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MdRzA - eine teure Sache?

oli_kf

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Hallo zusammen,

ich fahre mittlerweile seit 3 Jahren jeden Tag, auch im Winter, mit dem Fahrrad 15km einfach in die Arbeit. Nach dem Winter ist das Fahrrad trotz Pflege jedes mal in einem sehr schlechten Zustand. Ich habe gerade wieder Teile für knapp 300 Euro bestellt, die aufgrund Oxidation etc. ausgetauscht werden müssen.

Nun kam bei mir der Gedanke auf, dass es monetär betrachtet natürlich günstiger ist wie ein Auto, allerdings fällt doch einiges an Unterhaltkosten an. Auch muss ich hin und wieder Werkzeuge dazu kaufen, da vieles natürlich Fahrrad - spezifisch ist.

Die Investition in die eigene Gesundheit ist natürlich mit Geld nicht aufzuwiegen.

Wie seht ihr das Thema?

Viele Grüße

Oliver
 
Hilfreichster Beitrag geschrieben von woop

Hilfreich
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Komische Perspektive. Das erste Auto hatte ich erst sehr spät angeschafft, mit Mitte 30, als Nachwuchs unterwegs war, und finde es immer noch irre, was man so an Fixkosten tragen muss, bevor man überhaupt fahren darf.

Was tauschst du denn da alles aus? Für den Preis bekommt man ja schon schöne gebrauchte Räder in gutem Zustand.
 
Komisch. Ich hab fast jeden Tag 20 Jahre lang meinen Arbeitsweg mit dem Bike bestritte. Das ich da merklich mehr Kosten gehabt hätte als an meinen anderen Bikes ist mir nicht aufgefallen. Alle paar Jahre mal neue Ketteblätter oder gleich eine Kurbel. Ketten und und ab und an mal eine Kassette.
Anfangs mit dem Felgenbremsenrad waren alle paar Jahre die Laufräder durchgebrannt. Aber da hier die alte vom Renner rundergefahren wurden ist das auch nicht ins Gewicht gefallen.
 
Wie seht ihr das Thema?

Das kommt drauf an. Du erzählst ja nun wirklich überhaupt nichts von deinem spezifischen Fall, also Rad, Einsatzbedingungen, Parkmöglichkeiten, Pflegeintervallen, Art der Pflege, usw. usf.

Fährst du einen Ferrari F40 im Winter mit kaltem Motor auf Kurzstrecken durch gepökelte Allgäuer Landstraßen, so wirst du extreme Wartungskosten haben.

Mit einem Toyota Kleinwagen aber nicht.



Wieso hast du getauscht?

Waren die Teile an der Verschleißgrenze, oder hast du aus rein optischen Gründen Teile erneuert?

Gerade die günstigeren Gruppen haben viele Kleinteile, die gerne korrodieren.

Wegen oberflächlicher Korrosion muss man Teile aber nicht pauschal tauschen.

Vor allem nicht, wenn man sie sowieso wieder der Salzbrühe aussetzt, dann ist das einfach vergebliche Liebesmüh.


Flugrost setzen viele Teile an, entweder man lernt, das an einem Winterrad zu ignorieren, oder man verbaut eben korrosionsgeschützteres Material. Oder überdenkt seine Pflegeroutine, wie auch immer die aussieht.

Das Salz muss halt auch weg. Eine Fahrt im Salz macht nichts, wenn das Salz danach runterkommt.

Bleibt ein Rad salzig und dauerfeucht stehen, wird es richtig übel. Das Zeug ist hygrophil und wird sich auch im getrockneten, aber salzigen Zustand immer weitere Feuchtigkeit aus der Luft ziehen und solange Salz und Wasser verfügbar sind, geht die chemische Reaktion weiter.

Salzexposition ist nicht so schlimm, auf ihre Dauer kommt es an. Wer das Salz nie runterspült, hat die ganzen Folgeschäden.

