• Hallo Gast, wir suchen den Renner der Woche - vielleicht hast du ein passendes Rennrad in deiner Garage? Alle Infos

Vegane Ernährung und Radsport

iNeedToTrain

Intolerant gegenüber Intoleranz
Mitglied seit
6 Juni 2019
Beiträge
606
Punkte für Reaktionen
353
Irgendwie haben da beide Seiten in ihrer persönlichen Wahrnehmung recht. Wenn man täglich, oder nahezu täglich, Fleich isst, wird man nach einem harten Arbeitstag auch welches essen wollen und anders nicht das Gefühl haben, satt zu sein.

Bei einer etwas ausgewogeneren Mischernährung wird man wohl auch mit einem schönen Fatteh (Gericht aus Kichererbesen) genauso befriedigt.

Lebt man länger vegan, würde ein großes Stück Fleisch nach großer körperlicher Anstrengung vermutlich alles zum Erliegen bringen.


Ich selbst komme aus einer Familie von Jägern und Metzgern, da gab es früher immer Fleisch. Als ich damals weiter weg ins Studium ging, konnte ich mir das allerdings nicht mehr leisten. Fleisch aus dem Supermarkt hat mir nie wirklich geschmeckt (letztendlich ekelt es mich, dieses wässrige Hähnchen- und geschmacksneutrale Schweinefleisch), Metzger mit lokalem Fleisch oder gar Wild war damals zu teuer.
Ich bin dann ohne festen Plan schleichend Vegetarier geworden. Ein Beauch bei meinem Vater mit dann doch wieder gegessenen Fleisch hat mir damals dann 2 Wochen Verdauungsstörungen verursacht.
Vegane Ernährung habe ich auch ausprobiert, aber bin nie auf Dauer hängen geblieben. Genug Kraft für Arbeiten (ja, auch körperlich) und trainieren hatte ich aber immer und gesundheitlich war ich in meiner veganen Zeit top fit!
Heute esse ich selten Fleisch, im Schnitt denke ich so alle 3 Wochen, esse aber gerne Fisch und esse Käse und Butter. (Lokale Roh-) Milch trinke ich in meinem zu sehr geliebten Cappuccino, da will ich wirklich keine Ersatzmilch. Dafür trinke ich ihn nicht täglich und bleibe oft beim Espresso.
Nicht vegan zu leben ist bei mir eine Entscheidung für den Genuss, dennoch kaufe ich wenig Fleisch oder Milchprodukte. Gesund leben kann man sowohl mit als auch ohne Fleisch. Massenkonsum von Fleisch ist aber keineswegs gesund. Vegan zu leben heißt auch nicht, nur noch Beilagen zu essen. Indisches Essen zum Beispiel ist vorwiegend vegetarisch.
Wem die Kraft ohne Fleisch fehlt, der sollte sich wirklich zur ärztlichen Analyse begeben. Meist ist es ein einfacher Mangel.
Eine Diskussion über Moral sill ich hier gar nicht beginnen, das ist auch durchaus nicht unkompliziert.
 

Osso

Aktives Mitglied
Mitglied seit
24 April 2006
Beiträge
9.886
Punkte für Reaktionen
3.488
Ja, die sind vermutlich genau so nervig wie die Missionars-Karnivoren,
Ernährung ist halt ein quasi religiöses Feld, betrift ja nicht nur den (Anti) Veganismus. Die Wissenschaft ist da meist deutlich differenzierter und auch widersprüchlicher.
Schöner Vortrag der im weiteren Sinne hier gut passt:
 
G

Gelöschtes Mitglied 73574

Hat sicher schon jemand gesagt , aber es schadet nicht es immer nochmal zu sagen:

Ernährung ist hoch individuell !
Was der eine Körper verträgt muss der andere noch lange nicht vertragen.

Allgemeine Ernährungsempfehlungen können höchstens eine grobe Richtlinie sein.

Ist ein bisschen wie mit Links und Rechtshändern....

Es gibt Leute die vertragen von Natur aus Fleisch eher schlecht, pflanzliches essen aber sehr gut ...
aufgewachsen sind sie mit einer in Deutschland typisch fleischlastigen Kost , haben dann Vegane Ernährung ausprobiert und es hat ihnen verdammt gut getan. Ein Linkshänder der endlich die Linke Hand statt aufdoktriniert die rechte zu allem benutzt.

