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Relative Leistung in Strava

tg33

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Guten Morgen!
Ich nutze Strava Premium als Trainingstool und komme mit der Fitnessfunktion und vor allem mit der (wöchentlichen) relative Leistung super zurecht. Mein Training besteht hauptsächlich aus kürzeren Fahrten mit Intervalltraining mit Pulsmesser.
Jetzt habe ich die Woche meine Herzfrequenzzonen korrigiert, die Zahlen alle etwas weiter nach unten gesetzt. Das heißt, dass ich jetzt jedes Training in höheren Zonen verbringe. Soll heißen Strava müsste eine höhere Intensität erkennen.

Jetzt mein Problem:

Die Relative Leistung ist etwa um die Hälfte gesunken! Wie kann das sein?
 

ronde2009

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Das heißt, relativ gesehen, geht es bergab. Kann an den Temperaturen liegen.
 

tg33

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Die Leistung ist weiterhin da (kein Powermeter, also fließt nichts in die Berechnung der "relativen Leistung" mit ein. Die Herzfrequenz hat sich auch nicht geändert, nur eben die angegebenen Zonen.
 

ronde2009

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Du kannst ja mal schauen ob es am Ende der Woche besser ist;)
 

Popeye112

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Evtl. Hast du die max. HF hochgesetzt?? Das würde die rel. Leistung senken.
 

pjotr

Radprofi, gefangen im Körper einer Hobbylusche
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Schien wohl zu sein. Die Punktzahl richtet sich wohl danach, anstatt nach den Zonen. Was ein Quatsch, als wüsste jeder seine Max HF.

Zonen festzulegen ohne die Hfmax zu berücksichtigen ist nicht die beste Idee. Im Allgemeinen funktionieren die Zonenmodelle am besten, die sowohl Hfmax als auch Ruhepuls berücksichtigen. Ohne diese Eckwerte kommt bei der Festlegung von Zonen mit hoher Wahrscheinlichkeit nur eine zufällige Sammlung von Werten raus. Im übrigen ist es natürlich ebenso so einfach wie zumutbar, die Hfmax selber zu bestimmen (jedenfalls, wenn man nicht an KHK leidet)
Aufgrund der großen individuellen Unterschiede in Physiologie und - damit zusammenhängend - Leistung, Hf-Verhalten etc. ist es unumgänglich bestimmte Eckwerte zu bestimmen, an denen Training und Intensität gemessen und bewertet werden. Da ist bei Hf-basierten Training nicht anders als bei Training mit PM. Was daran "Quatsch" sein soll, erschließt sich mir nicht.
 

ronde2009

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Man kann mindestens drei Konzepte nutzen. Einmal über einen Schwellenpuls Zonen zu ermitteln und diese individuell einzugeben, über die HFmax oder individuell aufgrund verschiedener Dauerversuche.
Zu allen drei Ansätzen benötigt man Tests.
Das Beispiel hier zeigt den letzten Ansatz, der aus Versuchen bis 3,5h im Tempobereich entstanden ist. Das brauchen aber nur absolute Spitzenperfektionisten.
1575022244813.png
 

tg33

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Naja wie oft soll ich es denn versuchen bis zur Max Herzfrequenz zu kommen? Vllt liegt es an meinen vielen Jahren im Krafttraining aber wenn der Puls Richtung 170 geht ist Feierabend während ich 165 lange halte. Da müsste ich noch lange üben um wirklich sowas wie die Max HR zu erreichen.
Ich habe meinen Schwellenpuls ermittelt und habe meine Zonen daran angepasst. Diesen Puls fahre ich im Training sehr oft. Das HF basierte Training ist kein Quatsch, muss mich in der Saison selber danach richten, aber die Intensität vom Abstand zum Maximalpuls festzumachen finde ich merkwürdig.
 

pjotr

Radprofi, gefangen im Körper einer Hobbylusche
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Wenn Du "nur" 170 erreichst ist das die Hfmax! Die ist nicht wirklich trainierbar und es wird nichts bringen, viele Versuche zu machen. Was für einen Test wichtig ist, ist ausgeruht und motoviert zu sein. Die Hfmax geht btw. mit dem Alter runter, meine liegt auch "nur" noch bei knapp über 170. Den "Schwellenpuls" als Basis für die Trainingsbereiche zu nehmen ist mit wesentlich größeren Unsicherheiten verbunden als eine Ableitung aus der Hfmax und dem Ruhepuls. Um den Schwellenpuls zu definieren muss man nämlich die mit zahllosen methodischen und physioligischen "Untiefen" garnierte Frage beantworten, wo genau die "Schwelle" liegt und wie valide die Beziehung Schwelle<=>Puls ist. Viel Erfolg ;)
 

ronde2009

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Der pjotr kennt sich mit extremtests nicht so gut aus. Ansonsten stimmt das aber grundsätzlich. Wenn Du die HFmax wirklich austesten möchtest, dann würde ich mich eine halbe Stunde einfahren. Dann 5 Minuten auf HF 150 dann in ein Tabata Intervall. Das wären 8* 20s Belastung und 10s Pause. Das letzte Intervall dann maximal aussprinten. Damit solltest Du etwas über 175 kommen wenn Du 165 für lange Zeit fahren kannst.
Allerdings ist das eine maximale Herz-Kreislaufbelastung, die man nur machens sollte wenn man gesund ist und in Begleitung.
 