Ich hab 20 Jahre alte Youngtimer, die sind schon im Winter auf knirschendem Salzsiff gerollt und haben keinerlei Schäden davongetragen. Die werden aber nach so einer Salzexposition penibel gereinigt und in einem trockenen Keller bei (im Winter) 35-40% Luftfeuchtigkeit abgestellt.

Was danach passiert, ist entscheidend.

Ein feuchter, kalter Geräteschuppen bei (im Winter) dauerhaft fast 100% Luftfeuchtigkeit plus Salzablagerungen ist der sichere Tod für ein Rad.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für Eure Antworten!

Mein Rad zum Pendeln ist ein Diamant Nhoma der ersten Generation. Gepflegt wird es regelmäßig, auch im Winter. Kette dann einmal in der Woche. Leider steht das Rad natürlich auch immer mal wieder feucht in der unbeheizten Garage.
 
Leider steht das Rad natürlich auch immer mal wieder feucht in der unbeheizten Garage.
Hier würde ich ansetzen.

Wenn das Rad eh komplett versifft und nass ist, hilft auch eine Spülung mit ausreichend klarem Wasser ungemein.

Nass und dreckig ist es sowieso schon, aber das Salz darf gern weg. Und wenn das Salz weg ist, kann das Rad auch wieder trocknen. Das geht teilweise gar nicht, wenn viel Salz dran und die Luftfeuchtigkeit fast gesättigt ist. Dann schwimmt das ganze Rad quasi in einer Nebelwolke und bleibt lange feucht. Mitunter tagelang, je nach Umgebungsklima und bei unbeheizten, kalten Räumen eigentlich der Normalfall. Wie gesagt, solange Salz und Wasser vorhanden sind, geht die Reaktion munter weiter.

Was meinst du, wieso Autobesitzern die regelmäßige (nach)winterliche Unterbodenwäsche empfohlen wird? Weil die Rückstände entfernt werden müssen, um die Korrosionsreaktion anzuhalten.

Wasseranschluss ist hier Gold wert.

Gar keine große Pflegeroutine notwendig. Antrieb möglichst trocknen und nachölen.

Aber das nasse und salzige Rad gammelt in der Garage fröhlich weiter und hier könnte man ansetzen, das alles zu verhindern. Ob's dir das wert ist, entscheidest du. Ist sicher auch ein Aufwand, klar.
 
Zuletzt bearbeitet:
Teuer? Was soll Mobilität denn kosten? Nix? Lauf halt zur Arbeit. Och nö neue Schuhe jedes halbe Jahr geht aber auch ins Geld.
Leben - eine teure Sache?!

Sorry für die Überspitzung - Ich glaube mdrza is die ökonomischste und ökologischte Art der Fortbewegung (in einem kleineren Radius natürlich) Hat sicher schon mal jemand berechnet...
 
Teuer? Was soll Mobilität denn kosten? Nix? Lauf halt zur Arbeit. Och nö neue Schuhe jedes halbe Jahr geht aber auch ins Geld.
Leben - eine teure Sache?!

Sorry für die Überspitzung - Ich glaube mdrza is die ökonomischste und ökologischte Art der Fortbewegung (in einem kleineren Radius natürlich) Hat sicher schon mal jemand berechnet...
Anhand seiner anderen, hektisch eröffneten Threads, schließe ich beim TE mittlerweile eher darauf, dass ihm das mit der Korrosion bei Wintereinsatz nicht bewusst war und er überrascht von seinen Schäden ist. Und sie nun (teuer) beheben möchte.

Die Lösung wäre woanders zu suchen, in einem geeigneten Pflegemodell, im Einsatz eines runtergerockten Winterrads, etc.

Wer sein Fahrzeug liebt und pflegt, der fährt es nicht bei Salz. Oder investiert sofort in die Pflege, wenn das Rad mal Salz sieht und entfernt den Siff direkt.

Was passiert, wenn man gar nichts macht und das Rad salznass in die kalte Garage stellt, hat er jetzt gesehen: Gammel überall.

Daraus die Konsequenz zu ziehen, das wäre alles zu teuer, halte ich dann aber für kurzsichtig.

