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Der kurze Trainingsfragen Thread

Jetzt bei den 115km an Pfingsten hatte ich (natürlich) ebenfalls Muskelkater, war meine längste am Stück ever. Bei der "schnellen" Fahrt, um die es mir aktuell ging, mit gut 40km wiederum fast keinen Muskelkater, vermutlich weil da kaum Höhenmeter waren und es inzwischen auch für mich eine eher kurze Strecke war.

Ich hab nur gedacht, dass es VIELLEICHT ein schlechtes Zeichen für irgendwas ist, wenn ich Muskelkater vorne im Oberschenkel hab, aber nicht in den Waden. An Armen oder Nacken hatte ich die ersten Wochen auch ein bisschen was, aber das war dann eher Verspannung, trat zB nach 45 Min im Nacken auf. Inzwischen ist der Körper es so gewohnt, dass ich bei den 115km rein gar nix hatte außer trotz ständigem Umgreifen einschlafenende Finger (hab da ein leichtes Karpaltunnelsyndrom).



Also, dazu eine zweite Frage: Wenn ich mein Gravelbike nehme, hab ich oft ein fieses Ziehen/Stechen im rechten hinteren Oberschenkel, also mutmaßlich Hamstrings. Würde da Dehnen helfen, oder vlt. nen Tick höherer Sattel (der ist eher auf Alltagsfahren eingestellt und trotzdem 5cm höher als der Cubehändler ihn zuerst eingestellt hatte :D ) ?
Bin jetzt nicht der Trainer/Bikefitter ....
Wenn dir auf unterschiedlichen Rädern unterschiedliche Stellen weh tun, ist bestimmt die Position/ Einstellung vom Sattel/Reach deutlich anders.
Auf dem Rad bekommt man eher wenig Muskelkater, weil man konzetrisch kontrahiert und Der Kater mehr von exzentrisch kommt (Treppe runter ist einfacher, macht aber mehr Kater als bergauf)
Ist es wirklich Muskelkater oder "nur" schwere Beine?
 

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Re: Der kurze Trainingsfragen Thread
Bin jetzt nicht der Trainer/Bikefitter ....
Wenn dir auf unterschiedlichen Rädern unterschiedliche Stellen weh tun, ist bestimmt die Position/ Einstellung vom Sattel/Reach deutlich anders.
Klar ist das anders, das eine ist mein Rennrad für Sport, das andere ein Gravelbike, aber für den Alltag ;) Auf letzterem will ich natürlich etwas gemütlicher sitzen.

Auf dem Rad bekommt man eher wenig Muskelkater, weil man konzetrisch kontrahiert und Der Kater mehr von exzentrisch kommt (Treppe runter ist einfacher, macht aber mehr Kater als bergauf)
Ist es wirklich Muskelkater oder "nur" schwere Beine?
Also, es ist schon so, dass es wehtat nach den den Fahrten, wo ich mal deutlich mehr gemacht habe als davor. Das tat vor allem am zweiten Tag so weh, dass ich zB beim Treppen runtergehen bei jedem Schritt Schmerzen hatte, als hätte da einer draufgeboxt, ich sag mal Schmerz 3-4 von 10 (gar keine Schmerzen wäre 0), und im Sitzen oder Liegen waren die Muskeln die ganze Zeit zu spüren mit 1-2 von 10.. Die Intensität des Muskelkaters ist aber von Woche zu Woche kleiner geworden, nach der letzten Fahrt mit wie gesagt 40km und (versuchtem) ständigen Vollgas hatte ich jetzt fast gar keinen Muskelkater, eher so ein "dumpfes" Gefühl, keinen Schmerz.
 
Nur zum Abschluss (unten noch ne @topic-Frage) : Kann es sein, dass es daran liegt, dass ich ja Garmin-seitig nur eine Smartwatch verwende und das Menü vlt. nur bei Garmin-Radcomputern zu sehen ist? Bei mir fehlen Anstiege definitiv, da steht nur Statistiken, Runden und "Zeit in Bereichen".

Fänd ich aber trotzdem bescheuert, die Uhr hat ja die GPS-Daten aufgezeichnet, und wenn bei der Planung Anstiege gehen, warum dann nicht bei der Analyse? Wenn ich übrigens vom Karoo 3 eine fit-Datei bei Garmin importiere, gibt es ebenfalls eine Anstiege. Beim Dashboard von Karoo/Hammerhead aber werden Anstiege gezeigt.

