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Vegane Ernährung und Radsport

Bierschinken88

Aktives Mitglied
Um mal zur Sache zurück zu kommen;
Kann jemand eine Internetadresse oder gerne ein Buch empfehlen, womit man sich übergreifend mit dem Thema vegane Ernährung auseinandersetzen kann?

Ich lebe inzwischen seit über einer Dekade relativ fleischlos und habe daher keine Probleme Mahlzeiten ohne Fleisch zuzubereiten.
Hier habe ich über die Zeit genug Alternativen entwickelt und ein gewisses Portfolio an vielfältigen Mahlzeiten mit handelsüblichen Produkten.
Das fehlt mir aber im gänzlich pflanzlichen Bereich.

Beispiel; gehe ich im Sommer auf ne Grillfete von Freunden, dann weiß ich, dass da für uns Grillkäse zubereitet wird. Es ist einfallslos und das naheliegendste, wenn man sich nie mit der Frage beschäftigt hat, was man anstelle von Kotelett und Wurst grillen kann. Ziemlich genau so geht es mir mit veganen Mahlzeiten.

Es gibt da zwar oft tolle Blogs und Rezepte, wenn da aber "wilde" Zutaten gefordert werden, die ich nicht im "normalen" Supermarkt bekomme, dann verliert das auch mitunter schnell seinen Reiz.

Deshalb suche ich gerade einfach erstmal nach einer Art "bodenständigen" Möglichkeit mich zu informieren.
Wie ersetze ich z.B. Eier in Gebäck, etc etc.
Hat da jemand Tips?
 

Osso

Aktives Mitglied
Ist zwar nicht bodenständig.
Ich fand es am lohnesnten sich mit indischer Küche auseinanderzusetzen, weil da von Haus aus vieles vegetarisch ist. Grundsätzlich lernt man da neue Essensmuster. Eine sehr flisch betonte Küche, fleischlos zu nachzubauen, ist m.E, nur ne Krücke
 

Bierschinken88

Aktives Mitglied
Eine sehr flisch betonte Küche, fleischlos zu nachzubauen, ist m.E, nur ne Krücke
Da bin ich komplett bei dir! - Deswegen möchte ich ja, verünftigen Input haben, wie man das gestalten kann.
Dieses "A grain, a green and a bean" würde ich gerne mehr umsetzen, mir fehlt zugegebenermaßen aber die Kreativität, das so vielfältig umzusetzen, dass es im Kern nicht immer das gleiche ist.
 

Osso

Aktives Mitglied
Was ein ganz guter Ausgangspunkt ist, sind die beans. bzw die Kicherbsen. Mit Kicherbsenmehl kann man schon viel machen. Überhaupt auch Massen aus zerkleinerten Hüsenfrüchten sind intersant, weil z.b. ne Falafel gabz ohne Ei hält., Das EW bringt die Hüsenfrüchte mit.
Aber auch sowas geht gut:

Ne gut Zusammenfassung kenne ich leide nicht. Ich hab mich da immer an einer Sache festgebissen und mich dann weitergehangelt
 

Osso

Aktives Mitglied
"A grain, a green and a bean"
Das ist ja auch nur eine Dimension des Musters.. Was man brächte ist einen Art Baukastensystem von verschiedenen Mustern. Kreativität ist ha nciht das man aus dem Nichts heraus was völlig neues erschafft, sondern eher Vorhandenes variiert oder neu zusammensetzt . Das fehlt es in der Tat oft bei veganen Gerichten. Oft sind es die Muster der Fleisch basierten Küche, aber oft auch einfach ne mehr oder weniger zufällige und zusammenhanglose Kombination von veganen Teilgreichten.