D.H. aber im Umkehrschluss noch lange nicht , dass alle Rechtshänder nun die gleichen positiven Erfahrungen machen wenn sie nun die Linke hand vermehrt benutzen ;)

Ich hab in meiner Leistungssportzeit sowohl Veganer erlebt , die mit dieser Ernährung 1A Leistung birngen konnten , als auch welche , die aus moralischen Gründen Veganer sein wollten, sich identisch ernährt haben aber einen totalen Leistungseinbruch hatten und wieder auf Fleischernährung umsteigen mussten.

Wichtig ist halt was die Genetik eines jeden Einzelnen zu dem sagt was man reinmapft.
 

David9519

Aktives Mitglied
Mitglied seit
30 Oktober 2017
Beiträge
230
Punkte für Reaktionen
46
Genetik soll etwas mit Ernährung zu tun haben? Ist wohl eher Kopfsache ?
 

iNeedToTrain

Intolerant gegenüber Intoleranz
Mitglied seit
6 Juni 2019
Beiträge
606
Punkte für Reaktionen
353
Über Generationen antrainiert klingt doch sehr nach Lamarck.
 

christ32

Aktives Mitglied
Mitglied seit
19 Dezember 2017
Beiträge
467
Punkte für Reaktionen
169
mhhhm, ich für meinen Teil will auf Fleisch und Wurst nicht verzichten und ich halte vegetarisch oder vegan für dekadent. Es ist ein Zeichen für Wohlstand und Überfluss wenn man freiwillig auf bestimmte Nahrung verzichten kann, trotzdem bin ich prinzipiell aufgeschlossen.

Meine Tochter ist seit ca. 1 Jahr Vegetarier und ich bekomme recht gut mit wovon sie sich ernährt, ich probiere auch öfters mal mit ihr vegetarische Sachen aus. Aber bis auf 3 oder 4 Gerichte konnte ich mich mit fast nix davon wirklich anfreunden. Es schmeckt mir zumeist nicht oder eben deutlich schlechter als mit Fleisch oder Wurst und ich esse wirklich gern Salat und auch Früchte, aber das macht halt allein nicht satt. Und mit den vegetarischen Ersatzprodukten kann man mich jagen, wenn man Glück hat schmeckt das Zeug nach gar nix, aber zumeist ist es regelrecht eklig.

Zuletzt kam auch ne Reportage über Tofu etc. und viele der Speisen sollen ungesund sein weil sie viel Mineralöl enthalten. Ich kann mir zwar nicht vorstellen warum man dazu ausgerechnet Mineralöl verwendet, aber es wurde wohl im Labor festgestellt.
 

Chicks_on_Slicks

Acts like a lady, rides like a beast
Mitglied seit
19 Juli 2009
Beiträge
9.436
Punkte für Reaktionen
14.757
Ich habe Eine Frage:
Was ist eine fehlende Laktoseintoleranz? Bedeutet das, dass man Laktose tolerant ist?

Und wie kann man sich das antrainieren? Ich würde gerne wieder Laktose tolerieren :(
 

juk

World Le/\der Pretend
Mitglied seit
8 August 2005
Beiträge
1.264
Punkte für Reaktionen
200
mhhhm, ich für meinen Teil will auf Fleisch und Wurst nicht verzichten und ich halte vegetarisch oder vegan für dekadent.
Hm, also ich halte die maßlose Verschwendung von Ressourcen, wie z.B. Trinkwasser, in Zeiten des Klimawandels für dekadent. Was glaubst Du wieviel Trinkwasser für die Produktion von Fleisch und Wurst benötigt werden? Vergleiche das gerne der Produktion von Fleischersatz oder Gemüse.
 

Osso

Aktives Mitglied
Mitglied seit
24 April 2006
Beiträge
9.886
Punkte für Reaktionen
3.488
Was glaubst Du wieviel Trinkwasser für die Produktion von Fleisch und Wurst benötigt werden? Vergleiche das gerne der Produktion von Fleischersatz oder Gemüse.
auch da sind die Zusammenhänge deutlich komplizierter. Wenn man sich mal ne 8 jährige Fruchtfolge im Bio-Anbau anguckt. Das hat man dann typischerweise 2 Jahre Kleegras zu Humusbildung drin. Und aus Klee dann direkt dünger zu machen ist ein energieintensiver Prozeß. Gibt nioch diverse andere Beispiele. Es gibt aber nur darum da Prinzip zu ilustieren. Man kann Fleisch nicht immer einfach in pflanzliche Produkte umrechnen. Für die gr0ße Masse an tierischen Produkten, stimmt es allerdings schon. Und das unser westlicher Liebesstil insgesamt dekadent ist, denke ich ist schwer zu betreiten, Der hohe Fleischkosnum ist auch nur eine Facette davon
 