@Topic: :D Ist es eigentlich normal, dass ich - wenn ich Muskelkater habe - diesen nur in den vorderen und vorne-seitlichen Oberschenkelmuskeln spüre, aber keinen in den Waden, oder ist das ein Zeichen dafür, dass ich was falsch mache beim Pedalieren?
Beim Pedalieren kann man nichts falsch machen. Vortrieb auf dem Rad erzeugt man ganz einfach, in dem man fest auf die Pedale tritt. Wenn Du vom Radfahren Muskelkater hast bist Du leider einfach nicht fit genug. Das ändert sich nur durch mehr und regelmäßigerem Fahren.
 
Nur zum Abschluss (unten noch ne @topic-Frage) : Kann es sein, dass es daran liegt, dass ich ja Garmin-seitig nur eine Smartwatch verwende und das Menü vlt. nur bei Garmin-Radcomputern zu sehen ist? Bei mir fehlen Anstiege definitiv, da steht nur Statistiken, Runden und "Zeit in Bereichen".
OT: Wenn die Smartwatch kein Climb Pro mit bringt (was ich vermute) dann geht es nicht. Es hat nichts mit GPS zu tun. Die Funktion wird durch Climb Pro ausgelöst. Denke das Thema dürfte nun durch sein ^^
Beim Pedalieren kann man nichts falsch machen. Vortrieb auf dem Rad erzeugt man ganz einfach, in dem man fest auf die Pedale tritt. Wenn Du vom Radfahren Muskelkater hast bist Du leider einfach nicht fit genug. Das ändert sich nur durch mehr und regelmäßigerem Fahren.
Ich denke, es ist alles etwas zu verkopft - und das meine ich nicht böse. Ich kenne das, man will alles möglichst perfekt machen und verliert sich in zu vielen Details. Da ist auch nichts verwerfliches dran. Das überdetaillierte kann auch individuell sehr viel Spaß bringen. Aber, am Ende hilft einfach machen in der Regel am meisten, auf unserem Level ;)

Die Frage ist halt auch, was versteht man unter Muskelkater. Sind es einfach schwere Beine, weil man 3 Tage hart und viel gefahren ist? Ja, habe ich auch mal - wenn ich dann ein KT versuche, kann sich das schon mal ähnlich wie Muskelkater anfühlen, ist aber in meinen Augen etwas anderes.
So wie du das beschreibst, kenne ich das nur nach harten KT (Deadlift + Kniebeuge) - und ja, das ist dann ein klares Zeichen, dass das Training zu überfordernd war oder eben der Muskel zu untrainiert für das Volumen / Intensität ist. Wenn das halt vom Radfahren kommt ist es aber keine schlimme Sache, wird mit der Zeit besser und irgendwann bekommt man keinen Muskelkater mehr.
 
"Verkopft" trifft es sicher gut. Die Vielzahl an Informationen, die man heute über Radsport zur Verfügung hat, sind zwar oft hilfreich, sorgen aber leider auch dafür, dass es für Einsteiger immer schwerer wird, den Wald vor lauter Bäumen zu sehen - vor allem, wenn man eine Neigung zum "Overthinking" hat.
 
Ich fahre momentan 5x 5 Minuten Vo2max Intervalle, 2x 20 Minuten Schwelle und meistens irgendwas zwischen 3-4h lange Ausfahrten. Im Sommer will ich ein paar Alpenpässe fahren und bin dabei auf die "Over-under" Intervalle gestoßen. Ich habe mir jetzt mal folgende rausgesucht, 3 Blöcke a 4mal 2min @ 95% FTP, 1min@ 105% FTP. Zwischen den Blöcken dann 5 Minuten Pause. Sind solche Intervalle sinnvoll? Ich verstehe die Intention dahinter, man lern sich zu regenerieren unter Belastung.
 
Ich fahre momentan 5x 5 Minuten Vo2max Intervalle, 2x 20 Minuten Schwelle und meistens irgendwas zwischen 3-4h lange Ausfahrten. Im Sommer will ich ein paar Alpenpässe fahren und bin dabei auf die "Over-under" Intervalle gestoßen. Ich habe mir jetzt mal folgende rausgesucht, 3 Blöcke a 4mal 2min @ 95% FTP, 1min@ 105% FTP. Zwischen den Blöcken dann 5 Minuten Pause. Sind solche Intervalle sinnvoll? Ich verstehe die Intention dahinter, man lern sich zu regenerieren unter Belastung.
Das kann man alles machen. Für ein so "sanftes" Schwellenkreuzen von +/- 5% kommt mir die Gesamtdauer der Blöcke allerdings etwas kurz vor.

Ob´s Dir in den Alpen hilft, ist eine andere Frage. Je nachdem, ob dort dann nur ein Pass pro Tag auf dem Speiseplan steht oder ob es "Marathoneinheiten" mit 2-5 Pässen pro Tag werden sollen, könnte es auch sein, dass die Schwellenleistung gar nicht so entscheidend für´s freudige Durchkommen ist. In einem solchen Fall kann man das dennoch zur Vorbereitung mal machen, sollte aber auch die 3-4h langen Ausfahrten eher straff gestalten, damit der (Fett)Metabolismus mit trainiert wird.
 
