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PBP 2027

Wie läuft das denn eigentlich mit den Brevets zur Qualifikation? Gibts da eine offizielle Liste von Brevets, die dann für die Qualifikation akzeptiert werden? Brevets in Deutschland werden sicher auch akzeptiert, oder?
 
Wie läuft das denn eigentlich mit den Brevets zur Qualifikation? Gibts da eine offizielle Liste von Brevets, die dann für die Qualifikation akzeptiert werden? Brevets in Deutschland werden sicher auch akzeptiert, oder?
Alle ACP brevets randonneurs.nl , randomneurs.be, audax-randonneure.de/ sowie die entsprechenden schweizer oder französischen und alle anderen offiziellen Brevet organisierenden Standorte gehen.

Tante Edith sagt: Post #316 von @superbrot hat eine Karte mit allen Startorten.
 
Habe mal nachgeschaut: PBP 2023 bin ich mit powermeter gefahren und kam auf bei 149W Durchschnitt auf einen 25‘er Schnitt bei 11.647Hm. Müsste mal die Leistung von 6W (für ca. hälfte der Zeit) der Arbeit hinsichtlich des LupineBatterie Mehrgewichtes auf die Höhenmeter gegenüberstellen…
Moin, zusammen,


verfolge den Thread schon eine Zeit lang und o.g. Post ist mir in Erinnerung geblieben, als ich eben in einer Biopause das mal überschlagen habe, da die Frage mich auch umtreibt. Bislang nutze ich Lupine. Mit meinem Post möchte ich ausschließlich zur Frage beitragen, welches Mehrgewicht Akku alleine durch die anfallende Hubarbeit im Vergleich zur Verlustarbeit Dynamo gerechtfertigt werden kann. Gerne mit diesem Fokus diskutieren:

vereinfachte Annahmen: 20er Schnitt d.h. 60 h Fahrtzeit, Verlust durch Nabendynamo P_Verl. = 5 W konstant.

Berechnungsgrundlagen:

Hubarbeit E_pot = m x g x h mit g = 10 m/s2 und h = 12 000 m.
Verlustleistung E_Verl. = P_Verl. x 60 h = 300 Wh = 1,1 x 10 6 J

E_Verl. = E_pot
1,1 x 10^6 J = m x g x h umstellen nach m ergibt m = 9 kg überschlägig im Kopf gerechnet

Hier mit Einheiten: m = 1,1 E6 kg m/s2 m / (10 m/s2 x 12 000 m) = ca. 9 kg.

Nimmt man die Annahme von o.g. User an, dass der Dynamo nur die Hälfte der Zeit Verlust erwirtschaftet wäre man bei 4,5 kg. Ein anderer Post nennt 1 h Fahrtzeit mehr, also auch so 100 – 150 Wh Verlustarbeit.

Bitte meinen Beitrag nur als physikalisch-technischen Beitrag betrachten. Die Werte mag jeder für sich verändern und interpretieren.
 
tl;dr: Macht praktisch keinen Unterschied, rechnerisch eher auch nicht. Man kann sogar auch einfach beides mitnehmen.

Bezüglich des Dynamos vs. Batterie oder Powerbank: Ich hatte mir diese Frage beim Neuaufbau eines Rades gestellt. Halbwegs "praktisch" kann man das über den Rechner von Kreuzotter ausprobieren. Bei Parametern für einen Randonneur in Obenlenkerhaltung kommt man auf ca. 100 W Leistung. Über pi mal Daumen 600 km mit 2% Steigung und 600 km mit 2% Gefälle 42:15+18:30=60:45. Wenn man wegen Nabendynamo nur 95 W an den Antrieb bringt verliert man etwa 0,5 km/h (deckt sich mit meinen Beobachtungen über längere Strecken) werden daraus 43:45+18:45=62:30. Also 1:45 h mehr. Wenn man 0,5 kg Powerbank dabei hat werden daraus 42:30+18:30=61:00. Also 15 Minuten mehr. Hier wäre die Powerbank 1:30 schneller - man muss aber noch die Zeit zum Nachladen einrechnen falls man das nicht parallel zum Essen schafft. Meine Lampe läuft mit Powerbank 12 Stunden, also etwa zwei Nächte. Nachladen auf 90% dauert 90 Minuten damit ist man tadamm bei Gleichstand. Ich stimme da auch der Einschätzung in diesem Thread zu, dass es andere bedeutendere Faktoren gibt.

Ganz praktisch gesehen: Ich fahre mittlerweile meist eh mit beiden Lösungen parallel. Das ist auf vielen Ultradistanzen ohnehin vorgeschrieben oder empfohlen. Ich finde das nachvollziehbar - mir ist sowohl NaDy als auch Batterielampe schon einmal unerwartet ausgefallen. Und so hat man die Wahl - das Zusatzgewicht von der Batterielampe tut nicht weh und wenn die alle ist hat man ohne Ladezeit den Nabendynamo als Fallback.

