Neues Open Wi.de. 2.0 Aero-Tuning für das Gravel-Monster

Frischzellenkur für das neue Open Wi.De. 2.0: Das neue Gravel-Bike kombiniert die gewaltige Reifenfreiheit von bis zu 2,6 Zoll mit einer Aerodynamik-Offensive an der Front. Neben einem komplett neuen, verstellbaren Cockpit-System zieht auch die Produktion um – der Rahmen wird künftig in Portugal gefertigt.
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Open Wi.De. 2.0: Infos und Eckdaten

Als das erste Wi.De. erschien, definierte es die Grenze zwischen Gravelbike und Mountainbike neu. Die Version 2.0 bleibt diesem „Monster-Tuning“ treu, rückt aber die Effizienz stärker in den Fokus. Auffälligste Neuerung ist die AC/DC+ Gabel, die trotz ihrer massiven Bauweise ein aerodynamisches Profil besitzt. Produziert wird das Set nun in Portugal, was Open mit dem Wunsch nach Fertigung in demokratischen Ländern begründet. Technisch setzt Open auf Vielseitigkeit: Das neue B.A.R.-System (Break All Rules) erlaubt eine integrierte Leitungsführung bei gleichzeitiger Verstellbarkeit der Vorbaulänge. Preislich hält sich der Hersteller noch bedeckt, bei einem US-amerikanischen Anbieter wird das Wi.De. 2.0 Rahmenset mit 4.500 $ für Vorbesteller gelistet.

  • Rahmen Carbon (875 g in Größe M, unlackiert, Herstellerangabe)
  • Integration Zwei interne Taschen im Unterrohr mit magnetischem Fidlock-Verschluss
  • Reifenfreiheit Bis zu 66 mm (2,6″) bei 700c-Laufrädern
  • Fahrwerk Starre U-Turn AC/DC+ Aero-Cargo-Gabel (optimiert für 160 mm Discs ohne Adapter)
  • Bikepacking Drei Montagepunkte auf dem Oberrohr, BB-Rivnuts und integrierte Cargo-Slots an der Gabel
  • Standards UDH-Schaltauge, T47-Gewindelager (85,5 mm), 27,2 mm Rundstütze
  • www.opencycle.com

Open Wi.De. 2.0
# Open Wi.De. 2.0 – das Offroad-Konzept erhält ein umfangreiches Update und kombiniert mit Portugal-Fertigung, AC/DC+ Aero-Gabel und dem integrierten B.A.R. Cockpit-System ein technisches Komplettpaket für anspruchsvolles Gelände. Das neue Rahmen-Set soll Aero-Effizienz mit einer Reifenfreiheit von bis zu 66 mm vereinen und bietet dank integrierter Taschen reichlich Stauraum für Expeditionen.

Diashow: Neues Open Wi.de. 2.0: Aero-Tuning für das Gravel-Monster
Die Gabel des Wi.De. 2.0 ist in mehrer Hinsicht besonders – so soll trotz der breiten Bauweise als Aero-Bauteil dienen.
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Trotz Fokus auf Aero wurde die Sattelstütze bewusst rund gehalten – so soll es keine Probleme beim Einbau einer Vario-Stütze geben.
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Im Detail: Integration ohne Einstell-Frust

Während viele Hersteller bei der Integration auf starre Cockpits setzen, geht Open mit dem B.A.R.-System einen eigenen Weg. Die Carbon-Einheit ermöglicht eine Anpassung der Vorbaulänge in 5-mm-Schritten (insgesamt 15 mm Spielraum), ohne dass Bremsleitungen gekappt werden müssen. Das soll den „Fitting-Albtraum“ moderner Aero-Bikes beenden. Die Geometrie wurde moderat angepasst: Ein etwas längerer Reach und mehr Stack tragen dem Trend zu technischeren Strecken Rechnung. Die charakteristischen „Double-Drop“-Kettenstreben bleiben erhalten, um Platz für die massiven 2,6-Zoll-Schlappen zu schaffen, ohne den Q-Faktor (die Kurbelbreite) unnötig aufzublähen.

Das B.A.R.-System ermöglicht es, die Vorbaulänge in 5 mm Schritten anzupassen – insgesamt bietet das System 15 mm Spielraum.
# Das B.A.R.-System ermöglicht es, die Vorbaulänge in 5 mm Schritten anzupassen – insgesamt bietet das System 15 mm Spielraum.
Die Double-Drop Kettenstreben bleiben auch beim neuen Modell erhalten.
# Die Double-Drop Kettenstreben bleiben auch beim neuen Modell erhalten.
Bis zu 2,6-Zoll breite Reifen finden so im Hinterbau Platz.
# Bis zu 2,6-Zoll breite Reifen finden so im Hinterbau Platz.