Zuletzt bearbeitet:

JA1

Aktives Mitglied
Mitglied seit
24 Juli 2018
Beiträge
920
Punkte für Reaktionen
394
in solchen diskussionen zeigt sich immer wieder, wie limitiert doch gerade die sind, die sich für sehr tolerant halten.
ich bin mit einer veganerin verheiratet und da geht gar nichts ohne gegenseitiges verständnis.
wenn wir so engstirnig, humorlos und polemisch wären, wie einige hier, aus beiden lagern, … dann wäre unsere fast 50jährige beziehung bereits a. A.
 

Bierschinken88

Aktives Mitglied
Mitglied seit
23 August 2015
Beiträge
1.121
Punkte für Reaktionen
428
Ich habe Eine Frage:
Was ist eine fehlende Laktoseintoleranz? Bedeutet das, dass man Laktose tolerant ist?

Und wie kann man sich das antrainieren? Ich würde gerne wieder Laktose tolerieren :(
Mal halbwegs ernsthaft:

Milchzucker (Lactose) ist ein Zucker welcher aus 2 kleineren, zusammengehefteten Zuckermolekülen besteht.
Säuglinge (jegliche Art, egal ob Mensch Kuh, Ziege, Esel, Lama) bekommen Muttermilch, damit ihr Wachstum stark angeregt wird und sie versorgt werden. Diese Milch enthält Lactose. Damit der Säugling das verdauen kann, entwickelt sein Körper das Enzym Lactase.
Lactase spaltet den Doppelzucker in die beiden kleineren Einfachzucker (Glucose und Galactose), welche dann vom Körper aufgenommen werden können.

Wird die Lactose nicht aufgespalten, dann kann sie vom Körper nicht aufgenommen werden und verbleibt im Verdauungstrakt. Dort freuen sich etliche kleine Bakterien dann darüber, dass es Zucker zu futtern gibt. Das Resultat sind starke Blähungen und Durchfall, da der Zucker leider auch Wasser bindet und es dem Darm nicht wie gewohnt ermöglicht, eine "fluffige" Konsistenz zu erzeugen.

Jetzt bekommen Säugetiere eigentlich nur (Mutter-)Milch, so lange sie im Säuglingsalter sind. Danach versiegt der Milchfluss der Mutter.
So weit, erstmal kein Problem. Irgendwann wurde das Säugetier Mensch aber sesshaft und fing an Tiere als Nutztiere zu halten und hatte plötzlich Milch zur Verfügung, die ihm gar nicht zu stand und die er nicht gewohnt war.

Nach Darwin haben sich solche Menschen besser entwickelt, die das Enzym Lactase auch über das Säuglingsalter hinaus produzierten (durch Zufall, Genfehler) und dadurch im Stande waren Milch zu trinken. Diese Menschen hatten eine zusätzliche Nahrungsquelle zur Verfügung.
Daraus entwickelte sich ein ganzer Stamm von Menschen, die nun Milch konsumieren konnten, obwohl sie erwachsen waren.
Ein paar der Kinder, dieser Menschen, fallen jedoch in das "alte Genprogramm" ohne Lactase zurück, und vertragen keine Milch mehr, wenn sie etwas älter geworden sind. Der Körper hat eingestellt Lactase zu produzieren, hierdurch sind sie Lactose intolerant geworden.


Bei vielen sind die Symptome nicht so stark ausgeprägt, d.h. Speisen, die noch ein bisschen Milchzucker enthalten, können konsumiert werden.
Die meisten fermentierten Speisen sind ohnehin bereits ohne Milchzucker bzw. dort ist der Milchzucker aufgespalten in die Einfachzucker (deshalb ist laktosefreie Milch auch so süß). Für einige hilfts, wenn sie vor dem Essen eine Pille mit dem Enzym Lactase zu sich nehmen, dann wird das Enzym extern zugeführt und die Verdauung funktioniert für eine gewisse Zeit wie bei jedem "Normalo".


