• Hallo Gast, wir suchen den Renner der Woche 🚴 - vielleicht hast du ein passendes Rennrad in deiner Garage? Alle Infos

Training oder Touren planen und einschätzen mit falschen Hm-Werten (Garmin)

Derzeit versuche ich halt, bei Anstiegen einen Gang zu finden, wo ich um die 80 treten kann und es mir so vorkommt, dass ich das eine Weile so treten kann.
Du hast eine Idee von deiner eigenen Wohlfühlkadenz im Anstieg. Prima! (Es gibt da erst einmal kein wirkliches Richtig oder Falsch. Guck dir Ulle und Armstrong an. Die beiden konnten nicht unterschiedlicher ein und denselben Anstieg fahren.)

Bei den "230 hm" ist es meiner Meinung nach egal, ob die am Stück sind oder sich aus mehreren Anstiegen zusammen ergeben. Nimm die "230 hm" so, wie sie dir dein Revier gibt, denn es geht ja um diese diffuse Sorge, dass sie dir klammheimlich während irgendeiner Fahrt untergejubelt werden und du das dann niemals schaffen würdest.

Dein Problem hat eine Zahl. Finde ich seltsam, aber irgendwie auch gut. Nimm deinem Kopf diese Sorge und teste einfach aus, ob diese Zahl wirklich so ein KO-Kriterium ist. In deinem Kopf sollte nicht der Gedanke leben, dass du irgendetwas niemals schaffen würdest, sondern dass du kannst. Dann schaffst du das auch und noch viel mehr, als wenn du aus Ehrfurcht vor irgendeiner Zahl deine vermeintliche Grenze schon abnickst.
 

Anzeige

Re: Training oder Touren planen und einschätzen mit falschen Hm-Werten (Garmin)
Es ergibt sich daraus die Frage, wie Du RTF fährst? Allein? Zu zweit oder mehreren? Fährst Du in Gruppen mit, die sich im Laufe der Fahrt zusammen gefunden haben?
Ich bin erst 2 RTF gefahren, da war ich dann alleine. Hab unterwegs keine Gruppen getroffen außer VIEL zu schnelle (ich fahr mit Mühe 30, die ziehen mit 45 vorbei) oder gaaanz langsame. Bei der ersten RTF war das Wetter beschissen, da waren eh wenig unterwegs, bei der zweiten hab ich auf 78km vielleicht so 10 Leute überholt, WURDE aber auch nur 10 überholt. Die schnelleren waren mit aber dann echt ZU schnell. Am Anfang war ich noch an zwei Leuten halbwegs dran, aber die sind so ziemlich genau 2km/h zu schnell gewesen und waren irgendwann weg ;)


Ich sachet als Kölner mal frei Schnauze: Ausdauersport lässt sich bei der nötigen Grundlage selbst fürs Ballern bei RTF nicht bescheißen. Da muss man fleißig trainieren, damit der Fahrspaß exponentiell ansteigt. Es lohnt sich! :daumen: Vielleicht hast Du ja auch Bock in eine Gruppe wie die Scuderia Südstadt reinzuschnuppern, die regelmäßige Ausfahrten mit unterschiedlichen Paces anbieten.

https://scuderia-suedstadt.de/termine/

Hau rein!
Wie schnell fährt die Gruppe so? Also, mehr als 3-4min richtig "Ballern", dafür bin ich zu alt bzw. noch nicht fit genug - ich fahre so Zone 3 und geb an und an mal auch 2-3 Minuten Gas und komme alleine so auf 23-25 km/h unter strenger Beachtung aller Verkehrsregeln und als jemand, der Radler und Fußgänger nur überholt, wenn ich sicher bin, dass sie mich bemerkt haben. Auf gerader Strecke mit Zone 3 fahr ich so 30-32 km/h.
 
