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Kurbellager schmieren?

Mary67

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Hallo!

Ich habe dazu jetzt nichts gefunden, daher stelle ich mal vorsichtig meine Frage:

Mein erstes Rennrad habe ich nach der Fahrt öfter mal einfach mit dem Wasserschlauch abgespritzt. Irgendwann lief es nicht mehr so gut, obwohl die Räder frei liefen. Mein Mann stellte dann fest, dass das Kurbellager nicht mehr so geschmeidig war und hat es dick mit irgendwelchem Zeugs geschmiert (im normalen Leben repariert er Gabelstapler - da kennt er sich eigentlich aus mit Ketten und Lagern. Ich behaupte nur immer wieder, dass mein Rennrad kein Gabelstapler ist! Ein ewiger Streit zwischen uns, denn er meint Kette wär Kette, und wenn ich nicht schnell genug bin, hat er mir die fein gesäuberte Kette dick mit Öl eingeschmiert... )

Mein jetziges Rennrad habe ich nie mit dem Wasserschlauch abgespritzt, und bin auch selten im Regen unterwegs gewesen. Trotzdem habe ich jetzt das Gefühl, dass das Kurbellager wieder irgendwie knötert. Kann das sein? Im Netz habe ich viele Anleitungen gefunden zum Kette schmieren und anderen Dingen, aber nichts zum Kurbellager.

Schmiert ihr das? Oder braucht das eigentlich keine Wartung?

Mein Problem äußert sich einfach so, dass ich ständig treten muss und irgendwie nicht richtig vom Fleck komme. So als wenn ständig irgendetwas bremst...

LG Maria
 
Klar kann das Kurbellager schwer gehen, aber ob das behandelbar ist oder Teiletausch erforderlich ist hängt davon ab was verbaut ist.

Und eine genauere Diagnose sollte zumindest erfolgen - schauen ob die Räder frei drehen und ob die Kurbel ohne Kette schwer geht.
 
Was die Ursache deines Problems ist, lässt sich aus der digitalen Ferne schwer beurteilen, aber ein Tretlager wird üblicherweise geschmiert. Was für eins ist es denn?

Ein Problem bei außenliegenden Lagern (Hollowtech II, Ultra/PowerTorque, GXP) ist, dass die Lagerschalen absolute parallel zueinandern stehen müssen. Das erfodert Rahmenvorbehandlung und einen präzisen Einbau. Selbst "Premiumrahmenhersteller" arbeiten da nicht immer zuverlässig präzise. Wenn dann die Kurbel in leicht schrägen Lagern laufen, wird es irgendwann beschwerlich.

Außerdem sind solche Lager irgendwann einfach runter und dann kurbelt es sich auch beschwerlich. Mittlere Shimanoqualität hat bei mir immer nach rund 8.000 km schlapp gemacht. Aber da gibt es Alternativen.
 
Bei mir bekommen Kurbellager immer eine extra Portion Fett. Aber nur um das Wasser besser draußen zu halten, die eigentlichen Lager, gedichtete Rillenkugellager, braucht man idr nicht zu fetten.

Eine Fahrradkette sollte möglichst trocken sein und nicht vor Fett triefen.
 
Bei den heutigen Rennrädern sind im Tretlager meistens Industrielager verbaut, sogenannte Rillenkugellager. Die sind fast immer gedichtet und dauergeschmiert, wenn die schwergängig werden sind sie auch schon reif für den Müll. Früher konnte man Tretlager warten, reinigen und schmieren, heute bleibt oft nur noch Lagertausch. Mach mal möglichst aussagekräftige Fotos des Tretlagerbereichs und lad sie hier hoch. Eine ungefähre Angabe der gefahrenen Km, wo und wie gekauft etc. wäre hilfreich.
Mit Wasser abspritzen ist so eine Sache, da kann bei scharf eingestelltem Strahl durchaus Wasser mitsamt dem Dreck in die Lager gespült werden.
Vorher mit warmem Wasser und ein bisschen Reiniger einseifen wenn das Rad wirklich dreckig ist und anschliessend mit einem sanften Strahl oder Giesskanne abspülen.
 
Mein Problem äußert sich einfach so, dass ich ständig treten muss und irgendwie nicht richtig vom Fleck komme. So als wenn ständig irgendetwas bremst...
Die technische Seite wurde hier ja schon zum Teil beantwortet. Um auf eine schwergängige Kurbel genauer einzugehen, müssten wir wissen, welcher Kurbeltyp (was steht da drauf, und Fotos sagen mehr als tausend Worte) am Rad verbaut ist.
Dein zitiertes Problem allerdings kennen hier die meisten, es nennt sich Steigung oder Gegenwind.
 
Dein zitiertes Problem allerdings kennen hier die meisten, es nennt sich Steigung oder Gegenwind.
You made my day!

Konuslager warten, dauergeschmierte Patronenlager und alle neueren Systeme bei Defekt ersetzen.
Ja, aber... Wenn die Achse im Lager scheiße läuft, fühlt sich das auch schon mal so an, als sei das lager im Eimer. Faktisch reicht es dann aber, die Kurbel rauszunehmen, alles zu reinigen und gefettet neu einzubauen.
 
An Kugellagern gibt es normal nichts zu "schmieren" da wälzt sich gehärtetes Metall auf Metall ab , also die Kugeln ( oder Rollen) haben direkten Kontakt zu den Schalen , nicht wie in einem Gleitlager , wo ein Schmierfilm die Materialien trennen soll , das Fett im Kugellager verhindert die Korrosion und die Reibung der Kugeln im Kugelkäfig ( wenn einer da ist) oder die Reibung der Kugeln aneinander, sonst nichts .
Also macht euch keinen Kopp....
Allerdings wenn man durch Wasser oder gar einen Hochdruckrieniger Fremdkörper ( auch winzigste ) in das Lager geraten , werden diese mit durchgemangelt und zerstören in kurzer Zeit die Lageroberflächen , genauso wie Fremdkörper die durch ungenügende Abdichtung von aussen reingeraten ..
 
