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Vegane ErnÀhrung und Radsport

juk

World Le/\der Pretend
Ich hab ja auch so meine Probleme mit den Missionars-Veganern,[...]
Ja, die sind vermutlich genau so nervig wie die Missionars-Karnivoren, die in Vegan-Foren darĂŒber informieren, dass ohne Fleisch keine körperliche Arbeit möglich wĂ€re oder die Entwicklung des menschlichen Gehirns ohne Fleisch so nicht möglich gewesen wĂ€re, etc. etc.

Dass diese ErnĂ€hrungsexperten glauben, sie seien in einem 269 Seiten langem Thread die ersten die darĂŒber informieren, ist ein netter Bonus. :)
 

iNeedToTrain

Mit Rad und Tat.
Irgendwie haben da beide Seiten in ihrer persönlichen Wahrnehmung recht. Wenn man tĂ€glich, oder nahezu tĂ€glich, Fleich isst, wird man nach einem harten Arbeitstag auch welches essen wollen und anders nicht das GefĂŒhl haben, satt zu sein.

Bei einer etwas ausgewogeneren MischernÀhrung wird man wohl auch mit einem schönen Fatteh (Gericht aus Kichererbesen) genauso befriedigt.

Lebt man lĂ€nger vegan, wĂŒrde ein großes StĂŒck Fleisch nach großer körperlicher Anstrengung vermutlich alles zum Erliegen bringen.


Ich selbst komme aus einer Familie von JĂ€gern und Metzgern, da gab es frĂŒher immer Fleisch. Als ich damals weiter weg ins Studium ging, konnte ich mir das allerdings nicht mehr leisten. Fleisch aus dem Supermarkt hat mir nie wirklich geschmeckt (letztendlich ekelt es mich, dieses wĂ€ssrige HĂ€hnchen- und geschmacksneutrale Schweinefleisch), Metzger mit lokalem Fleisch oder gar Wild war damals zu teuer.
Ich bin dann ohne festen Plan schleichend Vegetarier geworden. Ein Beauch bei meinem Vater mit dann doch wieder gegessenen Fleisch hat mir damals dann 2 Wochen Verdauungsstörungen verursacht.
Vegane ErnĂ€hrung habe ich auch ausprobiert, aber bin nie auf Dauer hĂ€ngen geblieben. Genug Kraft fĂŒr Arbeiten (ja, auch körperlich) und trainieren hatte ich aber immer und gesundheitlich war ich in meiner veganen Zeit top fit!
Heute esse ich selten Fleisch, im Schnitt denke ich so alle 3 Wochen, esse aber gerne Fisch und esse KĂ€se und Butter. (Lokale Roh-) Milch trinke ich in meinem zu sehr geliebten Cappuccino, da will ich wirklich keine Ersatzmilch. DafĂŒr trinke ich ihn nicht tĂ€glich und bleibe oft beim Espresso.
Nicht vegan zu leben ist bei mir eine Entscheidung fĂŒr den Genuss, dennoch kaufe ich wenig Fleisch oder Milchprodukte. Gesund leben kann man sowohl mit als auch ohne Fleisch. Massenkonsum von Fleisch ist aber keineswegs gesund. Vegan zu leben heißt auch nicht, nur noch Beilagen zu essen. Indisches Essen zum Beispiel ist vorwiegend vegetarisch.
Wem die Kraft ohne Fleisch fehlt, der sollte sich wirklich zur Àrztlichen Analyse begeben. Meist ist es ein einfacher Mangel.
Eine Diskussion ĂŒber Moral sill ich hier gar nicht beginnen, das ist auch durchaus nicht unkompliziert.
 