Es war aber halt Feiertag UND Montag - montags hat gefühlt sowieso keine Sau sein Restaurant oder Café offen, und wenn doch, dann meist erst ab 17 Uhr ;)
Oh ja! Kenne ich auch. Genau diese Erfahrung habe ich damals auch gemacht, als ich nach vier Monaten auf dem Rennrad ausprobieren wollte, was so geht und ob eine 200er Solo-Runde durch die Zülpicher Börde möglich ist. Sommer, Sonntag und abgelegene Routen auf den Spuren von RTFs, die natürlich bei meiner Solofahrt keine RTF-Verpflegungsstellen bereitgehalten haben. Diese Erfahrung möchte ich nicht missen. Wirklich nicht.

Leere Flaschen, trockenstaubige Mähdrescherluft, die letzte Feuchtigkeit eines Apfels, ein Friedhof, an dem ich meine Flaschen aufgefüllt habe, aber dann habe ich nur das Wasser in meinen Flaschen in Griffweite mit mir herumgefahren, weil ich mich nicht rangetraut habe, und irgendwann nach 175 Kilometern dann endlich eine Tankstelle. Die Flasche Cola war das Großartigste, was ich je getrunken habe. :D
 
Oh ja! Kenne ich auch. Genau diese Erfahrung habe ich damals auch gemacht, als ich nach vier Monaten auf dem Rennrad ausprobieren wollte, was so geht und ob eine 200er Solo-Runde durch die Zülpicher Börde möglich ist. Sommer, Sonntag und abgelegene Routen auf den Spuren von RTFs, die natürlich bei meiner Solofahrt keine RTF-Verpflegungsstellen bereitgehalten haben. Diese Erfahrung möchte ich nicht missen. Wirklich nicht.
Also, da bin ich wohl recht ähnlich gefahren, nur weniger weit. Ich kam von Köln aus und fuhr eher südlich über Brühl, dann Heimerzheim (da beim Kiosk versorgt), dann so ungefähr Kirchheim, Steinbachtalsperre, Arlof, Wachendorf, Satzvey, Schwerfen und dann westlich an Zülpich vorbei nach Füssenich und Gymnich, dann noch mal kurz, aber nach >100km echt fies hoch auf den "Weiler Brüggen", um dann in Berrenrath einfach nur den Berg runterzurollen und in Gleuel ne Mischung aus Rollen und ab und an treten, damit ich über 30 km/h bleibe und kein Auto unbedingt vorbei will ;) und dann noch von Gleuel über die Felder schnurstracks nach Hause, bei einer Autobahnbrücke 2km vor zu Hause nochmal etwas Laktat abgeholt :D

Aber nach Heimerzheim bis Zülpich hab ich echt rein gar nix gesehen, wo ich was hätte kaufen können. Ein eingeplanter Friedhof hatte zu... und der zweite war dann halt eh schon in Füssenich östlich von Zülpich, so dass es sich auch nicht gelohnt hat, extra nach Zülpich reinzufahren.

Am Ende war die Fahrt genau richtig - ich war zwischendurch mal echt fertig, aber dann ging es wieder. Ich hätte aber mit besserer Versorgung und/oder kühlerem Wetter bestimmt besser durchgehalten bzw. würde mir ein klein wenig mehr zutrauen.

Hab heute noch ein bisschen Muskelkater, aber nicht schlimm - das war vor nem Monat nach 2-3 Tagen schlimmer, als ich mal nur 50km gefahren bin.

