[...] Und wenn mir Einer kommt mit „ist ja versichert“, dann sind das oft dieselben Leute, die sich stundenlang über steigende Beiträge auslassen können. [...]
Weil das an dieser Stelle gut reinpasst, mir aber schon an vielen anderen Stellen auch aufgefallen ist - ich glaube, dass da bei vielen ein grundsätzliches Missverständnis darüber besteht, was eine Versicherung letzten Endes ist.
Vom Grundprinzip legen bei einer Versicherung eine Menge Leute Geld zusammen auf die Seite, damit dann, wenn ein Schaden auftritt, dieser von diesem zurückgelegten Geld beglichen werden kann. Wenn der Topf mit Geld sich schneller leert als er aufgefüllt wird, dann müssen die Versicherungsbeiträge erhöht werden - sonst funktioniert das nicht mehr (die Versicherung ist ja keine Geldentstehungsmaschine). In den meisten Fällen will derjenige, der diesen Topf mit Geld verwaltet, für diese Verwaltung bezahlt werden - ergo werden die Versicherungsbeiträge nicht zu
100% für die Schadensausschüttung zur Verfügung stehen ...
Schon allein deshalb springt der Gedanke "ist ja versichert" eigentlich immer zu kurz - Versicherungen sind dann sinnvoll, wenn das Eintreten des Versicherungsfalls einen ruinieren würde, die Versicherungsbeiträge aber überschaubar sind. Das ist eigentlich immer dann der Fall, wenn die Eintrittswahrscheinlichkeit des Schadens extrem gering ist - weil dann eine Menge Leute Geld in den Topf einzahlen, aber nur ganz selten was rausgenommen wird.
Bei der aktuellen Diebstahlserie haben wir gerade aber einen sprunghaften Anstieg der Eintrittswahrscheinlichkeit - daher werden die Beiträge dafür ansteigen müssen oder aber die Versicherungsnehmer Auflagen zur Eintrittsvermeidung ergreifen müssen, die in Sachen Kosten spürbar sein werden.
Letzten Endes ist es ein Abwägen, was der Diebstahl aller Räder das Team kostet und wieviel Geld sie für die Verhinderung der Diebstähle ausgeben müssen. Solange das Beklautwerden billiger ist, werden sie sich beklauen lassen ...