Osso

Aktives Mitglied
Ja, die sind vermutlich genau so nervig wie die Missionars-Karnivoren,
ErnĂ€hrung ist halt ein quasi religiöses Feld, betrift ja nicht nur den (Anti) Veganismus. Die Wissenschaft ist da meist deutlich differenzierter und auch widersprĂŒchlicher.
Schöner Vortrag der im weiteren Sinne hier gut passt:
 

lordad

Aktives Mitglied
Hat sicher schon jemand gesagt , aber es schadet nicht es immer nochmal zu sagen:

ErnÀhrung ist hoch individuell !
Was der eine Körper vertrÀgt muss der andere noch lange nicht vertragen.

Allgemeine ErnÀhrungsempfehlungen können höchstens eine grobe Richtlinie sein.

Ist ein bisschen wie mit Links und RechtshÀndern....

Es gibt Leute die vertragen von Natur aus Fleisch eher schlecht, pflanzliches essen aber sehr gut ...
aufgewachsen sind sie mit einer in Deutschland typisch fleischlastigen Kost , haben dann Vegane ErnÀhrung ausprobiert und es hat ihnen verdammt gut getan. Ein LinkshÀnder der endlich die Linke Hand statt aufdoktriniert die rechte zu allem benutzt.

D.H. aber im Umkehrschluss noch lange nicht , dass alle RechtshÀnder nun die gleichen positiven Erfahrungen machen wenn sie nun die Linke hand vermehrt benutzen ;)

Ich hab in meiner Leistungssportzeit sowohl Veganer erlebt , die mit dieser ErnĂ€hrung 1A Leistung birngen konnten , als auch welche , die aus moralischen GrĂŒnden Veganer sein wollten, sich identisch ernĂ€hrt haben aber einen totalen Leistungseinbruch hatten und wieder auf FleischernĂ€hrung umsteigen mussten.

Wichtig ist halt was die Genetik eines jeden Einzelnen zu dem sagt was man reinmapft.
 

fn2

Aktives Mitglied
Teils/Teils
1. Das hÀngt mit der Darmflora zusammen, die bei jedem Menschen unterschiedlich ist. So entsteht z. B. auch eine fehlende Laktoseintoleranz, das ist antrainiert.
2. Bei Fleisch produziert der Magen viel SĂ€ure. Manche Menschen vertragen das, andere nicht.
3. Dass der Mensch alles essen kann, soll ja nicht heißen, dass er alles essen soll. Das hat denn Sinn, damit der Mensch in allen Umgebungen leben kann. Es gibt Völker, die ernĂ€hren sich vegan, weil es nichts anderes in der Natur gibt, andere Völker (z.B. die Eskimos) ernĂ€hren sich nur von Fleisch, weil es nichts anderes gibt. Dass bestimmte (Un-)VertrĂ€glichkeiten ĂŒber Generationen antrainiert sind, sollte einleuchten.
 

christ32

Aktives Mitglied
mhhhm, ich fĂŒr meinen Teil will auf Fleisch und Wurst nicht verzichten und ich halte vegetarisch oder vegan fĂŒr dekadent. Es ist ein Zeichen fĂŒr Wohlstand und Überfluss wenn man freiwillig auf bestimmte Nahrung verzichten kann, trotzdem bin ich prinzipiell aufgeschlossen.

Meine Tochter ist seit ca. 1 Jahr Vegetarier und ich bekomme recht gut mit wovon sie sich ernĂ€hrt, ich probiere auch öfters mal mit ihr vegetarische Sachen aus. Aber bis auf 3 oder 4 Gerichte konnte ich mich mit fast nix davon wirklich anfreunden. Es schmeckt mir zumeist nicht oder eben deutlich schlechter als mit Fleisch oder Wurst und ich esse wirklich gern Salat und auch FrĂŒchte, aber das macht halt allein nicht satt. Und mit den vegetarischen Ersatzprodukten kann man mich jagen, wenn man GlĂŒck hat schmeckt das Zeug nach gar nix, aber zumeist ist es regelrecht eklig.

Zuletzt kam auch ne Reportage ĂŒber Tofu etc. und viele der Speisen sollen ungesund sein weil sie viel Mineralöl enthalten. Ich kann mir zwar nicht vorstellen warum man dazu ausgerechnet Mineralöl verwendet, aber es wurde wohl im Labor festgestellt.
 

