• Hallo Gast, wir suchen den Renner der Woche 🚴 - vielleicht hast du ein passendes Rennrad in deiner Garage? Alle Infos

MdRzA - eine teure Sache?

Würde an deiner Stelle auf Scheibenbremsen wechseln. Das ist im Winter dank ultrabilliger Shimano Bremssättel und überwiegend Disc-Laufrädern auf dem Gebrauchtmarkt heutzutage wartungsfreundlicher und billiger als Felgenbremsen.
Es braucht dazu noch Rahmen und Gabel, bei Krummlenkerfahrrädern auch neue Schaltbremshebel. Und dann passt die Sattelstütze nicht mehr etc. pp.
Umstellung auf Scheibenbremsen = Neues Fahrrad kaufen. Und das wird dann mit der Wirtschaftlichkeit schwierig.
 
Aus aktuellem Anlass kann ich mit dem Kurs für einen Satz neuen Sommerreifen vergleichen. Aber da bin ich auch selber schuld, dass ich meinen alten Golf Baujahr '09 weiter fahre, bis er hinüber ist - mit einem Neuwagen hätte ich da mächtig gespart bei den Wartungskosten.
 
Der Threadersteller ist so seltsam ruhig in letzter Zeit...

Den Arbeitsweg mit dem Rad zu fahren finde ich nicht teuer, obwohl er bei mir etwas länger ausfällt; im Lauf der letzten 15 Jahre waren es zwischen 38 und 51 km einfache Strecke, je nach Wohnort.
Das mache ich natürlich nicht jeden Tag und erst recht nicht das ganze Jahr lang, weil es bei Dauerfrost und Dunkelheit dann doch irgendwie nervtötend wird, ich jedes Mal recht viel Zeug mitschleppen muss und die Wege abseits des Autoverkehrs natürlich nicht geräumt werden, allerdings auch nicht gestreut.

 Für den Arbeitsweg bei schlechtem Wetter verwenden kann ich grundsätzlich drei von meinen ca. sechs bis acht einigermaßen einsatzfähigen Rädern. Alle davon sind eher altmodisch, weil ich das so mag und weil es sich halt so ergeben hat. Nach heute üblichen Maßstäben war keins davon auch nur annähernd teuer, und so wird das für mich persönlich zur billigen Sache:
Wenn man zwischen mehreren Rädern durchwechselt und bei ganz beschissenem Wetter einfach nicht fährt, geht ehrlich gesagt kaum überhaupt irgendwas kaputt, außer Ketten und gelegentlich dem unteren Lager der Steuersätze. Auf dem Arbeitsweg muss ich keine Rennen fahren und meine Fuhre auch nicht bei Höllentempo bergab zentimetergenau in Haarnadelkurven reinbremsen oder sowas, deshalb sterben hier auch Bremsbeläge und Reifen manchmal eher an Überalterung, als an Abnutzung.
Unfälle auf dem Arbeitsweg hatte ich auch noch nie.

Natürlich können manche Fahrradteile richtig ins Geld gehen, aber ich würde nie auf die Idee kommen, das mit irgendeinem Auto zu vergleichen, denn:

Für den Arbeitsweg kann ich grundsätzlich auch zwei bis drei meiner/unserer Autos verwenden, bzw. noch ein viertes, wenn es denn mal wieder fahrfähig wäre. Alle davon sind eher altmodisch und keins davon war nach heute üblichen Maßstäben jemals auch nur annähernd teuer. Hat sich so ergeben, lief so ähnlich, wie bei den Fahrrädern. :rolleyes:
Tatsächlich waren sogar einige meiner Fahrräder teurer, als einige dieser Autos (der komische Opel war sogar geschenkt). Zwei von den Karren sind auch im hohen Alter und bei astronomischen Kilometerständen noch vergleichsweise zuverlässig, ich repariere aber grundsätzlich alles daran selbst.
Und genau da liegt der springende Punkt: Für den Preis eines Scheinwerfersatzes, eines Satzes Bremsbeläge oder Reifen, einer Kupplung, einer Tür oder Haube oder eines Tanks für ein ganz normales Auto kann ich schon jahrelang radeln, und Ersatzteile jeder Art braucht man dann halt doch regelmäßig.
Ganz schlimm wird es bei einer neuen Windschutzscheibe, wenn man dann feststellt, einer von nicht mal zwei Handvoll verbliebener Besitzer dieses Fahrzeugtyps in Deutschland zu sein. 😅
Natürlich könnte ich jetzt sagen, ist doch kein Problem, schließlich schraube ich ja selbst - aber die Teile muss ich eben doch kaufen und so eine Werkstatt samt Ausstattung kostet ja nun auch was, plus Anfahrt usw.