tg33

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175 habe ich auch geschätzt jedoch geht mir der Kreislauf vorher flöten. Vllt werde ich das mal testen, dann aber draußen an einem schönen Tag.
Auf der Rolle ist der Puls ja wieder verfälscht, dürfte aber schneller hoch gehen.
 

pjotr

Radprofi, gefangen im Körper einer Hobbylusche
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175 habe ich auch geschätzt jedoch geht mir der Kreislauf vorher flöten. Vllt werde ich das mal testen, dann aber draußen an einem schönen Tag.
Auf der Rolle ist der Puls ja wieder verfälscht, dürfte aber schneller hoch gehen.
Es zwar richtig, dass der Puls Indoor u.a. aufgrund der Wärme höher sein kann, die Hfmax betrifft das aber nicht. Nochmal: Hfmax ist Hfmax, die maximale Schlagzahl, die Deine Punmpe liefert. Punkt!
Wenn es für dich einfacher ist, die Hfmax Indoor abzurufen, mach den Test getrost auf der Rolle. Damit machst Du nix falsch!
 

ronde2009

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Rolle geht für den von mir vorgeschlagenen Test auch gut. Mit SPinning bike noch besser. Da den letzten Sprint dann mit TF 150+. Damit bekommt man die HFmax noch sicherer. Aber am besten immer in Begleitung anderer machen.
 

NobbyNic

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Es geht nichts über testen, testen und testen! Alles andere ist in die Glaskugel schauen.
Meine Partnerin fährt mit 150-160 HF neben mir während ich um die 95 liege. Beim max. Puls-Test kamen jetzt 209 heraus. Also ohne einen ordentlichen Test wären wir nie auf den Wert gekommen.
 

Osso

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Es zwar richtig, dass der Puls Indoor u.a. aufgrund der Wärme höher sein kann, die Hfmax betrifft das aber nicht. Nochmal: Hfmax ist Hfmax, die maximale Schlagzahl, die Deine Punmpe liefert. Punkt!
Man muss sie aber trotzdem praktisch erreichen. Ich hat auf jeden Fall indoor 3-4 Schläge mehr erreicht, als bei sehr viele mehr Versuchen outdoor. Kann natürlich schon damit zusammenhängen da man auch dem Ergometer nicht auch noch fahren muss und so noch ein Stück weiter ans Limit gehen kann
 

ronde2009

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Hilfreichster Beitrag
Ich hatte das schon oft hier geschrieben aber warum nicht noch mal. Die HFmax ist nicht pauschal die HFmax. Man kann in Abhängigkeit von Disziplinen Laufen Schwimmen Radfahren etwas unterschiedliche HFmax erwarten. Diese Fragestellung haben wir mal im Rahmen einer Diplomarbeit untersucht. Im Laufen sind die Werte etwas höher. Wichtig ist aber bei jederm Versuch eine ausgesprochen gute Aufwärmung, eine Vorbelastung bei der die HF schon mal hochgetrieben wird und dann ein bis mehrere maximale kurze Sprints mit hoher Trittfrequenz. Ich habe das recht gut bei Tabatas innerhalb einer Spinningeinheit geschafft aber auch im Rahmen einer Feldstudie draußen auf dem Rad. Das ist aber nicht ungefährlich wegen anderer verkehrsteilnehmer etc.
Ähnlich kann sich das auch verhalten bei verschiedenen Widerständen und Trittfrequenzen. Mit einem Dicken Gang wird man tendenziell niedrigere HFmax ermitteln als mit oben besschriebenen Schema.
Trotzdem kann man es grob so annehmen wie Pjotr. Gesetzt, man nutzt das gleiche Schema kann man drinnen wie draußen gleich hohe HFmax erzielen.
Ich würde davon aber Phänomene abgrenzen wo infolge von Dehydrierung oder Herzkereislaufproblemen das Herz in eine Tachykardie verfällt. Also erst mal alles was wesentlich über die bekannte HFmax herausfällt auch wenn die Belastung abnimmt (man also stehenbleibt). Oder wenn einem unwohl wird.
Es gibt auch äußere Störungen wir 50 Hz Brummen oder das Fahren unter nicht abgeschirmten Hochspannungsleitungen. Da ist die HF z.B. konstant um 50 Schläge erhöht. Und wenn man die Störquelle beseitigt, dann ist wieder alles gut. Da würde ich den Test dann woanders fahren. Denn auch da ist die HFmax anders:)
Insgesamt reicht aus meiner Sicht aber eine grobe Ermittlung über einen bis zwei tests. Danach tut sich da nicht mehr viel über die Jahre. Tendenz ist dann leicht abfallend pro jahr und zunehmendem Ausdauerleistungszustand.
 
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tg33

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Das wäre ja völlig Banane und würde im Bereich Training nicht weiterhelfen.
Dir ist aber bewusst worum es genau geht? Bei Trainingpeaks wäre es der TSS, Training Stress Score bzw. bei mir im Sommer HrTSS, da ich keinen Leistungsmesser am Rad besitze und nach Herzfrequenz und Gefühl trainieren muss.

Was ich weiß ist, das Strava das anders berechnet und intensivere Fahrten mehr belohnt als Trainingpeaks. Für wenig intensive Fahrten gibt's jedoch sehr wenig Punkte auf Strava und mehr TSS auf Trainingpeaks.

Wie sich die Werte bei Trainingpeaks berechnen kann man nachlesen, Strava bleibt da ein Rätsel. Schwer damit das Training zu steuern.
 
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