Zu Deiner Berechnung oben: Von der Hubarbeit bekommt man ja einiges zurück sobald man wieder bergab fährt. Zudem ist zu berücksichtigen, dass es die Energie aus den Beinen auch nicht ohne Gewicht gibt. Meine große Powerbank hat 60 nutzbare Wh (=216 kJ elektrisch) und wiegt 440 g. Wenn man annimmt, dass eine Powerbar 362 kcal / 100 g hat entspricht das 15000 kJ/kg (!). Bei einem Wirkungsgrad des Körpers von 20% und des Nabendynamos von 60% bleiben davon noch etwa 1800 kJ/kg als elektrische Energie. Um die zu verdauen braucht man noch mal ca. 1g Wasser / kcal Nahrung. In Summe bedeutet das, dass man für die 60 Wh elektrisch ca. 120 g Essen und 430 g Wasser = 550 g extra spazieren fährt. Allerdings ja nur wenn man die Vorräte nur so selten nachfüllt wie man die Powerbank auflädt. Die entladene Batterie ist dagegen durch den Massendefekt nur 2,5 ng leichter geworden 😀
So, jetzt aber genug zu solchen Berechnungen aus regnerischen Wintertagen, rauf auf's Rad! :crash: Wenn noch Wunsch nach Vertiefung besteht würde ich aber vorschlagen, dafür einen neuen Thread zu eröffnen (entweder im Technikforum oder hier weil es ja doch bei Ultradistanzen andere Überlegungen gibt). So bleibt hier Diskussionsraum für die PBP-spezifischen Themen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei 60h in Bewegung (20 km/h Schnitt) und 87h gesamt in 2023, kann ich @redfalo da uneingeschränkt zustimmen.

Natürlich schadet es nicht, wenn man etwas schneller fahren kann um dann mehr Pausen machen zu können. Die meiste Zeit habe ich aber irgendwie vertrödelt und nicht geschlafen.

Es wird ziemlich sicher nicht am Widerstand des Nabendynamo scheitern.
 
Nachladen auf 90% dauert 90 Minuten damit ist man tadamm bei Gleichstand. Ich stimme da auch der Einschätzung in diesem Thread zu, dass es andere bedeutendere Faktoren gibt.
Wenn man annimmt, dass man nur wegen des Akkus steht.
Ansonsten finde ich den Unterschied schon gewaltig, 1:45 h zu 0:15 h :oops:
 
Hervorragender technischer Ansatz! Ich habe die Variable ‚Müdigkeit‘ eben in einer Menopause ebenfalls mal überschlägig durchgerechnet, da die Hubarbeit des Akkus gegen die akustische Entropie im Schlafsaal abgewogen werden muss.

Gehen wir von einem Schlafsack-Systemgewicht von m(sack) = 800 g aus. Die potenzielle Energie E(pot) für 12.000 Höhenmeter beträgt somit ca. 96 kJ. Dem gegenüber steht das Verweilen im offiziellen Schlafsaal bei einem Schalldruckpegel von P(Lärm) = 95(dB). Die daraus resultierende Cortisol-Ausschüttung drückt den Wirkungsgrad des Fahrers n(human) von 0,24 auf 0,18.

Berechnung der Verlustleistung durch Fremdgeräusche E(schnarch): Bei einer Regenerationsphase von 4 h und einer Herzfrequenz-Variabilität, die durch das rhythmische Sägen eines dänischen Brevet-Kollegen um 15 % sinkt, ergibt sich eine energetische Mehrbelastung von ca. 450Wh (= ca. 1,6 *10^6 J), um denselben Vortrieb wie im ausgeruhten Zustand zu generieren.

Fazit: E{schnarch) >> E(pot). Das Mehrgewicht des Schlafsacks amortisiert sich energetisch bereits nach der ersten Nacht im Straßengraben, da die mechanische Hubarbeit des Sacks vernachlässigbar ist gegenüber der physiologischen Verlustarbeit durch Schlafsaal-Traumata. Wer den Schlafsack aus Gewichtsgründen weglässt, spart zwar theoretische Äquivalenzmasse am Berg, verliert aber signifikant an metabolischer Masse durch einen akuten Nervenzusammenbruch.

Bitte meinen Beitrag ausschließlich als physikalisch-hormonellen Beitrag zur Optimierung der Leidensfähigkeit betrachten.

Leute, habt ihr echt nix Besseres zu tun? Zugegeben, ich auch nicht :-)
 
Nebenbei: Der größte Akku auf der Lupine-Seite wiegt 430 g. Für die oben berechnten 9 kg Akkugewicht kann man also ob des Volumens so langsam über einen Anhänger nachdenken.
Oder man klebt sie der Länge nach zusammen und erhält einen etwa 3 Meter langen Speer.
 
