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Schutzwirkung von Helmen

Die Statistik sagt nicht, dass man nicht stürzt ohnr Helm, sondern dass es egal ist, ob mit Helm oder ohne in Bezug auf tödliche Kopfverletzungen.
Bei solchen dem gesunden Menschenverstand widersprechenden Ergebnissen sollte man die Datengrundlage prüfen.
Ich tippe mal, dass die Daten nicht zuverlässig unterscheiden bezüglich Helm, EBike, Alter, Geschwindigkeit etc.
 
Ist "im Alter mit dem E-Bike ballern" eine solche Verhaltensänderung? Und es gibt sicher noch ein paar mehr Faktoren, die es schwierig machen, einfach nur aus einer Zahl zu schließen, dass Helme nichts bringen.
Die Helmquote der Pedelecfahrer ist noch größer als die für alle Radler zusammen. Sie liegt bei ca. 65%. Natürlich verunglücken Snioren schwerer als Jüngere, das gilt aber auch und erst recht für Oberschenkelhalsbrüche etc. so dass man gerade bei mehr Pedelec im Fahrradmix erst recht eine Abnahme der Kopfquote bei den Todesursachen sehen müsste.
Die Statistik sagt nicht, dass man nicht stürzt ohnr Helm, sondern dass es egal ist, ob mit Helm oder ohne in Bezug auf tödliche Kopfverletzungen.
Bei solchen dem gesunden Menschenverstand widersprechenden Ergebnissen sollte man die Datengrundlage prüfen.
Ich tippe mal, dass die Daten nicht zuverlässig unterscheiden bezüglich Helm, EBike, Alter, Geschwindigkeit etc.
Angenommen, das Resultat der Entwicklung wäre passend zur Erwartung gewesen. Glaubst du ernsthaft, die Datengrundlage würde dann noch irgendwer in Frage stellen? „Belief Bias“ nennt man sowas.
 
. Glaubst du ernsthaft, die Datengrundlage würde dann noch irgendwer in Frage stellen? „Belief Bias“ nennt man sowas.
Bevor man über eine solche Auswertung ernsthaft diskutieren kann, muss zuerst mal die Datengrundlage erläutert werden.
Aus dem Zusammenhang gerissene Graphiken führen ganz schnell zu fehlerhaften Interpretationen.
 
Jeder, der schon einen Helm "zerstört" hat oder wen kennt, der einen zerstört hat, wird freiwillig einen Helm tragen. Ich hätte mindestens eine Fraktur an der Schläfe gehabt, ein Mitfahrer wohl einen gebrochenen Schädel. Die restlichen Verletzungen waren schon genug. Für mich gibt es keine Frage. Und Helme, die zu alt sind oder "nicht mehr dolle aussehen" tausche ich aus. Ich habe nur 1 Leben, was ich mit einem Helm besser schützen kann. Das sagt mir meine Erfahrung aus 2 zerstörten Helmen und vielen Bekannten, die auch schon betroffen waren.

Jeder der hier Statistiken ranzieht, kann das ja gerne machen. Aber bitte vermittelt nicht "ohne Helm ist man sicherer". Das ist falsch. Und wenn jetzt mehr Radfahrer sterben hat das andere Gründe. Es werden (gefühlt) deutlich mehr Kilometer gefahren, in unterschiedlichen Altersgruppen, mit unterschiedlichen Radtypen. Und es gibt einfach auch mehr Räder in Deutschland. Und davon werden sogar immer mehr bewegt. Guckt Euch die Straßen und Wege an, oder die Fernradwege, oder die Anzahl an Rädern auf dem Campingplatz, die nicht nur für den schnellen Weg zum Klo benutzt werden.
 
Ich habe auch Fußball mit Schienbeinschoner gespielt, allerdings hatten selbst die nur einen eingeschränkten Nutzen. Das gilt auch für Radhelme. Leider wird oft der Eindruck erweckt, dass man ohne Helm sofort dem Tode geweiht ist und man mit Helm quasi unsterblich ist. Das ist beiderseits Unfug. Ja, der Helm kann einen Unterschied machen, ja, er kann die Grenze von "SHT mit Tod oder Leben als Gemüse" hin zu "nur Gehirnerschütterung" verschieben, aber letztlich gibt es physikalische Grenzen, die schnell erreicht sind.

