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MdRzA - eine teure Sache?

Und was ist mit Steuer? Versicherung? TÜV? Inspektion? Wertverlust? (vom Tanken und Reparaturrücklagen mal ganz abgesehen) Allein von diesen Kosten könnte ich mir nach jedem Winter eine neues, solides Stadtrad kaufen - ein komplett neues Rad, keine Ersatzteile!
Wie gesagt: Inspektion braucht das Auto erst nach 30.000km, TÜV sogar erst nach 45000km.

Kfz-Steuer und Versicherungen kosten bei meinem ziemlich üppigen Auto dank maximaler Schadensfreiheitsklasse ungefähr so viel, wie ich im Jahr für den Ersatz verschlissener Radkleidung inkl. Brillen und Schuhe ausgebe.

Zum Tanken hatte ich bereits auf die Kosten von Ernährung weiter oben hingewiesen.

Wie gesagt: So lange man 1000 Jahreskilometer Fahrrad rechnet, ist das alles billig und billiger als beim Auto. Aber bei 15000 Jahreskilometer Fahrrad sieht das ganz anders aus. Dann braucht man sowohl recht teure Spezialkleidung für jedes Wetter als auch die doppelt bis dreifachen Kalorien. Und man braucht alle 1-2 Jahre ein komplett neues Rad.

Doch: Das sind dann im Moment der Erstzulassung gleich 15% des Kaufpreises in Schall und Rauch aufgegangen, ohne dass das Fahrzeug auch nur 1m bewegt wurde.

Beim Rad dürfte der prozentuale Wertverlust noch deutlich höher sein. Und beim Wertverlust in absoluten Zahlen kommt es dann eben wieder auf die Laufleistung an. Mal versucht ein Rad mit 20000km Laufleistung zu verkaufen?
 
Aber bei 15000 Jahreskilometer Fahrrad sieht das ganz anders aus.
Mal davon abgesehen, dass ich auch dann noch das Rad für das günstigste Verkehrsmittel halte: 15000 km / Jahr sind pro Arbeitstag im Schnitt 70km. Ich denke, die wenigstens pendeln diese Strecke täglich mdrza. Die durchschnittliche Strecke, die Arbeitnehmer zum Arbeitsplatz pendeln, beträgt 17km, also bei ca. 220 Arbeitstagen/Jahr sind das ca. 3700km, also eher im unteren vierstelligen Bereich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie gesagt: Inspektion braucht das Auto erst nach 30.000km, TÜV sogar erst nach 45000km.

Kfz-Steuer und Versicherungen kosten bei meinem ziemlich üppigen Auto dank maximaler Schadensfreiheitsklasse ungefähr so viel, wie ich im Jahr für den Ersatz verschlissener Radkleidung inkl. Brillen und Schuhe ausgebe.

Zum Tanken hatte ich bereits auf die Kosten von Ernährung weiter oben hingewiesen.

Wie gesagt: So lange man 1000 Jahreskilometer Fahrrad rechnet, ist das alles billig und billiger als beim Auto. Aber bei 15000 Jahreskilometer Fahrrad sieht das ganz anders aus. Dann braucht man sowohl recht teure Spezialkleidung für jedes Wetter als auch die doppelt bis dreifachen Kalorien. Und man braucht alle 1-2 Jahre ein komplett neues Rad.



Beim Rad dürfte der prozentuale Wertverlust noch deutlich höher sein. Und beim Wertverlust in absoluten Zahlen kommt es dann eben wieder auf die Laufleistung an. Mal versucht ein Rad mit 20000km Laufleistung zu verkaufen?

Starke Meinung bei erschreckend wenig Ahnung 🫣
 
In meinem Fall spare ich pro 100 nicht mit dem Auto gefahrenen KM ca. 15€ (Verschleiß+ Sprit) und selbst das ist eine konservative Rechnung zugunsten des Autos. Dazu kommt natürlich noch Wertverlust + zusätzlich anstehende Wartungen.
Richtig sparen wird man logischerweise nur wenn man durch das Rad komplett auf das Auto verzichten kann, das ist durch die Gegend in der ich lebe einfach (noch) nicht möglich bzw. dann nur mit wirklich einschneidenden Kompromissen.
Mein Auto ist im zumindest im Sommer eher ein Stehzeug als ein Fahrzeug dank des Fahrrads.

