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Red Dot Design Award: Neues Steelworks Rennrad von Thyssenkrupp

Ist das die Zukunft des Stahlrenners? Als Steelworks Rennrad kommt ein High-tech Stahlrahmen von Thyssenkrupp auf den Markt. Das Design bricht radikal mit der klassischen Stahlrohrtradition und wurde vor kurzem mit dem Red Dot Design Award ausgezeichnet. Hier die Infos zum innovativen Stahlrahmen.


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Knobi

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Renner der Woche
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Die Idee ist gut und kommt für mich im Fahrradsektor völlig unerwartet. Im Grunde genommen ist der Rahmen vergleichbar mit einem modernen, höherfesten Karosserieteil aus der Automobilproduktion: Dualphasenstahl ist in der Regel gut tiefziehbar und kann anschließend durch simples Erwärmen "gehärtet" werden (Aging). Dafür kann bereits die Temperatur beim Einbrennen der Beschichtung ausreichen; so könnte trotz aufwendiger Schweißvorgänge sogar eine rationelle Serienfertigung möglich werden. Bitte nicht mit Duplexstahl verwechseln, das ist etwas anderes.

Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass so ein Gerät in irgendeiner Hinsicht einem gut gemachten Kohlefaserrahmen überlegen ist: Der Rahmen wird schwerer sein, aber erst bei sehr hohen Stückzahlen deutlich billiger werden, denn Pressen für Stahlteile sind wirklich ein enormer Kostenfaktor. Auf den ersten Blick wirkt das eher nach einem Vorzeigeprojekt "L'art pour l'art". Auf nähere Details und vor allem die ersten Tests bin ich aber wirklich gespannt!
 
G

Gelöschtes Mitglied 77696

Die Halbschalenbauweise bedeutet den Verlust des entscheidenden Merkmals eines klassischen Stahlrahmens, das wesentlich für dessen dauerhafte Verwendung ist, nämlich die Reparierbarbeit.
 

Oseki

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Interessanter Bericht. Ich weiß nach der Lektüre nicht wesentlich mehr als davor. Ist halt kein E-Bike.
 

rr-mtb-radler

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Finde auch, zumal der Rahmen ja bereits im Design Museum ausgestellt ist, dass man zumindest ein paar Bilder hätte hinzufügen können. Und da er in wenigen Wochen als Komplettrad verkauft werden soll, sind 1% Infos zum Rahmen, zum jetzigen Zeitpunkt, witzlos.

Generell finde ich es gut, dass ein moderner Rahmen auf den Markt kommt. Vielfalt belebt das Geschäft und Stahlfans gibt es nach wie vor.

Mit dem Gewicht sehe ich es nicht so eng. Wenn der Rahmen etwas leichter wird, kommt er den Carbonräder, die ja gerade an Gewicht zulegen, ein Stück näher :D
 

Bench

a Radler
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Meine Glaskugel sagt: Der Rahmen/Komplettbike wird wesentlich teurer als ein guter Alurenner und evtl. sogar teurer als ein guter, leichterer Carbonrenner.
 

rr-mtb-radler

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Der wird auch nicht in den Stückzahlen eines CAAD oder Domane gefertigt.
Und ich glaube kaum, dass die groß ins Rennradgeschäft einsteigen möchten ;)
 
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Karl Napp

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Bei den Rahmendimensionen wie bei Carbon Rahmen erscheint mir ein hydrogeformter Halbschalen Alurahmen deutlich sinnvoller.
Das neuere Birdy hat bspw. so einen Rahmen.
Stahl ist bei kleineren Durchmessern doch viel besser aufgehoben .

Aber ich finde das trotzem sehr interessant und hoffentlich bleibt es nicht nur einem Versuch.
 

4x5

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Hier geht es wohl in erster Linie darum zu zeigen, was mit aktuellen Karosseriestählen und zugehörigen Fertigungsverfahren alles so geht und in welchen Bereichen außer Automobilbau man das einsetzen könnte. Die Vorstellung vom Dorfschmied, der nach Anno-Tuck-Methoden Rohre in Muffen klöppelt, mag zwar beim Lesen des Worts "Stahl" bei manchen aufkommen, hat mit den aktuellen Fähigkeiten des Werkstoffs aber nicht viel gemein. Ansonsten ist Red Dot jetzt keine klassische Prämierung, sondern eher ein Marketing-Instrument, in das man sich einkaufen kann und das ziemlich gut funktioniert.
 

