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Restauration eines Bridgestone Mile 112

Onobe

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Hallo,

Wie ich schon in meiner Vorstellung geschrieben habe, bin ich im Besitz eines alten Rennrades, ca. 80iger Jahre was ich von meinem Schwiegervater vererbt bekommen habe.
Nun möchte ich es gerne Orginalgetreu aufbauen.
Da ich mich leider überhaupt nicht mit Rennrädern auskenne ( aber es gerne möchte) bin ich auf eure Hilfe angewiesen.
Zum Rad kann ich garnicht soviel sagen.
Leider sind an dem Rad keine Aufkleber der Marke vorhanden, was halt das Problem für mich darstellt, infos über das Rennrad bekomme ich leider von meinem Schwiegervater auch nicht ,( Jäger und Sammler) keine Ahnung wo er es her hat. Deshalb meine Frage, woran kann ich den Hersteller erkennen oder welche infos oder Bilder braucht ihr um es zu erkennen.
Leider bin ich Laie in Sachen Rennrad, also verzeiht mir wenn ich den einen oder anderen Fachausdruck nicht kenne.
Was ich über das Rad schon sagen kann ist, dass die Schaltung von Suntour cyclone ist und die kurbeln von Shimano biopace. Ansonsten sind Sitzstange und lenker von Sakae.
Unter dem kurbelgehäuse ist eine 5 stellige Nummer beginnend mit einem B eingeschalgen.
Gerne hänge ich Fotos an, sagt mir nur wovon genau.
Was ich gerne wissen würde, wären Hersteller und das Baujahr sowie das Model.
Mir ist klar das es warscheinlich nicht so einfach ist aber vieleicht komme ich ja einen kleinen Schritt voran.
Ich gehe davon aus das dass Rad verbastelt ist und lakiert wurde, grade deshalb würde ich es gerne in seinen Ursprung bringen.
Wenn es nichts besonderes ist, fände ich es auch nicht weiter schlimm, würde es dann trotzdem zeitgemäß zurück bauen.
 

marcfw

Marc F.W. Leif issä Kaudiel
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sieh mal ganz oben auf der Seite bei den Rennmaschinen bis 1990:

Dort wird dir geholfen, wenn du eine Gesamtansicht von rechts und von sämtlichen Details am Rahmen Bilder postest.
Die bisherigen Indizien sprechen aber nicht für etwas extrem hochwertiges.
 

Knobi

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Renner der Woche
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Ja und nein! :rolleyes:

Das Thema "Was ist es und was ist es wert" haben wir aufgemacht, um bei den meisten Teile- und Komplettradfragen zu Hersteller und realistischem Preis schnell und direkt helfen zu können, ohne das Forum mit einem eigenen Thema zu jeder solchen Frage zu "vermüllen". Dann würde es hier nämlich sehr schnell unübersichtlich, was sich in den letzten Monaten trotzdem wieder abzeichnet.

Das bedeutet aber nicht, dass Du zu Deinem Rad keinen eigenen Thread aufmachen sollst.
Wenn Du es nicht kaufen oder verkaufen willst, sondern z.B. umbauen, reparieren oder einfach nur ein paar Geschichten dazu schreiben und vor allem Fotos davon machen, würden wir uns sogar sehr darüber freuen.

In diesem Sinne wünsche ich Dir viel Spaß - mit Deinem Rad, und natürlich auch hier!
 

Optivi

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Danke, also stelle ich meine Fragen dort?
Bin nicht so oft in Foren unterwegs :)
da du nun dank des Forums das Modell herausgefunden hast und es vielleicht wiederherstellen möchtest, ist ein eigener Faden jetzt aber genau richtig! Spannend, dass ihr das Modell herausgefunden habt. Spannend auch, was du jetzt daraus machst... ;)
 

Onobe

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So dann werde ich hier mal berichten, über den Wiederaufbau meines Bridgestone Mile 112.