Und viel wichtiger als der monetäre Aspekt ist für mich die Freude auf den zwei Rädern. Natürlich verliert man etwas an Komfort aber gewinnt in ganz anderen Aspekten ungemein dazu. Das in jedem Fall gegenzurechnen macht auch nicht glücklich.

Was mich obendrein noch motiviert das Auto stehen zu lassen ist natürlich auch das eingesparte Co2. Auch wenn es nur ein kleiner Hebel ist macht jede Tonnen einen Unterschied.
 
Kurze Recherche:

Die TCO (Total Cost of Ownership – Gesamtbetriebskosten) für einen Neuwagen in Deutschland liegen im Durchschnitt bei 300 bis 700 Euro pro Monat, abhängig von Fahrzeugklasse und Fahrleistung. Der Kaufpreis für einen neuen Pkw betrug Anfang 2026 im Schnitt rund 44.560 Euro

Selbst bei 300€ im Monat (günstigste Annahme) kaufe ich mir pro Saison ein neues Rad und neue Kleidung, und bin immernoch günstiger dran.

Aber gut, Trolle sollte man nicht füttern hieß es früher immer.

Mein Decathlon Singlespeed kostete mich 170€ quasi neu aufm Zweitmarkt. Mein vorheriges Rad kostete mich 100€ und hielt ganze 5 Jahre bevor der Rahmen gebrochen ist (war ein youngtimer rad). Gewartet und getauscht wurde bisher garnix. Für Mobilität sind das doch quasi garkeine Kosten, selbst wenn ich alle 5 Jahre für 100-170€ ein neues Rad kaufe. Man kann natürlich auch noch Qualitätsstufen nach oben gehen, muss man aber nicht wenns ums Geld geht.
 
Und beim Wertverlust in absoluten Zahlen kommt es dann eben wieder auf die Laufleistung an. Mal versucht ein Rad mit 20000km Laufleistung zu verkaufen?
Wie erkenne ich als Käufer, ob ein Rad 10.000, 20.000, 30.000 oder 40.000 Kilometer gelaufen ist?

Vorausgesetzt:
Der Verkäufer baut vor dem Verkauf ein Set aus Kette, Bremsbeläge, Ritzel, Kettenblatt ein, was vielleicht einen etwas gebrauchten Eindruck macht, aber noch nicht völlig runtergeritten ist?

Oder:
Der Verkäufer plant bei 40.000 Kilometer den Verkauf, macht einmal alle Verschleißteile neu und fährt die aber nur so ca. 4.000 Kilometer. Bei 44.000 Kilometer wird verkauft.

Wie soll man da 14.000 Kilometer von 44.000 Kilometer unterscheiden?
 
Wie gesagt: Inspektion braucht das Auto erst nach 30.000km, TÜV sogar erst nach 45000km.
...
Hast mich überzeugt:
Ich kaufe mir jetzt alle 29000 km einen Neuwagen - da bin ich fein raus, außer Kraftstoff und ein bisschen Versicherung und Steuern kostet das dann alles nix. Screenshot_20260408-174535.png
 
mir fällt ja auch auf dass alle arbeiter bei uns mit relativ neuen autos auf die arbeit kommen während eher ab der unteren management ebene leute mit rad anreisen. schachmatt, liebe rad bonzen.
 
Selbst bei 300€ im Monat (günstigste Annahme) kaufe ich mir pro Saison ein neues Rad und neue Kleidung, und bin immernoch günstiger dran.

Aber gut, Trolle sollte man nicht füttern hieß es früher immer.

