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Theoriefrage: Woher kommt der Vorteil leichterer Laufräder?

AW: Theoriefrage: Woher kommt der Vorteil leichterer Laufräder?

Aber Gewicht lässt sich doch so schön in den Prospekt drucken....immer diese Leichtbaufanatiker, das Nordlich mit 8,5kg... Mann mann mann....

Und das Rad hat noch mindestens 1,5KG Potential nach unten. 20 Euro die Woche am Tabak gespart und die SR ist bald eingefahren. Im Winter dann ein 7 Klio Stahlrad, mach ma nach!
 
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wozu? Hier hats keine Berge.
 
AW: Theoriefrage: Woher kommt der Vorteil leichterer Laufräder?

Also erst mal herzlichen Dank für alle Antworten. Tatsächlich habe ich damals in Physik einigermaßen augepasst und kann die oben gemachten Ausführungen nachvollziehen.
Ist doch schön, so etwas einfach mal zu wissen! Die nächste Investition wird dann wohl eher ein hochwertiger Sattel sein, anstatt in die Laufräder zu investieren.

Für mich schließt sich nun eine weitere Frage an, wo wir schon das Radfahren physikalisch betrachten:
Ich wiege 120 Kilo und mein Trainingspartner 90 Kilo. Er hat also 75% meines Gewichtes. Wenn wir beiden zusammen die gleiche Tour mit gleichen Tempo fahren, kann man dann - physikalisch betrachtet - sagen, dass er dafür nur 75% der Leistung aufbringen musste, wie ich? Oder kürzt sich das Gewicht bei den Formeln eventuell irgendwo raus? Gilt für Berge/Abfahrten etas anderes als auf der Geraden?
(Ich habe im Kopf diesen Versuch mit der Feder und der Bleikugel im Vakuum!)
 
AW: Theoriefrage: Woher kommt der Vorteil leichterer Laufräder?

Für mich schließt sich nun eine weitere Frage an, wo wir schon das Radfahren physikalisch betrachten:
Ich wiege 120 Kilo und mein Trainingspartner 90 Kilo. Er hat also 75% meines Gewichtes. Wenn wir beiden zusammen die gleiche Tour mit gleichen Tempo fahren, kann man dann - physikalisch betrachtet - sagen, dass er dafür nur 75% der Leistung aufbringen musste, wie ich? Oder kürzt sich das Gewicht bei den Formeln eventuell irgendwo raus? Gilt für Berge/Abfahrten etas anderes als auf der Geraden?
(Ich habe im Kopf diesen Versuch mit der Feder und der Bleikugel im Vakuum!)
Für das Bergauffahren ist das richtig, weil hier die zu leistende Arbeit proportional zu Gewicht und Hähenuterschied ist. In der Ebene speilt das Gewicht keine Rolle solange man nicht bremst. Hier ist der Luftwiderstand die bestimmende Größe, also die zu überwindende Widerstandskraft F=1/2*cw*A*v^2. Im Rahmen der größeren Körperfülle wächst zwar im gewissen Maße auch die der Fahrtrichtung entgegengewandt Körperfläche A und dadurch wird der Luftwiderstand etwas größer. Andererseits nähert man sich bei größerer Leibesfülle auch der optimalen Tropfenform an und cw wird etwas kleiner:D. Spaß beiseite: In der Ebene spielt das Gewicht keine nennenswerte Rolle.
 
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ganz so schlimm ist es nicht. Du packst ja mehr Bewegungs und potentielle Energie in Dein System. Wenn du die nicht komplett in Bremswärme umsetzt, profitierst Du wieder, bergab oder beim Ausrollen vor Ampeln. Ausserdem geht ja viel in den Luftwiederstand. Also, ständiges auf und ab, mit Schotterabfahrt, bei denen Du ständig auf der Bremse hängst, oder Kriterien, wo Du nach jedem Antritt sofort in die Eisen musst, seeeehr schlecht für Dich, lange flache Rollerkurse mit gleichmässig hoher Geschwindigkeit, vieeeel besser.
BTw, Gute Laufräder, die steif genug sind bringen natürlich was. Fährt sich subjektiv besser und auch objektiv ist exaktes Steuern und weniger Verluste durch Schwabbeln der Räder schon ein Wert. Auch das wieder bei Bergigen kurvigen Kursen. Typische Tri Kurse profitieren primär von Aerodynamik.
 
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Für mich schließt sich nun eine weitere Frage an, wo wir schon das Radfahren physikalisch betrachten:
Ich wiege 120 Kilo und mein Trainingspartner 90 Kilo. Er hat also 75% meines Gewichtes. Wenn wir beiden zusammen die gleiche Tour mit gleichen Tempo fahren, kann man dann - physikalisch betrachtet - sagen, dass er dafür nur 75% der Leistung aufbringen musste, wie ich? Oder kürzt sich das Gewicht bei den Formeln eventuell irgendwo raus? Gilt für Berge/Abfahrten etas anderes als auf der Geraden?
(Ich habe im Kopf diesen Versuch mit der Feder und der Bleikugel im Vakuum!)