Die Vorgeschichte, wie ich an das Rad gekommen bin kennt man ja nun schon.
Ansonsten steht es weiter oben ☝
Da viele hier ihm Forum meinten, ich sollte doch mal darüber schreiben, wie es mit dem Rad weiter geht, mache ich das einfach mal.
Da ich so was noch nie gemacht habe, hoffe ich das es nicht zu langweilig wird.

Nochmal kurz zu mir. Ich komme aus NRW und bin 39 Jahre alt. Mit Rennrädern hatte ich bisher nichts zutun. Mein Schwiegervater hatte mir zwar schonmal vor 2 Jahren ein altes Rennrad andrehen wollen, aber das interesse war zu der zeit bei mir einfach nicht da ( muss mal fragen ob er es noch hat 🤔 ) . Auf jeden Fall war es voll mit Shimano Aufklebern und ich hielt es einfach für billigen Schrott.

Wie das bei vielen im Moment so ist, hat mich die Corona Krise wieder zum Rad gebracht.
Da aus unserem Oster Urlaub nichts geworden ist, haben wir uns ( Frau und zwei Söhne)
mit neuen Fahrrädern eingedeckt.
Da trotzdem die Langweile an den Wochenenden überwogen hat, habe ich mir überlegt, was ich schönes mit meinen beiden Jungs machen könnte und habe mir zwei baugleiche Bmx aus den 80igern über Kleinanzeigen besorgt. Nichts besonderes, keine Marken.
Naja, wie das so ist stand ich nach dem ersten Tag in der Werkstatt alleine da.
So bin ich halt an das Schrauben von Rädern gekommen. Vorher war es halt etwas größer und hatte 4 Reifen 😅 aber unter dem Auto liegen ohne Bühne macht so langsam keinen Spass mehr.


Als erstes möchte ich nochmal danke sagen, für eure hilfe bei der Bestimmung des Herstellers. Ich bin immer noch beeindruckt , dass ihr das so schnell herausgefunden habt, ohne auch nur einen Schriftzug am Rad zu haben.

Dann mal zum aktuellen Stand.
Wie die meisten ja wissen, habe ich schon Kontakt zu einer Firma aufgenommen ,die mir diesen hässlichen roten Lack entfernt. Wie sie das machen, muss ich nochmal Freitag abklären ,aber sie haben da mehere Möglichkeiten. Bei der Gelegenheit werde ich auch noch mal fragen, ob sie es nicht gleich mit Grundieren können, um mir diesen Arbeitsschritt zu sparen und das es nicht zulange unversiegelt herumsteht, Flugrost ansetzt.
Da ich das Bike selbst lackieren werde ( keine Panik habe schon einiges lakiert) stellt sich die Frage, welche Farben ich verwende.
Da das Rad so Orginalgetreu wie möglich werden soll sollten die Farben nicht stark abweichen.
Orginal light blue und Classic White.
Dazu habe ich mir bisher überlegt, dass ich light blue von Ford benutze und Pure White von VW.
Das ist erstmal die Idee, wenn ihr dazu Alternativen habt, immer her damit.
Die gelben Streifen werde ich wohl mit Dekorfolie machen, die mir ein guter Freund macht.
An anderer Stelle im Forum kam die Frage ,warum ich erst lackiere und dann Teile anbaue. Ich habe das früher bei Pkws natürlich auch anders gemacht, erst angepasst und dann lackiert, aber da es ja alles Orginalteile sein sollen, mache ich mir um die Passgenauigkeit keine Sorgen.

Heute habe ich mal eine Bestandsaufnahme gemacht, was für Teile nicht Orginal sind und was ich noch besorgen muss.
Ich muss sagen, fast alles ist noch vorhanden, bis auf Pedale, Sattel und Reifen.
Die Reifen werde ich wohl von Bridgestone nicht mehr bekommen, soweit ich weiß.
Die vorhandenen Teile werde ich aufarbeiten und wieder verwenden.
Also wer noch Sakae SR SP-250 Pedalen hat immer her damit.
Sattel kann ich mir wohl auch abschminken, einen gut erhaltenen zu bekommen, aber wer eine Kashimax rs 2a hat, nehme ich auch gerne :)
In einer Sache werde ich wohl dank @Knobi vom Orginal abweichen und die Gabel in blau lackieren, sie wirkt wirklich wie ein Fremdkörper in weiß.
Ich hoffe, dass ich bald mehr zu erzählen habe.