Mein Decathlon Singlespeed kostete mich 170€ quasi neu aufm Zweitmarkt. Mein vorheriges Rad kostete mich 100€ und hielt ganze 5 Jahre bevor der Rahmen gebrochen ist (war ein youngtimer rad). Gewartet und getauscht wurde bisher garnix. Für Mobilität sind das doch quasi garkeine Kosten, selbst wenn ich alle 5 Jahre für 100-170€ ein neues Rad kaufe. Man kann natürlich auch noch Qualitätsstufen nach oben gehen, muss man aber nicht wenns ums Geld geht.
Mein Punkt ist, dass Du für 15000 Jahreskilometer eben auch 2 von den Rädern pro Jahr brauchst. Plus Klamotten.

Wer von den Leuten, die hier mitreden ist denn überhaupt schonmal 15000 Jahreskilometer Rad gefahren? Zur Einordnung: Wenn man durchschnittliche 220 Arbeitstage ins Büro pendelt, braucht es dafür eine einfache (!) Strecke von knapp 35km. Bei jedem Wetter, jeden Arbeitstag.

Natürlich macht es außer für ein paar Freaks keinen Sinn so was zu pendeln. Aber für Autos ist das halt nur eine ganz normale Distanz. Und man kann noch 500kg Passagiere und Gepäck mitnehmen, wenn man will.
 
....

Wer von den Leuten, die hier mitreden ist denn überhaupt schonmal 15000 Jahreskilometer Rad gefahren? ...
Also ich habe recht konstant 11t Jahreskilometer. Verteilt auf mehrere Räder, aber insgesamt habe ich nicht nur eine Vorstellung vom anfallenden Verschleiß sondern tatsächliche ErFAHRung. Selbst auf ein Rad konzentriert bräuchte es keine regelmäßigen Neuanschaffungen; ein Rad über mehr als 100tkm zu bringen ist kein Hexenwerk.
Betreibe auch keine klinische, sondern nur "unbedingt-notwendig-Pflege".
Bestimmte Sachen wie vor allem die Kette darf man halt nicht "über den Punkt" fahren, dann halten Kassette und Kettenblätter auch Recht lange durch.
 
Mein Punkt ist, dass Du für 15000 Jahreskilometer eben auch 2 von den Rädern pro Jahr brauchst. Plus Klamotten.

Wer von den Leuten, die hier mitreden ist denn überhaupt schonmal 15000 Jahreskilometer Rad gefahren? Zur Einordnung: Wenn man durchschnittliche 220 Arbeitstage ins Büro pendelt, braucht es dafür eine einfache (!) Strecke von knapp 35km. Bei jedem Wetter, jeden Arbeitstag.

Hab ich nicht ganz geschafft. Das letzte Jahr bevor ich mit Mitte 30 den Führerschein doch noch gemacht habe, waren es einfache Strecke 30km. Damals noch Handwerk, also täglich rund ums Jahr gefahren.

Das Rad aus der Zeit ist noch bei mir. Lack hat gelitten, LRS ist jetzt der zweite drauf. Müsste irgendwas um die 70.000 km drauf haben. Fahre ich heute noch sehr gern.

Ein Satz Verschleißteile komplett kostet unter 150€. Klamotten hat man selbst in der Hand, wie viel es kostet. Eine gute Regenjacke hält auch 10 Jahre. Warum man jedes Jahr Schuhe und Brille neu kaufen sollte kann ich nicht nachvollziehen.

Mit deiner Logik müsste man auch jedes Jahr die Windschutzscheibe von Auto wechseln lassen, und die Sitze neu beziehen.
 
Mein Punkt ist, dass Du für 15000 Jahreskilometer eben auch 2 von den Rädern pro Jahr brauchst. Plus Klamotten.

Wer von den Leuten, die hier mitreden ist denn überhaupt schonmal 15000 Jahreskilometer Rad gefahren? Zur Einordnung: Wenn man durchschnittliche 220 Arbeitstage ins Büro pendelt, braucht es dafür eine einfache (!) Strecke von knapp 35km. Bei jedem Wetter, jeden Arbeitstag.

