Hier schreibt ein Radanfänger mit ~78kg und ~14% KFA (eigene Angaben), der durch eine frühere Übergewichtsphase emotional stark auf dei Waage reaguert. Sollte er die 4kg wie in @Bretto Rechenbeispiel abnehmen, wäre er rechnerisch bei einem KFA ~10%.
Wenn wir mal ganz nüchtern und realistisch draufschauen: Drei Kilo werfe ich locker in 14 Tagen ab. Kreatin absetzen, Krafttraining auf Erhaltung reduzieren, Mageninhalt leeren und gucken, dass das Salz vom Griechen vorgestern nicht noch Wasser bindet... zack, Zahl stimmt. Die Tendenz geht weiter nach oben aber....will ich mir da wirklich eine Rübe drüber machen?
Ich habe die Tage ein wenig nachgedacht – deswegen schreibe ich ja hier, für frische Impulse von außen.
Fazit: Ich pfeif jetzt echt auf die Waage bzw. behalte einfach nur einen gesunden, kontrollierenden Blick darauf. Wenn ich mir anschaue, was ich für ein Glück hatte – aber auch mit welcher Stringenz und Disziplin ich diese Körperrekomposition hingelegt habe... da wäre ich ja schön bescheuert, von einem 'Extrem' ins nächste zu gehen.
Ich scheine genetisch ein guter Responder auf meine Bemühungen zu sein. Dann fahre ich im Endeffekt lieber langsamer den Berg rauf und biete dem Wind mehr Angriffsfläche – bin dafür aber konstitutionell robust aufgestellt.
Dann bin ich halt ein etwas größerer Brocken auf dem Rad. Ich komme vielleicht nicht als Erster ins Ziel, aber dafür vertrage ich meine Sperenzien hoffentlich gut. Und damit meine ich explizit das Training, das jetzt sukzessive nach oben geschraubt wird. Da brauche ich jedes Gramm Substanz und jedes Kohlenhydrat.
Womit ich in der Tat (und das habe ich an anderer Stelle angedeutet) ein echtes Problem habe, ist, wirklich
genug zu essen. Da wird der 'Luxus', alles essen zu dürfen - nur keinen Schrott, plötzlich zur Arbeit, weil ich oft schlicht nicht so viel Hunger habe. Aber an intensiven Tagen tue ich mich echt schwer, meinen Kcal-Bedarf sauber zu decken und schaffe das oft nicht. Besonders kämpfe ich mit den Proteinen: ca. 160 Gramm pro Tag sind für mein Empfinden echt eine Ansage und das artet teilweise richtig in Arbeit aus.
Es gibt bestimmt Leute, die tun sich da leichter oder denken nicht so viel darüber nach. Aber das mag ich nicht schleifen lassen, denn meine körperliche Grundkonstitution basiert ja genau auf dieser Disziplin.
mentale Resilienz, Kontinuität und Trainingstoleranz
Absolut wichtige Themen. Wo ich mich da gerade selbst am meisten disziplinieren muss, ist das Thema De-Load.
Damit tue ich mich unheimlich schwer. Ich weiß zwar rational, dass diese Phasen für meinen Fortschritt absolut essenziell sind. Aber emotional ist es echt eine Hürde, am Wochenanfang zu wissen: "Okay, diese Woche
wird und
darf trainingsmäßig nicht viel passieren.
Das ist für mich gar nicht so einfach, weil mir dann genau die Struktur fehlt, die ich in den Trainingswochen so sehr mag. Da muss ich fast mehr Willenskraft aufbringen als mich stumpf auf die doofe Rolle zu setzen.
Tja, irgendwas ist immer

Und das alles, für ein bisschen Radfahren.