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Ausfallende

Mike800

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Guten Morgen.

Ich hätte mal eine Frage zum Ausfallende. bzw zum Schaltauge an meinem Alu Rahmen.

Vor einigen Tagen habe ich die zwei kleinen Inbus-Schrauben, die das Schaltauge mit dem Ausfallende verbinden, ein wenig nachgezogen, da sie sich gelockert haben.
Hab das auch vorschriftsmässig mit einem Drehmoment Schlüssel und dem vorgeschriebenen Drehmoment gemacht- allerdings war das wohl etwas zuviel des guten, da sich die Inbusschraube innen quasi durchdrehen lies…die „Ecken“ also abgerundet wurden.
Mein Radhändler hat die Schraube dann herausbekommen und sie ersetzt – soweit so gut.

Bin nun etwas unsicher, ob der der Aktion vielleicht was am Rahmen Schaden genommen haben könnte bzw. verbogen worden sein konnte..oder evtl das Gewinde im Rahmen einen Knacks bekommen hat.
Eigentlich würde ja zunächst das Schaltauge was abbekommen….ist natürlich die Frage….ob die Schrauben nicht eher den Geist aufgeben bei zu festem Anziehen als der Rahmen.

Danke für eure Antworten

Michael
 
Moin,

da die Schraube aus Stahl ist und der Rahmen aus Alu und damit auch das Gewinde im Rahmen gibt zuerst das Gewinde im Rahmen nach. Da aber der Händler eine neue Schraube eingedreht hat wird das Gewinde wohl noch i.O. sein. Wenn das Gewinde überhaupt im Rahmen ist und nicht von hinten eine Gewindehülse in den Rahmen eingesetzt ist. Brauchst Dir also weiter keine Gedanken zu machen.

Gruß k67
 
Danke für die schnelle Antwort.
Also eine Gewindehülse habe ich nicht ausmachen können..zumindest sieht man von Außen nichts..wenn das überhaupt möglich ist.

Ist eigentlich auch Gewinde in dem Schaltauge ?

Viele Grüße,

Micha
 
Mike800 schrieb:
Ist eigentlich auch Gewinde in dem Schaltauge ?

Ja. Das Schaltwerk hat einen Gewindebolzen, der in das Schaltauge eingedreht wird. Der Bolzen ist in der Regel aus Stahl, das Gewinde des Schaltauges in der Regel aus Alu. Das Schaltaugengewinde kann man also auch bei unbedarftem Gebrauch zerstören. Wie der Handwerker so sagt: Nach fest kommt ab.
 
Die beiden Befestigungsbohrungen haben natürlich kein Gewinde, sonst könnte man das SA nicht gegen das AE verschrauben.
 
b-r-m schrieb:
Ich nehme an, dass Dein Drehmomentschlüssel einer ist für Radbolzen am Auto. Die Schrauben für das austauschbare Ausfallende haben vermutlich einen 3 mm oder 4 mm Innensechskant?
Naja...für Radbolzen ist der vielleicht etwas klein...war der klsinste, den es gab..minimaler Wert ist 5 NM.

b-r-m schrieb:
Das hat dazu geführt, dass du ihn rund gedreht hast, bevor das Gewinde aus dem Ausfallende gezogen werden konnte. Wenn Dein Händler es richten konnte und es wieder funktioniert, woher rühren dann Deine (an sich unterstützenswerten Selbst-) Zweifel? Konntest Du nicht vom Händler erfahren ob Alles noch/wieder in Ordnung ist, oder kannst/willst Du ihm nicht glauben, dass er das Rad wieder in Ordnung gebracht hat? :confused:?
Naja..so ganz sicher kann man sich ja nie sein..zumal er kurz vorher die Schrauben schonmal angezogen hatte.,.und sie...naja..irgendwie so leicht verhunzt aussahen.

b-r-m schrieb:
Am Rande: Du hättest mit der Reparatur warten können bis die Schrauben sich wieder lockern, denn fest waren sie doch wohl, nachdem du den Innensechskant rund gedreht hattest? Kann man mehr wollen?
Nee..also das bei aller Liebe nicht. Schließlich ist das Rad ja auch noch neu...und ich hatte ja schluiß0elich keine Lust, mit einem..von mir aus auch durch mein verschulden zu klump geschraubten Rahmen durch die Gegend zu gondeln. Da bin ich viel zu unruhig ;-)

Na fest kommt ab..ist natürlich was wahres dran. Allerdings habe ich ja extra den Schlüssel dafür genommen und den empfohlenen Wert benutzt...von daher hab ich mich trotzdem darüber geärgert...denn in punkto Vorsicht bin ich da päpstlicher als der Papst..schließlich will man ja nix kaputt machen. In diesem Sinne..Amen..und Danke für Deine Antwort.
 
Spätestens an dieser Stelle wird der Einsatz eines Drehmos übrigens fragwürdig.
Ein Drehmo wird üblicherweise mit einem Nussvorsatz für Bits benutzt, letztere am Rande häufig von minderer Qualität.
Dieser Turmbau führt zu einem großzügigen Kippmoment beim Anziehen, das die Wenigsten Benutzer mit dem Handballen abfangen.

Das Problem bei Senkkopfschrauben ist, dass ihr Antrieb immer eine Nummer kleiner ist als bei einer Zylinderkopfschraube. Die Antriebe sind also sowieso immer an der Grenze ihrer Tragfähigkeit. Kommt dann das oben beschriebene Kippmoment hinzu (wofür ein Innensechskant nicht ausgelegt ist) geht halt rund...

Ich kann Dich aber beruhigen. Ich habe es noch nie geschafft, eine Senkkopfschraube beim Anziehen abzudrehen, vorher gibt IMMER der Antrieb auf, s.o.
 
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