Leere Flaschen, trockenstaubige Mähdrescherluft, die letzte Feuchtigkeit eines Apfels, ein Friedhof, an dem ich meine Flaschen aufgefüllt habe, aber dann habe ich nur das Wasser in meinen Flaschen in Griffweite mit mir herumgefahren, weil ich mich nicht rangetraut habe, und irgendwann nach 175 Kilometern dann endlich eine Tankstelle. Die Flasche Cola war das Großartigste, was ich je getrunken habe. :D
Kennst sicher den Witz, ich wandel den mal ab: Vito Leone fährt und fährt und fährt, die Zunge trocken wie im Backofen getrockneter Staub, weit und breit nichts, wo man was zu trinken holen könnte. Nach 150km dann endlich unter einem Baum ein Mann mit einem Schiebe-Verkaufswagen - Vito Leone hält an, taumelt vom Rad und stammelt "Wasser...." - doch der Mann sagt "Sorry, hier gibt es nur Krawatten. 5 Euro" - Vito Leone steigt erschüttert wieder auf das Rad, seine Beine spürt er nicht mehr, aber sie bewegen sich... 155km, 160km, 170km.... dann am Ende der Straße ein großes Haus mit Leuchtreklame "Casino Zülpicher Börde" - Vito Leone gibt noch ein letztes Mal alles, fällt kurz vor dem Eingang des Casinos vom Rad, steht auf und taumelt zum Eingang. Als er eintreten will, streckt der Türsteher seine Hand entgegen und hält ihn auf, deutet mit der anderen Hand auf das Schild am Eingang: "Eintritt nur mit Krawatte"

:D ;)
 
Lesen! :daumen: Die Scuderia teilt sich in Gruppen von Latte (langsam) bis Espresso (schnell) auf. Da ist für Dich sicher etwas dabei, und Du lernst in der Gruppe sehr effektiv den Wechsel von Windschatten und im Wind fahren. Das kleine Radsport-Einmaleins. Das gibt Dir auch die nötige Sicherheit und Routine, um bei RTF bei schnellen Gruppen aufzuspringen und mitzufahren. :D
Ja, ich hab das inzwischen gesehen. So richtig Gruppenfahren hab ich auch noch etwas Bammel, also bei mehr als ich sag mal 4-5 Leuten. Ist man zu nah beieinander, übersieht man vlt was oder vergisst ein Zeichen zu geben, und ist man zu weit auseinander, und man ist vlt. der, der dann vom einem von der Seite kommenden Auto übersehen wird, weil nicht klar ist, ob man noch zum Zug dazuzählt ;)

Kann man grob sagen, dass so ab 3-4 Leuten etwa 27 km/h im Schnitt machbar ist, wenn ich allein idr um die 24 im Schnitt fahre (1x diese Saison bei ner 35km-Fahrt auch 25,5) ? Schnitt 24 ist bei mir "gut 30 beim Treten" ohne Wind.

Meine Meinung zu der Ernährungsdebatte: für mich das wichtigste überhaupt ist eine ordentliche Hydrierung, weil sich eine Dehydrierung nachhaltig negativ auf das Leistungsvermögen auswirkt. Ordentlich hydriert losfahren, und während der Einheit regelmäßig trinken. Das ist auch eine individuelle Geschichte, und dafür gibt es Hydrationsrechner im web, mit denen Du das für Dich nötige Maß ermitteln kannst. Deine Beschreibung über Deinen Erschöpfungszustand kann damit zusammenhängen, muss aber nicht.
Ja, aufs Trinken achte ich auch eher als auf pure Kalorien. Montag war es auch wegen der Hitze manchmal was eng, z.B. hätte 25km vor zu Hause fast kein Wasser mehr und hab langsamer getrunken, wusste, dass ich in 10km ne Tanke auf dem Weg hab. Da hab ich dann 500ml geholt, und nach 2km Weiterfahrt waren die leer :D
 
Ich hab heute übrigens immer noch etwas Muskelkater, als ich mit dem Gravelbike (mein Alltagsrad) grad was einkaufen ar :D Aber heute Abend fahr trotztdem mal eine lockere Runde Rennrad.

Mein nächstes größeres Vorhaben mit 112km, vielleicht in 3-4 Wochen, ist das hier, etwa 80-100Hm mehr (je nach dem, ob ich Garmin oder Hammerhead als Planung nutze) als es die Routenplanung für meine letzte große Fahrt anzeigte, aber 2 für mich herausfordernde Anstiege:
Screenshot 2026-05-28 133122.png


Screenshot 2026-05-28 135000.png

Der erste größere Anstieg so ab Kilometer 40 sind laut Hammerhead 4,3km - leider zeigt das Hammerhead-Dashboard keinen Wert für den Steigungsschnitt an, aber da sind es zwischendurch auch mal 6-7%. Garmin sagt an der Stelle, es seien 3,5km mit im Schnitt 4%. Den Anstieg oder evlt. auch die parallel dazu verlaufenden Anstieg bin ich neulich auch bei einer RTF gefahren, das krieg ich hin.