Meinen Kindern habe ich früh gesagt "setzt einen Helm auf, aber fahrt immer so, als ob ihr keinen auf dem Kopf habt". Selber fahre ich mit Helm, weil ich nur mit Radkappe zu dämlich aussähe. Bei dumm verlaufenden Stürzen glaube ich nicht, dass er mich retten wird. Es nützt nichts, wenn die Schale der Melone (des Schädels) nicht bricht, im Innern aber alles zu Brei wird. Sollte ich fallen und über den Asphalt schliddern, werde ich froh sein, wenn er mich vor Schürfwunden beschützt. Wenn am Ende der Bordstein wartet, hoffe ich, dass er den oben genannten Unterschied machen wird. Aber glauben kann ich daran nicht.

Amen
 
Bevor man über eine solche Auswertung ernsthaft diskutieren kann, muss zuerst mal die Datengrundlage erläutert werden.
Aus dem Zusammenhang gerissene Graphiken führen ganz schnell zu fehlerhaften Interpretationen.
Quellen stehen doch in der Legende. Helmquote nach jährlicher repräsentativer Straßenzählung der BASt, Todesursachen nach amtlicher Bundes-Todesursachenstatistik. Bei nicht-natürlichen Todesfällen wird in Deutschland eigentlich jeder Fall autopsiert. „Aus dem Zusammenhang gerissen“ ist da auch nichts.
Ich habe nur 1 Leben, was ich mit einem Helm besser schützen kann. Das sagt mir meine Erfahrung aus 2 zerstörten Helmen und vielen Bekannten, die auch schon betroffen waren.
So langsam müsste es doch allen auffallen, dass es zwar Unmengen spektakulär zerstörte Helme gibt, aber keine dementsprechende Anzahl zerstörter Köpfe ohne Helm.
 
So langsam müsste es doch allen auffallen, dass es zwar Unmengen spektakulär zerstörte Helme gibt, aber keine dementsprechende Anzahl zerstörter Köpfe ohne Helm.
Weil die schon eins tiefer liegen und hier nicht mehr schreiben.

Beim meinem Sturz im Oktober bei 10 Grad auf feuchter Schotterstraße im Wald war mein Körper dann immerhin noch soweit in der Lage, meine Frau anzurufen, die über meinen Standort den Rettungswagen losschicken konnte. Ich habe davon keine Erinnerungen mehr. Die Waldautobahn lag abgelegen, und bei dem Wetter wäre da auch erstmal keiner vorbei gekommen. Kleidung hatte ich für schnelles Training an, also wenig. Jetzt kann man mutmaßen wie lange es bei einer Schädelfraktur gedauert hätte, bis ich in den Schotter gebissen hätte. Weil ich eben nicht mehr mich bei meiner Frau melden konnte, und dann auch erstmal kein RTW gekommen wäre. Manchmal reicht es ja, wenn man noch etwas mehr kann, um dann mit weniger Gesamtschäden davon zu kommen.

Aber: jeder macht seine eigene Risikobewertung für seine Tätigkeiten. Bei meiner kommt jedes Mal wieder raus, dass ich einen Helm aufsetze. Nicht um schneller zu fahren, sondern weil ich mir einbilde, dass es mir helfen kann. Wer keinen Helm braucht, der trägt halt einfach keinen Helm. Bin ich fein mit.
 
Ich halts wie Rasputin. Trage ich keinen Helm, kann mir auch nichts passieren.
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Erstaunlich das ich überhaupt noch lebe. 🤣

Bei meine zweiten Vku habe ich mit 50 km/h ne Rolle übers Ratt gemacht, das ganze ohne Helm......
Man könnte auch sagen, dass Gurte im Auto gefährlich sind. Denn es treten mehr Frakturen an Schlüsselbeinen auf. Oder Airbags: mehr kaputte Brillen oder deformierte Nasen.

Wie schon manch einer geschrieben hat: ich bin nun auch wieder raus aus dem Faden.
 
Man könnte auch sagen, dass Gurte im Auto gefährlich sind. Denn es treten mehr Frakturen an Schlüsselbeinen auf. Oder Airbags: mehr kaputte Brillen oder deformierte Nasen.

Ich streite nicht den Nutzen eines Helmes ab. Bei manchen Stürzen kann er schon hilfreich sein. Es geht mir darum das viele von den Stück Styropor Wunderdinge erwarten und um die Übertriebung das verunfallte RR Fahrer ohne Helm nicht mehr leben würden.
Solche Behauptungen sind einfach daneben und nicht zutreffend.
Und solche Vergleiche mit Impfgegnern sind genau so daneben.

Das ganze erinnert mich an den RA der Verursacherin meines zweiten Unfalls. Der meinte er das ich Mitschuldig wäre weil ich ohne Helm fuhr. Der Richter hat ihm dann was dazu gesagt, da war er dann ruhig....
 
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