Mehr "Leistung" musst du aufbringen, wenn du gleich schnell wie dein Freund beschleunigen willst ... sollte jedoch kein Problem sein, da du 30 kg mehr Muskeln hast. :D

Mehr "Leistung" musst du aufbringen, wenn du gleich schnell wie dein Freund bergauf fahren willst ... den Spruch mit den Muskeln spare ich mir jetzt. :D

... und noch ein Tipp: Bei gleicher Geschwindigkeit wie dein Freund steckt in deinem System mehr Energie, die du bei jedem Bremsvorgang in sinnlose Wärme und abgenutzte Bremsbeläge umwandelst ... deshalb NIE BREMSEN. :D
 
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Da ihr vermutlich nicht im Vakuum fahren werdet, bist Du dem springenden Punkt beim Rennradeln bereits auf der Spur: Aerodynamik.

In einem alten Buch von Meister Smolik war mal aufgedröselt, dass bei Tempo 40 auf der Ebene der Luftwiderstand etwa 80 % des erforderlichen Kraftaufwandes ausmacht.
Bei niedrigerem Tempo verändert sich das und die anderen Widerstände (Rollwiderstand, Lagereibung) gewinnen an Bedeutung, bei noch höherem Tempo regiert der Luftwiderstand praktisch allein.

Ein Fahrer von 120 Kilo Gewicht ist vermutlich nicht nur wesentlich größer als sein 90-Kilo-Kollege, sondern auch breiter und handelt sich damit ausgerechnet im tonangebenden Bereich der Aerodynamik zusätzliche Nachteile ein.
Das kann er eventuell teilweise durch windschlüpfrige Räder kompensieren, also Hochprofilfelgen mit (sehr) wenigen Messerspeichen, sofern die halt mit dem Fahrergewicht noch klarkommen (dazu mal in den letzten Tour-Jahrgängen nach entsprechenden Testergebnissen stöbern). Einfacher wäre es freilich, möglichst oft und lange am Unterlenker zu fahren, die Arme nah am Körper und die Knie nah am Oberrohr zu führen.

Smolik ging damals von folgender Widerstandsverteilung aus:
Radler bei Tempo 40 in der Ebene = 400 Watt
Lagerreibung = 4 - 5 W
Kette = 6 - 8 W
Reifen = 60 - 90 W
Rest = Luftwiderstand

Der Hobbyradler wird dieses Tempo nur selten erreichen und fährt meistens eher zwischen 20 und 30 Klamotten, wobei der Luftwiderstand im Verhältnis zu den anderen Widerständen ein wenig (!) an Bedeutung verliert. Da kann es sich also lohnen, möglichst leichtlaufende Reifen und Schläuche zu montieren - was obendrein, für die Augenwischerei, meistens auch einen ordentlichen Gewichtsvorteil am äußersten Umfang der Räder mit sich bringt und den Nachteil einer schweren Profilfelge mindestens kompensiert.

Die aktuellen Conti Grand Prix sind eine sehr gute Wahl, Veloflex noch einen Tick besser (aber auch anfälliger). Wenn es Dich nicht stört, täglich nachzupumpen, fahre sie mit Latexschläuchen.

Weil man nicht dauernd nur bergauf fährt und auch nicht pausenlos beschleunigt, ist der reine Gewichtsnachteil beim Radfahren übrigens gar nicht sooo schlimm. Ein Freund von mir war jahrelang immer der "speckigste", aber auch nach Belieben der schnellste in der Gruppe, auch bergauf. Ich selbst habe auch schon mal 8 Kilo mehr und 6 Kilo weniger gewogen und merke da ehrlich gesagt keinen riesigen Unterschied. Allerdings bin ich auch kein Rennfahrer.
 
AW: Theoriefrage: Woher kommt der Vorteil leichterer Laufräder?

Danke für die ganzen Antworten. Wie man sieht, macht auch die theoretische Beschäftigung mit dem Rennradfahren Freude!

Die Überlegungen zur Bedeutung des Gewichtes am Berg kann ich in der Praxis recht gut bestätigen. Wenn wir zu zweit fahren (fast ohne Steigungen an der Weser entlang), dann kann ich auf ebener Strecke auch ganz gut bei 30-35km, je nach Wind, mithalten. Will er mir wegfahren, muss er sich zumindest anstrengen. Aber wenn wir an einen Berg kommen, kommt mir das Heulen...

Unterlenker fahren geht von der Sitzposition besonders mit meiner neuen Radhose eigentlich ganz gut. Habe da eher einen anderen Nachteil: Ich bin Brillenträger und schaue genau auf den oberen Rand meiner Brille, was mich praktisch verrückt macht!!! (Grr!) Deswegen fahre ich gelegntlich auch mit Kontaktlinsen. Die machen aber bei längeren Fahrten aufgrund des Fahrtwindes auch gern mal Probleme.
 
AW: Theoriefrage: Woher kommt der Vorteil leichterer Laufräder?