Hoffe das hilft :)
 

christ32

Aktives Mitglied
Mitglied seit
19 Dezember 2017
Beiträge
467
Punkte für Reaktionen
169
Und das unser westlicher Lebensstil insgesamt dekadent ist, denke ich ist schwer zu bestreiten, Der hohe Fleischkonsum ist auch nur eine Facette davon
insgesamt stimme ich Dir zu, aber ich glaube gehört zu haben das der Fleischkonsum ist seit Jahren rückläufig ist. Höhepunkt waren die Achtziger des letzten Jahrhunderts.
 

Chicks_on_Slicks

Acts like a lady, rides like a beast
Mitglied seit
19 Juli 2009
Beiträge
9.436
Punkte für Reaktionen
14.757
@bierschinken Danke - damit hatte ich mich schon befasst :) Ich habe leider selber das fehlende Enzym :(
Bei mir ist es auch sehr stark ausgeprägt, so dass auch kleine Mengen Milchzucker bei mir Probleme auslösen und die Tablette funktionieren bei mir auch nicht. :(
Entschuldigt - OT beendet :)
 

Bierschinken88

Aktives Mitglied
Mitglied seit
23 August 2015
Beiträge
1.121
Punkte für Reaktionen
428
Um mal zur Sache zurück zu kommen;
Kann jemand eine Internetadresse oder gerne ein Buch empfehlen, womit man sich übergreifend mit dem Thema vegane Ernährung auseinandersetzen kann?

Ich lebe inzwischen seit über einer Dekade relativ fleischlos und habe daher keine Probleme Mahlzeiten ohne Fleisch zuzubereiten.
Hier habe ich über die Zeit genug Alternativen entwickelt und ein gewisses Portfolio an vielfältigen Mahlzeiten mit handelsüblichen Produkten.
Das fehlt mir aber im gänzlich pflanzlichen Bereich.

Beispiel; gehe ich im Sommer auf ne Grillfete von Freunden, dann weiß ich, dass da für uns Grillkäse zubereitet wird. Es ist einfallslos und das naheliegendste, wenn man sich nie mit der Frage beschäftigt hat, was man anstelle von Kotelett und Wurst grillen kann. Ziemlich genau so geht es mir mit veganen Mahlzeiten.

Es gibt da zwar oft tolle Blogs und Rezepte, wenn da aber "wilde" Zutaten gefordert werden, die ich nicht im "normalen" Supermarkt bekomme, dann verliert das auch mitunter schnell seinen Reiz.

Deshalb suche ich gerade einfach erstmal nach einer Art "bodenständigen" Möglichkeit mich zu informieren.
Wie ersetze ich z.B. Eier in Gebäck, etc etc.
Hat da jemand Tips?
 

Osso

Aktives Mitglied
Mitglied seit
24 April 2006
Beiträge
9.886
Punkte für Reaktionen
3.488
Ist zwar nicht bodenständig.
Ich fand es am lohnesnten sich mit indischer Küche auseinanderzusetzen, weil da von Haus aus vieles vegetarisch ist. Grundsätzlich lernt man da neue Essensmuster. Eine sehr flisch betonte Küche, fleischlos zu nachzubauen, ist m.E, nur ne Krücke
 

Bierschinken88

Aktives Mitglied
Mitglied seit
23 August 2015
Beiträge
1.121
Punkte für Reaktionen
428
Eine sehr flisch betonte Küche, fleischlos zu nachzubauen, ist m.E, nur ne Krücke
Da bin ich komplett bei dir! - Deswegen möchte ich ja, verünftigen Input haben, wie man das gestalten kann.
Dieses "A grain, a green and a bean" würde ich gerne mehr umsetzen, mir fehlt zugegebenermaßen aber die Kreativität, das so vielfältig umzusetzen, dass es im Kern nicht immer das gleiche ist.
 

Osso

Aktives Mitglied
Mitglied seit
24 April 2006
Beiträge
9.886
Punkte für Reaktionen
3.488
Was ein ganz guter Ausgangspunkt ist, sind die beans. bzw die Kicherbsen. Mit Kicherbsenmehl kann man schon viel machen. Überhaupt auch Massen aus zerkleinerten Hüsenfrüchten sind intersant, weil z.b. ne Falafel gabz ohne Ei hält., Das EW bringt die Hüsenfrüchte mit.
Aber auch sowas geht gut:

Ne gut Zusammenfassung kenne ich leide nicht. Ich hab mich da immer an einer Sache festgebissen und mich dann weitergehangelt
 
Oben