Ich habe mir jetzt mal folgende rausgesucht, 3 Blöcke a 4mal 2min @ 95% FTP, 1min@ 105% FTP. Zwischen den Blöcken dann 5 Minuten Pause. Sind solche Intervalle sinnvoll?

Finde das auch, wie schon geschrieben wurde, etwas kurz. Dazu die (langen) Pausen, obwohl Unders doch schon Pausen sind, und diese sogar länger als die Overs!? Ich hab ganz gute Erfahrungen gemacht, Schwellentraining damit für die Psyche etwas aufzulockern. Also auf der Rolle mal eine Alpe lang im minütigen Wechsel 90-95 / 105-110% zu fahren. Da steht am Ende quasi die FTP als avg auf der Uhr, und trotzdem fühlte ich mich nicht mental zermürbt, sondern "intervalltechnisch gut unterhalten". Ist jetzt vielleicht nicht die Mutter aller Workouts, aber der Mix machts.
 
OT: Wenn die Smartwatch kein Climb Pro mit bringt (was ich vermute) dann geht es nicht. Es hat nichts mit GPS zu tun. Die Funktion wird durch Climb Pro ausgelöst. Denke das Thema dürfte nun durch sein ^^
Okay, das finde ich dann aber dann völlig unverständlich, denn bei der Planung GIBT es ja eine Anstieg-Übersicht - wieso dann nicht nach dem Training, das ergibt keinen Sinn.

Ich denke, es ist alles etwas zu verkopft - und das meine ich nicht böse. Ich kenne das, man will alles möglichst perfekt machen und verliert sich in zu vielen Details. Da ist auch nichts verwerfliches dran. Das überdetaillierte kann auch individuell sehr viel Spaß bringen. Aber, am Ende hilft einfach machen in der Regel am meisten, auf unserem Level ;)
Keine Sorge, ich - auch @Teutone - mach da schon so, dass "einfach fahre" . Aber wenn ich mal auf dem Sofa sitze und halt hier ein gutes Forum zur Verfügung hab und mit ne Frage einfällt, durch die ich ggf. ohne viel Mühe etwas besser machen kann, frag ich halt. ;)

Die Frage ist halt auch, was versteht man unter Muskelkater. Sind es einfach schwere Beine, weil man 3 Tage hart und viel gefahren ist? Ja, habe ich auch mal - wenn ich dann ein KT versuche, kann sich das schon mal ähnlich wie Muskelkater anfühlen, ist aber in meinen Augen etwas anderes.
Dann müsste ich wiederum fragen: Was versteht man unter lediglich "schwere Beine" ? :D Ich sag mal so: nach manchen für mein Trainungslevel härteren Fahrten ist es mir halt 2 Tage später bei jeder Stufe beim Treppenruntergehen in den Oberschenkel geschossen, als hätte mir grad der Unsichtbare mir Schmackes dagegengeboxt.

So wie du das beschreibst, kenne ich das nur nach harten KT (Deadlift + Kniebeuge) - und ja, das ist dann ein klares Zeichen, dass das Training zu überfordernd war oder eben der Muskel zu untrainiert für das Volumen / Intensität ist. Wenn das halt vom Radfahren kommt ist es aber keine schlimme Sache, wird mit der Zeit besser und irgendwann bekommt man keinen Muskelkater mehr.
Das merke ich ja auch schon, und ich weiß, dass man welchen bekommt, wenn man sich überlastet. Aber ein bisschen überlasten muss man doch, um Muskelwachstum ein wenig anzuregen, oder? Aber an sich egal, denn ich mach mir ja auch keine Sorgen wegen des Muskelkaters per Se, sondern war nur irritiert, dass ich den nicht auch an anderen Stellen habe, weil zb in den Waden meiner Erinnerung nach noch nie IRGENDWAS zu spüren war. ;)
 
Overs Unders sind ja ein absoluter Trainingsklassiker. Ich würde nach heutigem Erkenntnisstand eher zu einer Pyramide raten. Bedeutet, beim ersten mal eher bei 90% FTP anfangen und die Intensität mit jedem Intervall weiter steigern. Wie weit man da geht hängt von dem konkreten Ziel ab. Die Pausen kann im eher oberen LIT fahren und wirklich kurz halten. Ich fahre die Intervalle gerne mit nur 1'- 2' Pause.
Wie aber schon gesagt wurde, wenn Du lange Alpenpässe, möglicherweise auch mehrere in Folge fährst, wird die Arbeit direkt oder leicht oberhalb der Schwelle nicht das sein, was Dir am besten hilft.
 
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