Andreas P.
Fährt leider immer weniger Rad
...das kann ich, als jemand dessen täglich Brot u.a. das abrasive Entlacken ist, nicht so stehen lassen.
Mit Glasperlen erzeugt man gerade eine sehr glatte Oberfläche. Glasperlen verdichten die Oberfläche und dieses Strahlgut wird auch bei Motorteilen wie z.B. Pleuel eingesetzt, um die Kerbwirkung herabzusetzten. Zum Entlacken halte ich Glasperlen für verfehlt aber gangbar, spachteln muss man danach allerdings nichts. Mit Soda werden werden empfindliche, blanke Oberflächen ohne Veränderung der Struktur gestrahlt, wie z.B. Teile aus Zinkdruckguss.
Auch mit Hochofenschlacke lassen sich sehr feine, lackierfähige Oberflächen erzielen, nur eben nicht in der Körnung, wie es bei Brückengeländer eingesetzt wird. Man nennt das Niederdruck-Strahlen mit Schlackemehl auch Feinstrahlen; das dauert länger und ist etwas mühsamer. Da das Strahlen heute schon nach Minuten berechnet wird, ist bei einem Festpreis die Versuchung groß, zu grobes - also "schnelles" - Material zu verwenden.
Strahlen ist Vertrauenssache. Schnell ist etwas unwiederbringlich zerstört...
Danke für Deine fachlichen Informationen.
Ich habe mir die Rechnung (zur Lackierung des "Rando bleue" Rahmens) gerade nochmals angesehen und tatsächlich musste nur eine kleine Delle gespachtelt werden (und nicht die Oberfläche des Rahmens, da sie rauh war oder so).
Meine Aussage zu den beiden Strahlverfahren (Glasperlen und Soda) war also Unsinn.
Ich entschuldige mich dafür bei allen, die meinen Beitrag auf Seite 5014 gelesen (und für glaubhaft gehalten haben).
Als Nachweis, wie die Rahmenoberfläche nach dem Strahlen aussah, stelle ich hier zwei Fotos ein.
Rahmenteil, an welchem mit Glasperlen gestrahlt wurde:
Rahmenteil, an welchem mit Soda gestrahlt wurde:
