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Die Veroneser Innenstadt beherbergt Start und Ziel des Granfondo Alé La Merckx.
Die Veroneser Innenstadt beherbergt Start und Ziel des Granfondo Alé La Merckx.
Ex Sprintstar Mario Cipollini mischt sich unter die Menge
Ex Sprintstar Mario Cipollini mischt sich unter die Menge - Seine Radmarke gehört zum gleichen Konzern wie der Namens-Sponsor des Radmarathons.
Es geht wieder los
Es geht wieder los - Solche Bilder hat man lange nicht mehr von Jedermann-Veranstaltungen gesehen.
Von Verona geht es in die umliegenden Berge.
Von Verona geht es in die umliegenden Berge.
Die Strecke ist ausgeschildert, aber nicht gesperrt.
Die Strecke ist ausgeschildert, aber nicht gesperrt.
Am Renntag ist der Himmel Wolken-durchsetzt.
Am Renntag ist der Himmel Wolken-durchsetzt.
Zaungäste...
Zaungäste...
...und Teilnehmer auf der „sicher machbaren“ Strecke.
...und Teilnehmer auf der „sicher machbaren“ Strecke.
Verpflegung...
Verpflegung...
...und Service Course.
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Auch auf der Strecke kann man Einsamkeit genießen.
Auch auf der Strecke kann man Einsamkeit genießen.
Traumkurven im Naturpark.
Traumkurven im Naturpark.
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Zufriedene Gesichter bei der Siegerehrung.
Zufriedene Gesichter bei der Siegerehrung.
Es darf wieder Rennen gefahren werden.
Es darf wieder Rennen gefahren werden.

Nach dem Corona-bedingten letztjährigen Ausfall konnte der Alé La Merckx-Granfondo am 06. Juni stattfinden. Am Start: rund 1.400 bunte glückliche Ciclisti aus rund 15 Ländern.

„Der Alé La Merckx ist das erste Rennen dieser Größenordnung im weiten Umkreis, das wieder veranstaltet werden kann“ – schon am Vorabend des Alé La Merckx freuen sich die Organisatoren rund um Alé-CEO Alessia Piccolo, dass es nach dem pandemiebedingten Ausfall 2020 dieses Jahr weitergeht mit den beliebten, legendären Granfondos.

Ein traumhafter Abendhimmel wölbt sich über der Veroneser Innenstadt, Mario Cipollini höchstpersönlich kommt auf einem Rennrad angerollt, das seinen eigenen Namen trägt – man kennt sich, die Rennradmarke Cipollini gehört zum gleichen Konzern wie die Bekleidungsmarke Alé. Unter den bereits anwesenden Teilnehmern wird gefachsimpelt – Felgenbremsen auf Carbonfelgen könnten sich bei den angekündigten Gewittern am Renntag ungünstig auswirken. Also doch lieber das Rad wechseln?

Diashow: So war’s beim Alé La Merckx-Granfondo: Post-pandemische Wettkampffreuden
...und Teilnehmer auf der „sicher machbaren“ Strecke.
Zaungäste...
Am Renntag ist der Himmel Wolken-durchsetzt.
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Traumkurven im Naturpark.
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Die Veroneser Innenstadt beherbergt Start und Ziel des Granfondo Alé La Merckx.
# Die Veroneser Innenstadt beherbergt Start und Ziel des Granfondo Alé La Merckx.
Ex Sprintstar Mario Cipollini mischt sich unter die Menge
# Ex Sprintstar Mario Cipollini mischt sich unter die Menge - Seine Radmarke gehört zum gleichen Konzern wie der Namens-Sponsor des Radmarathons.
Es geht wieder los
# Es geht wieder los - Solche Bilder hat man lange nicht mehr von Jedermann-Veranstaltungen gesehen.
Von Verona geht es in die umliegenden Berge.
# Von Verona geht es in die umliegenden Berge.
Die Strecke ist ausgeschildert, aber nicht gesperrt.
# Die Strecke ist ausgeschildert, aber nicht gesperrt.

Am Renntag ist der Himmel tatsächlich Wolken-durchsetzt. Immerhin bleibt es in der 250.000 Einwohner-Stadt trocken. In der Hotellobby werden teure Wiliers und Specialized S-Works Tarmac herumgeschoben, draußen auf den Straßen, die auf den Start an der Piazza Bra zuführen, herrscht reger Einrollbetrieb.

Überall lachende Gesichter, soweit man das unter den mehr oder weniger vorschriftsmäßig getragenen Masken erkennen kann – die Inzidenz in der Provinz Venetien ist niedrig, keiner scheint Corona noch richtig ernst zu nehmen. Trotzdem herrscht starke Polizei- und sogar Militärpräsenz, das ein- oder andere Auge wird dann aber doch zugedrückt. So ist das in der Radsportnation Italien. Dolce Vita auch für Radfahrer.

Am Renntag ist der Himmel Wolken-durchsetzt.
# Am Renntag ist der Himmel Wolken-durchsetzt.
Zaungäste...
# Zaungäste...
...und Teilnehmer auf der „sicher machbaren“ Strecke.
# ...und Teilnehmer auf der „sicher machbaren“ Strecke.
Verpflegung...
# Verpflegung...
...und Service Course.
# ...und Service Course.
Auch auf der Strecke kann man Einsamkeit genießen.
# Auch auf der Strecke kann man Einsamkeit genießen.

