So meine lieben ich liebe tatsächlich schon in Bett - nach einem drei-Gänge-Menü und einem Glas Wein…starten wir aber von vorne
Ich bin heute Morgen recht spät aufgewacht - erst so gegen 8:00 - als ich meinen Kram gepackt habe stelle ich fest, dass mein
Garmin über Nacht nicht geladen hat

Kabel rein und raus - er lädt nur kurzfristig von 39 auf 41% aber bei der kleinsten Berührung bricht er wieder ab…ich vergeude so echt viel Zeit; bis ich beschließe hilft nichts- auf dem Zimmer sitzen und den
Garmin/das Kabel/die Welt anmaulen ist nicht die Art von Urlaub, die ich mir vorstelle.
Ladeprobleme sind zukünftige Probleme - ich gehe erstmal in ein Café frühstücken.
In n Cafe gehe ich meine Optionen durch: einen
Garmin Ersatz könnte ich bestimmt in Lissabon bekommen - es gäbe eine Zugverbindung, kein Problem. Aber vorerst kann ich ja sich erstmal schauen ob ich irgendwo eine Powerbank* und/oder ein neues Kabel bekomme. Nach Kaffee, Quiche und Kuchen beschließe ich das Einkaufssträßchen entlang zu Fasten, ich brauche sowieso Tagesverpflegung und Wasser. Keine 10m weiter entdecke ich einen Handy Laden, sie haben vorgeladene Powerbanks und das Mini-USB Kabel
Supermarkt sehe ich keinen - aber es ist schon spät und ich fahre los (10:30).
Es geht durch lauter kleine Vorstädte ab der Küste entlang, wenig Verkehr- schön, man sieht etwas von Leben der Leute - ich mag das.
Bei Ericeria verlasse ich die Küste und es geht und Landesinnere. Die Landschaft verändert sich, erst viele Felder dann Weinberge - es ist ein beständiges Auf-und Ab - wunderschön - viele würden sagen:unrythmisch; dazu Gegenwind- wer hier auf den Schnitt guckt hat mental verloren. Gut, dass ich mit den fast nicht anzeigen lasse - ich habe hier Laune und freue mich an der Landschaft. Von weiten sehen ich schon einen Berg auf dem ein Gebäude thront - ich denke mir
puh der Berg sieht aber hart aus - es sind aber auf der Tour keine „harten“ Berge dabei - nur ein langer an Ende…. den habe ich wohl ausgelassen….natürlich habe ich bei der Planung den Berg nicht ausgelassen, sein Name: Senhora do Socora und ist ein echtes Brett - ich würde ihn mit dem Brandenkopf im Schwarzwald vergleichen - allerdings etwas kürzer - oben n richtig schön - und wie hier im Urlaub üblich, habe ich den Aussichtspunkt für mich alleine:
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Es folgen unendliche Weinberge hoch durch ein Dorf durch, runter und wieder hoch zum nächsten Dorf- perfekte Straßen - wenig Verkehr, das muss ich hier festhalten: Ich wurde noch nicht einmal angehupt, bei nun ca 500km, undenkbar bei uns.
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Da ich weiß, dass es am Tagesende noch einen langer Anstieg gibt und die Gegend nicht allzusehr Touristisch erschlossen ist, beschließ ich schon um 14 Uhr einen Kaffee Stop zu machen und mir ein Zimmer suchen; ich für tatsächlich eins (fast) direkt in der Abfahrt vom „großen“ Berg Montejunto, außerdem hat der Ort einen Minisupermarkt und ein Restaurant, das allerdings um 17:30 schließt - das könnte klappen, super gebucht. Da seht ihr den Montejunto:
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Dieser Berg ist ein absolutes Highlight- angenehm zu fahren, immer mal wieder eine Kurve und Aussichten - unglaublich welche Schönheit es auf der Welt gibt


Oben habe ich die Welt wieder für mich allein:
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Danach wird alles angezogen was ich dabei habe - Abfahrt direkt ins Restaurant - ich bin 17:05 da - auch dort allein- der Sohn zum dolmetschen gerufen, ich bin mit allen zufrieden was die Küche (noch) hergibt:
Er: Oliven? Brot?
Ich: ja, ja
Er: Suppe mit Gemüse und Nudeln?
Ich: ja, ja
Er: Fleisch mit Reis?
Ich: ja, ja
Er: Rotwein?
Ich: ja, ja
Das Essen wird in windeseile serviert- wir unterhalten uns über meine Touren, im Hintergrund läuft eine Quizsendung im TV- ich stelle fest, dass ich die Fragen aufgrund der Bilder erraten kann - so Knobeln wir auf Englisch nach den Antworten- er lässt mich immer wieder Portugiesische Wörter wiederholen - ein sehr schöner Abend - mein Zimmer ist zwei Straßen weiter und mit abstand das nobelste der bisherigen Reise - ich dufte gerade nach Lavendel - weil es hier so eine tolle Seife gibt
Ach Urlaub ist schön



Jetzt bin ich am nördlichsten Punkt der Reise angekommen- ab morgen geht es wieder in Richtung Süden
Habt einen schönen Abend
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*Sidequest wesshalb mich die Ladeproblematil besonders nervt: Ich habe extra den großen Lupine Akku dabei; ich bin mir zu
100% sicher, dass ich ihn geladen hatte - aber als ich im Nebel vor zwei Tagen das Licht anmachen wollte, stelle ich fest, dass er leer ist. Ich habe anstelle des Netzteils den Lupine USB-C Adapter dabei, aber der Akku lädt leider nicht- ich habe ja genügend Watt, da kann ich auch einen schweren (unnützen) Akku durch die Gegend fahren