Ja, Salz und fehlende Pflege zerfressen alles.

Aber deswegen hat man ein billiges, altes Winterrad und spült selbiges auch oft mit viel Wasser ab.

Um das gute Rad nicht zu ruinieren und allgemein länger was vom Winterrad zu haben.

Man kann natürlich nach jedem Winter alles austauschen, was gegammelt hat. Finanziell aber ein Knieschuss. Und "Radfahren=teuer" der logische Fehlschluss. Zweites Rad kommt billiger...
 
Jo, klar. An sich schon.

Kommt drauf an, ob man das Gammeln verhindern will, weil das Fahrzeug so schön/wertvoll ist, oder ob man ein wenig Gammel in Kauf nimmt.

Aber dauernd Teile zu tauschen, weil etwas Flugrost dran ist, oder das Eloxal in der Felge gammelt, geht halt ins Geld. Vor allem, wenn die Teile ja noch fahrbar wären und mehr optisch gelitten haben, jedenfalls noch lange vor Exodus sind.

Da kann man schnell ein schönes Sommerrad und ein zusätzliches Winterrad unterhalten, anstatt jedes Frühjahr mehrere hundert Euro zu investieren.

Darauf wollte ich hinaus..
 
Naja als "Viel"Fahrerin, sehe ich schon erhebliche Wartungskosten - gerade auch durch dem regelmäßigem Einsatz im Winter 🤷‍♀️

Ich persönlich verstehe schon das Konzepts eines Winterrads mit günstigeren Komponenten, allerdings macht es gerade wenn das Wetter mies ist - auch Sinn, dass das Rad Spass macht. Ich fahre daher im Winter eine Caledonia mit Schutzblechen und Scheibenbremsen.

Die Bremsbeläge muss ich mindestens 2 mal im Winter wechseln, Reifen brauche ich auch so ca 3-4paar im Jahr; Knopfzellen fresse ich; Lenkerband einmal im Jahr (....) letztens war das Innenlager und die Kurbelkaputt, nun das Schaltauge....also irgendwas ist immer an einem der Räder..... 🙃

Ich denke die Kosten auf Kilometer runter gerechnet, sind meine Räder trotzdem günstiger als ein Auto, aber eigentlich ist es mir auch egal -wann immer ich mir mal ein Auto leihe, stell ich fest wie wenig Spass ich am Autofahren habe....
 
Mir geht es dabei gar nicht um die Optik, sondern eher um das sorgenfreie funktionieren. Deshalb tausche ich viel, eventuell auch übereilt. Ich fahre eine relativ fordernde Strecke (Wald, bergig) und das um 5 Uhr morgens. Deshalb das Diamant Nhoma als Ganzjahreslösung. Die Strecke möchte ich nicht mit einem 500 Euro Bike fahren.

Aber ihr habt recht, ich schicke meine übereilt bestellten Teile zurück und schaue nach einer anderen, preisgünstigeren Lösung.

VG

Oliver
 
Bei mir kommt nach dem Winter ne neue Kette drauf, das wars.

Obwohl ich zugeben muss: habs auch nicht so mit der Pflege an meinem Stadtrad. Als der Lack rund ums Tretlager teils wie Blätterteig aussah hab ichs abgeschliffen und neuen Primer aufgetragen. Hat auch keine Ewigkeit gedauert. Aber dass sonstwie teurer Verschleiß durch den Wintereinsatz entsteht ist mir noch nicht aufgefallen.
 
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Teuer? Was soll Mobilität denn kosten? Nix? Lauf halt zur Arbeit. Och nö neue Schuhe jedes halbe Jahr geht aber auch ins Geld.
Leben - eine teure Sache?!

