Christopher Froome sieht sich nicht in der Pflicht zu attackieren, um den Rekord von 5 Toursiegen zu schaffen. Hauptsache sei für ihn, es stehe ein Sky-Fahrer auf dem Podium, sagt der Brite den Sky News.

Chris Froome ist bereit seine eigenen Ambitionen auf den 5. Toursieg zugunsten von Geraint Thomas zurückzustellen. Gegenüber den Sky-News sagte der vierfache Tour-Sieger am heutigen Ruhetag: „So lange es ein Sky-Fahrer ist, der in Paris ganz oben auf dem Podium steht, bin ich glücklich“. Am Ende der zweiten Tour-Woche steht Froomes Mannschaftskollege Geraint Thomas auf Platz 1 des Gesamtklassements und Froome auf Platz 2. Thomas konterte zuletzt eine Attacke auf sein Gelbes Trikot auf der Etappe nach Alpes d’Huez mit einem starken Antritt und fuhr zum Sieg. Dabei nahm er auch seinem Kapitän Chris Froome wertvolle Bonus-Sekunden weg, die für einen Etappensieg der Gesamtzeit gutgeschrieben werden. Direkt angesprochen, ob er einen 5. Toursieg zugunsten von Thomas opfern würde, falls nötig, sagte Froome gegenüber Sky „Ja“.

Im Gesamtklassement liegt Geraint Thomas nun 1’39“ vor Froome. Dennoch wurden Team Sky und Thomas bis zuletzt nicht müde zu betonen, dass Chris Froome der Kapitän bleibe. Und Froome, der im Frühjahr bereits den Giro gewonnen hat, sagte von Anfang an, er hoffe in der 3. Tourwoche seine Form zu finden. Ein solcher Formaufbau während der Tour macht Sinn mit einer schweren Rundfahrt in den Beinen. Tom Dumoulin, der im Mai ebenfalls den Giro bestritt, wirkte in den Alpen ähnlichb stark wie Froome, aber beherzter, und liegt derzeit 11″ hinter dem Briten auf Platz 3.

„Es ist nicht an uns zu attackieren, die Reihe ist an den anderen Teams“, sagte Froome zu Sky News. Nach dem Ruhetag heute geht es morgen in die Pyrenäen, wo zwei Berge der 1. Kategorie auf die Fahrer warten. Nach dem letzten Anstieg auf den Col du Portillon folgt noch eine Abfahrt bis ins Ziel. Spätestens dort wird sich zeigen, ob Froome weiterhin im (Wind)Schatten von Thomas bleibt.

  1. benutzerbild

    Recordfahrer

    dabei seit 02/2005

    Das erinnert mich an die Situation Riis/Ullrich 1997. Schön, das Froome soviel Teamgeist hat, ein Lance Armstrong hätte das nie geduldet.
  2. benutzerbild

    Oseki

    dabei seit 02/2016

    Sagte ein Sky Fahrer zu Sky News, wie Bike Bild berichtete.
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