge Schludrigkeit der Branche auf.

    g.

  4. benutzerbild

    usr

    dabei seit 11/2011

    So. Bin jetzt auch Blow Off Opfer. Eben lauter Knall im Nachbarzimmer. Hat es jetzt echt das Hookless Setup zerlegt. Kurz die Räder gecheckt. Entwarnung. Es war nur der Clincher vom Stadrad, der explodiert ist. Zum Glück ist das nicht auf der Radtour letztes Wochenende passiert. Hätte nie wieder ruhigen Gewissens mit Hakenfelgen und Schlauch fahren können
    Anhang anzeigen 1424108
    Die Bremsflanken stehen auf dem Reifen, nicht im Reifen. Hast du freilaufende Reifenheber in der Wohnung die da zwischen Blowoff und Foto zugeschlagen haben könnten?
  5. benutzerbild

    BergHügi

    dabei seit 06/2022

    Ich seh die ganze Sache etwas anders. So vor etwa 15 Jahren, hatte Hed ein Patent auf bauchige Felgenform und ZIPP hat in Lizenz die erste Generation FC Felgen raus gebracht. Hier fing es dann auch damit an, dass die Maulweite größer wurde. (Ganz nebenbei, auf diesen FC Felgen waren ganz schmale Reifen schneller als die damals üblichen 23mm Reifen. Die vorgebliche Optimierung zu immer dickeren Reifen hat von Anfang an unter falschen Nebenbedingungen stattgefunden).
    Dann lief das Patent aus und alle möglichen, auch ostasiatischen Firmen, haben schöne günstige bauchige CFK-Felgen angeboten. Die Verkäufer bei Zipp haben scharf nachgedacht, um wieder irgendeine Art Alleinstellung zu bekommen, um ihre Preise rechtfertigen zu können. Daraufhin wurde in schneller Abfolge die Maulweite immer breiter, dazu ein Holperprüfstand für schöne YouTube Filmchen zusammengezimmert, Buckelwaal Flossen modelliert und Haken weggelassen. Alles unter dem Werbebanner Innovation. Am Ende steckt der Kunde im Schlamassel, aber der lässt sich i.d.R. gerne veralbern.

Was meinst du?

Wir laden dich ein, jeden Artikel bei uns im Forum zu kommentieren und diskutieren. Schau dir die bisherige Diskussion an oder kommentiere einfach im folgenden Formular:

Verpasse keine Neuheit – trag dich für den Rennrad-News-Newsletter ein!