Natürlich macht es außer für ein paar Freaks keinen Sinn so was zu pendeln. Aber für Autos ist das halt nur eine ganz normale Distanz. Und man kann noch 500kg Passagiere und Gepäck mitnehmen, wenn man will.
In manchen Jahren pendel ich auch 13000 km, brauche aber trotzdem nicht alle 2 Jahre ein neues Rad;)
Edit:
Den falschen Post zitiert....
Meinte diese Aussage:
"Und man braucht alle 1-2 Jahre ein komplett neues Rad"
 
@Lukas: Ich empfehle für die Kosten des Autos einen Blick auf die ADAC Tabelle zu werfen. Da kostet
dann der km bei nem popeligen Golf oder so 50 ct. Natürlich sind die Kosten in der Tabelle gut hoch gegriffen und locker über längere Haltedauer usw. Zu unterschreiten, aber ein Anhaltspunkt ist das allemal.
 
Also ich habe recht konstant 11t Jahreskilometer. Verteilt auf mehrere Räder, aber insgesamt habe ich nicht nur eine Vorstellung vom anfallenden Verschleiß sondern tatsächliche ErFAHRung. Selbst auf ein Rad konzentriert bräuchte es keine regelmäßigen Neuanschaffungen; ein Rad über mehr als 100tkm zu bringen ist kein Hexenwerk.
Betreibe auch keine klinische, sondern nur "unbedingt-notwendig-Pflege".
Bestimmte Sachen wie vor allem die Kette darf man halt nicht "über den Punkt" fahren, dann halten Kassette und Kettenblätter auch Recht lange durch.

In manchen Jahren pendel ich auch 13000 km, brauche aber trotzdem nicht alle 2 Jahre ein neues Rad;)

Respekt, immerhin. Dann werdet ihr schon eine Vorstellung vom Wartungsbedarf haben. Aber ihr vergleicht immer noch Äpfel mit Birnen, wenn ihr das mit dem Autofahrer vergleicht, der sein Auto schon für die Montage der Winterreifen in die Werkstatt bringt. Es gibt auch Leute, die alles am Auto selber machen können. Und die können dann 200.000km+ Autos fahren und selber reparieren und dann werden die Kilometer da erst so richtig billig.
 
Vielleicht ist das Problem in der Logik eher, dass du dich entscheidest, sehr viel auszugeben und regelmäßig auszutauschen statt zu reparieren - was ja völlig in Ordnung ist, wenn man das gern möchte - und dann daraus bastelst, dass man das so machen muss, weil es keine andere Lösung gibt.
 
.... Aber ihr vergleicht immer noch Äpfel mit Birnen, wenn ihr das mit dem Autofahrer vergleicht, der sein Auto schon für die Montage der Winterreifen in die Werkstatt bringt. Es gibt auch Leute, die alles am Auto selber machen können. Und die können dann 200.000km+ Autos fahren und selber reparieren und dann werden die Kilometer da erst so richtig billig.
Stimmt, da vergleichst du Äpfel mit Birnen, wenn du einen ganz niedrigen einstelligen%-Anteil der Autofahrer zum Maßstab erlebst.
 
@Lukas: Ich empfehle für die Kosten des Autos einen Blick auf die ADAC Tabelle zu werfen. Da kostet
dann der km bei nem popeligen Golf oder so 50 ct. Natürlich sind die Kosten in der Tabelle gut hoch gegriffen und locker über längere Haltedauer usw. Zu unterschreiten, aber ein Anhaltspunkt ist das allemal.
Ich weiß das. Mein Auto kostet wahrscheinlich ein Mehrfaches davon. Mein Punkt ist nur, dass die Fahrradkilometer auch ziemlich teuer werden, wenn man sehr viele davon machen will. Fahrräder sind einfach nicht für so Distanzen ausgelegt. Ein Fahrrad ist nach 5000km eine Bastelbude wie ein Auto jenseits der 100.000km.
 
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