In der automobilen Welt habe ich jahrelang behauptet: Ein Auto ohne Sprit, aber inklusive aller anderen Posten verschlingt im Monat irgendwas zwischen 200 und 300 €, egal, ob alt und selbstrepariert, nicht so alt und werkstattrepariert oder neu mit Wertverlust und Inspektionen, aber das ist heute kaum noch haltbar und kann das Doppelte erreichen, je nachdem, was man halt so fährt und was damit passiert.

Im Vergleich würde das bedeuten, dass ich mir dafür jeden Monat beinahe eins meiner typischen Fahrräder kaufen könnte, gebraucht oder in Teilen, und keineswegs nur eine Kette nach dem Winter.
Auf so einen Vergleich würde ich überhaupt nicht kommen.

Im Sinne des Threaderstellers lohnt sich vielleicht eher die Frage:
Kann im Winter bei Salzmatsch einfach ein Auto verwendet werden, weil es sowieso vorhanden ist?
Oder ein Zug?
Oder ist ab und zu Homeoffice möglich?
 
Zuletzt bearbeitet:
Es braucht dazu noch Rahmen und Gabel, bei Krummlenkerfahrrädern auch neue Schaltbremshebel. Und dann passt die Sattelstütze nicht mehr etc. pp.
Umstellung auf Scheibenbremsen = Neues Fahrrad kaufen. Und das wird dann mit der Wirtschaftlichkeit schwierig.

Er schrieb ja was von MTB, also kein Rennlenker.
Wenn man selber schrauben kann und paar alte Teile hat, geht das sehr billig.

In meinem Fall:

  • gebrauchter Planet X Kaffenback Rahmen mit Steuersatz ca. 200€
  • gebrauchte gut erhaltene Deore Laufräder ca. 60€
  • neue BR-MT 500 Bremsen ca. 60€
  • Narrow-Wide Kettenblatt von AliExpress ca. 15€
  • neue Conti GP 4S 32mm für 60€ im Angebot


Alles andere kam aus der Restekiste im Keller.
  • alte 8fach MTB-Schaltung
  • restliche Anbauteile
  • Schutzbleche

Das wär noch billiger gegangen, aber ich will halt ein schnelles Rad, das mir auch Spaß macht.
Laufende Kosten hab ich ungefähr 50€ im Jahr, wenn nicht irgendwas richtig kaputt geht. Fahre damit ca. 4000 km im Jahr. Ich glaube nicht, dass das mit irgendeinem Auto billiger geht. Und essen tu ich eh immer viel. So werde ich nur nicht so fett.
 
Mal unabhängig von der Sinnhaftigkeit dieser Diskussion, hats mich interessiert, wie hoch meine Kosten fürs Pendeln ausfallen. 2 Jahre, ca. 16.000 km pendeln:
1776361577326.png


Dem ein oder anderen wird sicher auffallen, dass ich da jetzt nicht sonderlich sparsam unterwegs bin, bzw. auch recht konservativ gerechnet hab. Dafür find ich aber 18,6 ct/km erstaunlich gut.

Wenn ich jetzt nochmal 2 Jahre + entsprechende Verschleißteile großzügig dazurechne komme ich auf 11,88 ct.
Bei Klamotten bewege ich mich aktuell bei ca. 6 ct/km. Wenn man alles zusammennimmt, wird sich das bei mir also langfristig wohl irgendwo bei 15 ct/km einpendeln.

Hab mal beim ADAC geguckt: https://www.adac.de/rund-ums-fahrze...tokosten/guenstigste-kleinstwagen-autokosten/
Wenn man den günstigsten Kleinstwagen und nur die Betriebskosten nimmt, also Anschaffungskosten komplett ignoriert, dann kommt man schon auf 18,67 ct/km.. das habe ich schon übertroffen. Würde ich bei meinem Rad die Anschaffungskosten ignorieren, käme ich auf 4,84 ct/km :D
 
Mal unabhängig von der Sinnhaftigkeit dieser Diskussion, hats mich interessiert, wie hoch meine Kosten fürs Pendeln ausfallen. 2 Jahre, ca. 16.000 km pendeln:
Anhang anzeigen 1768418

Dem ein oder anderen wird sicher auffallen, dass ich da jetzt nicht sonderlich sparsam unterwegs bin, bzw. auch recht konservativ gerechnet hab. Dafür find ich aber 18,6 ct/km erstaunlich gut.