Weil man nicht dauernd nur bergauf fährt und auch nicht pausenlos beschleunigt, ist der reine Gewichtsnachteil beim Radfahren übrigens gar nicht sooo schlimm. Ein Freund von mir war jahrelang immer der "speckigste", aber auch nach Belieben der schnellste in der Gruppe, auch bergauf. Ich selbst habe auch schon mal 8 Kilo mehr und 6 Kilo weniger gewogen und merke da ehrlich gesagt keinen riesigen Unterschied. Allerdings bin ich auch kein Rennfahrer.

Ich hänge die leichten Fahrer auch am Berg ab (teils sogar recht deutlich), wiege gut 90kg, dabei aber wenig Fett.

Hat mich nachdenklich gemacht, denn meine Sitzposition ist optimal aerodynamisch.

Demnach muss ihr größerer Vorteil eigentlich sein, dass sie schmal wie ein Handtuch sind und kaum Windwiderstand produzieren.
Deshalb können sie recht mühelos gegen den Wind fahren.

Ich hab aufgerüstet und fahre jetzt mit Aero-Kompression-Bekleidung, schon ist der Nachteil wieder behoben (solange es mir keiner nachmacht :D)
 
AW: Theoriefrage: Woher kommt der Vorteil leichterer Laufräder?

Also sollte ich jemals 30kg leichter sein als jetzt, dann können die Berge aber auch kommen! :-)
 
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Also sollte ich jemals 30kg leichter sein als jetzt, dann können die Berge aber auch kommen! :-)

Ich war zeitweise mal bei 115kg, weil ich mit dem Rauchen aufgehört hatte und meine Sucht auf den Genuss von Mandel-Sahne-Eis verlagert hatte :D
 
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Also sollte ich jemals 30kg leichter sein als jetzt, dann können die Berge aber auch kommen! :-)

Ich war zeitweise mal bei 115kg, weil ich mit dem Rauchen aufgehört hatte und meine Sucht auf den Genuss von Mandel-Sahne-Eis verlagert hatte :D

Falsches Forum!
Hier gehts weiter:
http://www.deutschlands-dicke-seiten.de/forum/index.php:p
 
AW: Theoriefrage: Woher kommt der Vorteil leichterer Laufräder?

Ich habe 10 Jahre Qualmerei auch vor zwei Jahren hinter mit gelassen. Sorry für off-topic.

Für jonasonjan gehts hier weiter:
http://www.badewannenkapitaen.de/how_to_be_friendly.hmtl
Nix für ungut!

Der hat auch mit dem Rauchen aufgehört. Aber sein Gewicht gut gehalten.

Die Versuche, wo ich mein Gewicht gehalten hatte, wurden bisher immer Rückschläge. Hab irgendwann wieder mit dem Qualmen angefangen. Die Mandel-Sahne-Eis-Therapie ist bisher die wirksamste gewesen:D Denn ich rauche seit 4Jahren nicht mehr und es fällt mir erstmals auch recht leicht dabei zu bleiben.
 
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Ich wiege 120 Kilo und mein Trainingspartner 90 Kilo. Er hat also 75% meines Gewichtes. Wenn wir beiden zusammen die gleiche Tour mit gleichen Tempo fahren, kann man dann - physikalisch betrachtet - sagen, dass er dafür nur 75% der Leistung aufbringen musste, wie ich? Oder kürzt sich das Gewicht bei den Formeln eventuell irgendwo raus? Gilt für Berge/Abfahrten etas anderes als auf der Geraden?
Bergauf wird der notwendige Leistungsunterschied sehr eng mit dem Gewichtunterschied im Systemgewicht (Fahrer + Rad) korrelieren. Im Flachen sieht es bei der Beschleunigung ähnlich aus, bei konstantem Tempo aber nicht. Hier zählen die Aerodynamik und Frontfläche. Das Gewicht selbst spielt über die Frontfläche bzw. eine wampentechnisch aufrechtere Sitzposition indirekt hinein. Was das bei welchem Tempo an Differenz ausmachen kann, kann z.B. mit dem Kreuzotter-Rechner überschlagen werden:
http://www.kreuzotter.de/deutsch/speed.htm

Zum Gewicht an Laufrädern: die gefühlte "Trägheit" eines schweren Laufrades betrifft weniger die Beschleunigung selbst als die Kreiselstabilisierung, die z.B. im Wiegetritt beim Verkippen des Rades oder beim Einlenken als Gegenkraft spürbar wird. I.a.W.: man wird mit dem leichten Laufrad im Flachland kaum schneller, sondern das Rad lässt sich reagibler (oder je nach Vorliebe/Abneigung auch zappeliger) steuern und beim Wiegetritt unterm Körper durchbewegen.

Mir selbst ist dies ziemlich einerlei. Entsprechend fahre ich auch keine extraleichten Laufräder.
 
AW: Theoriefrage: Woher kommt der Vorteil leichterer Laufräder?

Das meiste Leichtbau-Geraffels hat ja auch eine Gewichtsbeschränkung. Da triffts eben auch wieder gut, wenn man sich sagt, bevor ich leichtere Laufräder fahr, nehm ich lieber erst mal ab
 
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