Knobi

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Renner der Woche
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Wurde das nicht früher bei MTB's in Alu schon so gemacht?
Meine Specialized und Marin.
Hab hier noch ein Mount Vision aus Halbschalen hängen.

:)

Du hast sehr gut beschrieben, warum es für mich völlig unerwartet kam: "früher", "MTB", "Alu".
Noch viel früher gab es: Pressblechrahmen bei Mopeds. Hatte nicht jeder irgendwann mal ein Florett? :D
 

scp

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Hier geht es wohl in erster Linie darum zu zeigen, was mit aktuellen Karosseriestählen und zugehörigen Fertigungsverfahren alles so geht und in welchen Bereichen außer Automobilbau man das einsetzen könnte. Die Vorstellung vom Dorfschmied, der nach Anno-Tuck-Methoden Rohre in Muffen klöppelt, mag zwar beim Lesen des Worts "Stahl" bei manchen aufkommen, hat mit den aktuellen Fähigkeiten des Werkstoffs aber nicht viel gemein. Ansonsten ist Red Dot jetzt keine klassische Prämierung, sondern eher ein Marketing-Instrument, in das man sich einkaufen kann und das ziemlich gut funktioniert.

Den genannten Hintergrund befürchte ich ebenfalls. Ich bin etwas skeptisch, wenn hier und jetzt recht wenig Informationen genannt werden und im September bereits die Auslieferung erfolgen soll. Das passt irgendwie nicht zusammen.

Bei den Awards nimmt diese Unart der "Teilnehmergebühren" leider immer mehr Oberhand und viele Awards sind mittlerweile ein gängiges Geschäftsmodell der Awardverleiher. So auch hier beim Red Dot Award.

Mal sehen was da im Spätsommer kommt.
 

Oseki

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Ich habe die Dinger mit Hilfsmotor noch nie gemocht.
 

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Insgesamt finde ich das Dingen schon interessant. Farben, Name, und, nun, die gute Chance, dass das der einzige Rahmen mit Kruppschen Ringen Steuerrohr bleiben wird.
 
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cycliste17

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Interessanter Rahmen. Wird sicherlich von den Vielen für das heimische Museum gekauft. Gewicht hin oder her, ich glaube nicht, dass jemand damit Rennen fahren wird.
Carbon wird übrigens auch umweltfreundlicher. An der TU München haben sie herausgefunden dass man aus Algen Kohlefasern herstellen kann.
 

naucrates

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Ich musste auch sofort an diverse Mofas und Mopeds der 50er denken?
Der Rahmen ist wohl nicht mehr als ein Technologiedemonstrator ohne reelle Marktchancen. Trotzdem schön, dass so etwas gemacht wird. Sollten solche Rahmen später frei und halbwegs bezahlbar verfügbar sein, wäre das eine Wahl für mich, einfach aus Liebhaberei zum Material und dem Charme, einen Stahlrahmen nach technischem Stand 21stes Jahrhundert zu haben.
 

usr

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Mit dem Gewicht sehe ich es nicht so eng.
Ich könnte mir vorstellen dass das Thyssen noch viel weniger eng sieht als du: wenn ich den Prozess richtig verstehe ist das tiefziehen von (anfangs) einheitlich dickem Material, es werden also mal eben über hundert Jahre Konifizierung über Bord geworfen. Dafür hat man dann zwar belastungsangepasste Querschnitte und Oberflächenverläufe, aber irgendwo ist der Rahmen zu Ende und dort muss genügend Material sein um z.B. einen Lagersitz zu halten. Ich könnte mir vorstellen dass das der Dünnwandigkeit Grenzen setzt die weit von dem entfernt sind was man von hochwertigen Rohrsätzen gewohnt ist. Wenn branchenfremde von leichten Rädern reden dann kann alles mögliche gemeint sein, bis hin zu “leichter als übliche Verleihsystempanzer“.

Aber vielleicht liege ich mir meinen Vermutungen sich völlig daneben und in fünf Jahren ist Carbon quasi unverkäuflich. Würde mich freuen.
 
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