Wenn ich jetzt nochmal 2 Jahre + entsprechende Verschleißteile großzügig dazurechne komme ich auf 11,88 ct.
Bei Klamotten bewege ich mich aktuell bei ca. 6 ct/km. Wenn man alles zusammennimmt, wird sich das bei mir also langfristig wohl irgendwo bei 15 ct/km einpendeln.

Hab mal beim ADAC geguckt: https://www.adac.de/rund-ums-fahrze...tokosten/guenstigste-kleinstwagen-autokosten/
Wenn man den günstigsten Kleinstwagen und nur die Betriebskosten nimmt, also Anschaffungskosten komplett ignoriert, dann kommt man schon auf 18,67 ct/km.. das habe ich schon übertroffen. Würde ich bei meinem Rad die Anschaffungskosten ignorieren, käme ich auf 4,84 ct/km :D

Kommt bei Mitbetrachtung vom Fahrzeuginvest darauf an, wofür das Fahrzeug sonst noch genutzt wird. Man muss vom Kaufpreis den Wiederverkauf in Abzug bringen, diese Differenz auf die Nutzungsdauer umlegen und davon den Pendelanteil nehmen.

Wenn man 5x im Jahr pendelt, ist ein KFZ wohl günstiger, weil bei einem Pendlerrad bei langer Standzeit, bei der es vllt auch noch draußen rumsteht, wohl mehr kaputt geht als wenn es läuft. Wie geschrieben: man bekommt auch den Porsche irgendwie grüngerechnet 😁
 
Sicherlich auch immer eine Frage der Entfernung des Pendel-Weges.
Ich habe bloß 5km hin, und 5km zurück. Die fahre ich mit nem „alten“ Focus Cayo welches ich bei Kleinanzeigen geschossen hatte.
Für erheblich größere Strecken würde ich etwas „Besseres“ holen, aber auch da keinen Carbon-Nobel-Hobel.

Ich fahre ganzjährig, und als es wirklich Schnee/Matsch gab bin ich für die paar Tage auf das Winterbike von meinem Sohn ausgewichen. (Aus Gründen der Bereifung)
Beide Bikes sind schon recht „runter gerockt“ und werden für ihren Einsatzzweck nur soweit am Leben gehalten, dass man vernünftig und verkehrssicher fahren kann.

Das Cayo fahre ich jetzt im 3.Winter, und bisher muss ich keine größeren Investitionen dafür tätigen.

Mein Auto frisst da wesentlich(!) mehr an jährlichen (Fix)Kosten.
 
Mal unabhängig von der Sinnhaftigkeit dieser Diskussion, hats mich interessiert, wie hoch meine Kosten fürs Pendeln ausfallen. 2 Jahre, ca. 16.000 km pendeln:
Anhang anzeigen 1768418

Dem ein oder anderen wird sicher auffallen, dass ich da jetzt nicht sonderlich sparsam unterwegs bin, bzw. auch recht konservativ gerechnet hab. Dafür find ich aber 18,6 ct/km erstaunlich gut.

Wenn ich jetzt nochmal 2 Jahre + entsprechende Verschleißteile großzügig dazurechne komme ich auf 11,88 ct.
Bei Klamotten bewege ich mich aktuell bei ca. 6 ct/km. Wenn man alles zusammennimmt, wird sich das bei mir also langfristig wohl irgendwo bei 15 ct/km einpendeln.

Hab mal beim ADAC geguckt: https://www.adac.de/rund-ums-fahrze...tokosten/guenstigste-kleinstwagen-autokosten/
Wenn man den günstigsten Kleinstwagen und nur die Betriebskosten nimmt, also Anschaffungskosten komplett ignoriert, dann kommt man schon auf 18,67 ct/km.. das habe ich schon übertroffen. Würde ich bei meinem Rad die Anschaffungskosten ignorieren, käme ich auf 4,84 ct/km :D
Und du bist mit dem Rad nur gependelt und hast keine anderen Fahrten damit erledigt? Der Restwert vom Fahrrad müsste auch noch abgezogen werden.
 

