25.000 Euro Aero-Rennrad Bugatti Factor One sprengt Bike-Limits

Factor Bikes und Bugatti präsentieren mit dem Bugatti Factor ONE ein Aero-Rennrad, das sich bewusst über das UCI-Reglement hinwegsetzt. Mit einem Verkaufspreis von 25.799 Euro und einer Limitierung auf 250 Stück zielt das Projekt weniger auf den Breitensport als auf den Sammlermarkt.
Titelbild

Bugatti Factor ONE: Infos und Preise

Das Bugatti Factor ONE basiert auf der technischen Expertise von Factor, nutzt jedoch Design-Elemente der französischen Luxusmarke. Der entscheidende technische Aspekt: Das Rad ist nicht UCI-konform. Durch den Verzicht auf die Zulassung für offizielle Profi-Rennen konnten die Ingenieure eine Gabelkonstruktion realisieren, die nicht von den Vorgaben des Weltradsportverbandes UCI beschnitten wird. Die neu entworfene Gabel weist einen extrem breiten Stand auf, um Luftverwirbelungen am Vorderrad zu minimieren. Zudem finden sich in den unteren Gabelholmen zwei Luftdurchlässe, die so nicht am Serienbike Factor ONE, das wir schon im Test hatten, zu finden sind.

  • Rahmenmaterial: Carbon
  • Besonderheit: Nicht UCI-konform (Gabel & Aeroprofile)
  • Laufradsatz: Black Inc Bugatti Hyper 62 (1.298 g)
  • Komponenten: Carbon-Ti, SRM, Selle Italia, Continental
  • Limitierung: 250 einzeln nummerierte Exemplare
  • Verfügbarkeit: Ab sofort
  • Info www.factorbikes.com
  • Preis: 25.799 € (UVP)
Das Bugatti Factor ONE nutzt die aerodynamischen Freiheiten außerhalb des UCI-Reglements.
# Das Bugatti Factor ONE nutzt die aerodynamischen Freiheiten außerhalb des UCI-Reglements.
Der Leistungsmesser kommt von SRM
# Der Leistungsmesser kommt von SRM – die Kettenblätter von Carbon-Ti.
Die Italiener liefern auch die Bremsscheiben
# Die Italiener liefern auch die Bremsscheiben – mit großer Liebe zum Detail.
Hypercar trifft Hyperbike
# Hypercar trifft Hyperbike – Bugatti und Factor.

Design und technische Ausstattung

Optisch orientiert sich das Rad am „Split-Design“ der Bugatti-Hypersportwagen. Die zweifarbige Lackierung unterteilt den Rahmen längs, ergänzt durch das historische „Dancing Elephant“-Logo an der Front – eine Referenz an die Skulptur von Rembrandt Bugatti. Technisch ist das Rad auf maximale Integration ausgelegt. Das Cockpit und die Sattelstütze sind spezifisch für dieses Modell gefertigt.

Bei der Ausstattung kommen keine Standard-Gruppen von der Stange zum Einsatz. Factor kombiniert High-End-Parts von Carbon-Ti (Kettenblätter und Bremsscheiben) mit einem spezifischen Sattel von Selle Italia. Die Black Inc Bugatti Hyper 62 Laufräder verfügen über 62 mm hohe Carbonfelgen und Keramiklager. Zudem, abweichend zu den Serien-Laufrädern, über breite Aero-Carbonspeichen. Mit einem vom Hersteller angegebenen Gewicht von 1.298 Gramm für den Laufradsatz liegt dieser trotz der hohen Aero-Felgen fast im Bereich von leichten Kletter-Laufrädern.

Das Bugatti Factor One geht noch deutlich über das ohnehin schon spektakuläre Serienbike hinaus.
# Das Bugatti Factor One geht noch deutlich über das ohnehin schon spektakuläre Serienbike hinaus.
Radikales Aero-Design wohin man schaut.
# Radikales Aero-Design wohin man schaut.
Das Cockpit ist sehr schmal gebaut.
# Das Cockpit ist sehr schmal gebaut.
Die Sitzstreben entsprechen der Serienversion.
# Die Sitzstreben entsprechen der Serienversion.
Die Gabel wurde hingegen für diese Sonderedition neu konstruiert!
# Die Gabel wurde hingegen für diese Sonderedition neu konstruiert!
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Aufwendige Kooperation

Das Bugatti Factor ONE ist nicht die erste Kooperation zwischen einem Automobilhersteller und einer Radmarke, schraubt die Kooperation aber in neue Dimensionen. Nicht nur wegen der luxuriösen und detailverliebten Ausstattung, sondern auch wegen der aerodynamischen Optimierung über die Reglementierungs-Grenzen der UCI hinweg. Selbst die Reifen von Continental sind mit einem speziellen Bugatti Branding versehen.