Stauraum und Aero-Cargo-Gabel

Das Wi.De. 2.0 ist für lange Expeditionen konzipiert. Das Unterrohr beherbergt zwei interne Rahmentaschen für Werkzeug, die über einen Fidlock-Verschluss zugänglich sind. Ein interessantes Detail ist die neue Gabel: Sie dient nicht nur als Aerodynamik-Bauteil, sondern verfügt über integrierte Cargo-Slots. Taschen können hier direkt mit Straps befestigt werden, was das Gewicht von klassischen Cages spart. Am Heck setzt man bewusst auf eine runde 27,2 mm Sattelstütze – wer im groben Gelände eine Dropper-Post verbauen will, hat hier freie Wahl. Für Ganzjahresfahrer sind zudem spezielle „Rotoblock“-Schutzblechaufnahmen an Bord, die Klappern und Verrutschen verhindern sollen.

Die Gabel des Wi.De. 2.0 ist in mehrer Hinsicht besonders – so soll trotz der breiten Bauweise als Aero-Bauteil dienen.
# Die Gabel des Wi.De. 2.0 ist in mehrer Hinsicht besonders – so soll trotz der breiten Bauweise als Aero-Bauteil dienen.
Über intergrierte Cargo-Slots lassen sich zudem Taschen direkt an der Gabel befestigen, ein Cage ist nicht mehr nötig.
# Über intergrierte Cargo-Slots lassen sich zudem Taschen direkt an der Gabel befestigen, ein Cage ist nicht mehr nötig.
Im Unterrohr findet sich jetzt auch beim Wi.De. ein Kofferraum
# Im Unterrohr findet sich jetzt auch beim Wi.De. ein Kofferraum
Trotz Fokus auf Aero wurde die Sattelstütze bewusst rund gehalten – so soll es keine Probleme beim Einbau einer Vario-Stütze geben.
# Trotz Fokus auf Aero wurde die Sattelstütze bewusst rund gehalten – so soll es keine Probleme beim Einbau einer Vario-Stütze geben.
Am Heck bietet das UDH Schaltauge Kompatibilität mit den AXS Schaltwerken von SRAM.
# Am Heck bietet das UDH Schaltauge Kompatibilität mit den AXS Schaltwerken von SRAM.
Beim Tretlager wird auf den T47 Standard gesetzt.
# Beim Tretlager wird auf den T47 Standard gesetzt.

Geometrie

Die Lenkwinkel liegen zwischen 69° (XS) und 71,5° (XL), was für ein ruhiges Handling im losen Untergrund sorgt. Mit einer Kettenstrebenlänge von 440 mm über alle Größen hinweg liegt der Fokus klar auf Laufruhe und Traktion bergauf. In Größe M beträgt der Stack 590 mm bei einem Reach von 374 mm.

Rahmengröße XS S M L XL
Laufradgröße 28″ / 700C 28″ / 700C 28″ / 700C 28″ / 700C 28″ / 700C
Reach 349 mm 361 mm 374 mm 386 mm 398 mm
Stack 540 mm 565 mm 590 mm 615 mm 640 mm
STR 1,55 1,57 1,58 1,59 1,61
Lenkwinkel 69° 70,5° 70,5° 71,5° 71,5°
Sitzwinkel, effektiv 73,5° 73,5° 73,5° 73,5° 73,5°
Oberrohr 487 mm 508 mm 528 mm 548 mm 567 mm
Sitzrohr 417 mm 449 mm 480 mm 504 mm 518 mm
Überstandshöhe 718 mm 750 mm 781 mm 804 mm 819 mm
Kettenstreben 440 mm 440 mm 440 mm 440 mm 440 mm
Radstand 1.029 mm 1.032 mm 1.055 mm 1.058 mm 1.079 mm
Tretlagerabsenkung 96 mm 91 mm 88 mm 87 mm 86 mm
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Ausstattung

Open bietet das Wi.De. 2.0 primär als Rahmenset an, empfiehlt aber den Aufbau mit elektronischen 1-fach-Gruppen (SRAM AXS, Shimano GRX Di2 oder Campagnolo Ekar). Für maximale Geschwindigkeit empfiehlt der Hersteller Reifen zwischen 55 mm und 66 mm auf Felgen mit mindestens 28 mm Innenweite. Das Set ist in „Platinum Grey“ oder als „Ready-to-Paint“-Version für Individualisten erhältlich.

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Aerodynamik an einem Bike mit 2,6-Zoll-Reifen: Braucht ein Gravelbike so viel Reifenfreiheit, oder schielt ihr da schon eher zum Hardtail?

