tl;dr: Macht praktisch keinen Unterschied, rechnerisch eher auch nicht. Man kann sogar auch einfach beides mitnehmen.
Bezüglich des Dynamos vs. Batterie oder Powerbank: Ich hatte mir diese Frage beim Neuaufbau eines Rades gestellt. Halbwegs "praktisch" kann man das über den
Rechner von Kreuzotter ausprobieren. Bei Parametern für einen Randonneur in Obenlenkerhaltung kommt man auf ca. 100 W Leistung. Über pi mal Daumen 600 km mit 2% Steigung und 600 km mit 2% Gefälle 42:15+18:30=60:45. Wenn man wegen Nabendynamo nur 95 W an den Antrieb bringt verliert man etwa 0,5 km/h (deckt sich mit meinen Beobachtungen über längere Strecken) werden daraus 43:45+18:45=62:30. Also 1:45 h mehr. Wenn man 0,5 kg Powerbank dabei hat werden daraus 42:30+18:30=61:00. Also 15 Minuten mehr. Hier wäre die Powerbank 1:30 schneller - man muss aber noch die Zeit zum Nachladen einrechnen falls man das nicht parallel zum Essen schafft. Meine Lampe läuft mit Powerbank 12 Stunden, also etwa zwei Nächte. Nachladen auf 90% dauert 90 Minuten damit ist man
tadamm bei Gleichstand. Ich stimme da auch der Einschätzung in diesem Thread zu, dass es andere bedeutendere Faktoren gibt.
Ganz praktisch gesehen: Ich fahre mittlerweile meist eh mit beiden Lösungen parallel. Das ist auf vielen Ultradistanzen ohnehin vorgeschrieben oder empfohlen. Ich finde das nachvollziehbar - mir ist sowohl NaDy als auch Batterielampe schon einmal unerwartet ausgefallen. Und so hat man die Wahl - das Zusatzgewicht von der Batterielampe tut nicht weh und wenn die alle ist hat man ohne Ladezeit den Nabendynamo als Fallback.
Zu Deiner Berechnung oben: Von der Hubarbeit bekommt man ja einiges zurück sobald man wieder bergab fährt. Zudem ist zu berücksichtigen, dass es die Energie aus den Beinen auch nicht ohne Gewicht gibt. Meine große Powerbank hat 60 nutzbare Wh (=216 kJ elektrisch) und wiegt 440 g. Wenn man annimmt, dass eine Powerbar 362 kcal / 100 g hat entspricht das 15000 kJ/kg (!). Bei einem Wirkungsgrad des Körpers von 20% und des Nabendynamos von 60% bleiben davon noch etwa 1800 kJ/kg als elektrische Energie. Um die zu verdauen braucht man noch mal ca. 1g Wasser / kcal Nahrung. In Summe bedeutet das, dass man für die 60 Wh elektrisch ca. 120 g Essen und 430 g Wasser = 550 g extra spazieren fährt. Allerdings ja nur wenn man die Vorräte nur so selten nachfüllt wie man die Powerbank auflädt. Die entladene Batterie ist dagegen durch den Massendefekt nur 2,5 ng leichter geworden

So, jetzt aber genug zu solchen Berechnungen aus regnerischen Wintertagen, rauf auf's Rad!

Wenn noch Wunsch nach Vertiefung besteht würde ich aber vorschlagen, dafür einen neuen Thread zu eröffnen (entweder im Technikforum oder hier weil es ja doch bei Ultradistanzen andere Überlegungen gibt). So bleibt hier Diskussionsraum für die PBP-spezifischen Themen.