Spontan ein paar Beispiele die ich oft verwende
Deutsch "fleischbasiert": Fikadelle ( aus Getreide und/oder Hülsenfrucht), Gemüse und Kartoffen/reis. Variante wäre ein Burger

Pfannkuchen/Wraps mit Füllung. Wie eben aus den geposteten Beispiel, Gerne mit Kichererbsenmehl: Man kann z.,b. auch auch mit einem Bohnenmus essen

Grundmuster: Gertreide ein soßiges Hüslsenfücht : Beispeil Kichererbsencurry mit Reis. Kann man dann ncoht interessanter machen indem man noch ne zweite Soße dazumacht

Chinesisches / Thai Muster:
Reis und ein soßiger Hauptgericht, z.b. Reis dazu Gemüse und Tofu mit Sojasoße etc.. / Thai dann mit Kokossoße oder z.b. Mangosoße aus Vietnam.

Suppen

Grundsätzlich braucht man Soßenmuster. Deutsche Küche basiert oft auf Fleischsud und Sahne. Wenn man das nicht imitieren will baucht es eine Grundlegend andere Basis: Gemüse Tomanten/paprikasoßen, Nusssoßen: Kokos, Mandel, Cashew oder auch Fruchtsoßen

Dips sind und würzende Pasten/Pürees Chutneys

Ist jetzt einfach was mir so auf die schnelle in den Sinn gekommen ist. Vieleicht kann das dem Thread ja einen mehr konstruktiven Drive geben
 
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Skaddler

MItglied
Die jüdische/israelische/palästinensische Küche hat viel zu bieten, @Bierschinken88 - wir kochen gern aus dem Buch "Hasana". Sehr abwechslungsreich, nahrhaft und lecker. Schmeckt auch unseren Freunden, die nicht auf Fleisch verzichten.
 
@Bierschinken88
Suchst Du ein Rezeptbuch oder ein Buch über pflanzenbasierte Ernährung?
Letzteres kann ich Dir einige nennen, da sind dann auch meist Rezepte im Anhang, die ich allerdings nie verwendet habe. Essen ist nicht kompliziert.
Du kannst auch mal nach Dr. McDougalls Bilderbuch googeln, allerdings sind das keine Rezepte, sondern die Nahrungsmittel, die man bevorzugt essen sollte laut seiner Empfehlung (high carb, low fat).
Sein Buch heisst auf deutsch: Die High carb Diät (engl. The starch solution) (wie ich diese bescheuerten deutschen Übersetzungstitel hasse)
Dr. Neil Barnard: Dr. Barnards revolutionäre Methode gegen Diabetes (engl. Dr. Neil Barnard's Programm for reversing Diabetes)
Dr. Caldwin Esselstyn (Arzt von Bill Clinton nach seinen Herzproblemen): Essen gegen Herzinfarkt (engl. Prevent and reverse heart desease)
Mehr Rezepte und wissenschaftliche Begründungen liefert evtl auch das Buch von Niko Rittenau. Vegan Klischee ade, allerdings in Sachen öl gehe ich mit ihm nicht konform.
Desweiteren Dr. Michael Greger: How not to die

Nur Rezepte und Backvorschläge gibt es haufenweise auch auf YouTube. Eine Kollegin meinte zu mir, statt Ei hat sie gemahlene Leinsamen für ihren Kuchen verwendet. Hat wunderbar funktioniert und geschmacklich hat keiner was gemerkt
😁
Hätte man es vorher erwähnt, hätte natürlich jeder es rausgeschmeckt
:D
Allerdings backe ich nicht, keine Ahnung, wie man das genau dosiert und anwendet.

Edith: Ach, da fällt mir noch ein Rezeptkanal ein, "Vegan & Vital" auf yt. Glaub, die haben oft so Vorschläge.
 
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Bierschinken88

Aktives Mitglied
Moin,

Rezepte sind nett, aber erst, wenn man verstanden hat, was die Zutaten machen.
Deswegen gehts erstmal um Grundlagenwissen. Ich weiß z.B. was die einzelnen Zutaten in einer Quiche machen. Was ich aber nicht weiß ist, wie ich die ntierischen Dinge gegen pflanzliche austauschen kann.