Chicks_on_Slicks

Acts like a lady, rides like a beast
Ich habe Eine Frage:
Was ist eine fehlende Laktoseintoleranz? Bedeutet das, dass man Laktose tolerant ist?

Und wie kann man sich das antrainieren? Ich wĂŒrde gerne wieder Laktose tolerieren :(
 

juk

World Le/\der Pretend
mhhhm, ich fĂŒr meinen Teil will auf Fleisch und Wurst nicht verzichten und ich halte vegetarisch oder vegan fĂŒr dekadent.
Hm, also ich halte die maßlose Verschwendung von Ressourcen, wie z.B. Trinkwasser, in Zeiten des Klimawandels fĂŒr dekadent. Was glaubst Du wieviel Trinkwasser fĂŒr die Produktion von Fleisch und Wurst benötigt werden? Vergleiche das gerne der Produktion von Fleischersatz oder GemĂŒse.
 

Osso

Aktives Mitglied
Was glaubst Du wieviel Trinkwasser fĂŒr die Produktion von Fleisch und Wurst benötigt werden? Vergleiche das gerne der Produktion von Fleischersatz oder GemĂŒse.
auch da sind die ZusammenhĂ€nge deutlich komplizierter. Wenn man sich mal ne 8 jĂ€hrige Fruchtfolge im Bio-Anbau anguckt. Das hat man dann typischerweise 2 Jahre Kleegras zu Humusbildung drin. Und aus Klee dann direkt dĂŒnger zu machen ist ein energieintensiver Prozeß. Gibt nioch diverse andere Beispiele. Es gibt aber nur darum da Prinzip zu ilustieren. Man kann Fleisch nicht immer einfach in pflanzliche Produkte umrechnen. FĂŒr die gr0ße Masse an tierischen Produkten, stimmt es allerdings schon. Und das unser westlicher Liebesstil insgesamt dekadent ist, denke ich ist schwer zu betreiten, Der hohe Fleischkosnum ist auch nur eine Facette davon
 
Zuletzt bearbeitet:

JA1

Aktives Mitglied
in solchen diskussionen zeigt sich immer wieder, wie limitiert doch gerade die sind, die sich fĂŒr sehr tolerant halten.
ich bin mit einer veganerin verheiratet und da geht gar nichts ohne gegenseitiges verstÀndnis.
wenn wir so engstirnig, humorlos und polemisch wÀren, wie einige hier, aus beiden lagern, 
 dann wÀre unsere fast 50jÀhrige beziehung bereits a. A.
 

fn2

Aktives Mitglied
Was ist eine fehlende Laktoseintoleranz? Bedeutet das, dass man Laktose tolerant ist?
Die Erkenntnis, dass die Laktoseintoleranz "normal" ist, wĂ€hrend das Fehlen dieser Intoleranz eine Degeneration verursacht durch eine falsche ErnĂ€hrung ist, ist uralt. GĂ€be es keine Laktoseintoleranz, wĂŒrden Ă€ltere Tiere den SĂ€uglingen alles wegfressen. Diese Wesen verhalten sich intolerant gegenĂŒber ihren Artgenossen. 😁

Und wie kann man sich das antrainieren? Ich wĂŒrde gerne wieder Laktose tolerieren :(
Ich denke, das wird wohl ein paar Jahre dauern, vielleicht mehr. 😂
 

Bierschinken88

Aktives Mitglied
Ich habe Eine Frage:
Was ist eine fehlende Laktoseintoleranz? Bedeutet das, dass man Laktose tolerant ist?