Text: Redaktion / Fotos: Pressemitteilung Open

77 Kommentare

» Alle Kommentare im Forum
  1. Anhang anzeigen 1774857Kann mir jemand bei der Geometrie weiterhelfen? Die Werte passen nicht zum Sitz Winkel. Hier beispielhaft an M.

    arctan(590/(528-374))= 75,371°
    Ja,

    die 528mm sind die Länge entlang des Oberrohres. Horizontal vom Steuerrohr bis zum Sitzrohr ist ds OR 549mm lang, wenn man den Rahmen konstruiert.

    Gruss, Felix
  2. Ja,

    die 528mm sind die Länge entlang des Oberrohres. Horizontal vom Steuerrohr bis zum Sitzrohr ist ds OR 549mm lang, wenn man den Rahmen konstruiert.

    Gruss, Felix
    Danke, aber woher hast du die Info? Die Grafik bezeichnet die horizontale Länge als TT length und laut Tabelle wären das 528mm.

    Ich kann das mit den 75° ja auch nicht glauben.
  3. Danke, aber woher hast du die Info? Die Grafik bezeichnet die horizontale Länge als TT length und laut Tabelle wären das 528mm.

    Ich kann das mit den 75° ja auch nicht glauben.
    Wie gesagt, ich überprüfe solche Ungereimtheiten einfach in dem ich die Geo konstruiere und dann sehe, was plausibel ist. im Regelfall hat man ja genug Daten die plausibel zusammen passen, um solchen Dingen auf die schliche zu kommen.
    Gebe ich der vorhandenen Rahmendaten ein, stelle ich fest, dass das Oberrohr 528mm lang ist, wenn man es direkt misst. Horizontal gemessen ist es 549mm.
    Da die Konzention ist, horizontal zu messen, ist es in der graphi richtig eingezeichnet, aber in der Tabell steht nicht der entsprechende Wert.

    Gruss, Felix
  4. Wie gesagt, ich überprüfe solche Ungereimtheiten einfach in dem ich die Geo konstruiere und dann sehe, was plausibel ist. im Regelfall hat man ja genug Daten die plausibel zusammen passen, um solchen Dingen auf die schliche zu kommen.
    Gebe ich der vorhandenen Rahmendaten ein, stelle ich fest, dass das Oberrohr 528mm lang ist, wenn man es direkt misst. Horizontal gemessen ist es 549mm.
    Da die Konzention ist, horizontal zu messen, ist es in der graphi richtig eingezeichnet, aber in der Tabell steht nicht der entsprechende Wert.

    Gruss, Felix
    Verstehe. Eine plausible Annahme deinerseits. Ich bin da bei dir. Ein Sitz Winkel von 75° und mehr ist leider sehr unplausibel. Für mich wäre es damit das perfekte Rad.
  5. unabhängig davon, dass es sich hier bei dem wide 2.0 um ein hochpreisigen Rahmen handelt, finde ich es vor Kauf schon interessant, was einen erwartet.
    Sei es bez. Gabellänge,offset und trail und Fahrverhalten oder schlicht und einfach, welche Optik einen bezüglich Steuerrohrlänge (und Gabellänge) erwartet.
    Oder muss man dazu mit dem Maßband nach Basel fahren, um beim open store direkt nachzumessen...?!?

    Finde es schon sehr seltsam, dass da gerade dieser im oberen Segment angesiedelte Hersteller jede Auskunft verweigert und sich gegenüber dem Kunden so unkooperativ zeigt (auf eine weitere Anfrage von mir wurde nicht eingegangen).
    ich hatte die Kritik zu den Geodaten mal an Open weitergeleitet. der freundliche Mann aus der Technik weist mich gerade darauf hin, dass Gerard jetzt in der Geotabelle Gabellänge und Steuerrohrlänge notiert hat.

    Was noch fehlt ist der Gabelvorlauf, aber den halten sie aus der Liste heraus.
    Nicht dass sich der typische Open-Kunde wenig für Geoemetrie oder Fahrverhalten interessiert - er vertraut aber maßgeblich darauf, dass diejenigen, die vor 10 Jahren DAS wegweisendes Gravelbike gebaut haben, wissen was sie tun.

    So waren wir schnell in die Diskussion verfallen, wie viele Informationen genau richtig sind.
    Während die einen immer mehr Infos haben wollen, sind die anderen schon von wenigen Informationen überfordert. Gerade in zeiten von Suspension-corrected-Forks mit Überlänge würde man beim geovergleich nach Oberrohr und Steuerrohrlänge derbe auf die Nase fallen.

    Gruss, Felix
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