Ein paar km danach wäre der vorerst höchste Punkt in Niedeggen, da würde dann richtig was essen. Dann ginge es weiter, erstmal 100m runter, und da kommt Anstieg 5 mit knapp 160Hm, bei dem ich mal schaue, ob ich den überhaupt packe. Garmin sagt 1,9km bei 7,5%, Hammerhead 2,3km mit mal 3-4%, mal 9-11%.... Wenn ich da aber drüber bin, geht es nach Hause ca. 55km nur noch runter (bis auf kleine Wellen/Rampen und 12km vor dem Ziel mal 2km bei 3%, was ich aber gut kenne).
Screenshot 2026-05-28 133325.png

Die Wochen vorher fahr ich aber noch ein paar mal alles an Übungs-Anstiegen, was ich hier bei meinen 50-70km-Runden so finden ;)
 
Du könntest mal als Übungseinheit einfach versuchen, so viele Höhenmeter wie möglich auf so wenig Kilometer wie nötig zu fahren. Also such dir bei dir 2-3 Anstiege raus die nah beieinander sind und fahr diese einfach in Schleifen so oft rauf wie möglich.

Da ich mit Mittelgebirge gesegnet bin, habe ich so sehr schnell meine Kletterfähigkeiten verbessern können, obwohl ich noch relativ schwer bin (86kg). Durch das häufige Anstieg fahren lernt man sich aber immer besser zu pacen und es nimmt komplett die Angst vor Anstiegen. Nicht nur die Beine werden da trainiert, auch für den Kopf hilft es ;)

Alternativ einfach das Fahrrad ins Auto schmeißen und mal gezielt wo starten, wo es ordentliche Anstiege gibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dein Vorhaben ist mir wenn ich das richtig sehe wohl bekannt. Zuerst die Anfahrt nach Nideggen, und dann runter nach Heimbach und rauf zum Kloster Mariawald? Kein Ponyhof, aber auch kein unmögliches Ding. :daumen: Was Du nicht unterschätzen darfst: die Anfahrt nach Nideggen über die Dörfer südlich von Nörvenich. Da kosten immer vorhandene Gegenwindkanten schon ein paar Körner, die man einfach nur durch betont rollen lassen für die Berge aufheben sollte.
Mit Gegenwind komm ich eher klar als mit Anstiegen bzw. kann es irgendwie besser einteilen - ich trete dann einfach wie gewohnt, aber 2-3 Gänge leichter und bin langsamer - bei Anstiegen ist das (noch) viel schwerer, weil ich so ab 5% den leichtesten Gang brauche und dann trotzdem versuche, 80er Kadenz zu treten und es dann manchmal zu viel ist.

Die eigentliche Anfahrt rauf nach Nideggen verläuft sehr sanft und ist ideal zum Anschwitzen. In Heimbach gibt es eine Tankstelle! :D Die könntest Du auch als Pausenspot anstelle von Nideggen planen.

An sich wollte ich ja bei Hausen zur Abtei hoch, das ist dann auch das Schwierige, und dann nach Osten auf ca. 300m Höhe und dann nach Norden, wo "i.d. Baade" als Nebenstraße schön gerade abwärts zu führen scheint.

Für Heimbach müsste ich aber von 300m auf 200m runter und dann natürlich später auch wieder rauf, um Richtung Köln zu kommen, auch wenn ich statt "i.d. Baade" über Vlatten und Wollersheim fahren würde. Das wäre dann deutlich sportlicher.