Ich glaube auch ganz grundsätzlich, dass das das Hauptargument gegen vegetare/vegane Ernährung im Alltag ist. Es kostet einfach Mühe die eigenen Gewohnheit zu überwinden und was Neues zu entdecken und dann auch noch mal Energie um sich klar zu machen, was das Neue denn genau ist.
 

Osso

Aktives Mitglied
Ich weiß z.B. was die einzelnen Zutaten in einer Quiche machen
Ich sehr eher das du versuchst den Quiche nachzubauen. Das kann nicht, oder nicht in der gleichen Qualität, funktionieren wie mit Eiern und Sahne. Tierische Lebensmittel haben zum teil einfach ganz andere kochtechnische Eigenschaften die mit naüröichen planzlichen nicht einfach zu ersetzen sind. Hat schon seinen Grund das es sich bei vielen vegane Erzsatzprodukten um hoch verarbeitet industrielle Lebensmittel handelt.
Ich glaube auch ganz grundsätzlich, dass das das Hauptargument gegen vegetare/vegane Ernährung im Alltag ist. Es kostet einfach Mühe die eigenen Gewohnheit zu überwinden und was Neues zu entdecken und dann auch noch mal Energie um sich klar zu machen, was das Neue denn genau ist.
Jein. Klar es ist eine echte Herausforderung. Es erfordert einen völligen Perspektivwechsel. Ich denke halt nur es ist lohnender sich auf da zu konzentrieren was mit pflanzlichen Lebensmittel geht, als zu versuchen sich an rezepten abzuarbeiten die für tiereische Lebensmittel erfunden wurden. Aber das ist natürlich ein recht radikale Ernährugnsumstelltung.
Nu kann ich natürlich leicht daherreden, das ich selbst mich nicht mal zu 100% vegetarisch ernähre und ich es mit der Veränderung der Ernähung deshalb etwas lockerer sehen kann.
 

lordad

Aktives Mitglied
@bierschinken Danke - damit hatte ich mich schon befasst :) Ich habe leider selber das fehlende Enzym :(
Bei mir ist es auch sehr stark ausgeprägt, so dass auch kleine Mengen Milchzucker bei mir Probleme auslösen und die Tablette funktionieren bei mir auch nicht. :(
Entschuldigt - OT beendet :)
Ich habe sehr gute Erfahrungen mit den Lactase7000 Tabletten von Avitale , gekauft bei Amazon

Ich hab mit 32 plötzlich eine Laktose Intoleranz entwickelt.
Allerdings kam bei einer ärztlichen Untersuchung raus , dass ich noch eine Restenzymaktivität habe.

Ich kann viele Sachen wie Hamburger, Pizza und ähnliches ohne Probleme auch ohne Tabletten essen (Blähungen hab ich dann zwar aber kein Durchfall).
Auch eine Kugel Eis geht . (Bei 2 Kugeln dagegen ist die Grenze überschritten und in reproduzierbar in 3 Versuchen im Desaster auf der Toilette geendet)

Ganz schlimm sind Sahneartige Kuchen,Milcheiweisspulver, Kaffeesahne und erstaunlicherweise manche Bratwürste.

Ich hab im Selbsttest daheim aber festgestellt , dass ich mit 2 x 7000er tabletten 3minuten vor dem Essen selbst mit nem Spaghettieis mit Sahne kaum noch Probleme habe.

Ein Versuch ist es Wert.
 

Osso

Aktives Mitglied
Will euch mal dieses Rezepte vom "French Toast" vorstellen. Der Teig ist mehr oder weniger das gleicht wie bei Pakora. Vorteil ist das man das nicht frittieren muss und man es deshalt auch recht fettarm zubereiten kann. Ich mache es in einer Gußeisenpfanne und das geht hervorragend.