Die offizielle Präsentation findet am 18. März 2026 in Shanghai statt. Wer eines der exklusiven Bikes ergattern möchte, sollte nicht zu lange überlegen. Die streng limitierte Auflage dürfte bei Sammlern und geneigten Menschen hohe Begehrlichkeit wecken und könnte schnell vergriffen sein.

Continental GP 5000 TT TR Reifen mit speziellem Bugatti Branding
# Continental GP 5000 TT TR Reifen mit speziellem Bugatti Branding – der betriebene Aufwand ist enorm.
Nur 250 Stück des edlen Renners werden gebaut
# Nur 250 Stück des edlen Renners werden gebaut – die Seriennummer ist auf der Sitzstrebe verewigt.
Auf der anderen Seite ein markiger Werbespruch
# Auf der anderen Seite ein markiger Werbespruch – Klappern gehört zum Handwerk.
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Was haltet ihr von der Zusammenarbeit zwischen Bugatti und Factor: Ist die Befreiung von den UCI-Regeln der richtige Weg für Performance-Bikes oder handelt es sich hier nur um ein teures Sammlerstück?

Text: Harald Englert / Infos, Fotos: Factor Bikes

114 Kommentare

» Alle Kommentare im Forum
  1. Falsch. Es ging ums Bahnrad-Team:
    Dazu hast du angemerkt: "Dann würden aber doch nicht nur die Briten damit rumfahren."
    Ja sag ich doch. Du siehst keine 2 Meinungen. Ich schon. Ich will jetzt hier aber auch nicht ewig im Kreis diskutieren.
    Hast du das Bild nicht gesehen? Bei dem Beispiel sind schon fast 50 % abgedeckt nicht 3 oder 4 % der Stirnfläche wie in der MotoGP.
    Und es gibt natürlich noch extremere Beispiele:
    Klar, vollverkleidet ist natürlich am besten. Ich schreibe aber hier nur zu Schutzblechen und nicht zu Velomobilen. Der mit Abstand größte Verlust tritt beim Vorderrad nun mal im oberen Drittel auf.
    Falsch gedacht. Beim Fahrrad macht den größten Teil des Luftwiderstands der Fahrer aus. Daher wäre eine breitere Verkleidung besser, die die Luft um den Fahrer herumführt
    Es geht mir rein um die Verluste durchs vordere Laufrad. Wenn Du gerne die Gabeln als Windabweiser für den Fahrer willst, ist das etwas anderes und widerspricht aber eigentlich nicht einem Schutzblech fürs Vorderrad.
    Natürlich sind die erlaubt. Genau so wie die breiten Gabeln erlaubt sind, halt nicht bei UCI-konformen Rennen. DU hast doch diese Fender ins Spiel gebracht:
    Erlaubt im Sinne von UCI konform sind sie nicht und fallen schon deswegen damit für nahezu alle Rennradhersteller aus. Die wollen ja ihren UCI Sticker aufs Rad kleben. Ich habe auch nicht diese konkreten Fender ins Spiel gebracht, sondern geschrieben was m.E. aus aerodynamischen Gründen Sinn machen könnte, wenn man eh keine UCI Konformität möchte. Das es etwas in dieser Art bereits gibt, wusste ich nicht.
    Der Grund ist, das vergisst du immer, dass die Lauffläche des Reifens sehr schmal ist. Noch mal: Die Speichen sind das Problem.
    Es geht ja am Fahrrad nicht nur um die Lauffläche sondern auch mit um eine seitliche Abdeckung. Da werden auch die Speichen mit abgedeckt.

    Insgesamt verstehe ich auch nicht, was Dich an meiner Grundaussage so triggert, dass Du mir bis aufs Messer entgegen trittst. 🤷‍♂️
    Es geht ja hier eigentlich um das 25.000€ Factor/Bugatti Rad und nicht um "ich habe Recht"?
  2. Es geht ja am Fahrrad nicht nur um die Lauffläche sondern auch mit um eine seitliche Abdeckung. Da werden auch die Speichen mit abgedeckt.
    Kurios sind Deine ständigen Widersprüche. Hier schreibst zum Beispiel: "Es geht ja am Fahrrad nicht nur um die Lauffläche..."
    Vorher schreibst: "es geht darum die Lauffläche der rotierenden Räder":
    Nein, es geht darum die Lauffläche der rotierenden Räder gegen den Fahrtwind abzudecken (siehe Vorderradverkleidung MotoGP).
    ...als Antwort nachdem ich geschrieben habe: "- aber dann würde man gleich Scheibenräder verwenden."