Sorry für die Überspitzung - Ich glaube mdrza is die ökonomischste und ökologischte Art der Fortbewegung (in einem kleineren Radius natürlich) Hat sicher schon mal jemand berechnet...
Auch wenn das Auto teurer ist, darf man sich trotzdem darüber austauschen, wie viel Geld andere in ihr Pendelrad investieren müssen. Mir persönlich ist es auch wichtig, möglichst günstig dabei wegzukommen. Mein Arbeitsrad ist keine Herzensangelegenheit, sondern soll mich nur günstig von A nach B bringen.

Zusätzlich möchte ich ein gutes Kosten-/Nutzenverhältnis von Unterhalt und Verschleiss haben. Nach jeder Fahrt das Rad saubermachen sch****t mich an. Dementsprechend putze ich es im Winter 1x pro Woche, sonst bedeutend weniger.

Ansonsten schaue ich vor allem, dass ich die Kette tausche, wenn sie die entsprechende Länge hat (bei meinem S-Pedelec ist das bei 2500-3000km). Die Ritzel werden erst getauscht, wenn die Kette springt (natürlich nur die Einzelnen, die verschlissen sind). Das Monokettenblatt hat sehr viel weniger Verschleiss. Eine Problemstelle ist der Freilauf und Radlager des Hinterrads, deshalb werden die nach dem Winter sauber gemacht und frisch gefettet. Bei meinem Rennrad hält die Kette aber locker 10'000km (Shimano 11-fach), die Kassette noch viel mehr (sieht aber fast nie Regen und auch kein Salz).

Letztendlich braucht es wohl einfach Erfahrungswerte, was wann gemacht werden muss, und was man auch lassen kann, ohne dass es grössere Schäden nach sich zieht. Und dass trotz angemessener Wartung etwas kaputt gehen kann, gehört dazu und ist unter Pech zu verbuchen. Das ist aber beim Auto auch nicht anders, auch da gibt es Sachen, die nicht dem Verschleiss zuzuordnen sind und trotzdem kaputt gehen. Und Flugrost stört mich nicht, das gibts halt einfach.
 
Naja als "Viel"Fahrerin, sehe ich schon erhebliche Wartungskosten - gerade auch durch dem regelmäßigem Einsatz im Winter 🤷‍♀️

Ich persönlich verstehe schon das Konzepts eines Winterrads mit günstigeren Komponenten, allerdings macht es gerade wenn das Wetter mies ist - auch Sinn, dass das Rad Spass macht. Ich fahre daher im Winter eine Caledonia mit Schutzblechen und Scheibenbremsen.

Ich fahre auch, was Spaß macht. Erheblicher Faktor dabei, klar!

Bei Dreckwetter bringe ich es aber nicht übers Herz, ein schönes Rad mit bspw. wunderschönen Bora Ultra Laufrädern und Felgenkneifern zu verschleißen und verunstalten. Wenn es unterwegs unerwartet gepökelt ist oder zu regnen anfängt, okay. Aber ich fahre nicht los, wenn ich schon weiß, wie das Rad nach wenigen Metern aussehen wird: salzig und verdreckt.

Ich hab mehr Räder als verbuchte Lebensjahre, das ist nicht das Problem.

Ich hab schlicht keine Lust, nach jeder Fahrt das komplette Reinigungsprogramm mit anschließender Pflege abzuspulen.

Und das muss ich bei den guten Rädern. Sonst zwickt es im Hirn und lässt mir keine Ruhe. Ist auch blöd, wenn man das alles weiß, dann macht man sich umso mehr Sorgen.. 😄

Erst wird das Rad gereinigt, dann der Mensch und die Klamotten gewaschen. Ist immer Aufwand und wenn man verfroren heimkommt, hat man da keinen Bock zu. Völlig verständlich.

Aber die einzige Lösung für mich: ein Rad, wo mir das egal ist. Das ich dann auch mal stehen lasse und nach dem Heimkommen nur mich duschen muss.

Und ehrlich gesagt - ich genieße es dann auch, dieses eine Winter/Schlechtwetterrad so richtig fertig zu rocken und durch Salzlauge zu brezeln. Und zu schauen, was das Zeug aushält und wie lange es trotzdem dauert, bis wirklich alles hinüber ist.
 
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