Screenshot 2026-05-28 150757.png


Und das schöne: wenn Du die Berge hinter Dir gelassen hast geht es nur noch bergab als Belohnung für die Strapazen.

https://www.quaeldich.de/paesse/haus-kermeter-pass/


@Radelrambo Genau das hab ich vor, es gibt da die "Glessener Höhe", das sind so 3km bei im Schnitt 4-5%, und in einem anderen Ort geht es auch so 2-3km rauf, aber nur 3%, aber ich kann da auch alternativ durch ein Wohnviertel eine 1km-Rampe fahren, die 500m mal 7-8% hat. Und es gibt noch eine ca 1km-Strecke bei 4%. Ansonsten ist es aber mau in den Bereichen, die ich erreichen kann, wenn ich insgesamt so 2-3 Stunden Zeit hab. Auf die andere Rheinseite ins Bergische ist zB schwer einplanbar für mich.
 

Anhänge

  • Screenshot 2026-05-28 150757.png
    Screenshot 2026-05-28 150757.png
    1 MB · Aufrufe: 1
Zunächst solltest du mal die Touren die du gemacht hast und kennst mit dem Tool deiner Wahl nachplanen und gucken was dort an "Tool-Höhenmetern" zusammenkommt. Diese Zahl ist dann das was du mit den neuen Strecken vergleichen solltest, nicht das was irgend ein Gerät ausspuckt. Die Routenplaner haben übrigens auch massive Fehler, das kommt immer ganz auf die umgebende Landschaft an. Komoot kann dir auch schon mal 200 Hm extra über 10km auf den Plan sschreiben an Stellen wo es in Wirklichkeit jeden einzelnen Meter nur bergab geht. Wenn die Straße entlang der Steilwand einer Schlucht entlangführt werden Tools wie komoot massiv überschätzen, wenn es im absoluten Flachland trotzdem immer wieder kurz auf den Deich und wieder runter geht werden die gleichen Tools massiv unterschätzen.
 
Zunächst solltest du mal die Touren die du gemacht hast und kennst mit dem Tool deiner Wahl nachplanen und gucken was dort an "Tool-Höhenmetern" zusammenkommt. Diese Zahl ist dann das was du mit den neuen Strecken vergleichen solltest, nicht das was irgend ein Gerät ausspuckt.
Genau das mach ich ja, nur schaue ich, was mein Gerät anzeigt, damit ich dann weiß "hey, 50km mit 600 hm LAUT GERÄT" waren ok, und laut Routenplaner sind es nur 400 Hm - also ist sind Strecken mit laut Routenplaner 400 Hm auf 50km okay für mich, und sind es 500 hm auf 50km, wird das wohl eher herausfordernd sein." :)


Die Routenplaner haben übrigens auch massive Fehler, das kommt immer ganz auf die umgebende Landschaft an. Komoot kann dir auch schon mal 200 Hm extra über 10km auf den Plan sschreiben an Stellen wo es in Wirklichkeit jeden einzelnen Meter nur bergab geht. Wenn die Straße entlang der Steilwand einer Schlucht entlangführt werden Tools wie komoot massiv überschätzen, wenn es im absoluten Flachland trotzdem immer wieder kurz auf den Deich und wieder runter geht werden die gleichen Tools massiv unterschätzen.
Ok, bei mir geht es derzeit noch um Strecken, bei denen es noch richtige Straßen sind und auch keine engen Schluchten oder Steilwände. Aber da ist natürlich auch nicht jeder Meter Datenbanktechnisch korrekt erfasst, da sind bestimmt einige Höhenmeter, die mein Radcomputer anzeigt, zB +10 Hm, weil es auf 300m 10x 1m hoch und runter geht, aber beim Routenplaner ist das flach und 0 Hm.