P.s
Habt ein nachsehen mit mir, dass ist das erste mal, dass ich so einen Beitrag schreibe.

Ich hänge noch mal ein Bild vom jetzt Zustand an.
 

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Onobe

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Ich bräuchte Hilfe , bei der Wahl des Vorbaus.
Es steht leider nur das ein Sr ct verbaut wurde, darunter finde ich jede Menge. Ein Tipp was ich da nehmen kann?
 

Knobi

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Naja, willst Du das Rad denn fahren und passt Dir der Rahmen? Das ist ja noch die zentrale Frage.
Die Vorbaulänge richtet sich dann nach Deinen Körpermaßen und der Art, wie Du fährst (oder es erstmal einschätzt).

SR = Sakae Ringyo Vorbauten findest Du in vielen verschiedenen Baumustern, gut sind eigentlich alle. Interessant wird es beim Lenkerdurchmesser: Klassische Rennräder hatten da 26 oder 25,8 mm; auf die zwei Zehntel kommt es dabei nicht an. SR-Vorbauten gab es immer auch für Lenkerdurchmesser 25,4, was eher MTB- und Tourenradlenker waren. Bei Rennlenkern gibt es das auch, aber damals eher selten.
Kurz gesagt: Wenn Du den alten Lenker weiterverwenden willst, miss seinen Klemmdurchmesser und wähle den Vorbau danach aus.

Die Länge wählst Du erstmal so, dass Du bei passender Sattelstellung (Höhe und Versatz zum Tretlager) den Lenker mit den Fingern der ausgestreckten Hand gerade so eben noch erreichst, wenn Du den Ellbogen an die Sattelspitze legst. Der Lenker steht dabei erstmal knapp unterhalb der Satteloberkante oder in etwa gleich hoch, das ist dann der grobe Basiswert für "bequem". Längere und/oder weiter in die Gabel geschobene Vorbauten ergeben aerodynamische Vorteile, aber nicht unbedingt ergonomische. Das ist dann letztendlich eine sehr persönliche Sache, und so ein Vorbau ist ja später auch nicht wahnsinnig schwierig zu wechseln.

Der Vorbau auf den meisten Fotos originaler Mile 112 sieht nach einem eher günstigen SR-Modell aus, an den Seiten eher flach als rund. Vermutlich ein "Custom", z.B.:

Ich freue mich übrigens, wie Du die Sache angehst und dass Du hier ein wenig zu den Hintergründen schreibst.
Das mit den Autos kenne ich übrigens auch sehr gut.
 

Hexer

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Die Länge wählst Du erstmal so, dass Du bei passender Sattelstellung (Höhe und Versatz zum Tretlager) den Lenker mit den Fingern der ausgestreckten Hand gerade so eben noch erreichst, wenn Du den Ellbogen an die Sattelspitze legst
Von dieser Faustregel habe ich auch schon mal gehört. Passt das bei Dir so einigermaßen? Bei mir fehlen da bis zum Lenker ca. 5cm, ich könnte das gar nicht so einstellen, bei keinem meiner Räder...???
 

Knobi

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Von dieser Faustregel habe ich auch schon mal gehört. Passt das bei Dir so einigermaßen? Bei mir fehlen da bis zum Lenker ca. 5cm, ich könnte das gar nicht so einstellen, bei keinem meiner Räder...???
Nein, ich habe komische Proportionen mit langen Armen und langem Oberkörper, bzw. dafür zu kurzen Beinen, und ich sitze gern relativ gestreckt. Meine Lenker sind auch alle deutlich weiter vorn, aber dafür nicht allzuweit unten. Meistens lande ich ca. 4-6 cm unter Sattelniveau und mit 2-3 Fingerbeit Abstand zum Lenker.
 