Nach der ganzen Rechnerei kann die Lösung doch eigentlich nur sein, weder Akkus noch Dynamos zu verwenden. 😇

Kann jemand mal den gewählten Ansatz von Alberto (Startnummer I178, PBP2023) durchrechnen. Die Lösung liegt in der Vergangenheit. Kerzenlicht! Bitte berücksichtigen, Kerzen nicht auf Vorrat mitnehmen, sondern sind gegen Spende in jeder Dorfkirche verfügbar. Vorteile: Gewichtsersparnis und sie sind gesegnet d.h. man kommt ohne Unfallversicherung aus.)
Sein Schaltwerk verdient auch besondere Beachtung: Hinterrad mit Flügelschrauben, auf jeder Seite ein Ritzel. Wenn es steiler berauf geht, einfach Hinterrad einmal drehen um das größere Ritzel zu verwenden. Ich glaube mich zu erinnern, dass sein Rennrad 1907 gebaut wurde.
(bei Interesse, s. Bilder in meinem Fotoalbum).
 
Ich muss zugeben dass mich der Umgangston hier erstaunt. Da stellt jemand eine Frage, macht sich Gedanken dazu, jemand anderes macht sich Gedanken zum gleichen Thema, antwortet. Ob man anderthalb Stunden auf PBP jetzt für bedeutsam hält sei jedem selbst überlassen, dafür sind die Zahlen ja da. Ich hätte mich 2023 über anderthalb Stunden mehr Schlaf oder jeden Tag eine halbe Stunde mehr in der Boulangerie nicht beschwert.

Immerhin für mindestens zwei Leser scheint es relevant gewesen zu sein. Und dann kommt jemand der findet das „lustig“, jemand der schreibt am Thema vorbei und jemand verwendet viel Zeit darauf eine Satire zu schreiben, die darin kumuliert dass die ersten beiden zu viel Zeit hätten. Viele „liken“ das.

Ich hätte mich gefreut falls jemand fachliche Anmerkungen gehabt hätte. Auch ein Hinweis auf den Off-Topic-Charakter wäre ok gewesen. Auch keine Antwort geht klar - für so manchen mag der analytische Ansatz zu weit weg vom Erlebnis Fahrrad fahren sein.

So kann ich mich nur über den Unterschied im Umgangston zwischen manchen Posts hier verglichen mit Brevets in Person wundern. Ein Anreiz dafür, sich mit Beiträgen Mühe zu geben anstatt nur für einen schnellen Lacher zu sorgen ist das nicht. Wer sich angesprochen fühlt: denkt doch vor dem Klick auf „antworten“ oder "like" kurz darüber nach ob Ihr das dem Menschen am anderen Ende der Leitung auch so ins Gesicht sagen würdet.
 
@nabenputzer wenn die Leistung Akku versus Nabendynamo relevant wäre, gäbe es da sicher ausführliche Abhandlungen.
Im Zweifelsfall vorher einfach Kilo abnehmen und alles ist gut.
Ich sehe den Start der Diskussion schon als Satire. Das heißt nicht das ich das langweilig finde. Jeder hat seine eigenen Vorlieben. Aber wieso alles auf die Goldwaage legen?
Das Leben ist so schon ernst genug, da müssen Hobbys nicht auch noch Stress machen.

Falls es vergessen gegangen ist, es geht um eine Radfahrt. Freiwillig, niemand wird gezwungen PBP zu fahren.
 
Hier wäre die Powerbank 1:30 schneller - man muss aber noch die Zeit zum Nachladen einrechnen falls man das nicht parallel zum Essen schafft.
Wenn das keine Satire war: Ich denke dass du hier eine wichtige, zeitrelevante Parameter vergessen hast. Was ist mit der Zeit für die Suche nach der freien Steckdose in der überfüllten Kontrollstelle und die erforderlichen Umwege? In der Zeit kannst Du dich noch nicht in die Essensschlange einreihen. Wenn man sich an den Ständen der freiwilligen Helfer oder kleine Läden außerhalb versorgt, spart man viel Zeit, hat aber keine Steckdosen. Das habe ich bei PBP2019 gelernt. Bei PBP2023 konnte ich meine Powerbanks mit meinem Nabendynamo bei Tageslicht selbst wieder nachladen. Meine Verbraucher: Licht, 2 Navies, Handy. Wenn ich an die Knäuel von Steckdosenverlängerungen und Ladegeräte nachdenke, an denen ich teilweise vorbei gehuscht bin, wird mir jetzt noch ganz schlecht.
Ich bin überzeugt, dass ein rechnerischer Vorteil von 90 min sich in der Praxis durch vorgenommene Vereinfachungen auch leicht in das Gegenteil umkehren kann. Deshalb hatte ich für mich entschieden: Ich möchte während des Rennen unabhängig von Steckdosen bleiben. Jede Sorge weniger im hektischen Ablauf in den Kontrollstellen ist letzlich auch wieder ein Gewinn. Und die zusätzliche Freiheit zu haben, in der Kontrollstelle zu pausieren oder außerhalb, ist auch nicht verkehrt.
Übrigens: Bei PBP2023 waren auch noch Rennräder mit kleinen Seitenläufern (an der Felge) unterwegs. So kleine Dynamos, habe ich vorher noch nicht gesehen. Trotz Rechnung bin ich der Überzeugung - der Unterschied kann nicht relevant sein. Es bleiben einige nicht kalkulierbare Einflüsse.
 
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