Ist momentan meine Lieblingszwischenmahlzeit und hat mir sehr geholfen dem Hülsenfruchtanteil in meiner Ernährung zu steigern. Das zu passt gut Chutney, aber z.b. auch Reste Curry oder Masala vom Vortag. Oder einfach Chilisoße oder Ketchup wenn sich wenig Arbeit machen will
Satt Toast nehme ich Weizenvollkornmischbrot.

french-bread.jpg
 
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Chicks_on_Slicks

Acts like a lady, rides like a beast
@lordad Danke für deine Tipps. Laktasetabletten habe ich auch schon probiert - leider greifen die bei mir nicht. Um auf Nummer Sicher zu gehen, muss ich Laktat wirklich vermeiden :( Was mich nicht davon abhält, es hin und wieder mit laktosearmen Käse zu probieren, aber es geht nicht gut aus. Ein bisschen Butter auf einem Brötchen und mir ging es tagelang nicht gut.

Entschuldigt - OT. Das war es jetzt :)
 

schlucht

Aktives Mitglied
Hallo,

meine Frau ist Veganerin und ich der Koch zu Hause. Ausser dem isst sie kein Weizenmehl, was auch wieder vieles von der Kochliste streicht.
Ich koche jeden Tag nur vegan für uns beide. Im Internet gibt es viele Anregungen und Tips und Trick wie man tierische Produkte ersetzen kann. Da findet man von veganem Käsefondue bis veganen Bezes (Meringues) alles.
Eine Seite bei der ich immer wieder etwas finde ist https://www.veganblatt.com/ da gibt es auch verschiedene Tips und Erklärungen. Ich selber erfinde viel. Für Heute habe ich Chinoa, Pfifferlinge und Rosenkohl im Körbchen. Mal sehen was daraus wird. :)
Sie macht übrigens viel Sport, hat keine Mängel und ist sehr Gesund.

Gruss Lothi
 

Osso

Aktives Mitglied
Hat hier eigentlich schon jemand Erfahrung mit der Tofuherstellung. Scheint ja relativ simpel zu sein: Aber würde man gerne hören wie die Lernkurve in der Paxis aussah und ob es Fallstricke gab
 

schlucht

Aktives Mitglied
Hallo,
ist halt viel Arbeit.
Ist aber jetzt nicht so extrem schwer. Ich habe das eine oder andere mal nicht bei der idealen Temperatur das Nigari zugegeben und es ist halt nicht ausgeflockt.
Tip: Vor dem Pressen mit frischen schwarzen gehackten Oliven vermischen

Hier diese Seite hat mir dann geholfen:

Gruss Lothi
 

Osso

Aktives Mitglied
Tip: Vor dem Pressen mit frischen schwarzen gehackten Oliven vermischen
Naja, Ich mache es vor allem für die chinesische Küche. Rezepte hab ich auch einige.
Ich habe das eine oder andere mal nicht bei der idealen Temperatur das Nigari zugegeben und es ist halt nicht ausgeflockt.
Aber du hast die Temperatur gemessen ? Falls ja wie weit wars daneben ? Oder anders gefragt, Wei eng sit die Toleranz und in welche Richtung kann man eher abweichen.
Ich wolle es eigentlich mit Gips machen, weil ich chineschen Tofu will, soll milder sein. Hab aber keine Ahnung ob das stimmt. Aber an der teemeratur ändert das glauhe ich auch nix.
 

schlucht

Aktives Mitglied
Ich war bei rund 68°C also 5°C tiefer als in der verlinkten Beschreibung.
Ob es wirklich an der Temperatur alleine lag weiss ich nicht. Habe dann neue Bohnen genommen und es laut diesem Link durchgeführt, es hat wunderbar geklappt.
Ob japanisch oder chinesisch den vergleich habe ich noch nicht gemacht.

Habe jetzt 4x gemacht und es hat bei den 73°C immer geklappt. Aber nicht immer gleich viel. Vielleicht die Bohnen Qualität.
 

Osso

Aktives Mitglied
Ok 5 Grad ist ja auch schon ein bisschen. Meist ist ja von 72-73 Grad die Rede. Aber da das ja auch ein traditionelles Lebensmittel ist, muss da ja auch früher schon ohne High Tech gegangen sein.
Bohnen muss auch mal gucken, aber das kann ich nur irgendwas nehmen was mein Bioladen oder DM halt da hat.
 
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