Zuletzt bearbeitet:
...war mir neu, dass die Kurbel nur gereinigt und geschmiert wird.
Als Mechaniker schmiere ich die Wälzlager des Innenlagers, sofern dies technisch möglich ist. Bei einer nicht fluchtenden Lagergasse läuft die Kurbel von Anfang an mit Widerstand und nicht erst im Laufe des Betriebs. In diesem Fall hift auch keine Schmierung.
Echt? An der Kurbel kannst du doch sonst gar nichts schmieren. Die hat doch gar kein Lager!
Vielleicht reden wir auch aneinander vorbei. Ich versuche es nochmal und gehe von außenliegenden Lagern aus. Da schiebst du die Kurbelachse durch die Lager, in denen sie dann laufen. Und wenn jetzt die Achse nicht sauber ist und Dreck zwischen Achse und Lager kommt, dann läuft das eben nicht mehr sauber. Das Treten kann dann schwerer fallen. Reinigen und Fetten ist meiner Erfahrung nach dann die durchaus ergebnisbringende Antwort.
 
sondern das Wälzlager ansich.
Meinetwegen Welle. Ja, an sich dreht sich das Lager und die Welle sitzt hübsch fest im Lager. An sich. Bis eben Dreck rein kommt. Dann ist der Kontakt nicht mehr so eng, wie er sein müsste. Und dann beginnen Probleme.

Ich denke, ich habe deinen Post verstanden.
 
Die Lager sitzen ja bei modernen Kurbeln auf der Kurbel. Das ganze wird dann in die Lagerschalen gedrückt. Im Betrieb dreht sich die Welle der Kurbel dann in dem Lager, richtig ?
 
Hallo!


Mein Problem äußert sich einfach so, dass ich ständig treten muss und irgendwie nicht richtig vom Fleck komme. So als wenn ständig irgendetwas bremst...

LG Maria

Habe ich auch.
Nach jahrelange Untersuchungen hat sich herausgestellt das es die Luftwiederstand ist.
 
Wenn es ein Shimano Hollowtec 2 Lager ist, die kann man wohl schon nach schmieren. Diese Platikhuelse, die den Durchmesser reduziert vorsichtig raus druecken, drunter liegt eine Dichtscheibe, die kann mit einem spitzen smalen Werkzeug runterhebeln. Dann liegen die Kugeln frei und kann sie fetten.

Es gibt einige, die machen das sogar vorbeugend bevor sie die in Betrieb nehmen.
 
Wir können nur spekulieren um welches Innenlager es sich handelt un man kannn die meisten Typen selbst schmieren.
Eins bin ich sicher; dass man nicht vom Fleck kommt liegt nicht am Kurbellager.
 
Danke für die vielen Antworten! :)

Mit den Bemerkungen über Gegenwind und Berge hatte ich ja schon irgendwie gerechnet, als ich das geschrieben hatte :p, und vielleicht hatte ich auch nur den Wind falsch eingeschätzt, aber dass es so große Unterschiede bei den Lagern gibt, wusste ich nicht. Ich werde mir das nachher noch einmal genau ansehen.

Ein paar Fragen kann ich schon direkt beantworten: Das Rad habe ich vor einem knappen Jahr neu gekauft (im Fachhandel) und es hat gerade mal 1.200 km drauf (war nicht gerade ein Radjahr letztes Jahr :confused:). Nach längerer Recherche müsste das Lager ein Shimano ES25 Octalink sein (das Datenblatt war Englisch... ist BB-Set das Lager???). Nach all den Anregungen hier werde ich aber doch vielleicht lieber nochmal meinen Mann fragen, denn ich trau mich nicht ans Auseinandernehmen :oops:. Die Kette kann ich ja hinterher reinigen ;).
 
ES25 Octalink passt schon. Wenn man mal dananch googelt sieht man dass das ein Lager für <10€ ist. Wenn die Diagnose ergibt dass das Lager der Schuldige ist würde ich persönlich das einfach tauschen - ob es da noch bessere Modelle gibt weiss ich nicht. Octalink habe ich nur an meinem alten Wintertrekker.

Ob man das warten kann? Keine Ahnung, aber vielleicht findet sich unter den Mutmaßern ja jemand der sowas schonmal zerlegt hat ;)
 
wenn du sagst, du hast das Gefühl, wie wenn etwas bremst, meinst du dann wenn du die Kurbel bewegst oder wenn das Rad ohne treten rollt? Und wie macht es sich bemerkbar wenn du die Kurbel rückwerts trittst, betsteht da das gleiche Gefühl?
Ich meine, könnte es auch an was anderem als an der Kurbel liegen? Beispielsweise an einem Laufrad? Oder ist es gar eine Bremse die falsch eingestellt ist?
Normalerweise sollte nach 1200km noch alles passen! Es sei denn das Rad steht über lange Zeit sehr feucht oder es handelt sich um Montagefehler.
 
Es handelt sich also um ein komplett geschlossenes Innenlager das man nicht auseinander kann nehmen und damit auch nicht schmieren.
Es sind Teile die jahrelang ihre dienst tun ohne Wartung. Case closed.
KETTE reinigen und schmieren ist wohl an der Reihe,,,,,,
 
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