Mein Auto frisst da wesentlich(!) mehr an jährlichen (Fix)Kosten.
Das ist der Punkt wieso es man diese Diskussion überhaupt mit dem Anschein von Ernsthaftigkeit führen kann, die Autokosten sind überwiegend fix (auch Wartung nach Serviceplan läuft nach dem Muster km oder Zeit je nachdem was früher erreicht ist und auch Reifen halten nicht ewig). Wenn man eh ein Auto braucht, fallen für einen gewissen km-Verbrauch fast nur die Spritkosten an.
 
Wenn man eh ein Auto braucht, fallen für einen gewissen km-Verbrauch fast nur die Spritkosten an.
Die Argumentation versteh ich nicht. Wozu braucht man denn ein Auto, wenn nicht zum Fahren? Und wenn ich jetzt sage, ich brauche das Auto für Fahrten in den Urlaub, rechne ich dann auch nur die Benzinkosten, weil: ich brauchs ja eh fürs Pendeln? Und umgekehrt: ich brauch das Auto zum Pendeln, also kosten mich die Urlaubsfahrten lediglich das Benzin für die km? Fakt ist doch, dass ein Auto laufende bzw. fahrende oder eben auch stehende Kosten nach sich zieht, die mitgerechnet werden müssen. Ein Fahrrad dagegen kostet lediglich die Anschaffung plus Ersatzteile.
 
Es gibt ja bereits eine Zahl, die alle Faktoren berücksichtigt. Pauschale für Nutzung des Privat-PKW für Dienstfahrten im öffentlichen Dienst. Das sind 0,30€ pro km.

Wenn man darauf die auf den ersten Seiten mal in den Raum geworfenen 15.000km hochrechnet, gibt das einen Gegenwert von 4.500€. Das wäre dann sein Jahresbudget für´s Radfahren. Da braucht man gar nichts mehr reparieren, einfach jedes Jahr ein neues Mittelklasse-RR und das alte in die Tonne. Und für den Ersatz der verschlissenen Schuhe und Brillen reicht es auch gerade noch so.
 
Ach so. Einen Wertverlust gibt es da nicht? Man kann sich alle schönrechnen.
kannst sogar noch weiter gehen. Mein Yaris Diesel hat mich 5000 CHF gekostet, ich bin 230'000 km damit hauptsächlich gependelt, habe ihn noch für einen Tausender mit 315'000km verkauft. Ausser Oelwechsel, Reifen, Bremsen und einem ABS Sensor nie was gehabt.
Aber, ich konnte jedes Jahr so knapp 15'000 CHF/Jahr von der Steuer abziehen was mir unterm Strich am Ende dann das Auto komplett bezahlt hat und ich die Karre für sonstige Fahrten quasi gratis vor der Tür stehen hatte.

Es ist sehr individuell und kommt immer auf die genauen Umstände ab. Wenn ich die Steuerersparnis von damals auf meinen heutigen Arbeitsweg umrechne dann kostet mich das richtig Kohle da ich immer noch ein Auto vor der Türe stehen habe und ne Stange mehr Steuern zahle.
 
kannst sogar noch weiter gehen. Mein Yaris Diesel hat mich 5000 CHF gekostet, ich bin 230'000 km damit hauptsächlich gependelt, habe ihn noch für einen Tausender mit 315'000km verkauft. Ausser Oelwechsel, Reifen, Bremsen und einem ABS Sensor nie was gehabt.
Aber, ich konnte jedes Jahr so knapp 15'000 CHF/Jahr von der Steuer abziehen was mir unterm Strich am Ende dann das Auto komplett bezahlt hat und ich die Karre für sonstige Fahrten quasi gratis vor der Tür stehen hatte.

Es ist sehr individuell und kommt immer auf die genauen Umstände ab. Wenn ich die Steuerersparnis von damals auf meinen heutigen Arbeitsweg umrechne dann kostet mich das richtig Kohle da ich immer noch ein Auto vor der Türe stehen habe und ne Stange mehr Steuern zahle.
Hm, ist in der Schweiz vielleicht anders, aber ich wüsste nicht, was man hierzulande von der Steuer abziehen könnte, wenn man ganz normal mit seinem Auto zur Arbeit fährt.
 
Zurück