Hexer

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Dann bin ich ja beruhigt... Ich fahre also einfach weiter so wie immer 😉.
Danke trotzdem, nochmal ein Kompliment für Deine sonstigen Beiträge 👍🏼
 

Muffenrider

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Bridgestone Rennräder erhalten finde ich erstmal gut.
Naja, willst Du das Rad denn fahren und passt Dir der Rahmen? Das ist ja noch die zentrale Frage.
Die Vorbaulänge richtet sich dann nach Deinen Körpermaßen und der Art, wie Du fährst (oder es erstmal einschätzt).
Anhand der Fotos, tippe ich auf RH59, was bei dem Mile112 gemäß den Geometrietabellen von Bridgestone auf eine Oberrohrlänge von 57cm schließen ließe.
In dem Fall, lägen eine Körpergröße von 182cm, bei einer Schrittlänge um 86cm etwa im Bedarfsmittel.
2-3cm darüber hinaus oder darunter lassen sich mit Vorbaulänge und Sattelstützenauszug anpassen.
 

Muffenrider

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Wobei...
Wenn ich mir das Steuerrohr von meinem 59er Bridgestone RB2 ansehe, scheint mir das rote doch länger.
RH 62 bräuchte dann entsprechend andere Körperlängen. Messen hilft da.
 

Onobe

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Mit 1.90m kann ich wohl nicht dienen, da fehlen mir 15 cm.
Ich baue es auch eigentlich nicht zum selber fahren auf.
Vielleicht ist es auch eher ein Beginn, einer Sammlung.
Was ich jetzt schon weiß, es wird nicht das letzte Rennrad sein, was ich aufbaue.
Beim nächsten werde ich darauf achten das es zu mir passt aber mit der ganzen Materie, muss ich mich noch auseinandersetzen.
Vielmehr habe ich Spass daran, es wieder zu Leben zu Erweckung.
Das Model scheid es ja in Deutschland nicht mehr so oft zu geben, zumindest lande ich immer auf US Seiten, wenn ich es suche.
Ich finde es schön etwas altes zu erhalten.
 

Hexer

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Mit 1.90m kann ich wohl nicht dienen, da fehlen mir 15 cm.
Ich baue es auch eigentlich nicht zum selber fahren auf.
Vielleicht ist es auch eher ein Beginn, einer Sammlung.
Was ich jetzt schon weiß, es wird nicht das letzte Rennrad sein, was ich aufbaue.
Beim nächsten werde ich darauf achten das es zu mir passt aber mit der ganzen Materie, muss ich mich noch auseinandersetzen.
Vielmehr habe ich Spass daran, es wieder zu Leben zu Erweckung.
Das Model scheid es ja in Deutschland nicht mehr so oft zu geben, zumindest lande ich immer auf US Seiten, wenn ich es suche.
Ich finde es schön etwas altes zu erhalten.
Das ist alles richtig, macht Spaß und ist ehrenwert. Ich kann nur aus persönlicher Erfahrung sagen, en Rennrad das nicht passt ist einfach Scheixxe. Ich hatte auch schon zu kleine Renner, das ist am Anfang total spannend, wenn man aber alles befummelt hat, will man auch fahren --> das ist dann das Problem.
Gib den Rahmen weiter und such Dir was passendes, kannste glauben!
 

Muffenrider

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...
will man auch fahren --> das ist dann das Problem.
Gib den Rahmen weiter und such Dir was passendes
Das wäre mein Vorschlag auch. Wenn du dir die Mühe machst und weißt gar nicht für wen, dann ist es Arbeit. Für einen Stundenlohn, da mag ich gar nicht rechnen anfangen.
Im übrigen, das Mile112 ist nicht soo der gesuchte Bridgestone Klassiker.
Ich denke, die Alugabel führt zu einem nach unten Durchreichen auf der „Muß ich haben“ Rangliste. So ist jedenfalls bei mir.
 
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