Dass und warum die Computer was anderes als die Planung anzeigt, weiß ich ja jetzt auch. Ich überleg trotzdem, wie ich dann eine Route im Vorfeld am besten einschätzen kann. ;)
 
Dass und warum die Computer was anderes als die Planung anzeigt, weiß ich ja jetzt auch. Ich überleg trotzdem, wie ich dann eine Route im Vorfeld am besten einschätzen kann. ;)
Höhenprofil anschauen und nicht nur die Zahl. Ich behaupte mal ohne dich zu kennen dass dich 2x 300m ganz anders fordern würden als 30x 20m
 
Höhenprofil anschauen und nicht nur die Zahl. Ich behaupte mal ohne dich zu kennen dass dich 2x 300m ganz anders fordern würden als 30x 20m
Das versteht sich von selbst und mache ich auch. Wenn ich da nen Anstieg sehen würde, der mir definitiv zu schwer vorkommt in Verbindung mit dem, was ich sowieso vorhabe, dann suche ich alternative Wege.

Wenn ich von Köln-West aus starte, ist es aber klar, dass ich da bei einer Gesamttour von 110-120km niemals irgendwelche Anstiege habe, wo ich auf wenigen Kilometern 200-300m hochfahren muss. Das gibt die Topographie einfach nicht her, außer man würde sich ganz bewusst nen Anstieg mit zB 1km und 100Hm suchen und mehrfach nacheinander fahren. Die höchsten Punkte in dem Umkreis sind im Bergischen Land ca 400m, in der Voreifel 500m, das sind 350 bzw. 450m höher als Köln liegt. Für beide Hochpunkte müsste man aber erstmal die kürzest mögliche Route 50-55km raus aus Köln.

Egal wie ich von Köln aus plane: Wenn es ca 120km sind und ich ohne Umwege Richtung Eifel fahre, sind es quasi immer 500-800 Hm, und 30-35% der Höhenmeter fallen auf das erste Drittel, 40-60% auf das mittlere Drittel und 15-20% auf das letzte Drittel. Aber mir ist noch nie passiert, dass ich da dann 2-3 Anstiege hatte, die über mehr als 1km >10% hätten, oder wo es mal 10km ohne Pause mit 5% raufgeht, so dass 500hm nur auf diese 10km entfallen.

Die 2km mit 7,5% bei meiner neu geplante Tour sind sogar schon ein Sonderfall, kleiner Weg rauf zu einer Abtei- ich hatte bisher maximal mal 6% auf 1km, oder 5% auf 2km. Und nur weil ich weiß, dass es danach dann praktisch bis nach Hause nichts nennenswertes mehr gibt, wage ich mich dran ;)
 
Aus deinen letzten längeren Fahrten, bei denen Du am Limit warst, kannst ja mal auslesen, wie viel Zeit Du bei über 75% HFmax und wieviel Zeit Du bei über 90% HFmax verbracht hast.
Das merkst Du Dir erstmal als dein Tageslimit, das Du auf langen Touren nicht überschreiten willst. Das sind die Streichhölzer, die Du Dir einteilen musst über den Tag. Bei mir sind dreieinhalb bis vier Stunden über 75% und davon 45-50 Minuten über 90% über die letzten Jahre schon eine relativ konstante Grenze, die ich bei 100-400 km am Stück nicht überschreiten kann. Wenn in der letzten Stunde noch mehr geht, kannst da ja nochmal versuchen zu pushen...
 
Aus deinen letzten längeren Fahrten, bei denen Du am Limit warst, kannst ja mal auslesen, wie viel Zeit Du bei über 75% HFmax und wieviel Zeit Du bei über 90% HFmax verbracht hast.
Das merkst Du Dir erstmal als dein Tageslimit, das Du auf langen Touren nicht überschreiten willst. Das sind die Streichhölzer, die Du Dir einteilen musst über den Tag. Bei mir sind dreieinhalb bis vier Stunden über 75% und davon 45-50 Minuten über 90% über die letzten Jahre schon eine relativ konstante Grenze, die ich bei 100-400 km am Stück nicht überschreiten kann. Wenn in der letzten Stunde noch mehr geht, kannst da ja nochmal versuchen zu pushen...
Da brauch ich sicher noch mehr Erfahrung, zB hatte ich Montag wahrscheinlich auch zu wenig Energie nachgeschoben und hatte bei den späteren Anstiegen kaum mehr Atem, aber der Puls ging nicht über Zone 3 hinaus - bei mir ist Zone 3 Puls 141-157. So Mitte der Strecke hatte ich zB nen kurzen Anstieg, wo ich kurz vor dem Ende gemerkt hab, dass ich - wenn es noch weiter gehen würde - fast schon hyperventilieren würde, aber Puls war nur bei 155. Meine Zone 4 ist btw. 158-169.