Und wie kann man sich das antrainieren? Ich wĂŒrde gerne wieder Laktose tolerieren :(
Mal halbwegs ernsthaft:

Milchzucker (Lactose) ist ein Zucker welcher aus 2 kleineren, zusammengehefteten ZuckermolekĂŒlen besteht.
SÀuglinge (jegliche Art, egal ob Mensch Kuh, Ziege, Esel, Lama) bekommen Muttermilch, damit ihr Wachstum stark angeregt wird und sie versorgt werden. Diese Milch enthÀlt Lactose. Damit der SÀugling das verdauen kann, entwickelt sein Körper das Enzym Lactase.
Lactase spaltet den Doppelzucker in die beiden kleineren Einfachzucker (Glucose und Galactose), welche dann vom Körper aufgenommen werden können.

Wird die Lactose nicht aufgespalten, dann kann sie vom Körper nicht aufgenommen werden und verbleibt im Verdauungstrakt. Dort freuen sich etliche kleine Bakterien dann darĂŒber, dass es Zucker zu futtern gibt. Das Resultat sind starke BlĂ€hungen und Durchfall, da der Zucker leider auch Wasser bindet und es dem Darm nicht wie gewohnt ermöglicht, eine "fluffige" Konsistenz zu erzeugen.

Jetzt bekommen SĂ€ugetiere eigentlich nur (Mutter-)Milch, so lange sie im SĂ€uglingsalter sind. Danach versiegt der Milchfluss der Mutter.
So weit, erstmal kein Problem. Irgendwann wurde das SĂ€ugetier Mensch aber sesshaft und fing an Tiere als Nutztiere zu halten und hatte plötzlich Milch zur VerfĂŒgung, die ihm gar nicht zu stand und die er nicht gewohnt war.

Nach Darwin haben sich solche Menschen besser entwickelt, die das Enzym Lactase auch ĂŒber das SĂ€uglingsalter hinaus produzierten (durch Zufall, Genfehler) und dadurch im Stande waren Milch zu trinken. Diese Menschen hatten eine zusĂ€tzliche Nahrungsquelle zur VerfĂŒgung.
Daraus entwickelte sich ein ganzer Stamm von Menschen, die nun Milch konsumieren konnten, obwohl sie erwachsen waren.
Ein paar der Kinder, dieser Menschen, fallen jedoch in das "alte Genprogramm" ohne Lactase zurĂŒck, und vertragen keine Milch mehr, wenn sie etwas Ă€lter geworden sind. Der Körper hat eingestellt Lactase zu produzieren, hierdurch sind sie Lactose intolerant geworden.


Bei vielen sind die Symptome nicht so stark ausgeprÀgt, d.h. Speisen, die noch ein bisschen Milchzucker enthalten, können konsumiert werden.
Die meisten fermentierten Speisen sind ohnehin bereits ohne Milchzucker bzw. dort ist der Milchzucker aufgespalten in die Einfachzucker (deshalb ist laktosefreie Milch auch so sĂŒĂŸ). FĂŒr einige hilfts, wenn sie vor dem Essen eine Pille mit dem Enzym Lactase zu sich nehmen, dann wird das Enzym extern zugefĂŒhrt und die Verdauung funktioniert fĂŒr eine gewisse Zeit wie bei jedem "Normalo".


Hoffe das hilft :)
 

christ32

Aktives Mitglied
Und das unser westlicher Lebensstil insgesamt dekadent ist, denke ich ist schwer zu bestreiten, Der hohe Fleischkonsum ist auch nur eine Facette davon
insgesamt stimme ich Dir zu, aber ich glaube gehört zu haben das der Fleischkonsum ist seit Jahren rĂŒcklĂ€ufig ist. Höhepunkt waren die Achtziger des letzten Jahrhunderts.
 

Chicks_on_Slicks

Acts like a lady, rides like a beast
@bierschinken Danke - damit hatte ich mich schon befasst :) Ich habe leider selber das fehlende Enzym :(
Bei mir ist es auch sehr stark ausgeprÀgt, so dass auch kleine Mengen Milchzucker bei mir Probleme auslösen und die Tablette funktionieren bei mir auch nicht. :(
Entschuldigt - OT beendet :)
 
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