Ein buntes, aufgeregtes Feld hat sich zwischen der Piazza Bra und der Veroneser Oper eingefunden. Ob bei Teams in gleichfarbigen Trikots oder bei Einzelfahrern. Technisch wird nur das Feinste vom Feinen präsentiert, ist ein Rennrad nicht auf Hochglanz poliert, ist das die große Ausnahme.

Sperrklinken rattern, Klickpedale klackern, Di2 Rennrad-Schaltungen summen und surren – die Ciclisti da Corsa reihen sich in die Startblöcke ein. Am Rand steht Nicola, 49. Der Veroneser nimmt das erste Mal am Alé La Merckx teil, kennt das Rennen aber schon seit Längerem. Was hat er sich vorgenommen? „4-5 Stunden“, lacht Nicola. Ob er den Mediofondo (ca. 82 km/1450HM) oder den Granfondo (ca. 129/2600HM) fährt, lässt er offen.

Dann, endlich, der Start. Mario Cippolini hat die Meute mit seiner sonoren Stimme noch eingeschworen – und schon rücken die Blöcke auf, die Führungsfahrzeuge setzen sich in Bewegung und die wilde Hatz beginnt – zunächst die Prachtstraße Corso Porta Nuova hinunter, später durch die „periferia“ der Stadt, dann nach Norden Richtung Monte Castelberto auf die kleinen, kurvigen Straßen des Parco naturale regionale della Lessinia.

Traumkurven im Naturpark.
# Traumkurven im Naturpark.
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Im Örtchen Ronconi teilen sich die Strecken – während sich der Mediofondo wieder nach Süden wendet, nimmt der Granfondo noch die höheren Gefilde des Naturparks mit, bevor beide Strecken durch das Valpantena wieder nach Verona führen – inklusive dem berüchtigten Schlussanstieg hinauf zum Castel San Felice, der zum Schluss noch mal Körner kostet. Eine abwechslungsreiche, durchaus fordernde, aber sicher machbare Strecke. Der Belag der Bergsträßchen war zum Teil etwas bröselig, so hört man – und auch feucht, offenbar hatte es in der Nacht im Gebirge gewittert.

Ricardo aus Parma lehnt an einer Absperrung im Zielbereich. Der 23-Jährige sieht glücklich aus, tippt auf seinem Garmin Edge herum – stimmt die Zeit? “„Ja”, sagt Ricardo, „mein Ziel ist es, unter die Top fünfzig zu kommen, das müsste ich geschafft haben”. Er sammelt pro Jahr rund 10 Rennen dieser Größenordnung ein. In Norditalien kein Problem. In Florida schon eher. Dort kommt Peter Pavelic her. Mit einer Gruppe Radfahrerinnen und Radfahrer, allesamt aus dem „Sunshine State”, zieht es ihn immer wieder nach Norditalien, genauer gesagt in das Garda Bike Hotel.

„Wir sind das Hey Jude-Team“

Bei einem Bier aus der Kühlbox und Pasta lässt Peter das Rennen ausklingen. Mit einer Gruppe Rennrad-Afficionados hat er den Alé La Merckx zum fünften Mal absolviert. „Ich bin drei Jahre im US-amerikanischen MAPEI-Team als Profi gefahren”, erzählt Peter, dem man seine 60 Lenze kaum ansieht. Sein Team ist indes recht divers. „Wir sind das Hey Jude-Team“, feixt ein Kollege, dem man seine Liebe zum italienischen Essen eher ansieht als dem asketisch wirkenden Peter. Apropos: Wie erging es eigentlich Nicola? Er lacht im Ziel, ist zufrieden, das ist die Hauptsache. Dabei sein war in seinem Fall alles – hoffentlich im nächsten Jahr wieder!

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Zufriedene Gesichter bei der Siegerehrung.
# Zufriedene Gesichter bei der Siegerehrung.
Es darf wieder Rennen gefahren werden.
# Es darf wieder Rennen gefahren werden.

Der Alé La Merckx hat bei überwiegend schönem Wetter stattgefunden – und Oberitalien hat sich von seiner gastfreundlichsten Seite zeigen können, trotz Pandemie. Ach ja – gewonnen hat den Granfondo am Ende Emilie Bottini bei den Frauen, die ihren 30er Schnitt knapp halten konnte. Bei den Männern errang Fabio Cini den Sieg, der sich mit rund 3:37 Stunden wenige Minuten von einem Gruppetto Verfolger absetzen konnte. Den Mediofondo entscheidet Andrea Pisetta für sich, mit einem Schnitt von 36,8 km/h benötigt er nicht einmal zweieinviertel Stunden für das Rennen, bei den Frauen kann sich Serena Maria Merotto freuen.

Mehr Infos https://www.alelamerckx.com/de/


Über den Autor
Arnold Zimprich fuhr mit sechs Jahren sein erstes Radrennen – als einziger in der AK war ihm der erste Platz sicher. Seitdem hat den leidenschaftlichen Outdoorsportler die Faszination Radfahren nicht mehr losgelassen – vom Rennrad über das Gravel- bis zum Mountainbike. Die ersten Plätze sind allerdings seltener geworden.


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