EPO-Microdosierungen ade?

Dieses Thema im Forum "Doping" wurde erstellt von Gerippe, 4 Februar 2013.

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  1. Fe der Bergfloh

    Fe der Bergfloh Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11 November 2013
    Beiträge:
    3.873
    Genau da liegt das Problem. Wenn wissenschaftliche Standards nicht erfüllt sind, ist die France2-Studie letztlich nur Sensationsjournalismus. So lange das Design der Studie nicht transparent ist, kann man sich daher erstmal eigentlich kein seriöses Urteil erlauben.
     
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  3. Maxxi

    Maxxi Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    1 Juni 2010
    Beiträge:
    3.071
    Ja in diese Richtung ging auch ein Teil meiner Gedanken. Aber - wie lange kennt man denn das Prinzip der Microdosierungen schon ? Ich kann mir nicht vorstellen dass in der Vergangenheit, bei staatlich verordnetem Doping, und entsprechender finanzieller Austattung der Labore und genügend wissentschaftlicher Kompetenz nicht auch mal in die Richtung geforscht wurde....
     
  4. pjotr

    pjotr Radprofi, gefangen im Körper einer Hobbylusche

    Registriert seit:
    18 März 2004
    Beiträge:
    4.838
    Ich will ja gar nicht bestreiten, dass Microdosierungen was bringen. Mir ging es mehr um die Relationen. Wäre es tatsächlich die 6% würde das fast schon aus einem Ackergaul ein Rennpferd machen - oder zumindest aus einem guten einen Siegfahrer. Wenn dann noch wie behauptet das Entdeckungsrisiko gleich null ist, weil man im Biologischen Pass davon nichts sieht, kann man sich den Kram mit dem Biologischen Pass auch sparen. Wären aber mit Microdosierungen z.B. im Mittel nur statistisch signifikante Leisstungsteigerungen von sagen wir 0,5% drin, ohne Auffälligkeiten im Biologischen Pass zu verursachen, würde ich sagen, der Biologischen Pass ist ein geeignetes Instrument, gegen Doping
    abschreckend zu wirken und das Problem einzudämmen. Für solche Diskussionen liefert aber das Experiment des franz. Fernsehens keine Grundlage. Es darf also weiter gemutmaßt werden.
     
  5. Crash_Kid

    Crash_Kid Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6 Oktober 2011
    Beiträge:
    1.837
    https://www.wada-ama.org/en/media/n...ent-on-sundays-france-televisions-documentary
    "“The study does not accurately follow the Athlete Biological Passport (ABP) guidelines, and therefore its relevance to the ABP is not entirely clear.”"

    Wer weiteren Lesestoff sucht:
    http://inrng.com/2015/05/stade-2-bio-passport-old-news/
    "Old News" -> http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21336951

    Und dieser soll anscheinend das Gegenteil behaupten.
    ("They basically only reported on a fraction of the results, and it is impossible to extrapolate this to the biological passport.")

    Ein zentrales Problem der Studie ist offensichtlich, dass insbesondere bei den Probanden Kurzzeitwerte verwendet wurden und (bisher) noch nicht bekannt ist, in welchem Trainingszyklus sie sich gerade befunden haben. Es wird wohl fast jeder, der keinen Saisonhöhepunkt bereits im Frühling hat, besonders im Laufe des Frühjahrs relativ starke Leistungsverbesserungen erleben.
    Irgendwo las ich, dass der Pass erst wirklich brauchbar ab einer Anwendungsdauer von 4 Jahren sei.
     
    Flyjin und Fe der Bergfloh gefällt das.
  6. Flyjin

    Flyjin Aktives Mitglied

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    20 Februar 2014
    Beiträge:
    408
    Naja bestimmte Funktionäre werden ohnhin nicht gerade Bock drauf haben das das Pässchen in ihrem Sport eingeführt wird. Hier haben sie nun eine Studie die sie ins Rennen werfen können

    Dabei ist längst bekannt das es keinen hundertprozentigen Schutz geben kann-siehe inrng Artikel. Von den methodischen Schwächen der Studie mal abgesehen
     
  7. Reiner_2

    Reiner_2 Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5 November 2012
    Beiträge:
    3.315
    Ich tu es mal hier rein, um dafür keinen neuen Thread zu eröffnen. Immerhin ist der Threadtitel ja mit einem Fragezeichen versehen.

    http://www.faz.net/aktuell/sport/sp...doping-stoffe-im-leistungssport-14069048.html

    Nun, ich habe zu dem Thema ja eine bekanntermaßen klare Position. Aber der Artikel lässt doch eine Menge Ratlosigkeit zurück, obwohl da eigentlich nur tendeziell bereits bekannte (oder zumindest geahnte) Fakten besprochen werden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15 Februar 2016
  8. hornergeest

    hornergeest Canaille Grande

    Registriert seit:
    31 Januar 2008
    Beiträge:
    20.770
    An Gesellschaft und Individuum auf nahezu allen Gebieten feststellbar die physikalische Erkentnis, dass die Geschwindigkeit des Absturzes mit seiner Länge zunimmt.
    Der Knall wird fürchterlich - für die paar Menschen, die ihn noch höhren, fühlen, beobachten können...
     
  9. Liebertson

    Liebertson Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    23 Januar 2014
    Beiträge:
    1.833
    Interessanter Artikel. Das viele viele so weit gehen und ihre eigene Gesundheit bewusst aufs Spiel setzen ist bekannt. Mir ist nur neu gewesen, dass es diese unzähligen Abwandlungen der Stoffe auf individuelle Bestellung ganz einfach zu beschaffen gibt. Als Dopingjäger muss man schon aus Passion handeln, um den Glauben an den Sinn nicht gänzlich zu verlieren.
     
  10. Thomthom

    Thomthom Kugelblitz

    Registriert seit:
    9 Mai 2007
    Beiträge:
    10.837
    Quarantäne,habe ich gerade getippt,- meine Worterkennung [email protected] pflichtbewusst daraus: Substanzen!
    Auch gedopt!