Laut Auswertung war ich bei der gesamten Fahrt 80% in Zone 3 und nur 4% in Zone 4. Zone 5 (170 und mehr) waren 0%, und das kann auch sein - nur beim ersten Anstieg nach 15km mit zwischendurch 8-9% Steigung ging der Puls mal über 165, da musste ich aber kurz anhalten, weil ich gemerkt hab, dass ich sonst kaum mehr Luft bekommen hätte.

Es ist für mich aber auch schwer, länger als ein paar Sekunden in Zone 4 oder 5 zu kommen. Auf Puls 165-170 oder mehr komme ich nur, wenn ich zB 2km einen Anstieg mit 5% hochfahre und die letzten 100-200m echt reinhaue, bis die Beine wehtun, und dann sind das halt logischerweise nur ein paar Sekunden. Oder wenn ich mal Sprinte, geht der Puls auch mal auf 170. Wenn ich das aber für z.B. 2 Minuten halten wollte, würden das meine Beine gar nicht durchhalten.

Bei einer kürzeren Fahrt ist das "leichter", hohe Zonen zu fahren - ich bin zB 3 Tage vor der langen Tour 30km gefahren, da waren es 60% Zone 4 und 40% Zone 3, ca 20 Sekunden auch Zone 5.

Vielleicht muss ich meine Zonen auch irgendwie mal neu definieren, ich bin ja 51, und evlt. sind ja Puls ab 160 schon "Zone 5" bei mir, wer weiß...
 
Zuletzt bearbeitet:
Irgendwie hast Du mich falsch verstanden. Nicht die Höhenmeter zerstören Dich, sondern dass Du viel zu hart reinsteigst. Puls hochjagen über mehr als vier Stunden geht halt nicht, da wird Dein Körper Dir schon zeigen, wer das letzte Wort hat.
Du wirst auch wie alle anderen lernen müssen, in Zone 1/2 zu fahren (bzw. Zone 1 im Drei-Zonen-Modell). :)
 
Irgendwie hast Du mich falsch verstanden. Nicht die Höhenmeter zerstören Dich, sondern dass Du viel zu hart reinsteigst. Puls hochjagen über mehr als vier Stunden geht halt nicht, da wird Dein Körper Dir schon zeigen, wer das letzte Wort hat.
Du wirst auch wie alle anderen lernen müssen, in Zone 1/2 zu fahren (bzw. Zone 1 im Drei-Zonen-Modell). :)
Ach so meinst Du das. Also, ich lasse natürlich auch mal rollen oder trete vergleichsweise gemütlich. Bei der Fahrt am Montag war ich ja immerhin so 17-18% in Zone 2, bei mir 107-140.

Ich hab aber (noch) recht schnell einen RELATIV hohen Puls, also um unter 140 zu haben, müsste ich echt sehr langsam fahren bzw. treten. Selbst wenn ich neben jemandem hercruise, der Fuß geht, und nur alle 10m mal kurz trete, bin ich schon aus Zone 1 raus. ;)

Mir geht es aber auch nicht um das Optimum - ich möchte Spaß haben, d.h. auf ebener Strecke und ohne Gegenwind 25 km/h+ , und ich hab halt oft pro Woche nur 2x für 2Std zeit. Dass ich die wenige Zeit dann mal absichtlich für als 60-70% der Zeit nur mit Puls 130 fahre, wird vermutlich nie passieren. Außer ich bin mal so fit, dass ich mit Puls 130 locker 25 km/h fahre ;)
 
Zurück