    Du schreibst also zuerst explizit hin, dass es um die Lauffläche geht, und jetzt doch nicht. Die Frage ist, was die Ursache deiner Widersprüche ist.
  3. Wieso stretets ihr euch wegen an Radl das euch eh nie leisten täterts?
    Ich streit mich für gwöhnlich nur um was das i ma leisten kann.

  4. So langsam frage ich mich, ob Du mich trollen willst. Deshalb und weil es ja eigentlich überhaupt nicht zum Thema hier gehört, ist das jetzt mein letzter Post dazu.
    Zu meiner Grundaussage:

    Ein eng anliegendes Schutzblech vorne wäre auf jeden Fall aerodynamischer als keines. Baut aber trotzdem keiner ans Rad.
    hast Du die Meinung:
    Ein Schutzblech wäre aerodynamisch nur sinnvoll, wenn es das ganze Laufrad abdeckt - aber dann würde man gleich Scheibenräder verwenden.
    Ich schrieb dann, dass dies ja die Lauffläche nicht abdeckt. Daraus scheinst Du zu schließen, ich würde glauben, man müsste nur die Laufläche abdecken und hast mir mitgeteilt, entscheidend sind die Speichen. Dem habe ich nicht widersprochen, sondern darauf hingewiesen, dass es auch noch andere Faktoren gibt. Was daran kurios widersprüchlich sein soll.🤷‍♂️
    Kurios sind Deine ständigen Widersprüche.
    Ich habe in Folge außerdem erklärt, dass es mir um die oberen 20-30% des gesamten Laufrades geht, die Gründe dafür genannt und dass es dann keine Hochprofilfelgen bräuchte. Du hast mich darauf aufmerksam gemacht, dass es sowas schon gibt und auf meine Erwiderung noch weitere Nebenkriegsschauplätze eröffnet. Bleibst aber in der Hauptsache bei Deinem:
    Die Speichen sind das Problem.
    Dazu jetzt: Ich habe nie geschrieben, dass die Speichen nicht beachtenswert sind.
    Beim Vorderrad in freier Wildbahn, also mit Seitenwind und Windböen, kann man zusätzlich zur Speichengeometrie, dies für Straßenrennräder momentan nur über Hochprofilfelgen bis 65mm UCI konform lösen, da die am Punkt der höchsten Umfangsgeschwindigkeit das Laufrad "verschließen". Ein wie von mir beschriebenes Schutzblech täte dies auch, und ebenso die aerodynamisch günstige Abdeckung der Lauffläche, ist aber nicht von der UCI erlaubt.

    Damit ist die Sache für mich Auserzählt. Du kannst mir weiterhin Widersprüchlichkeit vorwerfen und meine Aussagen aus dem Kontext nehmen. Ich werde darauf nicht mehr antworten.
  5. 1775082455859.pngDarauf du:
    Nein, es geht darum die Lauffläche der rotierenden Räder gegen den Fahrtwind abzudecken (siehe Vorderradverkleidung MotoGP).
    Damit sagst genau, dass du alles andere, auch Speichen, nicht zählen.
    Dazu jetzt: Ich habe nie geschrieben, dass die Speichen nicht beachtenswert sind.
    Das ergibt sich logisch aus den obigen Aussagen.
    ... für Straßenrennräder momentan nur über Hochprofilfelgen bis 65mm UCI konform lösen, da die am Punkt der höchsten Umfangsgeschwindigkeit das Laufrad "verschließen". Ein wie von mir beschriebenes Schutzblech täte dies auch, und ebenso die aerodynamisch günstige Abdeckung der Lauffläche, ist aber nicht von der UCI erlaubt.
    Das ist eben der Unsinn: Das Schutzblech wie du es von Anfang an beschrieben hast (wie oben gezeigt) - nur die Lauffläche abdeckt (wie in der MotoGP) hätte bei den schmalen Rennradreifen einen sehr geringen Effekt - und hat auch einen ganz anderen Effekt als die Hochprofilfelgen, deren Effekt vor allem darauf beruht, die Speichen kürzer zu machen.
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