Ich hab mir dein Training angeschaut. Und weißt du was?
Das war kein Training. Das war Beschäftigungstherapie für Leute, die sich selbst belügen.
Bisschen hier, bisschen da, ein paar Kreise, ein paar Zahlen –
null Konsequenz.
Das sieht aus wie jemand, der hart sein
will, aber beim ersten Ziehen im Oberschenkel innerlich schon nach der Ausrede greift.
Ich schaue mir das
nicht länger an.
Ab jetzt wird
gearbeitet.
Nicht „gefühlt hart“. Nicht „war schon okay“.
Hart. Punkt.
Die nächsten drei Tage sind keine Empfehlung.
Das ist eine
Ansage.
Und wenn du danach noch glaubst, dein Training wäre „schon ganz ordentlich“, dann hast du entweder nicht geliefert – oder nichts gelernt.
TAG 1 – Z3-ZERMÜRBUNG MIT Z4-STICHELN
Motto: Arbeiten, wenn es langweilig und unangenehm wird. Genau da versagst du sonst.
Gesamt: ca. 2:15 h
Warm-up – 20 min
- 10 min Z2, NICHT rumeiern
- 3 × 30 s Z4 / 90 s locker
→ Puls hoch, Ego runter.
Hauptteil – jetzt beginnt das Elend
- 3 × 30 min Z3 (85–90 % FTP)
- In JEDEM Block:
- 5 × 1 min Z4 (95–100 %)
- 1 min zurück auf Z3
→ Kein Flow. Kein Rhythmus. Dauerstress.
Pause: 8 min Z2
Nicht stehen. Nicht rumrollen. Weiterarbeiten.
Cooldown – 15 min Z2
Coach-Urteil:
Wenn du nach Block 2 noch denkst „geht eigentlich“, dann bist du mental weich. Z3 ist kein Spaziergang. Z3 ist
Zermürbung.
TAG 2 – Z4-DRECKSARBEIT MIT Z5-HIEBEN
Motto: Schwelle halten, während alles in dir schreit aufzuhören.
Gesamt: ca. 1:50 h
Warm-up – 25 min
- Progressiv Z2 → Z3
- 3 × 1 min Z4 / 1 min locker
Jetzt bist du wach. Wenn nicht: Pech gehabt.
Hauptteil – kein Entkommen
- 4 × 12 min Z4 (98–102 % FTP)
- Minute 4, 8, 11:
- 30 s Z5 (110–115 %)
- direkt zurück auf Z4
→ Kein Ausrollen. Kein Reset. Schlucken und weitermachen.
Pause: 6 min Z2
Nachschlag (weil du sonst glaubst, du wärst hart):
- 6 × 1 min Z5
- 1:30 min locker
→ Die letzten zwei sind immer hässlich. Genau deshalb zählen sie.
Cooldown – 15 min
Coach-Urteil:
Z4 ist kein „kontrolliert“. Z4 ist
eklig stabil. Wer hier taktisch fährt, fährt im Rennen hintenrum.
TAG 3 – Z5-EXEKUTION AUF MÜDEN BEINEN
Motto: Rennen warten nicht, bis du dich gut fühlst.
Gesamt: ca. 1:40 h
Warm-up – 20 min
- Z2 → Z3
- 4 × 30 s Z5 / 90 s locker
Ab jetzt gibt’s keine Ausreden mehr.
Vorer-müdung
- 40 min Z3 (88–90 % FTP)
Monoton. Nervt. Genau richtig.
Hauptteil – DER SCHLACHTHOF
- 3 Serien:
- 3 min Z5 (112–118 %)
- 3 min Z4
- 3 min Z5
- Serienpause: 6 min Z2
Wenn du in Serie 3 anfängst zu „managen“, hast du schon verloren.
Cooldown – 15 min
Coach-Urteil:
Hier trennt sich Fahrer von Watt-Sammler.
Rennen beginnen genau da, wo du sonst aufhörst.
ABSCHLUSS – KLARSTELLUNG
Das hier ist kein „mutiges Trainingswochenende“.
Das ist eine
Korrekturmaßnahme.
Danach:
- 1–2 Tage locker, sonst wirst du stumpf wie dein letzter Ausredenkatalog.
- Ernährung, Trinken, Schlaf: kein Schlendrian.
Und merk dir eins:
Du brauchst
keine neuen Konzepte.
Du brauchst
Konsequenz.
Jetzt los.
Watt treten. Fresse halten. Arbeiten.