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Lakatschwelle

Jigger

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Wie den meisten schon bekannt, steigt der Puls bei gleicher Leistung mit zunehmender Fahrtdauer an!
Mir ist z.B. aufgefallen, dass ich nach ca. einer halben Stunde max. auf einen Puls von 180 komme und nach ca. 3 Stunden auf einen max. Puls von 195!
Nun meine Frage verschiebt sich die Lakatschwelle nun genauso mit oder bleibt die immer bei ihrem festen Wert?
Bzw. wenn ich mir die Lakatschwelle mit der max. hf berechnen will welchen max. Wert muss ich dann hernehemen?
Das ganze wüde ja auch bedeuten, dass während längerer Ausfahren sich alles komplett veschiebt und somit das trainieren mit Pulsuhr sehr sehr ungenau ist, bzw. man gleich besser nach Körpfergefühl fährt!

Desweiteren musste ich auch feststellen, dass ein ausschließliches GA1 Training über den Winter die Lakatschwelle und den Lakatabbau sehr verschlechtert, somit ist es für mich schon fraglich ob nicht ein ständiges Intervalltraining (angangs natürlich sehr gemäß und später immer mehr) sinnvoller wäre!? Da gibst mal kurz Gas und schon sind die Beine voll mit Säure :eyes:
 
AW: Lakatschwelle

Hallo!

Die Laktatschwelle verschiebt sich nicht! Und wie du schon richtig bemerkt hast, ist der Puls tagesformabhängig oder verschiebt sich auch während einer Einheit.
Das ist auch der Grund, weswegen der Puls nur begrenzt gut ist zur Trainingssteuerung. Besser Leistung...

Gruß Thorben
 
AW: Lakatschwelle

Verstehe ich das richtig: bei langen GA1 Einheiten soll die Leistung gleichbleiben, auch wenn der Puls steigt?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Laktatabbau sich verschlechtert, sondern eher umgekehrt.
Ich mußte feststellen, dass die Laktattoleranz nicht mehr so da ist, aber es ist ja eine gute Grundlage da, auf die man gut aufbauen kann.
 
AW: Lakatschwelle

ja nach einiger Zeit steigt der Puls bei gleicher Leistung an, das kann jeder beobachten der mit Leistungsmesser fährt!

Naja ich kann mir auch nicht ganz vorstellen, dass die Lakatschwelle sich nicht mitverschiebt, ich muss z.B. wenn ich zur Arbeit fahr nen Berg hoch mit 13 Prozent Steigung, oben angekommen hab ich meist nen Puls von 166 und bin recht ordentlich aus der Puste. Angenommen meine Laktschwelle liegt bei 170 würd ich die ja nicht mal erreichen!?
 
AW: Lakatschwelle

Nach meinem derzeitigen Kenntnisstand kann ich dazu folgendes sagen:

- Die Hfmax ist die Hfmax. Soll heissen eine maximale Ausbelastung zur Ermittlung ist Pflicht!

- Die Laktatschwelle ist ziemlich fix. Einzig die Leistung an der ANS ist steigerbar. Sie ist auch ermittelbar als maximalen Durchschnittspuls den man bei gleichmässiger Belastung über 45-60 min. halten kann. .

- Intervalltraining schadet offenbar nach neueren Erkenntnissen nie. Langes GA1-Training schult zumindest bei mir die Resistenz gegenüber Hungerästen.

- Die absolute Fettstoffverwechselung soll nahe der ANS am höchsten sein. Problem dabei: es müssen immer ausreichend Kohlehydrate vorhanden sein, um den Fettstoffwechsel aufrecht zu erhalten.

- Wie ich hier kürzlich lesen durfte, soll Laktat die Muskelleistung übrigens nicht beeinträchtigen, sondern sogar eher fördern. Man sucht wohl noch nach dem wirklichen "Übeltäter". ;)

Für weiteres Hintergrundwissen empfehle ich die einschlägigen Beiträge hier
http://www.rennrad-news.de/forum/showthread.php?t=38136
http://www.rennrad-news.de/forum/showthread.php?t=36997
http://www.rennrad-news.de/forum/showthread.php?t=37388
 
AW: Lakatschwelle

Wie den meisten schon bekannt, steigt der Puls bei gleicher Leistung mit zunehmender Fahrtdauer an!
Mir ist z.B. aufgefallen, dass ich nach ca. einer halben Stunde max. auf einen Puls von 180 komme und nach ca. 3 Stunden auf einen max. Puls von 195!
Nun meine Frage verschiebt sich die Lakatschwelle nun genauso mit oder bleibt die immer bei ihrem festen Wert?
Bzw. wenn ich mir die Lakatschwelle mit der max. hf berechnen will welchen max. Wert muss ich dann hernehemen?
Das ganze wüde ja auch bedeuten, dass während längerer Ausfahren sich alles komplett veschiebt und somit das trainieren mit Pulsuhr sehr sehr ungenau ist, bzw. man gleich besser nach Körpfergefühl fährt!

Ob die Laktatschwelle als fix anzusehen ist hängt glaube ich davon ab, wie man sie definiert. Eigentlich meint Laktatschwelle das MaxLaSS => Maximales Laktat-Steady-State.

Das MaxLaSS ist definiert als die höchste Belastung, bei der Laktat (La) zwischen der 10. und 30. Minute (im MKHF-Test) bei der Zielintensität (HF) um weniger als 1 mmol ansteigt.

# Zur Bestimmung der HF im maxLaSS wird die HF der letzten 5 Minuten der Belastung gemittelt.
# Zur Bestimmung der mittleren Laktatwerte im maxLaSS werden die Mittelwerte aus den Laktatstufen 10., 20., 30. Minute gebildet.
# Zur Bestimmung des Anstiegs der HF im maxLaSS werden die Mittelwerte der 8. bis 1. Minute und der 26. bis 30. Minute gebildet
# Zur Bestimmung der Veränderung der Laktatwerte wird die Differenz zwischen Lakatat der 10. und 30. Minute gebildet.
(Quelle: http://www.leistungssport.com/index.php?site=1234567986&unav=202

In der Praxis ist die Bestimmung des MaxLaSS aber so aufwändig (man bräuchte mehrere Tests bei konstanter Leistung),
dass man aus Vereinfachungsgründen auf Stufentests zurückgreift und die Latkatschwelle daraus schätzt. Wenn man die Laktatschwelle in so einem Stufentest z.B. bei 4mmol/l festlegt wie das z.B. im Mader-Modell üblich ist, ergibt sich in einer Leistungsdiagnostik an dieser Stelle eine zugehörige Leistung und man kann eine Hf dazu beobachten. Sowohl die Leistung als auch die Hf können aber auf der Straße bei 4mmol/l durchaus anders ausfallen, erst recht nach einer längeren Fahrt. Die Hf weist ohnehin von Tag zu Tag Schwankungen auf, z.B. abhängig von der Ermüdung, Vorbelastung etc. Noch ungenauer wird es, wenn man die Schwelle aus der Herzfrequenz über irgendwelche Faustformeln ableitet. Trotz allem ist die Hf aber ein brauchbarer Indikator zur Trainingssteuerung und wenn während einer längeren Ausfahrt die HF steigt (der Anstieg ist in der Literatur als Cardiac Drift bekannt, Ursachen dafür gibt es mehrere, eine ist der Rückgang des Schlagvolumens des Herzens), heißt das nicht, dass das Training damit sinnlos ist oder man was völlig anderes trainiert, als am Anfang der Einheit. Man sollte einfach nicht den Fehler machen, und sich zu sklavisch an die HF-Zahlen klammern. Wenn Du mit gleichmäßigem Tempo mehrere Stunden lang trainierst, hast Du definitiv im Grundlagenbereich trainiert, ganz egal in welche Richtung sich Deine Hf bewegt hat





Desweiteren musste ich auch feststellen, dass ein ausschließliches GA1 Training über den Winter die Lakatschwelle und den Lakatabbau sehr verschlechtert, somit ist es für mich schon fraglich ob nicht ein ständiges Intervalltraining (angangs natürlich sehr gemäß und später immer mehr) sinnvoller wäre!? Da gibst mal kurz Gas und schon sind die Beine voll mit Säure :eyes:

Wenn Du den ganzen Winter über nur GA1 gemacht hast ist ein Formverlust unvermeidbar. GA1 erzeugt zwar auch Trainingsreize, iirgendwann hat sich der Körper aber an den Reiz gewöhnt, weitere Adaptionen finden nicht statt. Trainingsreize gehen dann nur über Intervalle oder SST. Intensität sollte dabei im Bereich der Schwelle liegen. Mögliche Intervallformen sind 1-3 * 15-30min (ich mache 2*30 min. mit 10 min Pause). Dazu hier mehr
http://www.cyclingnews.com/fitness/?id=winter_training4

Gruß P.
 
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